CH171495A - Resonanzfederantrieb zur Ausführung von Arbeitsvorgängen. - Google Patents

Resonanzfederantrieb zur Ausführung von Arbeitsvorgängen.

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CH171495A
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A-G Landis Gyr
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Landis & Gyr Ag
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Description


      Resonanzfederantrieb    zur     Ausführung    von     Arbeitsvorgängen.       Für die Fernsteuerung von Arbeitsvor  gängen, wie für die Ein- und Ausschaltung  von Schaltern, die Umschaltung der Tarif  zählwerken von Elektrizitätszählern, die  Gangregelung von Uhren oder für die Über  wachung     anderer    ähnlicher Vorgänge, sind  bereits     Resonanzfederantriebe,    die von, von  einer Zentralstelle ausgesandten, dem Ver  brauchernetz überlagerten Steuerfrequenz  strömen in Tätigkeit gesetzt werden, in den  verschiedensten Ausführungsformen in Vor=  schlag gebracht     worden.     



  Bei allen diesen     Resonanzfederantrieben     ist man bisher so weit vorgegangen, dass  das von der Resonanzfeder des     Triebsystems     entweder unmittelbar oder über einen Schleu  derhebel     beeingusste    Triebrad fest mit der  Einrichtung zur Ausführung des Arbeitsvor  ganges gekuppelt wurde. Es werden also  hier die an sich schnellen Verdrehungen des  von der Resonanzfeder beeinflussten Trieb  ra.ies direkt auf die Einrichtung zur Aus  führung der Arbeitsvorgänge. übertragen.

   Bei       diesen    bisher bekannt gewordenen Resonanz-         federantrieben    ist es daher zur Erzielung  eines genügend grossen Drehmomentes und  auch hinsichtlich der Möglichkeit einer In  betriebsetzung des Triebsystems durch von       Überspannungswellen,        Einschalt-    oder ähn  lichen Vorgängen herrührenden Impulsen  und auch durch auftretende Erschütterungen  erforderlich, zwischen dem     Resonanzfeder-          antrieb    und der die Ausführung des Arbeits  vorganges bewirkenden     Einrichtung    ein grosses  Übersetzungsgetriebe ins Langsame einzu  schalten.  



  Diese zwingende Notwendigkeit der Ver  wendung eines Übersetzungsgetriebes hat  nun, ganz abgesehen davon, dass die Herstel  lungskosten des     Resonanzfederantriebes    durch  dieses entsprechend höher kommen, den  Nachteil, dass das .     Übersetzungsgetriebe     einen gewissen zusätzlichen Raum bean  sprucht, was besonders dann nachteilig ist,  wenn der     Resonanzfederantrieb    in einem Zäh  lergehäuse untergebracht werden soll, das  sowieso schon weitgehend ausgenützt ist.

        Weitere Übelstände treten ferner noch  auf, wenn diese bekannten Resonanzfeder  antriebe in Steuereinrichtungen Verwendung  finden sollen, bei denen die auf verschiedene  Eigenfrequenzen abgestimmten Resonanz  federn der zur Verwendung gelangenden       Resonanzfederantriebe    die Steuerung je eines  bestimmten ihnen zugeordneten Arbeitsvor  ganges bewirken sollen.

   Bei diesen Steuer  einrichtungen ist unter anderem als nach  teilig anzusehen, dass der jeweils in Tätig  keit befindliche     Resonanzfederantrieb    neben  der ihm zugeordneten Arbeitsleistung auch  noch das Übersetzungsgetriebe und die Trieb  räder der ruhenden     Resonanzfederantriebe     mitbewegen muss und dass ausserdem noch  die Resonanzfedern, wenn diese nach Aus  führung des ihnen zugeordneten Arbeitsvor  ganges ausser     Eingriff    von ihren Triebrädern  gebracht werden, einer starken mechanischen  Beanspruchung unterworfen sind. Alles dies  kann natürlich unter Umständen ein voll  ständiges Versagen der     Steuereinrichtung     hervorrufen.  



  Die Erfindung bezieht sich auf einen       Resonanzfederantrieb    zur     Ausführung    von  Arbeitsvorgängen, bei dem die vorstehend  erwähnten, den bisher bekannt gewordenen       Resonanzfederantrieben    anhaftenden Übel  stände beseitigt werden können. Nach der  Erfindung ist zwischen dem von dem Trieb  system in Verdrehung versetzten Triebrad  und der     Einrichtung    zur Ausführung des  Arbeitsvorganges     einFortschaltkurbelgetriebe     angeordnet.  



  In der Zeichnung ist die Erfindung bei  spielsweise an     einerSteuerresonanzeinrichtung     zur Ausführung von drei Arbeitsvorgängen  einer Kontaktvorrichtung, die ein Dreifach  tarifzählwerk eines Elektrizitätszählers steu  ert, zur Darstellung gebracht, wobei der  Einfachheit halber von den Triebsystemen  der     Resonanzfederantriebe    nur jeweils die  Resonanzfedern eingezeichnet wurden.  



  Die     Steuerresonanzeinrichtung    enthält  drei     Resonanzfederantriebe    A, B, C, deren  mit ihren Resonanzfedern 1, 1', ]!'zusammen  arbeitenden, lose auf der Achse 2 angeord-         rieten    Triebräder 3, 3', 3" auf je ein Fort  schaltkurbelgetriebe einwirken, das einen  um die Achse 4     verschwenkbaren,    unter  dem' Einfluss einer     Rückzugfeder    5, 5', 5"  stehenden, eine Federklinke 6, 6', 6" und  ein Röllchen 7,     T,    7" tragenden Schalthebel  8, 8', 8", eine mit dem Röllchen 7, 7', 7"  zusammenwirkende, mit je einem der Trieb  räder 3, 3', 3" festverbundene Exzenter  scheibe 9, 9', 9", und ein von der Feder  klinke 6, 6' 6" des Schalthebels 8, 8', 8"  beeinflusstes Klinkenrad 12, 12',

   12" auf  weist. Die auf einer Achse 13 festangeord  neten Klinkenräder 12, 12', 12" sind mit  Aussparungen 14, 14', 14" versehen, die um  je<B>12200</B> versetzt zueinander liegen.  



  Die die Klinkenräder 12, 12', 12" tra  gende Achse 13 ist mit einer Kontaktvor  richtung D gekuppelt, die eine an ihrem  Umfang mit einer     Isoliereinlage    15 verse  hene Kontaktscheibe 16 und drei Kontakt  federn 17, 18, 19 aufweist. Die beiden auf  dem Umfang der Kontaktscheibe 16 auf  liegenden Kontaktfedern 17, 18, stehen mit  je einer     Relaisumschaltspule    20, 21 eines       Dreifachtarifzählers    und die auf einer Nabe  22 der     Kontaktscheibe    16 aufliegende Kon  taktfeder 19 mit der einen Leitung 23 des Ver  brauchernetzes in stromleitender Verbindung.  Die andere Leitung 24 des Verbraucher  netzes ist mit den Relaisspulen 20, 21 ver  bunden.  



  Bei Erregung der Resonanzfeder 1 von  der ihr zugeordneten Steuerfrequenz wird  diese in Schwingungen versetzt und das  Triebrad 3 in der eingezeichneten Pfeilrich  tung verdrehen. Dadurch wird, wenn die  mit dem Triebrad 3 verbundene Exzenter  scheibe 9 mit ihrer grössten Exzentrizität  an dem Röllchen 7 des Schalthebels 8 kraft  schlüssig zum Anliegen kommt, der Schalt  hebel 8 durch den Zug der Feder 5 nach  rechts     verschwenkt    und dadurch auch die  an dem Schalthebel 8 sitzende Federklinke  6 nach rechts verschoben.

   Sobald bei genü  gender Verdrehung die Triebscheibe 8 eine  kraftschlüssige Verbindung der Exzenter  scheibe 9 mit ihrer kleinsten Exzentrizität      mit dem Röllchen 7 auftritt, wird der  Schalthebel 8 von der     Exzenterscheibe    9  wieder nach     links        verschwenkt.    Die Feder  klinke 6 des Schalthebels 8 greift dann in  einen Zahn des Klinkenrades 12 ein und  schaltet dieses um einen Zahn in der ein  gezeichneten Pfeilrichtung vorwärts. Es wird  also bei jeder Umdrehung der     Exzenter-          Scheibe    9 das     Klinkenrad    12 von der Feder  klinke 6 um ein bestimmtes Stück verdreht.

    Nach einer gewissen Anzahl Verdrehungen  des Klinkenrades 12 von der Federklinke 6  gelangt schliesslich die Federklinke 6 in die  Aussparung 14 des Klinkenrades 12, so dass  selbst bei weiterer Einwirkung der Resonanz  feder 1 auf das Treibrad 3 eine Verdrehung  des Klinkenrades 12 nicht mehr stattfinden  kann.  



  Bei Einfallen der Federklinke 6 in die  Nut 14 des     Kinkenrades    12 ist die Achse 13  <B>um</B> 120   verdreht worden. In dieser Lage  ruht die Kontaktfeder 18 auf der     Isolierein-          lage    15 und die Kontaktfeder 17 auf dem  Kontaktteil der Kontaktscheibe 16 auf. Es  ist dann also der Stromkreis der Relaisspule  21 unterbrochen und derjenige der Relais  spule 20 geschlossen. In dem Elektrizitäts  zähler findet somit eine Umschaltung von  dem einen auf den andern Tarif statt, bei  spielsweise vom zweiten auf den dritten. In  ähnlicher Weise erfolgt auch die Betätigung  der Kontaktvorrichtung D von den beiden  andern     Resonanzfederantrieben    B, C.  



  Die Steuerachse 13 wird also von jedem       Resonanzfederantrieb    A, B, C immer solange  verstellt, bis die Federklinke 6, 6', 6" des  Schalthebels 8, 8', 8" von dem, von ihr  verdrehten Klinkenrad 12, 12', 12"     durch     dessen Aussparung 14, 14' 14" entkuppelt  ist. In der aus der Zeichnung ersichtlichen  Stellung der Resonanzeinrichtung wird also  die Achse 13 bei Erregung der Resonanz  feder 1 um 1200, bei derjenigen der Reso  nanzfeder 1' um 2400 verdreht und bei der  jenigen der Resonanzfeder 1" überhaupt  keine Verdrehung bewirkt werden.  



  Die jeweils in Tätigkeit befindliche Re  sonanzfeder hat nun, wie man aus der ge-    schilderten Wirkungsweise ohne weiteres  erkennen kann, ausser der Verdrehung der  Steuerachse nur noch die Überwindung der  äusserst geringen Federkraft der in Ruhe  befindlichen feinen Federklinken zu bewirken,  was gegenüber den     Resonanzfederantrieben     mit einer formschlüssigen Kupplung zwischen  dem Triebsystem und der die Einrichtung  zur Ausführung des Arbeitsvorganges be  wirkenden Einrichtung, wie es beispielsweise  bei der Zahnradkupplung der Fall ist, einen  grossen Vorteil bedeutet, da ja die aufzu  wendende Verlustarbeit ein     Minimum    ist.

    Die     Einstellung    und die Einwirkung der  Resonanzfeder auf das Triebrad bleibt ferner  immer die gleiche, so dass im Gegensatz  zu den     Resonanzfederantrieben,    bei de  nen ein     Aussereingriffbringen    der Resonanz  feder von dem zugehörigen Triebrad nach  Ausführung des ihnen zugeordneten Arbeits  vorganges bewirkt wird, die Gefahr eines  Versagens der     Resonanzfederantriebe    nicht  besteht.

   Durch geeignete Wahl der Exzen  trizität der     Exzenterscheibe    lassen sich ohne  Verwendung besonderer Übersetzungsgetriebe  beliebig grosse Übersetzungen erzielen, wo  durch eine äusserst geringe Platzbeanspru  chung erreicht wird, die weiterhin noch da  durch herabgesetzt werden kann, wenn die  Triebräder der     Resonanzfederantriebe    und  die     Exzenterscheiben    direkt auf der Steuer  achse der die Ausführung der Arbeitsvor  gänge bewirkenden Einrichtung angeordnet  werden.  



  Bei dem zur Verwendung gelangenden       Fortschaltkurbelgetriebe    kann selbstverständ  lich die     Exzenterscheibe    durch eine Kurbel-,  Nocken- oder andere äquivalente Scheibe  ersetzt werden. Auch braucht die Steuerein  richtung nicht unbedingt eine Kontaktvor  richtung zu überwachen. Es ist auch denk  bar, dass an Stelle dieser eine mechanische  Steuervorrichtung treten kann, die beispiels  weise ein     Mehrfachtarifzählwerk    eines Elek  trizitätszählers direkt mechanisch steuert.  Selbstverständlich können durch die Reso  nanzvorrichtung auch andere elektrische       Apparate    als Elektrizitätszähler gesteuert      werden.

   Die Erfindung ist natürlich auch  anwendbar bei     Resonanzfederantrieben,    bei  denen die Resonanzfeder nicht unmittelbar,  sondern unter Vermittlung eines Schleuder  bebels auf das Triebrad einwirkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Resonanzfederantrieb zur Ausführung von Arbeitsvorgängen, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem vom Triebsystem in Ver drehung versetzten Triebrad und der Ein- richtungzur Ausführung des Arbeitsvorganges ein Fortschaltkurbelgetriebe angeordnet ist.
CH171495D 1934-01-23 1934-01-23 Resonanzfederantrieb zur Ausführung von Arbeitsvorgängen. CH171495A (de)

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