CH171178A - Verfahren zum Desinfizieren und Desodorieren. - Google Patents

Verfahren zum Desinfizieren und Desodorieren.

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CH171178A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N41/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a sulfur atom bound to a hetero atom
    • A01N41/02Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a sulfur atom bound to a hetero atom containing a sulfur-to-oxygen double bond
    • A01N41/04Sulfonic acids; Derivatives thereof

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Description


  



  Verfahren zum Desinfizieren und Desodorieren.



   Es wurde gefunden,   dass höher moleku-    lare Sulfosäuren mit endständiger Sulfogruppe, die mindestens 8 C-Atome im Mo lekül enthalten, in Form ihrer wässerigen    Losungen    vorteilhaft zum Desinfizieren und Desodorieren verwendet werden können. Solche Sulfosäuren haben beispielsweise fol  gende allgemeine    Formel :
R.

   X.   Rj.      SU, Y    worin   R    ein hoher molekularer aliphatischer    oder cycloaliphatischer, gegebenenfalls sub-      stituierter    Kohlenwasserstoffrest oder Säureradial, X Sauerstoff, Stickstoff oder   Schwe-    fel,   Ri    ein nicht oder beliebig substituierter, weniger Kohlenstoffe als R enthaltender Kohlenwasserstoffrest und Y Wasserstoff, ein Alkalimetall oder Ammonium bedeuten.



   Die Sulfosäuren können auch in Mischung mit andern Korpern verwendet werden. In Form ihrer   wässerigen Losungen    dienen diese Körper zum Desinfizieren und d Desodorieren von Wäsche, insbesondere   Krankenhauswäsche,    von tierischen Haaren und Fellen, von Flaschen für Brauereien, von Fischverarbeitungsgerätschaften usw.



   Die Sulfosäuren können statt der in obiger Formel angegebenen einen Sulfosäuregruppe auch mehrere Sulfosäuregruppen an den mit   Ri    bezeichneten   Wohlenwasserstoff-    rest tragen. Ebenso können sich mehrere mit   X an Ri geknüpfte    gleiche oder   verschieden-    artige Reste   R    in dem Molekül der Sulfosäure befinden.



   Als solche Sulfosäuren seien beispielsweise genannt die   Oleyloxäthansulfosäure,    die   Oleyl-ss-oxypropansulfosäure,    die Oleyloxymethansulfosäure, die Oleyloxypropandi  sulfosäuire,dieStearyloxätha.nsulfosäure,    die Di-stearyldioxypropansulfosäure, die   y-Kres-      oxy-ss-oleyl-oxypropansulfosäure,    die Oleyl  γ

  -thio-¯-chlor-propansulfosÏure,    die Dode   oyloxathansulfosäure, Lauryl-methyl-imino- äthansulfosäure, die Oleylphenylimino-ss-oxy-    oleylpropansulfosäure und die   Octadecylthio-    ÏthansulfosÏure, DodecylaminoÏthansulfo säure, ferner solche Säuren, bei denen der   Sulforest    an einer aromatischen   oder cyclo-    aliphatischen Komponente   sitz@,    wie etwa die Oleylbenzylalkoholsulfosäure, der Naphthen   säureester der Hexa. hydrophenolsulfosäure    usw. Statt den freien Säuren k¯nnen auch deren Salze Anwendung finden.

   Diese Körper können f r sich allein oder mit andern zur Desinfektion und Desodorierung geigneten Körpern, wie beispielsweise Phenol, Pentachlorphenol, Dichloroxylenol, Lehtyol, Men  thol-Schwefel    usw. zur Anwendung kommen.



   Beispiele :    1.    Flaschen von Brauereien und   Meie-    reien werden dadurch desinfiziert und   deso-    doriert, man sie mit einer wässerigen Lösung, die 3% einer Mischung aus 10 Ge   wichtsteilen γ-Kresoxy-¯-oleyloxypropansul-    fosÏure, 10 Gewichtsteilen Ätznatron, 10 Gewichtsteilen Wasserglas und 70   Gewichts-    teilen Soda enthält, behandelt.



   2.   Fischhandlungs-und Fischverarbei-    tungsgerätschaften kann man dadurch desinfizieren und   desodorieren, dass    man sie mit einer   2 %    igen Lösung von oleyloxätha. nsulfosaurem Natrium behandelt. Man kann eine derartige Lösung auch vorteilhaft zum Desinfizieren und Desodorieren von Haushaltsgeschirr,   Bestecken    usw. benutzen, insbesondere zur Entfernung des   lästigen,    lange anhaftenden Fisch- und Trangeruches.



   3. Um Gegenstände zu desinfizieren und   desodorieren behandelt    man sie mit einer 0,3 bis 0,5% igen Lösung einer Mischung aus 50 Gewichtsteilen   Pentachlorphenolnatrium,    50   Gewiehtsteilen    des Natriumsalzes der Acidyl-cyelohexanolsulfosäure   (Acidyl    = aus Paraffinöl durch Oxydation gewonnenes Karbonsäuregemisch mit durchschnittlich 10 bis 12 C-Atomen).



   An Stelle dieser Misehung kann man auch folgende Mischungen verwenden : a) 20 Gewichtsteile Natriumperborat, 20 Gewichtsteile trockenes Natronsalz einer mit Oxäthansulfosäure veresterten Kokosölfettsäure, 50 Gewichtsteile Soda calciniert und 10   Gewichtsteile Wasserglaspulver.    b) 20 Gewichtsteile oleylphenylimino äthansulfosaures Natrium, 20 Gewichtsteile Natriumperborat, 10 Gewichtsteile Wasserglaspulver und 50 Gewichtsteile Natriumsulfat. c) 30 Gewichtsteile des Natriumsalzes des Oleyl-Methyltaurins, 20 Gewichtsteile Natriumperborat, 10 Gewichtsteile Wasserglas und 40 Gewichtsteile Natriumphosphat.    d)    Behandelt man chloräthansulfosaures Natrium unter geeigneten Bedingungen mit wässerigem Ammoniak, so erhält man ein Gemisch von aminoäthansulfosaurem Natrium und   iminodiäthansulfosaurem    Natrium.

   Durch Umsetzung dieses Gemisches mit   Palmkernolfettsäureohlorid    in Gegenwart säurebindender Mittel erhält man eine kalkbeständige seifenartig wirkende Sulfosäure in Form des Natriumsalzes ;   25    Gewichtsteile dieses Salzes werden gemischt mit, 5 Gewichtsteilen festem   Natrium-hypo-    chlorid und   70    Gewichtsteilen Natriumsulfat.



   4.98 Gewichtsteile   y-chlor-jB-oxypropan-    sulfosaures Natrium werden in 250 Gewichtsteilen Wasser gelöst und mit einer NaSE Lösung, aus   40    gr Natronlauge   (42%    ig) und 25 cm3 Wasser durch Sättigen mit Schwefelwasserstoff erhalten, versetzt und auf 90 bis   95   erwärmt.    Nach zirka   10    Stunden wird filtriert und die Losung zur Trockne gebracht. Das getrocknete pulverisierte Produkt wird in   280    Gewichtsteile Í1säurechlorid bei   50    bis   60   eingetragen    und das Gemisch anschlie¯end innerhalb 4 Stunden auf   80# geheizt.

   Wenn die SalzsÏureent-    wicklung vorüber ist, wird durch Zugabe von Soda und etwas   Wa. sser    unter Kneten neu  tralisiert, wobei    man einen   hellfarbigen,    in Wasser löslichen Teig erhält. Eine wässerige Lösung dieses Produktes eignet sich gut zum Desinfizieren und Desodorieren.



   5. Molkereigeräte kann man dadurch desinfizieren und   desodorieren,    da¯ man sie mit einer wässerigen, gegebenenfalls Natronlauge enthaltenden Lösung eines   Umsetzungspro-    duktes behandelt, welches   folgendermassen    hergestellt wird. Man leitet in   300      Gewichts-    teile Olsäurechlorid, 106 Gewichtsteile Chlor in der Kälte ein. Zur Entfernung des überschüssigen Chlors und des SalzsÏuregases leitet man einen   troekenen    Stiekstoffstrom durch die Reaktionsmasse. Nun erhitzt man auf 90 bis 100   und trägt im Laufe von ² Stunden 200 Gewichtsteile fein gemahlenes oxäthansulfosaures Natrium ein. Man er  hitzt,    nachdem die Reaktionsmasse fest geworden ist, noch eine Stunde nach.

   Dureh Neutralisieren mit Natronlauge erhält ma.   n    einen Teig von   seifenartiger    Konsistenz. Das s Umsetzungsprodukt zeichnet sich durch be   merkenswerte Ealkbeständigkeit aus, ebenso    ist es verhältnismässig beständig gegen hei¯e verdünnte Mineralsäuren und Alkalien.



   6. Um Stärkekleister zu desinfizieren und desodorieren vermischt man 950 Ge  wichtsteile    Stärkekleister mit einer Lösung von   40    Gewichtsteilen Wasser und 10 Gewichtsteilen eines   Eondensationsproduktes,    hergestellt aus 1   Mol-y-mereapto-jB-oxypro-      pansulfosaurem    Natrium,   1      Mol Olsäureohlo-    rid und   1    Mol   Isobuttersäurechlorid.    Der so hergestellte Stärkekleister schimmelt auch nach 10 Wochen langem Stehen nicht, während Stärkekleister ohne Zusatz des   Eonden-      sationsproduktes    schon nach 2 bis 3 Tagen schimmelt.



   7. Zwecks Desinfizierung und   Desodorie-      rung einer Dextrinlösung mischt    man 860 Gewichtsteile einer   60Sigen Dextrinlösung    mit einer Lösung von 40 Gewichtsteilen   y-kresoxy-p-oleyloxypropansulfosaurem    Natrium in 100 Gewichtsteilen Wasser. Es entsteht ein haltbarer, selbst binnen 12 Monaten nicht schimmelnder Leim, der sich zum Verleimen von schwer netzbaren Oberfläehen gut eignet. Eine Dextrinlösung ohne Zusatz von   γ-kresoxy-¯-oleyloxypropansulfosaurem    Natrium   schimmelt    bereits nach 2 bis 3 Tagen.



   8. Zur Desinfektion und Desodorierung von   Gesehirr    und Wäsohe behandelt man sie mit einer wässerigen Lösung eines Umsetzungsproduktes von technischem Laurinsäurechlorid mit   Methyltaurin.    Man kann dieses Produkt auch in Form einer auch in   salzhaltigem    Meerwasser gut schäumenden Seife, welche desinfizierende   und desodo-    rierende Wirkung hat, anwenden, die man folgendermassen erhält :

   35 Gewichtsteile des   frockenen    Umsetzungsproduktes von technischem Laurinsäureehlorid mit   Methyltaurin,    16 Gewichtsteilen Wasser, 55   Gewiehtsteilen    Ton, 5   Gewiehtsteilen      Schleimstoffe    (zum Beispiel Galagum) werden miteinander zu einer gleichmϯigen Paste verknetet.



   9. Zum Desinfizieren und Desodorieren von LeibwÏsche in Krankenhäusern behandelt man sie mit einer wässerigen   Losung,    die pro Liter Wasser 2 gr einer Mischung aus   40    Gewichtsteilen Palmkernölfettsäure Ïthyliaurid-Natrium und 60 Gewichtsteilen Natriumsulfat enthält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zum Desinfizieren und Desodo rieren, dadurch gekennzeichnet, daB man eine Lösung verwendet, die eine endständige Sul fogruppe tragende hoher molekulare SulfosÏure mit mindestens 8 C-Atomen im Mole kül oder ein Salz derselben enthält.
    UNTERANSPR¯CHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da¯ man eine Lösung ver wendet, die ausser einer Sulfosäure noch andere desinfizierend wirkende Stoffe enthält.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Lösung ver wendet, die ausser eines wasserlöslichen Salzes einer Sulfosäure mit mindestens 8 C-Atomen im Molekül noch andere des infizierend wirkende Stoffe enthÏlt.
CH171178D 1933-02-24 1933-02-24 Verfahren zum Desinfizieren und Desodorieren. CH171178A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1006587B (de) * 1955-06-14 1957-04-18 Leuna Werke Iawalter Ulbrichti Verfahren zur Herstellung eines starkwirkenden Feindesinfektionsmittels

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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