CH171471A - Druckluftsteuereinrichtung zur Steuerung von Regulierorganen von Brennkraftmotoren. - Google Patents

Druckluftsteuereinrichtung zur Steuerung von Regulierorganen von Brennkraftmotoren.

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CH171471A
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CH
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compressed air
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Inventor
Anonima Fiat Societa
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Fiat Spa
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  • Control Of Throttle Valves Provided In The Intake System Or In The Exhaust System (AREA)

Description


      Druckluftsteuereinrichtung    zur Steuerung von Regulierorganen  von     Br        ennkr        aftmotor    en.    Befindet sich der     Brennkraftmotor    in einem  gewissen Abstand von dem Motorführer, so  ist seine Steuerung vermittelst mechanischer  Übertragungseinrichtungen unbequem und  bringt infolge von Spielen in den Gelenken,  elastischen Deformationen der Zugstangen und  Lenker usw. nicht unbedeutende Nachteile  mit sich; denn die Beeinflussung der empfind  lichen Regulierorgane des Motors, wie z. B.

         derVergaserklappen,    Zündvorrichtungen, Pum  pen, elektrischen Widerstände, muss äusserst  fein erfolgen, und eine einmal vorhandene  Einstellung darf sich ohne Willen des Führers  nicht ändern. Die geschilderten Nachteile er  höhen sich in steigendem Masse, wenn es sich  darum handelt, gleichzeitig mehrere vonein  ander entfernt liegende Motoren derart zu  steuern, dass die Masse aller Verstellungen  durchweg gleich sind oder in einem konstanten  Verhältnis zueinander stehen. Dieser Fall liegt  z. B. bei zwei     Brennkraftmaschinen    vor, die    an zwei aneinander     angelenkten    Fahrgestellen  eines Kraftfahrzeuges angeordnet sind.  



  Die Erfindung sieht daher zur Steuerung       vonRegulierorganen    eine     Drucklufteinrichtung     vor, bei welcher einer Kammer von veränder  lichem Fassungsraum, deren bewegliche, feder  belastete Wand mit dem Regulierorgan ver  bunden ist, Druckluft über eine Fernleitung  mittelst eines Steuerventils zugeführt werden  kann, welches Ventil bei einem ohne willkür  liche Beeinflussung des Ventils erfolgenden Ab  sinken des Druckes in der Kammer dieselbe  selbsttätig vorübergehend mit der Druckluft  quelle in Verbindung setzt.  



  Eine solche Einrichtung ist zur Steuerung  mehrerer, gleicher oder verschiedener Regu  lierorgane eines oder mehrerer Motoren beson  ders geeignet. In diesem Falle empfiehlt es sich,  die Anordnung derart zu     treffen,    dass an ein  gemeinsames     Steue--entil    mehrere Kammern,  je eine für jedes Regulierorgan, angeschlossen      sind, deren Wände entsprechend der Beein  flussung des Ventils derart deformiert werden,  dass die Beträge der Verstellungen der Regu  lierorgane im gewünschten Verhältnis zuein  ander stehen, z. B. gleich sind.  



  .Um die Steuerung möglichst fein zu ge  stalten und     Druckluftverluste    von vornherein  auf ein Minimum zu beschränken, empfiehlt  es sich, für die Kammern von veränderlichem  Fassungsraum Wandungen aus einem     defor-          mierbaren    Balg vorzusehen.  



  Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbei  spiel des     Erfindungsgegenstandes.     



  Die zum Teil schematische Abbildung  zeigt im Schnitt ein Doppelventil V und die  Einstellvorrichtung     Ei    zur Einstellung eines  nichtgezeichneten Regulierorganes eines Ex  plosionsmotors.  



  Das Ventil V weist einen Zylinder 1 auf,  der an dem einen Ende durch den Boden 2  abgeschlossen und an dem andern Ende     offen     ist oder     sonstwie    mit der Aussenluft in Ver  bindung steht. In dem Zylinder 1 kann sich  der Kolben 3 verschieben. Der Boden 2 steht  vermittelst der Bohrung 2' mit der Kammer 4,  der die Druckluft vermittelst der Leitung 5  aus einem Behälter zugeführt wird, in Ver  bindung; die Bohrung 2' wird durch den Ven  tilteller 6 gesteuert, wobei die schwache Feder  7 nur dazu dient, das     Ventiltellergewicht    aus  zugleichen.

   Die durch den Boden 2 und den  Kolben 3 begrenzte Kammer     1n    steht mit der  Kammer der Einstellvorrichtung E über eine  Leitung 8 und durch eine Kolbenbohrung 3'  mit der Aussenluft in Verbindung; die Bohrung  3' wird von dem Ventilteller 9     gesteuert,    dessen  Schaft mit dem Ventilteller 6 fest verbunden ist.  



  Der Kolben 3 stützt vermittelst einer star  ken Feder 10 das Betätigungspedal 11 des  Ventils ab.  



  Die     EinstellvorrichtungEbesteht    aus einem  zylindrischen Gehäuse 12, das     dieBalgkamrner     13 umschliesst und dessen Boden an das Rohr 8  der Kammer     1",    des bereits beschriebenen Ven  tils angeschlossen ist; der Balg 13 ist an  einem Ende an den Stopfen     12a    des Gehäuses  12, an dem das Rohr 8 oder eine Abzweigung  desselben mündet, und an dem andern Ende    an einen Stopfen 14 angeschweisst. Die Balg  kammer ist auf diese Weise dicht abgeschlos  sen, ohne dass besondere Abdichtungseinrich  tungen zur Verwendung gelangen.  



  Der Stopfen 14 wirkt als Führungsorgan  in dem Gehäuse 12 und mit seinem langen  Ansatz     14"    als Sitz für die Stange 15, die ver  mittelst einer in die Endwand des Gehäuses 12  eingeschraubten Büchse 16 nach aussen ge  führt ist. Eine Feder 17 wird zwischen den  Kopf     15"    der Stange 15 und der Büchse 16  zusammengepresst; ihre Spannung wird durch  Aufschrauben der Büchse 16 genau eingestellt,  die durch die Gegenmutter 18 fest in Stellung  gehalten wird. Letztere kann zwecks Verhin  derung von unbefugten Verstellungen dicht  auf irren Sitz angeschweisst werden. Die  Stange 15 folgt den Bewegungen des Stop  fens 14 und überträgt die über den Winkel  hebel 19 und die Zugstange 21 auf das nicht  gezeichnete Regulierorgan.

   Der Winkelhebel  19 ist an einer Lasche 20 gelagert, die an  einem Ansatz des Gehäuses 12     angelenkt    ist.  Diese     Anlenkung        lrat    den Zweck, bei den  gradlinigen Bewegungen der Stange 15 seit  liche Bewegungen des Zapfens des Winkel  hebels 19 zu ermöglichen, dessen an der Stange  15     angreifendes    Ende bei fester Zapfenlage  rung sich nur auf einem Kreisbogen bewegen  könnte.  



  Auf diese Weise kann z. B. ein Vergaser  oder eine     Vergasergruppe    eines Explosions  motors, eine Pumpe oder eine     Pumpengruppe     einer     Brennkraftmaschine    oder die Zündung  einer solchen eingestellt werden.  



  Die Wirkungsweise der Steuereinrichtung,  vorausgesetzt, dass in der Kammer 4 des  Doppelventils bereits Betriebsdruck herrscht,  ist die folgende: Beim Niederdrücken des Pe  dals 11 wird der Kolben 3 mit Hilfe der Feder  10 niedergedrückt, wodurch der Ventilteller 6  sieh von seinem Sitz entfernt und die Ver  bindung zwischen der Kammer 4 und der  Kammer<B>1.</B> herstellt, von welcher die Druck  luft über das Rohr 8 in die     Balgkammer    13  strömt.  



  Der Druck in der Kammer     1a    nimmt zu  und der Kolben 3 wird, unter Zusammen-      pressen der Feder 10, nach oben gedrückt,  bis der Ventilteller 6 abschliesst; in diesem  Augenblick befindet sich der Kolben unter  dem Druck der Feder 10 einerseits und dem  Luftdruck in der Kammer     1a,    (und Balg 13)  anderseits wieder im Gleichgewicht. Solange  nun das Pedal 11 in seiner Stellung bleibt,  wird der Druck in der Kammer<B>1.</B> unverändert  erhalten, denn, wenn durch Verluste infolge  schlechter Abdichtung des Kolbens oder der  Anschlüsse des Rohres 8 der Druck langsam  abnehmen sollte, so würde der Kolben 3 um  ein geringes sinken und den Ventilteller 6 von  seinem     Sitzabheben,    wodurch     derDruck    wieder  auf den gewünschten Wert gebracht wird.

    Ein weiteres Niederdrücken des Pedals 11  hat eine     Erhöhung    des Druckes in der Kam  mer<B>1"</B> (und dein Balg 13) zur Folge, weil       auch.    dann der Ventilteller 6 vorübergehend  von seinem Sitz entfernt würde.  



  Ein Lösen des Pedals 11 würde ein Ab  heben des Kolbens 3 von dem Ventilteller 9  bewirken, und die in der     Kammer    18 (und  dein Balg 13) vorhandene Druckluft würde  solange durch das Ventil ausströmen, bis der  Druck auf einen Wert herabgesunken ist,  dass wieder Gleichgewicht zwischen ihm und  der Spannung der Feder 10 vorhanden ist.  Jede     Druckveränderung    in der Kammer     ha     wird sofort auf die     Balgkammei,    13 sämtlicher  an das Rohr 8 angeschlossener Einstellvor  richtungen     Ei    übertragen.

   Sind die Federn 17  aller dieser Einstellvorrichtungen gleich und  gleichgeeicht, so vollführt die Stange 15 einer  jeden eine gleiche Verschiebung und jedes  Regulierorgan (Vergaser, Pumpe usw.) wird  um ein Mass verstellt, das dieser Verschiebung  proportional ist. Nach der Reaktion des Pe  dals kann der Motorführer den Grad der Ein  stellung der gesteuerten Organe abschätzen.  



  Wenn die Druckluft vom laufenden Motor  erzeugt wird und die Vergaser durch eine Ein-         richtung    gemäss der Erfindung gesteuert wer  den, so muss deren     Leerlaufstellung    so einge  stellt werden, dass der Motor genügend Gas  erhält, um umlaufen, sowie Druckluft von dem  für den Betrieb der Steuereinrichtung min  destens notwendigen Druck liefern zu können,  da     erst    nach Vorhandensein der erforderlichen  Druckluft     dieVergaserverstelltwerdenkönnen,     d. h. erst dann der Motor belastet werden  kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Druckluftsteuereinrichtung zur Steuerung von Regulierorganen von Brennkraftmotoren, dadurch gekennzeichnet, dass einer Kammer von veränderlichem Fassungsraum, deren be wegliche, federbelastete Wand mit dem Regu lierorgan verbunden ist, Druckluft über eine Fernleitung mittelst eines Steuerventils zu geführt werden kann, welches Ventil bei einem ohne willkürliche Beeinflussung des Ventils erfolgenden Absinken des Druckes in der Kammer dieselbe selbsttätig vorübergehend mit der Druckluftquelle in Verbindung setzt.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Steuerung meh rerer Regulierorgane mindestens eines Mo tors an ein gemeinsames Steuerventil meh rere Kammern, je eine für jedes Regulier organ, angeschlossen sind, deren Wände entsprechend der Beeinflussung des Ventils derart deformiert werden, dass die Beträge der Verstellungen der Regulierorgane im gewünschten Verhältnis zueinander stehen. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung der Kammer vonveränderlichem Fassungsraum aus einem deformierbaren Balg besteht.
CH171471D 1933-05-23 1933-09-06 Druckluftsteuereinrichtung zur Steuerung von Regulierorganen von Brennkraftmotoren. CH171471A (de)

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