CH170871A - Verfahren zur Herstellung einer aus verschiedenen Schichten bestehenden metallenen Platte, welche sich einer detailreichen Unterlage genau anzuschmiegen hat und nach diesem Verfahren hergestellte Platte. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer aus verschiedenen Schichten bestehenden metallenen Platte, welche sich einer detailreichen Unterlage genau anzuschmiegen hat und nach diesem Verfahren hergestellte Platte.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung einer aus -verschiedenen Schichten bestehenden metallenen Platte, welche sich einer detailreichen Unterlage genau anzuschmiegen bat und nach diesem Verfahren hergestellte Platte. Bei der Herstellung von Trägerglatten für Zahnprothesen oder andern Platten.
welche sich einer detailreichen Unterlage ge nau anzuschmiegen haben, wie zum Beispiel_ die als Ersatz für Schädelknochenteile ver wendeten Platten und dergleichen, wurde schon verschiedentlich versucht, .diese profi lierten Platten auf galvanischem Wege zu erhalten.
Insbesondere wurde zur Herstellung von aus Edelmetallegierungen bestehenden Trägerplatten für Zahnprothesen vorgeschla gen, auf eine Unterlage die einzelnen Kom ponenten der gewünschten Legierung der Reihe nach auf galvanischem Wege nieder zuschlagen, derart, dass jeder Legierungs komponente eine Niederschlagsschicht ent spricht, und -diese Schichten sodann durch Glühen gegenseitig zu legieren.
Dieser Vor schlag konnte jedoch nicht zu Trägerplatten von der für den erwähnten Zweck erforder lichen Dicke führen, da sich Edelmetalle galvanisch nur in sehr dünnen profilierten Schichten niederschlagen lassen, denen bei Einhaltung der den üblichen Feingehalten entsprechenden Gewichtsverhältnisse der ein zelnen Legierungskomponenten auch wieder nur dünne Schichten der unedlen Metalle zu geordnet --erden können, so dass die Gesamt dicke der wenigen niedergeschlagenen Schich ten gleichfalls nur sehr gering ist.
Das Verfahren gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass auf einer der detailreichen Unterlage nachgebildeten Ma trize die Komponenten der Platte je in einer sehr grossen Anzahl sehr dünner Schichten abwechselnd aufeinander aufgebracht wer den und dass die benachbarten Schichten durch Erhitzen miteinander legiert werden.
An sich ist es bereits bekannt (D. R. P. Nr. \? 49 778), zur Erzeugung von Metall legierungen auf elektrolytischem Wege ein zelne Metallbestandteile in alleedünnsten Schichten abwechselnd aufeinanderfolgend niederzuschlagen. Bei diesem bekannten Ver fahren handelt es sich jedoch entweder um Überzüge, zum Beispiel von Drähten und Bändern, oder um die Herstellung von Ble chen mit glatter Oberfläche. Sowohl die Über züge, als auch die glatten Bleche besitzen über dem Querschnitt homogene Beschaffen heit.
Es ist also nicht daran gedacht:, die chemischen und physikalischen Eigenschaften der Platte an verschiedenen Stellen des Quer schnittes verschieden zu halten. Diese Ver schiedenheit in den Eigenschaften der herzustellenden profilierten Platte an den einzelnen Stellen des Querschnittes der selben ist jedoch von besonderer Wieh- tigkeit, da man auf diese Weise Träger platten für Zahnprothesen erhalten kann, welche einerseits an den Aussenzonen von sehr hohem Feingehalt sein können, wäh rend in den übrigen Teilen des Querschnittes der Platte für deren genügend grosse Härte gesorgt werden kann.
Bei einer Ausführungsform der Erfin dung wird auf die abzuformende Matrize vorerst eine Edelmetallfolie mechanisch auf gebracht, und erst auf diese Folie erfolgt die vorzugsweise galvanische Abscheidung der einzelnen Schichten. Als letzte Schicht wird gleichfalls eine mechanisch aufgebrachte Me tallfolie vorgesehen.
Zur Herstellung einer Trägerplatte für Zahnprothesen kann beispielsweise folgender massen vorgegangen werden: Nachdem in bekannter Weise nach einem im Mund des Patienten abgenommenen Ab druck irgend eine Matrize, am besten eine Metallmatrize, beispielsweise eine Kupfer matrize, hergestellt worden ist, wird auf diese Matrize eine dünne Edelmetallfolie mecha nisch aufgebracht, zum Beispiel unpoliert. Diese Edelmetall-, z. B.
Goldfolie, welche etwas grösser als die herzustellende Träger platte gewählt wird, wird längs der ge wünschten Kontur dieser Platte mit einer Abdeckmasse, beispielsweie Wachs, über deckt, die ausser der Konturierung der her zustellenden Platte die Aufgabe hat., gegen ein Eintreten von 'Niederschlagsmaterial zwi schen Folie und Matrize abzudichten, da andernfalls die Ablösung der fertigen Platte von der Matrize Schwierigkeiten machen würde. Die Goldfolie wird nun in bekann ter Weise leicht angeätzt und in ein gal vanisches Goldbad gebracht, in welchem eine dünne galvanische Goldschicht auf die Folie niedergeschlagen wird.
Sodann wird auf diese Goldschicht eine dünne Silberschicht niedergeschlagen und auf dieser eine Kup ferschicht abgeschieden. Hierauf werden weitere Schichten, beispielsweise in der Rei henfolge Silber, Gold, Silber, Gold, Kupfer, Silber, Gold, Kupfer, Silber, Gold usw. nie dergeschlagen, bis die gewünschte Stärke der Platte erreicht ist. Insgesamt wird eine sehr grosse Anzahl von Schichten, zum Beispiel 4() bis 50, niedergeschlagen. Als äusserste Schicht wird wieder eine Goldschicht verwendet und über diese galvanisch niedergeschlagene Gold schicht noch eine Goldfolie gelegt.
In wel cher Reihenfolge die einzelnen Metalle nie dergeschlagen werden, beziehungsweise in welchen gegebenenfalls untereinander ver schiedenen Schichtdicken die einzelnen Me talle erzeugt werden und wie viele Schichten von den einzelnen Komponenten zum Auf bau der Platte benützt werden, hängt davon ab, welche besonderen Eigenschaften der Platte gewünscht werden, insbesondere wie der Edelmetallgehalt und die Härteverhält nisse über den Querschnitt der Platte verteilt sein sollen. Es erweist sich als zweck mässig, das Verfahren so zu leiten, dass die äussersten Zonen der Platten den höch sten Feingehalt aufweisen und dieser Fein gehalt von beiden Seiten gegen das Innere der Platte zu abnimmt.
Es werden. also an den äussern Zonen die Edelmetallschichten in grösserer Anzahl bezw.in grösseren Dicken vorhanden sein als in den mittleren Zonen der Platte.
Während des galvanischen Prozesses ist bereits in einem gewissen Ausmass ein Le gierungsvorgang zwischen den einzelnen dün neu Schichten aufgetreten. Die Platte wird nun von der Matrize entfernt, zu welchem Zweck die vor dem Beginn der galvanischen Nieder schlagung auf die Matrize aufgebrachte Edel metallfolie längs der durch den Wachsüber zug vorgezeichneten Kontur durchgeschnitten wird, und hierauf in eine der für zahnärzt liche Zwecke gebräuchlichen Einbettungs- massen eingesetzt. Sodann wird die Platte erhitzt, um den Legierungsvorgang, der durch die galvanische Niederschlagung selbst schon eingeleitet wurde, zu Ende zu führen.
Nach dem Erkalten liegt eine Platte vor, welche alle für eine Trägerplatte für Zahnprothesen wünschenswerten Eigenschaften aufweist und die nun in der üblichen Weise für die An bringung der Zahnprothesen weiter verwen det werden kann.
Die Niederschlagung der einzelnen Schich ten kann, statt, wie eben beschrieben, auf galvanischem Wege, auch nach dem Schoop- schen Spritzverfahren erfolgen. Auch in diesem Falle kann als unmittelbarer Trä ger für die niederzuschlagenden, also auf zuspritzenden Schichten eine von der Metall matrize leicht ablösbare Edelmetallfolie ver wendet werden.
Das Verfahren kann mit ganz besonders gutem Erfolge auf die Weise durchgeführt werden, dass man die zu erzeugende Metall platte nicht in einem einzigen Zuge herstellt, sondern aus zwei Hälften aufbaut, deren jede nach dem im vorstehenden beschriebenen Verfahren hergestellt ist. Jede der Hälften besteht also aus einer grossen Anzahl von zum Beispiel galvanisch niedergeschlagenen Schichten und entweder einer oder auch zweier Deckfolien. Man hat in diesem Falle die Abformung von zwei Matrizen vorzu nehmen, von denen die eine das Negativ der andern darstellt, und auf jede dieser beiden Matrizen wird zuerst die Edelmetallfolie an gebracht, ehe die Niederschlagung der ein zelnen Schichten erfolgt.
Beide so hergestell ten Teilkörper können dann noch an der Aussenseite mit einer Edelmetallfolie bedeckt werden, um die Verbindung der beiden Teil körper zu erleichtern. Eine solche äussere Edelmetallfolie kann auch nur an einem der beiden Metallkörper angebracht werden, oder es können bei geeigneter Wahl der Metalle auch beide Teilkörper ohne äussere Deckfolie belassen werden. Die innere, bei der Her stellung an der Matrize anliegende Edel metallfolie ist jedoch in jedem Falle zweck mässig. Die Ausdrücke "innere" bezw. "äussere" Folie sind im vorstehenden mit Be zug auf den Herstellungsvorgang gewählt.
In bezug auf die durch Vereinigung der bei den Teilhälften erhaltene fertige Platte wä ren die Folien umgekehrt zu bezeichnen, da dann die während der Herstellung an den beiden Matrizen angelegenen, also "innern", Folien die Aussenbegrenzungen der fertigen Platte darstellen.
Der Aufbau der Trägerplatte aus zwei miteinander zu verlötenden oder zu ver schweissenden, beziehungsweise zu verlöten den und zu verschweissenden Hälften bringt Vorteile in verschiedenen Richtungen mit sich. Diese Vorteile liegen einmal darin, dass beim Niederschlagen der Schichten auf gal vanischem Wege mit einer sehr geringen Anodendistanz gearbeitet werden kann, und ferner darin, dass auch jene Fläche der Trä gerplatte, welche zum Beispiel bei der Be nutzung dem Kiefer nicht anliegt, alle Ein zelheiten des Kiefers genau abgebildet zeigt, wobei der Querschnitt der Platte an sämt lichen Stellen .im grossen und ganzen der gleiche ist.
Diese Wirkung wird dadurch erreicht, dass geringere Niederschlagsmengen an der einen Matrize an jenen Stellen, wo diese Matrize grösseren Abstand von der Anode besitzt, ausgeglichen werden durch stärkere Niederschlagsmengen an der Gegenmatrize, die an den korrespondierenden Stellen einen entsprechend geringeren Abstand von der Anode hat.
Ausser für Trägerplatten für Zahn prothesen, für welche im vorstehenden die Erfindung im Detail beschrieben wurde, kann diese Erfindung auch noch mannig fache andere Anwendung finden. So kann man nicht nur, wie bereits früher erwähnt, die Erfindung dort anwenden, wo es sich um Platten handelt, die als Ersatz für Schädel- knochenteile dienen sollen, sondern allgemein überall dort, wo man Platten erhalten will, welche einer detailreichen Oberfläche genau nachgebildet sein sollen.
Nach derartigen Platten besteht beispielsweise auch noch auf andern als den bereits genannten medizini schen Gebieten Bedarf, beispielsweise für medizinische Pessare oder für Hüllen für Amputationsstümpfe. Ferner ist die Erfin dung dort wichtig, wo es sich um die formgetreue Nachbildung von zum Beispiel antikem Schmuck oder kunstgewerblichen Gegenständen mit künstlerisch gestalteter Oberfläche handelt, und dergleichen mehr.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zur Herstellung einer aus verschiedenen Schichten bestehenden me tallenen Platte, welche sich einer detail reichen Unterlage genau anzuschmiegen hat, dadurch gekennzeichnet, dass' auf einer der detailreichen Unterlage nach gebildeten Matrize die Komponenten der Platte je in einer sehr grossen Anzahl sehr dünner Schichten abwechselnd auf einander aufgebracht werden und dass die benachbarten Schichten durch Erhit zen miteinander legiert werden.II. Platte, erhalten nach dem Verfahren ge mäss Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass sie aus einer grossen An zahl miteinander legierter Schichten von Komponenten einer Edelmetallegierung besteht, welche Schichten zwischen aus Edelmetallfolien gebildeten Schichten eingeschlossen sind. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass auf die Ma- trize vorerst eine Edelmetallfolie mecha nisch aufgebracht wird und auf diese Folie die Niederschlagung der einzelnen dünnen Schichten der Metalle erfolgt. 2.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, .dass die etwas grösser als die her zustellende Platte gewählte Edelmetall folie längs der Kontur dieser Platte mit einer Abdeckmasse überdeckt wird, die ausser der Konturierung der herzustellen den Platte die Aufgabe hat, gegen ein Eintreten von Niederschlagsmaterial zwi schen Folie und Matrize abzudichten. 3.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die einzelnen Metalle in den einzelnen Teilen des Quer schnittes der herzustellenden Metall platte in untereinander verschieden vie len Schichten aufgetragen werden, so dass die Eigenschaften der Metallplatte an verschiedenen Stellen des Querschnit tes verschieden gehalten werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die einzelnen Metalle in den einzelnen Teilen des Quer schnittes der herzustellenden Metallplatte in untereinander verschieden starken Schichten aufgetragen werden. 5.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die herzu stellende Platte aus zwei Hälften auf gebaut wird, von denen die eine auf der Matrize und die andere auf einer das Negativ dieser Matrize darstellenden Ma trize durch Niederschlagen vieler dünner Einzelschichten auf eine mechanisch auf die betreffende Matrize aufgebrachte Edelmetallfolie hergestellt wird, worauf die beiden Hälften miteinander vereinigt werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass an mindestens einer der her gestellten Plattenhälften eine Edelmetall folie aufgebracht wird, um die Ver bindung der beiden Hälften zu erleich tern. 7.Platte nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Feingehalt der Platte über die Höhe des Querschnittes der Platte verschieden ist, und zwar derart, dass er an den Aussenzonen am grössten ist.
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