CH171122A - Kolbenspinnpumpe. - Google Patents

Kolbenspinnpumpe.

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CH171122A
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Description


      Holbenspinnpumpe.       Die Erfindung bezieht sich auf eine     Kol-          benspinnpumpe,    bei der in einem Gehäuse  eine Trommel umläuft, in welcher mehrere,  parallel zur Drehachse liegende Kolben ar  beiten, deren Antrieb mittelst Hubscheiben  oder dergleichen erfolgt, die in dem fest  stehenden Gehäuse enthalten sind. Die Kol  bentrommel dient dabei als Steuerschieber,  indem sie mit einer ebenen Endfläche an  einer     Plansteuerfläche    des Gehäusedeckels  anliegt, die mit den Zu- und Ableitungskanä  len für die Viskose versehen ist.  



  Die Gleichmässigkeit des Kunstseide  fadens während des     Betriebes    hängt vom  richtigen     Aneinanderliegen    der beiden     Steuer-          fjä.chen    ab. Wenn der Gehäuseteil, in wel  chem die Trommel mit ihrer     Mantelfläche    ge  führt wird, mit dem die Steuerkanäle enthal  tenden Gehäusedeckel fest verbunden ist, so  lässt sich praktisch ein     gutes    Anliegen der  ebenen Endfläche der Kolbentrommel an die       Plansteuerfläche    des Gehäusedeckels nicht  erzielen, weil es praktisch nicht möglich ist,

    ein gleichzeitiges genaues Anliegen der Plan-         flächen    aneinander und der Mantelflächen  zwischen Trommel und Gehäuse zu verwirk  lichen. Man hat deshalb schon vorgeschlagen,  die Kolbentrommel auf der in dem Gehäuse  gelagerten Antriebswelle fliegend anzuord  nen, indem man     zwischen    der Trommel und  dem sie umschliessenden     Gehäuseteil    ein Spiel  belässt und die     Kolbentrommel    gegen die       Plansteuerfläche    des Gehäuses kraftschlüssig,       zum    Beispiel     mittelst    einer Feder, andrückt,  deren     Widerlager    der Deckel des Gehäuses  bildet.

   Durch diese Anordnung     wird    vermie  den, dass das     Aneinanderliegen    der Plan  steuerflächen durch die     Mantelflächenfüh-          rung    der Trommel im Gehäuse gestört     wird,     weil die letztere Führung nicht mehr vor  handen ist.  



  Es hat sich aber herausgestellt, dass trotz  dem im Betriebe Unregelmässigkeiten des       Kunstseidefadens    auftreten. Dies ist darauf  zurückzuführen, dass infolge des     Antriebes     der Kolben     mittelst    Schrägflächen oder der  gleichen quer zur     Kolbenachse    wirkende       Kraftkomponenten    entstehen, durch die auf           die    Kolbentrommel dauernd sich ändernde       Kippmomente    ausgeübt werden. Die Kol  bentrommel hebt sich daher unregelmässig  von der     Plansteuerfläche    des Gehäuses  ab.

   Da     zwischen    den Steuerflächen immer  ein     nachgiebiger        Viskosefilm    vorhanden  ist, ändert dieser seine Stärke und -hat  eine Ungleichmässigkeit des     Kunstseidefadens     zur Folge. Dabei ist zu beachten, dass der  Flächeninhalt der offenen Steuerkanäle in  der     Plansteuerfläche    dem Flächeninhalt meh  rerer     Kolbenquerschnitte    entspricht. Die  Steuerkanäle wirken gleichsam wie ein gro  sser Kolben.  



  Dieser Nachteil wird nun bei der Spinn  pumpe gemäss der Erfindung dadurch ver  mieden, dass von der fliegend angeordneten  und kraftschlüssig gegen die     Plansteuerfläthe     des zur Lagerung der Antriebswelle dienen  den Gehäuseteils angedrückten Kolbentrom  mel der diese ohne Spiel umgebende und die  Antriebsglieder für die Kolben enthaltende  Gehäuseteil     getragen    wird, wobei dieser Ge  häuseteil auf der     Kolbentrommel    geführt und  durch seitlich nachgiebige Zug- und Druck  glieder an einer Längsverschiebung gehindert  ist.

   Da zugleich der die Kolbentrommel um  gebende Gehäuseteil von dem zur     Lagerun;     der     Antriebswelle    dienenden Gehäuseteil un  abhängig gemacht ist, wirken sich die von  dem Antrieb der Kolben herrührenden, quer  zur Achse der Kolbentrommel gerichteten  Kraftkomponenten zwischen der Kolbentrom  mel     und    dem sie umgebenden Gehäuseteil  ans, ohne Einwirkung auf das Anliegen der       Plansteuerflächen,    so dass ein gutes Anliegen  der ebenen     Endfläche    der Trommel an der       Plansteuerfläche    des Gehäuses gewährleistet  ist.  



  Das unveränderliche     Kippmoment,    wel  ches vom Gewicht der     Kolbentrommel    und  des von dieser getragenen Gehäuseteils nebst  dem Gewicht -der     Antriebsvorrichtungen    noch  auf die Trommel ausgeübt wird, so dass eine       einseitige        Abnutzung    der Steuerflächen ein  treten könnte, kann     im    wesentlichen schon  dadurch unschädlich gemacht werden, dass  zum Andrücken der     Kolbentrommel    an die         Plansteuerfläche    des Gehäuses eine sehr  starke Feder benutzt     wird.    Überdies kann  noch ein Ausgleich durch federnde Glieder  erfolgen,

   die zwischen dem zur Lagerung  .der Antriebswelle dienenden Gehäuseteil und  dem die Kolbentrommel     umgebenden    Ge  häuseteil eingespannt sind und ein entgegen  gesetztes Kippmoment ausüben.  



  Bei     Kolbenspinnpumpen,    bei     denen    die  Hin- und     Herbewegung    der Kolben     mittelst     mit Schrägflächen versehener Hubscheiben  erfolgt, hat man zum Ausgleich des     achsialen     Spiels der Kolben, welches durch Abnutzung  der Hubscheiben entsteht, die Feder heran  gezogen, durch welche die Kolbentrommel  gegen die     Plansteuerfläche    des Gehäuses an  gedrückt wird. Wird bei der vorliegenden       Anordnung    im Hinblick darauf, dass die  fliegende Kolbentrommel als Träger des sie  umgebenden Gehäuseteils dient, eine ent  sprechend starke Feder verwendet, so ist die  Ausnutzung dieser Feder für die Beeinflus  sung der Kolben nicht angängig.

   Die Ab  nutzungder Hubscheiben kann nun dadurch  ausgeglichen werden, dass jeder Kolben unter  der Wirkung einer eigenen Feder steht. Diese  Federn können daher unabhängig von der  Feder, durch welche die Kolbentrommel an  gedrückt wird, den Verhältnissen entspre  chend bemessen werden.  



  Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs  gegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt,  und zwar zeigt:       Fig.    1 einen     Längsschnitt    durch die  Pumpe,       Fig.    2 eine Ansicht der Pumpe, von  rechts gesehen,       Fig.    3 einen Querschnitt nach der Linie       III-III    in     Fig.    1;       Fig.    4 zeigt einen Grundriss der     Pumpe;          Fig.    5 ist ein     Querschnitt    nach der Linie       V        -V    der     Fig.    1.  



  Die dargestellte     Spinnpumpe    ist an der  Spinnmaschine     mittelst    des zur Lagerung der       Antriebswelle    3 dienenden Gehäuseteils 1 be  festigt, das zu diesem Zwecke mit Ansätzen  2 versehen ist. Die Welle 3     dient    zum An  trieb der     Kolbentrommel    7, in welcher     in    be-           kannter    Weise parallel     zur    Drehachse lie  gende Kolben 15 spielen, deren Zylinder in  eine ebene Endfläche 24 münden, die beim  Umlauf der Trommel mit der Plansteuer  fläche 4     zusammenwirkt,    welche an dem Ge  häuseteil 1 vorgesehen ist.

   Diese Fläche steht  mit den Steuerkanälen 5 und 6     (Fig.    5) in  Verbindung.  



  Die Pumpentrommel 7 ist auf der Welle  3 fliegend angeordnet und ohne Spiel von  einem auf der genannten Trommel genau pas  send geführten Gehäuseteil 11 umgeben, wel  ches die zum Antrieb der     Kolben    dienenden       Hubscheiben    13 und 14 enthält, die mit den  in den     Kolbenmitnehmern    16 geführten Gleit  schuhen 17 und mit den in der Trommel ge  führten Gleitstücken 18     zusammenwirken.     Die     Gleitstücke    18     greifen    dabei mit Nasen  19 in die     Mitnehmer    16 ein.  



  Im Innern der Pumpentrommel 7 ist eine       starke    Schraubenfeder 10     angeordnet,    deren  eines Ende sich auf eine Scheibe 28 legt, die  sieh auf die Kolbentrommel abstützt, und       dere    anderes Ende sich gegen die Hubscheibe  13 legt, die in den Gehäuseteil 11 eingesetzt  ist. Dieser Gehäuseteil legt sich gegen zwei  Anschläge 23     (Fig.    1 und 2), die an einem  Bügel 9 vorgesehen sind, der durch zwei  Zugstangen 8 mit dem Gehäuseteil 1 verbun  den ist.

   Die Hubscheibe 1.3 dient daher als       Widerlager    für die Feder 10, durch welche  die Kolbentrommel 7 mit ihrer Steuerfläche  24 gegen die     Plansteuerfläche    4 des Gehäuse  teils 1 angedrückt     wird.     



  Die Schraubenbolzen 8 haben im Lager  körper 1 und im Bügel 9 etwas Spiel. Auch  sind die Anschläge 23 kreuzweise in bezug  auf die Zugstangen 8 angeordnet, so dass  Zugstangen 8, Bügel 9 und Gehäuse 11 sich  der     Tromeml    7 frei anpassen können, wo  durch erreicht wird, dass keine     Kippmomente     auf die     Plansteuerflächen    einwirken und  letztere sich frei zueinander     einstellen     können.  



  Die Kolbentrommel 7 sitzt frei beweglich  auf der Welle 3 und trägt den vom Gehäuse  1 unabhängigen Gehäuseteil 11. Durch eine  Schraube 12, welche in den Lagerkörper 1    eingreift, wird das     Gehäuse    11 an der Dre  hung verhindert.  



  Beim Betrieb der Pumpe führen die Kol  ben unter der Wirkung der Hubscheibe 13  den Druckhub und unter der Wirkung der  Hubscheibe 14 den Saughub aus,     wobei    in  bekannter Weise die     Zylinder    abwechselnd  mit dem Saugkanal 5 und dem Druckkanal 6  in Verbindung treten.  



  Durch die beschriebene Anordnung     wird     erreicht, dass der Kolbenantrieb ohne Einfluss  auf die Anlage der Steuerflächen 24 und 4  bleibt. Die einzigen Kräfte, welche von au  ssen auf die     Kolbentrommel    7 wirken, sind  der Druck der Feder 10, das Drehmoment der  Antriebswelle 3 und der Anlagedruck der  Schraube 12 an den Lagerkörper 1. Nur     die-          ser < #in    der     Drehrichtung    wirkende     Druck    ist  quer zur Pumpenachse gerichtet, verläuft je  doch fast in der Ebene der     Plansteuerflächen     24, 4.

   Es ist somit kein veränderliches Kipp  moment vorhanden, das zu einem Abheben  der Kolbentrommel 7 von der     Plansteuer-          fl.äche    4 führen könnte.  



  Am untern Teil der     Kolbenspinnpumpe     ist eine     Schraubenfeder    21 eingebaut, die sich  mit einem Ende gegen den Lagerkörper 1  und mit dem andern Ende gegen den Ge  häuseteil 11 abstützt. Diese Feder kann so  bemessen werden, dass sie das     Kippmoment     genau ausgleicht, welches von dem     Gewieht     der fliegenden Kolbentrommel 7, des Ge  häuseteiles 11 und des darin     enthaltenen    An  triebes noch ausgeübt     wird.    Auch kann zum  Ausgleich dieses     Kippmomentes    am     obern     Teil der Pumpe eine Blattfeder 22 angeord  net sein,

   die an einem Ende am Lagerkörper  1 befestigt ist und mit ihrem andern Ende  unter eine Nase 26 greift, die am Gehäuse  teil 11 vorgesehen ist. Das Gehäuse 11, die  Kolbentrommel 7 und die Antriebsglieder  sind dann an der     Ausgleichfeder    aufgehängt. .  Es können auch beide Federn 21 und 22 an  geordnet sein.  



  In jedem     Kolbenmitnehmer    16 ist in einer  Aussparung eine Feder 20 gelagert, welche  ganz zusammengedrückt ist und sich mit  einem Ende auf den     Mitnehmer    stützt und      mit dem andern Ende gegen einen Bund 27  des Kolbens 15     legt.    Durch die Federn 20  werden     einerseits    die Kolben 15 gegen ihre       Gleitschuhe    17 und letztere gegen die Hub  scheibe 13, anderseits die     Mitnehmer    16 mit  den     Gleitstücken    18 gegen die Hubscheibe 14  angedrückt. Die Gleitschuhe 17 sind in die       Mitnehmer    16 hinein verschiebbar angeordnet.  



  Durch diese Anordnung     wird    die<B>Ab-</B>  nutzung der Hubscheiben 13 und 14, der       Gleitstücke    18 und der Gleitschuhe 17, das  heisst des     Kolbenantriebes    für jeden einzelnen  Kolben ausgeglichen und daher diese ohne       achsiales    Spiel hin- und herbewegt. Es wird  ferner der     Vorteil    erzielt, dass, falls der Kol  ben beim Saughub klebt, er durch die ganz       zusammengedrückte    Feder 20 sofort zwang  läufig gelöst wird.  



  An     Stelle        des        :dargestellten    Kolbenantrie  bes kann auch der übliche Antrieb durch  Schräg- und     Taumelscheiben        Verwendung     finden-

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kolbenspinnpumpe, bei der in einem Ge häuse eine die Pumpenkolben enthaltende Trommel beweglich - und fliegend auf der Antriebswelle gelagert ist und mit einer Steuerfläche kraftschlüssig gegen eine Plan - steuerfläche des Gehäuses angedrückt wird, während das Gehäuse den Kolbenantrieb ent hält, dadurch gekennzeichnet, dass von der fliegend angeordneten und kraftschlüssig ge gen die Plansteuerfläche des zur Lagerung der Antriebswelle dienenden Gehäuseteils angedrückten Kolbentrommel der auf dieser passend geführte,
    die Antriebsglieder für die Kolben enthaltende und von dem zur La gerung der Antriebswelle dienenden Ge häuseteil unabhängige Gehäuseteil getragen wird, wobei dieser Gehäuseteil durch seit lich nachgiebige Zug- und Druckglieder an einer Längsverschiebung gehindert ist.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Kolbenspinnpumpe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem zur Lagerung der Antriebswelle die nenden Gehäuseteil und dem die Kolben- trommel umgebenden Gehäuseteil fe dernde Glieder eingespannt sind, die ein dem Gewicht dieser Teile entgegengesetz tes Moment ausüben.
    ?. Kolbenspinnpumpe nach dem Patentan spruch und Unteranspruch 1, bei der die in der Kolbentrommel enthaltenen Kolben mittelst Hubscheiben hin- und herbewegt werden, dadurch gekennzeichnet, dass je der Kolben unter der Wirkung einer eige nen Feder steht, durch welche die Ab nutzung des Kolbenantriebes ausgeglichen wird, wobei im Saughub jeder Kolben durch die ganz zusammengedrückte Feder im Falle des Festklebens zwangläufig ge löst wird.
CH171122D 1933-04-13 1933-04-13 Kolbenspinnpumpe. CH171122A (de)

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