CH171436A - Verfahren zum Auftragen von Gussschmelze auf Stahl- und Eisenkörper. - Google Patents
Verfahren zum Auftragen von Gussschmelze auf Stahl- und Eisenkörper.Info
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Description
Verfahren zum Auftragen von Gussschmelze auf Stahl- und Eisenkörper. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auftragen von Gussschmelze auf Stahl- und Eisenkörper.
Nach den bisher angewandten Verfahren unterscheidet man insbesondere entsprechend den bei der Ausbesserung von Gussstücken benötigten Temperaturen zwei Gruppen: Die bekannten Schweissverfahren, bei de nen an der Schweissstelle eine Temperatur von ca. 1200 erzeugt wird, arbeiten beispiels weise in der Weise, dass eine im Gusskörper schadhafte Stelle mit Hilfe von Schweissstä ben zugeschweisst wird.
Der Vorgang erfolgt dergestalt, dass die Brennerflamme, die unter steilem Winkel gegen die Oberfläche des Gusskörpers gehalten wird, das Material des Werkstückes bis auf den Grund aufschmilzt und die der Flamme zugeführten Gussschweiss- stäbe in die schadhafte Stelle eingeschmol zen werden. Hierdurch werden der zu ver deckenden Stelle im Werkstück erhebliche Wärmemengen zugeführt, die die sachgemässe Vorwärmung des ganzen Körpers erfordern, um hierdurch bei Vermeidung zusätzlicher Spannungen neue Riss- und Bruchgefahr zu verhüten.
Der Nachteil der bisher ange wandten Schweissverfahren beruht darauf, dass durch die unvermeidliche starke Erwär mung in den meisten Fällen ein Verziehen der Gussstücke eintritt, das die mechanische Nachbearbeitung der betreffenden Körper er forderlich macht. Die Struktur des Grund materials an der betreffenden Stelle erfährt eine erhebliche Veränderung, und die ausge- schweissten Stellen unterscheiden sich durch die hohe Sauerstoffzufuhr in der Farbe von den umgebenden Materialzonen, wobei noch hinzu kommt, dass durch die starke Sauer stoffeinwirkung die Schweissstellen und ihre Randzonen in den meisten Fällen hart und daher schlecht bearbeitbar sind.
Die zweite Gruppe von Verfahren bilden die sogenannten Hart- und Weichlotverfah- ren, bei denen mit Temperaturen von zirka 850 beziehungsweise 250 gearbeitet wird. Die Farbe der bei diesen Verfahren den zu verdeckenden Stellen zugeführten Lötmetalle, wie auch ihre Struktur und Festigkeit sind von der des Eisengusskörpers grundsätzlich verschieden. Es ist 'daher nach den bisher bekannten Lötverfahren nicht möglich, Eisen gusskörper farbgleich auszubessern, da es sich bei den für die Lötverfahren benützten Lo ten durchweg um Nichteisenmetalle handelt.
Durch die erheblich niedrigere Abschleif- festigkeit und Ritzhärte der Lötmetalle ge genüber dem Eisen sind die ausgelöteten Stellen sehr leicht Beschädigungen von aussen her ausgesetzt.
Im Gegensatz zu den geschilderten Ver fahren ist das Verfahren nach der vorliegen den Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die zu bedeckende Stelle des Metallkörpers auf etwa 850 (Rotglut) erwärmt wird und unter gleichzeitiger Anwendung eines stark desogydierend wirkenden Flussmittels ein leicht abschmelzbarer und schlackenfrei fliessender Gusseisenstab mit in geringem Win kel zur Grundmetalloberfläche geführter Flam me, die zweckmässig den Schmelzstab um kreist, so abgeschmolzen wird, dass das flüs sige Metall in breitem Strom der Grundme- talloberfläche zufliesst.
Dieses Verfahren hat die folgenden erheb lichen technischen Vorteile: Es bildet sich eine sehr gute Verbindung zwischen dem Grundmetall und der aufge schmolzenen Gussschmelze, die meist durch eine Zone von Mischkristallen an der Tren nungsfläche zwischen Grrundmetall und schmelzflüssig aufgetragener Schmelze be dingt ist, wobei das Grundmetall keinerlei Gefügeänderungen erleidet.
Ein weiterer Vorteil besteht in der ver hältnismässig geringen Erwärmung, auf die das Grundmetall bei der Durchführung des Verfahrens gebracht werden muss, wodurch ein Verziehen des Arbeitsstückes und die Entstehung von zusätzlichen Spannungen in diesem verhütet werden kann.
Ferner ist von besonderem Vorteil, dass das aufgebrachte Gussmaterial sowohl im Innern, wie an den Randzonen dicht, feilen- weich und farbgleich mit dem Grundmetall des Metallkörpers erhalten werden kann, da durch die beschränkte Wärme- und Sauer stoffzufuhr infolge der besonderen Art der Flammenführung weder Verfärbung noch Er härtungserscheinungen in den Randzonen auftreten.
Schliesslich kann, da die zu bedeckende Stelle nur auf relativ geringe Temperaturen erhitzt werden muss, von einer Vorwärmung des Werkstückes in vielen Fällen abgesehen werden. Wenn bei komplizierten Metall körpern eine Vorwärmung doch erforderlich ist oder zweckmässig erscheint, kann diese bei so niedriger Temperatur stattfinden, dass die Gefahr des Verziehens des Werkstückes nicht eintritt.
Sind sehr tiefe Hohlstellen eines Metall körpers auszubessern, so können diese Hohl stellen im Grunde mit einer Gussschmelz- schicht bedeckt und darauf mit den bekann ten Hartloten, Gussschweissstäben oder sonsti gen Füllstoffen gefüllt werden. Nach Des oxydation der Metalloberfläche mit besonderer Lötpaste kann mit einer weitern Gussschmelz- schicht abgedeckt werden. Hierbei wird, im Gegensatz zu den bisher bekannten Schweiss verfahren, die Temperatur an der schadhaf ten Stelle erheblich niedriger gehalten und zusätzliche Spannungen im Gusskörper kön nen vermieden werden.
Das Verfahren kann mit Erfolg auch dort angewandt werden, wo es sich darum handelt, gleitende Flächen aus Stahl oder Schmiedeisen mit dünnen G ussschmelzdecken zu überziehen. Durch das einwandfreie An legieren der Gussschmelze an Stahl und Ei sen können sowohl stählerne Prismenführun- gen von Werkzeugmaschinenbetten, als auch ausgeschlagene Stahlventilsitze in Zylinder köpfen, Gleitflächen von Kreuzkopfbahnen usw. mit dünnen Gussschmelzdecken über zogen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Auftragen von Guss schmelze auf Stahl- und Eisenkörper, da- durch gekennzeichnet, dass die zu bedeckende Stelle des Metallkörpers auf etwa<B>850</B> er wärmt wird und unter gleichzeitiger Anwen dung eines stark desogydierend wirkenden Flussmittels ein leicht abschmelzbarer und schlackenfrei fliessender G usseisenstab mit in geringem Winkel zur Grundmetalloberfläche geführter Flamme so abgeschmolzen wird,dass das flüssige Metall in breitem Strom der Grundmetalloberfläche zufliesst. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Ausbesserung von Gussstücken mit grossen Hohlstellen der Grund der aufzufüllenden Hohlstelle mit einer Gussschmelzschicht bedeckt wird, worauf auf diese Füllstoffe aufgebracht und mit einer weiteren G ussschmelzschicht abgedeckt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Eisen- und Stahlkör per mit einer G ussschmelze überzogen werden.
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