CH171409A - Riemenlose Skibindung. - Google Patents

Riemenlose Skibindung.

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CH171409A
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ski
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Hora Eduard
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Hora Eduard
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Description


  Riemenlose Skibindung.    Es sind bereits     fersenriemenlose    Skibin  dungen bekannt, bei denen     seitwärtsragende     Zapfen der Schuhbeschläge in     Ausnehmun-          gen    der Zehenbacken ragen und darin zum  Beispiel mittelst Klappriegeln gesichert sind.  Diese bekannten Ausführungen hatten jedoch  den gemeinsamen Nachteil,     dass-die    die     Kipp-          achse    des Schuhes beim Gehen bildenden  Zapfen in den     Ausnehmungen    nur drehbar,  meistens aber     unverschiebbar    fest gehalten  waren. Dadurch war das natürliche Abrol  len des Schubvorderteils in der Bindung  ausgeschlossen.

   Da die Höhenlage der Zapfen  unveränderlich war, wurde der Schuh beim  Niedertreten der Ferse in     seinerLängsrichtung     geradegebogen, während bei starkem     He-,          ben    der Ferse, z. B. beim     Telemarkschwung,     die ganze Sohle von der Skioberfläche abge  hoben wurde, so dass dann die Zapfen die  ganze Kraft auf den     Ski    zu übertragen hat  ten; durch diese Beanspruchung wurde aber  die Befestigung der Zapfen im Sohlenleder  bald gelockert und die Sohle schnell zerstört.

      Es ist deshalb auch schon vorgeschlagen  worden, die Schubbeschläge mit länglichen,  steil geneigt zur Skioberfläche verlaufenden  Ausschnitten zu versehen, wobei an den Ze  henbanken Zapfen angeordnet wurden, welche  in die Ausschnitte ragten und darin freie  Beweglichkeit hatten. Dadurch sollte erreicht  werden, dass zwischen den von den Zapfen  gebildeten Kippachsen des Schuhes und den  Schuhbeschlägen dem natürlichen Gang ent  sprechend in den Ausschnitten eine Relations  verschiebung eintreten kann. Dieses Ziel  wurde aber nur bei niedergetretener Ferse  erreicht, während beim Anheben derselben,  z. B. beim Gehen, infolge Kippers des Schu  hes der Ausschnitt des Schuhbeschlages seine  Richtung änderte und, z. B. beim     Telemark-          schwung,    eine zur Skioberfläche nahezu pa  rallele Lage annahm.

   Der Schuh war also  rasch vorn und hinten beweglich und rutschte  in der Bindung hin und her, so dass eine  gute Führung des Schuhes in der Bindung  ausgeschlossen war. Da also beim Gehen      die Richtung der Ausschnitte ständig wech  selte, wurde der Schuh je nach seiner Lage  in der Bindung abwechselnd gelockert -und  angezogen und es hatten daher die Zapfen  ständig wechselnde Drücke zu übertragen,  wodurch sie leicht aus den Zehenbacken  herausgebrochen wurden. Aus diesem     Grund     konnten sich solche Bindungen nicht ein  führen.  



  Die vorliegende Erfindung beseitigt die  Mängel aller bekannten riemenlosen Skibin  dungen und ist dadurch gekennzeichnet, dass in  die längliche und im wesentlichen senkrecht  zur Skioberfläche verlaufende     Ausnehmungen     in den Zehenbacken in der Nähe von deren  Vorderkanten vorgesehen sind, während die  Zapfen, welche in der     Längsriehtung    der  Ausschnitte freie Beweglichkeit haben, an  den Schuhbeschlägen angeordnet sind. Dabei  können die Einführungsschlitze der     Ausneh-          mungen    nach vorn gerichtet sein, oder aber  nach oben, wobei     dann    der obere Abschluss  der Zapfenbahn von einer Nase eines federnd  gelagerten Riegels gebildet wird, der den  Zapfen von oben einzuführen gestattet.  



  Durch die     erfindungsgemässe    Anordnung  wird erreicht, dass der Schuh bis in die zur  Skioberfläche senkrechte Lage gekippt wer  den kann; ohne dass die Bindung gelockert  wird, weil die in den Zehenbacken vorgesehe  nen Ausschnitte ihre Richtung dabei nie än  dern und die Zapfen also in allen Lagen  des Schuhes nur eine Beweglichkeit annä  hernd senkrecht zur Skioberfläche haben.  Die Sohle muss die Skioberfläche stän  dig     berühren,    und dadurch wird die Kraft  des Fusses zum grössten Teil durch den  Druck der Sohlenränder auf die Zehenbacken,  nicht aber durch die Zapfen übertragen. Die  Zapfen verhindern hier nur das Heraus  rutschen des Schuhs nach hinten und sind  folglich keinen grossen Beanspruchungen aus  gesetzt.  



  Zwei Ausführungsbeispiele der erfindungs  gemässen Skibindung sind in der Zeichnung  dargestellt:       Fig.    1 zeigt eine Ausführungsform im       Seitenriss,    und         Fig.    2 im zugehörigen Schnitt nach       II-II    aus     Fig.    1;       Fig.    3 stellt eine zweite Ausführungs  form im     Seitenriss    dar, während       Fig.    4 der zugehörige Schnitt _ nach       IV-IV    aus     Fig.    3 ist.

      Nach     Fig.    1 und 2 ist in der an sich  bekannten Zehenbacke 1 in der Nähe der  Vorderkante eine zur obern Skifläche senk  rechte     Ausnehmung    2 vorgesehen, der nach  vorn zu eine Einführungsmündung 3 auf  weist. An dem seitlichen Sohlenrand ist an  der üblichen Stelle ein Sohlenbeschlag 4 be  festigt, von dem ein Zapfen 5 seitwärts ragt.  Soll der Schuh in der Bindung befestigt  werden, so wird er in eine zur obern Ski  fläche senkrechte Lage mit der Spitze ab  wärts gebracht und die beiden Zapfen 5 wer  den durch die Mündungen 3 in die Aus  schnitte 2 eingeführt, worauf der Schuh  zwischen den Zehenbacken 1 in die normale  Gebrauchslage niedergeklappt wird.

   In dieser  Lage ist dann der Schuh sicher gehalten,  denn die Zapfen 5 hindern sein Heraus  rutschen nach rückwärts, während er wegen  Anliegens der Sohlenränder an den nach  vorne, der Sohlenform entsprechend einander  genäherten Zehenbacken 1 auch nicht vor  wärts rutschen kann.    Bei der Ausführung nach     Fig.    3 und 4  ist in der Zehenbacke 1 ein oben     offener     länglicher Ausschnitt 2 vorgesehen, in wel  chem wieder ein am     Sehuhbeschlag    4 sitzen  der Zapfen 5 drehbar und verschiebbar ist.

    An der Aussenseite wird die     Ausnehmung    2  von einem Riegel 6 verdeckt, welcher eine  mit dem Ausschnitt 2 übereinstimmende läng  liche     Ausnehmung    hat     (Fi_g.    4), dessen  oberer Abschluss 7 eine aus dem Riegel aus  gestanzte oder an derselben angegossene und  in die Ebene der Zehenbacke ragende Nase 8  bildet. Der Riegel 6 ist um zwei zapfen  artige Abbiegungen 9, die in entsprechenden       Ausnehmungen    der Backe gelagert sind,  schwenkbar; zu diesem Zwecke können die  äussere untere und die innere obere Horizon-           talkante    der entsprechenden     Lagerausnehmun-          gen    etwas abgeschrägt sein.

   Der Riegel 6  wird an die äussere Fläche der Zehenbacke  durch eine im rechten Winkel abgebogene  Blattfeder 10 angedrückt, deren horizontaler  Arm 10' unter den am Ski zu befestigenden  Teil der Zehenbacke ragt und daran mittelst  Nieten 11 oder dergleichen befestigt ist.       Selbstverständlich    ist der Federarm 10' in  die Skioberfläche eingelassen, damit die un  tere Fläche der Backe überall am Ski an  liegen kann.  



  Zehenbacken der letzt beschriebenen Aus  führung können auf beiden Seiten des Schu  hes am Ski befestigt sein, es genügt aber  vollkommen, wenn eine solche Backe nur an  der Aussenseite des     Skis    angebracht ist,  während an der Innenseite des     Skis    nur eine  einfache, mit einer entsprechender, länglichen  oben geschlossenen     Ausnehmung    versehene  Backe befestigt ist, wobei der obere Ab  schluss der     Ausrrehmung    selbstredend der  Kante 7 entsprechen muss.

   Soll der Schuh  in der Bindung befestigt werden, so wird  zuerst der Zapfen des     urnenseitigen    Schuh  beschlages in die geschlossene     Ausnehmung     der Backe eingeschoben, während der aussen  seitige Zapfen durch Niedertreten des Schu  hes unter Wegdrücken des Riegels 6 in seine       Ausnehmung    einspringt, ohne dass man sich  hierzu bücken müsste. Beim Lösen wird nur  der Riegel 6 an seiner vorstehenden Zunge  weggedrückt, worauf die beiden Zapfen so  gleich aus den     Ausnehmungen    herausgehoben  werden können.  



  Die erfindungsgemässe Bindung ist äusserst  einfach und dauerhaft, denn die     Andrück-          feder    10 ist stets     irr    ihrer natürlichen Lage  und wird nur beim Einführen und Lösen des  Schuhes nach aussen gebogen. Ferner ist die  Bindung in hervorragender Weise als     Sprung-          bindung    geeignet, denn sie öffnet sich sofort  bei Stürzen nach vorn, wie sie beim Auffal  len auf den Boden öfter vorkommen. Infolge  der nach vorne zusammenlaufenden Schuh  sohlenränder sind nämlich die Zapfen 3 in  der Horizontalebene schräg nach vorne ge-    richtet, so dass sie, wenn der Schuh in eine  Lage mit der Spitze nach unten gelangt,  schräg nach unten verlaufen.

   Beim Sturz  nach vorne stützt sich nun die feste Schuh  spitze an der Skioberfläche ab und die Zapfen  üben auf die Kante 7 des Riegels 6 einen  keilartig wirkenden Druck nach oben aus  und drücken den Riegel infolge ihrer Schräge  nach aussen, so dass die Bindung sofort gelöst  wird und somit Unfälle vermieden werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Riemenlose Skibindung, gekennzeichnet durch Zehenbacken (1), die in der Nähe der Vorderkante längliche und im wesentlichen senkrecht zur Skioberfläche verlaufende Aus- nehmungen (2) haben, und an den Schuhbe schlägen (4) angeordnete Zapfen (5), welche in der Längsrichtung der Ausnehmungen freie Beweglichkeit haben. UNTERANTSPRüCHE 1. Riemenlose Skibindung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass an den Ausnehmungen nach vorne gerichtete Einführungsschlitze vorgesehen sind. 2.
    Riemenlose Skibindung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (2) der Zehenbacke bis zu deren Oberkante verläuft und der obere Abschluss der Zapfenbahn von der Nase (8) eines seitlich federnd gelagerten Riegels (6) gebildet wird, der den Zapfen von oben einzuschieben gestattet. 3. Riemenlose Skibindung nach Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (6) seitwärts nach aussen schwenk bar ist und durch eine Feder (10) in der Gebrauchslage gehalten wird. 4. Riemenlose Skibindung nach Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (6) mit Zapfen (9) versehen ist, die in Ausnehmungen der Zehenbacken frei beweglich gelagert sind.
CH171409D 1932-11-11 1933-10-24 Riemenlose Skibindung. CH171409A (de)

Applications Claiming Priority (2)

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CS171409X 1932-11-11
CS20233X 1933-02-02

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CH171409D CH171409A (de) 1932-11-11 1933-10-24 Riemenlose Skibindung.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2011055336A1 (en) 2009-11-06 2011-05-12 Schleuniger Holding Ag Cable Inscription Device and Method for Inscribing Cables

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