CH171217A - Druckmittelsteuerungsvorrichtung für Geschwindigkeitswechselgetriebe von Kraftfahrzeugen, insbesondere Schienentriebwagen. - Google Patents

Druckmittelsteuerungsvorrichtung für Geschwindigkeitswechselgetriebe von Kraftfahrzeugen, insbesondere Schienentriebwagen.

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CH171217A
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lever
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Anonima Fiat Societa
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Fiat Spa
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      Druckinittelsteuer        ungsvorriehtung    für     Geschwindigkeitswechselgetriebe    von  Kraftfahrzeugen, insbesondere Schienentriebwagen.    Die Bedienung eines     Zahnrädergesehwin-          digkeitswechselgetriebes    für     Hochleistungs-          kraftfahrzeuge,        insbesondere    Schienentrieb  wagen, ist infolge der Trägheit der     ver-          schiebba.ren    Räder (Muffen oder     Über-          etzungszahnräder)    und der grossen Verschie  bungsweite auf die Dauer sehr anstrengend.

    Die vorliegende Erfindung betrifft eine       Steuerungsvorriehtung    für     Geschwindigkeits-          w2chselgetriebe,    bei w     elelliier    ein Druck  medium, und zwar, falls das Kraftfahrzeug  mit einer     Druckluftanlage    zur Betätigung  der Bremsen     ausgerüstet    ist, vorzugsweise  Druckluft zur Verwendung gelangt. Es wer  den dadurch die komplizierten mechanischen  Vorrichtungen zur     Fernsteuerung    .des Wech  selgetriebes entbehrlich.  



  Bei dem Gegenstand der Erfindung     wer-          ,den    die Schubräder     des        Geschwindigkeits-          wechselgetriebeä    durch je eine     Steuerungs-          stange    bewegt, und jede Steuerungsstange       wird    von zwei Steuerkolben beherrscht, die    untereinander und mit der Steuerungsstange  durch     eineu        gemeinsamen    Hebel verbunden  sind.  



  Gegenüber bekannten Einrichtungen ähn  licher Art zeichnet sich die Steuerungsvor  richtung nach der Erfindung durch kon  struktive Einfachheit. bei grosser     Betriebs-          sicherlieit    aus. Denn bei ihr ist die     Steue-          rungsstange    am Hebel zwischen dessen An  lenkstellen an den Kolbenstangen     angelenkt     und bei Verstellung einer Kolbenstange zum  Ein- und Ausrücken eines Getriebeganges  dient jeweils die     Anlenkstelle    der     andern     Kolbenstange am Verbindungshebel als  Drehpunkt für diesen.

   Dadurch braucht also  zur Ein- und     Ausrückung    eines Ganges je  weils nur ein Kolben verstellt zu werden,  und die Verhältnisse können so gewählt wer,  den, dass es auch dann, wenn ein Kolben  in der der eingerückten     Stellung    eines Ge  triebeganges entsprechenden Lage festsitzen  sollte, möglich ist, durch Beeinflussung des      andern, dem gleichen Verbindungshebel zu  geordneten Kolbens den Gang auszurücken.  



  Das Ausrücken eines Ganges erfolgt durch  Rückstellung !der     Kolbenstange        bezw.    des  Hebels; diese Rückstellung kann     mittelst          Federn    oder     ebenfalls    durch das     Druckmittel          bewirkt    werden.

   Im     letzteren    Fall werden. die  Steuerkolben zweckmässig als Differential  kolben ausgebildet,     und    der     Druckmittel-          arbeitsraum    der kleineren Kolbenfläche wird  ständig unter Druck gehalten, während zum  Einschalten eines Ganges die grössere Kol  benfläche unter Druck     gesetzt    wird.  



  Auf     beiliegender    Zeichnung ist der Ge  genstand,der vorliegenden. Erfindung anhand  zweier     Ausführungsbeispiele    dargestellt.  



       Fig.    1 bis 3 zeigen eine erste     Ausfüh-          rungsform,    bei     welcher    die verschiebbaren  Kupplungsräder (Muffen) durch Druckluft  in die neutrale Stellung zurückgebracht       werden;          Fig.    1 ist     ein    Schnitt nach     Linie        A-B     der     Fig.    3;

         Fig.    2 ein     Schnitt    nach     Linie        Jy1-N     der     Fig.    3, und       Fig.    3 ein     Schnitt    nach Linie     R-8    der       Fig.    1;       Fig.    4 zeigt     die    Anordnung, bei welcher  die Rückkehr ;der verschiebbaren Kupplungs  räder (Muffen) in die neutrale Stellung un  ter Federwirkung erfolgt, im     Schnitt,    ähn  lich der     Fig.    1;

         Fig.    5 ist     ;ein    Grundriss einer Einzel  heit in .der "neutralen" Stellung, und       Fig.    6 ein Grundriss     derselben,    in     "ein-          gerückter"    Stellung.  



  Die beiden dargestellten Geschwindig  keitswechselgetriebe     sind    Viergangwechsel  getriebe mit direkt gekuppeltem     vierten     Gang und mit ständig in Eingriff befind  lichen Zahnrädern. I,     II,        III    sind die drei       Zahnräder    der getriebenen Welle 7, der die  Drehbewegung von der     Vorgelegewelle    er  teilt wird.     IV    bezeichnet das Zahnrad der       Motorwelle    8,     die    die     Vorgelegewelle    dau  ernd in Drehung hält.

   Die     Bewegung    der  Kupplungsmuffen 5 und 61     vermittelst    der  auf den Steuerstangen 11 und 12     verkeilten       Gabeln 9 und 10 bewirkt     bekannterweise          .das    Eingreifen :der Verzahnungen 1, 2 3, und  4 in entsprechende     Verzahnungen    der Räder  1,     1I,        III,    IV.  



  Die Stangen 11 und 12 werden in pa  rallelen Führungen 15 geführt, aus welchen  sie auf verschiedenen     Seiten    vorragen, und  sie besitzen je eine Kerbe, in welche der       Qluersperrstift    16 mit konischen Enden ein  greift und dadurch die eine Stange jeweils  in der neutralen Stellung sperrt, wenn die  andere sich in     eingerückter    Stellung befindet.  



  Da ein und dieselbe Muffe jeweils nur  mit einem Zahnrad sich verkuppeln kann, so  wird dadurch vermieden,     dass,    jeweils mehr  als eine Kupplung eingerückt wird.  



  Die vorliegende Erfindung bezieht sich  insbesondere auf die Einrichtung zur Betäti  gung dieser Stangen, die zusammen mit die  sen Stangen auf dem Deckel 1<B>3</B> des     Getriebe-          kantens    14     angeordnet    ist. Jede Stange trägt  an dem aus der Führung 15 herausragenden  Ende     mittelst    eines Zapfens 17 einen     Hebel     18, der an den Enden mit länglichen     flffnun-          gen    versehen ist.

   In diese länglichen     Offnun-          gen    greifen die Zapfen 19 der Kolbenstangen  der in den     Zylindern    21, 22, 23, 24 sieh be  wegenden Differentialkolben 31. 32,<B>33,</B> 34  ein.  



  Die Zylinder sind bei der Ausführung  nach den     Fig.    1 bis 3 vorne durch eine Lei  tung     2,0    ständig zum Beispiel mit einem       Druckluftbehälter    verbunden.  



  Auf der     Zeichnung    ist die-     Leitung    20  nur in der     F'ig.    1 für den Zylider 23 sieht  bar. Eine in der     Fig.    3 nur bei den     Zylindern     2.1 und 24 ersichtliche Leitung 30     bringt          unter    der     Wirkung    einer geeigneten Steue  rung die grössere Kolbenfläche mit der  Aussenluft oder mit dem     Druckluftbehälter     in Verbindung.  



  Die oben beschriebenen Vorgänge werden  durch .die Bedienung eines einzigen, die     vier          Kolben        steuernden        Vierweghahnes    erzielt.  der jeweils in die eine der Leitungen 30  Druckluft     einlässt    und die übrigen Leitungen  30 mit der Aussenluft verbindet.

   Inder neu  tralen     bezw.        ausgerückten    Stellung des Ge-           triebes    entsprechenden Lage stehen die vier       Leitungen    30 mit der Aussenluft in Verbin  dung, die Kolben sind alle dem Druck der  in den Leitungen 20 enthaltenen Druckluft       ausgesetzt,    die auf die kleinere Kolbenfläche  einwirkt.

   Wird durch den Hahn Druckluft  in eine der Leitungen 30 eingeführt, so be  findet sich der     betreffende    Kolben unter  dem Einfluss der Druckluft auf seinen beiden  Kolbenflächen, da. es sich aber um einen  Differentialkolben handelt, in dem die durch  den Druck beeinflussenden Flächen sehr     ver-          sehieden    sind, so schiebt .der Kolben bei  seiner     %weoi        ing    den betr. Zapfen 19 nach  vorne und     verschwenkt    den Hebel 18 um den  andern Zapfen 19.

   Der Hebel 18 kann dem  nach drei Stellungen einnehmen, die in der  Zeichnung durch die Achsen<I>a, b, c, an-</I>  gedeutet sind und denen drei verschiedene  Stellungen des Zapfens 17     bezw.    jeder  Steuerstange entsprechen, und zwar bezüg  lich der Stange 11 ausgerückte Stellung, er  ster Gang, zweiter Gang, und bezüglich der  Stange 12: ausgerückte Stellung,     dritter     Gang, vierter Gang.  



  Sollte ein Kolben zufälligerweise in ein  gerückter Stellung festsitzen, so kann der  andere     Kolben    durch zweckentsprechende  Steuerung die Muffe in die ausgerückte  Stellung     zurückbringen,    was für .den Eisen  bahnbetrieb sehr     wichtig    ist.  



  Gemäss der Abänderung     nach    den     Fig.    4,  5 und 6 werden die zu verschiebenden Or  gane des Wechselgetriebes, also die Muffen  5 und 6, durch Federn in die ausgerückte  Stellung zurückgebracht. Der Zapfen 17 ist  mit .dem Hebel 18 und mit einem zweiten  Schwinghebel 25 auf Drehung verbunden, so       da.ss    dieser letztere mit dem ersteren Hebel  zusammen     verschwenkt    wird.

   An den Enden  des Hebels 25 ist je ein Teil der telesko  pischen, die     Druckfedern    27     enthaltenden     Federvorrichtungen 26 angeschlossen, deren  anderer     Teleskopteil    mit einem     Arm    der       Platte    28 verbunden ist, die mit dem     Deckel          1'3    starr     verbunden    ist und mit den beweg  lichen Scheiben 29 einen Deckel für das das       Gelenksystem    einschliessende Gehäuse bildet.

      In der ausgerückten Stellung sind die  Achsen der Federn 27 parallel; entfernen sie  sich aus dieser Stellung in der einen oder der  andern Richtung, so werden sie zusammen  gedrückt     (F'ig.    6). Dieser Vorgang findet  bei jeder Vers     hwenkung    der Hebel 18 und  25 statt. Sobald der Druck auf den die     Ver-          schwenkung    bewirkenden Kolben aufhört,  bringen die Federn die Hebel 18 und 25 in  die neutrale Lage zurück, wobei sie also die  selbe Aufgabe erfüllen, wie die in den Lei  tungen 20 enthaltende Druckluft bei der vor  herbeschriebenen Ausführung.

   Gegenüber  der ersten Ausführung steht bei .der hier be  schriebenen nur eine Leitung statt fünf, und  nur ein Zylinder statt vier unter dem Druck  von Druckluft und es arbeitet jeweils nur  eine einzige Schleif-     bezw.    Kolbendichtung  statt sieben. Hierdurch wird die Gefahr von  Luftverlusten und auch der Luftdruck  verbrauch wesentlich herabgesetzt.  



  Die Anordnung der beiden Federn ent  lastet den Zapfen 17 von jeder     Biegungs-          beanspruchung.    Durch den Bruch einer Feder  wird die Wirkung der Vorrichtung nicht       gestört.    Man kann     selbstverständlich    statt  der zwei auch nur eine einzige Feder vor  sehen.  



  Bauliche     Einzelheiten        des    Getriebes und  auch die Ausführung der Wechselgetriebe  steüerung     können    nach den jeweiligen Ver  hältnissen (der Art des in Frage kommenden       Wechselgetriebes    der übertragenen     Leistung,     dem verfügbaren Raum) gegenüber der  Zeichnung abgeändert werden, ohne dass der  Rahmen der vorliegenden Erfindung über  schritten werden soll.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Druckmittelsteuerungsvorrichtung für Ge- sGhwindigkeitswechselgetriebe mit Schub rädern für Kraftfahrzeuge, insbesondere Schienentriebwagen, bei welcher jede die Schubräder (5, 6) steuernde Stange (11 bezw. 12) von zwei Kolben (31, 32 bezw. 33, 34) beherrscht wird, die untereinander, sowie mit der Steuerungsstange (11 bezw. 12) durch einen Hebel (18) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, da.B die Steuerungsstange (11 bezw. 12) am Hebel (18)
    zwischen dessen AnIenkstellen (19) an den Kolbenstangen angelenkt ist und bei der Verstellung einer Kolbenstange zum Ein- und Ausrücken eines Getriebeganges jeweils die Anlenkstelle (19) des Verbindungshebels mit der anderen Kol benstange als Drehpunkt für letzteren .dient. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Getriebesteuerung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Verhält nisse so gewählt sind, dass es auch dann, wenn ein Kolben in der der eingerückten Stellung eines Getriebeganges entsprechen den Lage festsitzen sollte, möglich ist, durch Beeinflussung des andern, dem glei- ehen Verbindungshebel zugeordneten Kol bens den Gang auszurücken. 2.
    Getriebesteuerung nach Patentanspruch,, dadurch gekennzeichnet, dass, die Rück führung des erwähnten Verbindungs hebels (18) in die der ausgerückten Stel lung des .Schubrades entsprechende neu trale .Stellung ebenfalls durch Druck mittel erfolgt, indem die genannten Kol- ben (31, 32, 33, 34) als Differential kolben ausgebildet sind, wobei .der Druck mittelarbeitsraum der kleineren Kolben fläche ständig unter Druck gehalten wird, während zum Einschalten eines Ganges die grössere Kolbenfläche unter den Druck des Druckmittels gesetzt. wird. 3.
    Getriebesteuerung nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass, die Rück führung des erwähnten Verbindungs hebels (18) in die der ausgerückten Stel lung des Schubrades entsprechende neu trale Stellung durch R.ückstellfedern (27) erfolgt, indem an einem Mittelzapfen (17) des die beiden Kolben (31, 32 bezw. 33, 34) verbindenden Hebels (18) ein zweiter Hebel (25) befestigt ist, an dessen beiden Enden je eine Rückstedlfeder (27) sitzt, die beim Ausschwingen der beiden Hebel (18, 25)
    aus !der neutralen Stellung in folge der Druckmittelbeaufschlagung je weils eines Kolbens beide gemeinsam zu sammengedrückt werden.
CH171217D 1932-10-15 1933-08-05 Druckmittelsteuerungsvorrichtung für Geschwindigkeitswechselgetriebe von Kraftfahrzeugen, insbesondere Schienentriebwagen. CH171217A (de)

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