Resonanzfederantrieb zur Ausführung von Arbeitsvorgängen. Für die Fernsteuerung von Arbeitsvor gängen, wie für die Ein- und Ausschaltung von Schaltern, die Umschaltung der Tarif zählwerken von Elektrizitätszählern, die Gangregelung von Uhren oder für die Über wachung anderer ähnlicher Vorgänge, sind bereits Resonanzfederantriebe, die von, von einer Zentralstelle ausgesandten, dem Ver brauchernetz überlagerten Steuerfrequenz strömen in Tätigkeit gesetzt werden, in den verschiedensten Ausführungsformen in Vor= schlag gebracht worden.
Bei allen diesen Resonanzfederantrieben ist man bisher so weit vorgegangen, dass das von der Resonanzfeder des Triebsystems entweder unmittelbar oder über einen Schleu derhebel beeingusste Triebrad fest mit der Einrichtung zur Ausführung des Arbeitsvor ganges gekuppelt wurde. Es werden also hier die an sich schnellen Verdrehungen des von der Resonanzfeder beeinflussten Trieb ra.ies direkt auf die Einrichtung zur Aus führung der Arbeitsvorgänge. übertragen.
Bei diesen bisher bekannt gewordenen Resonanz- federantrieben ist es daher zur Erzielung eines genügend grossen Drehmomentes und auch hinsichtlich der Möglichkeit einer In betriebsetzung des Triebsystems durch von Überspannungswellen, Einschalt- oder ähn lichen Vorgängen herrührenden Impulsen und auch durch auftretende Erschütterungen erforderlich, zwischen dem Resonanzfeder- antrieb und der die Ausführung des Arbeits vorganges bewirkenden Einrichtung ein grosses Übersetzungsgetriebe ins Langsame einzu schalten.
Diese zwingende Notwendigkeit der Ver wendung eines Übersetzungsgetriebes hat nun, ganz abgesehen davon, dass die Herstel lungskosten des Resonanzfederantriebes durch dieses entsprechend höher kommen, den Nachteil, dass das . Übersetzungsgetriebe einen gewissen zusätzlichen Raum bean sprucht, was besonders dann nachteilig ist, wenn der Resonanzfederantrieb in einem Zäh lergehäuse untergebracht werden soll, das sowieso schon weitgehend ausgenützt ist.
Weitere Übelstände treten ferner noch auf, wenn diese bekannten Resonanzfeder antriebe in Steuereinrichtungen Verwendung finden sollen, bei denen die auf verschiedene Eigenfrequenzen abgestimmten Resonanz federn der zur Verwendung gelangenden Resonanzfederantriebe die Steuerung je eines bestimmten ihnen zugeordneten Arbeitsvor ganges bewirken sollen.
Bei diesen Steuer einrichtungen ist unter anderem als nach teilig anzusehen, dass der jeweils in Tätig keit befindliche Resonanzfederantrieb neben der ihm zugeordneten Arbeitsleistung auch noch das Übersetzungsgetriebe und die Trieb räder der ruhenden Resonanzfederantriebe mitbewegen muss und dass ausserdem noch die Resonanzfedern, wenn diese nach Aus führung des ihnen zugeordneten Arbeitsvor ganges ausser Eingriff von ihren Triebrädern gebracht werden, einer starken mechanischen Beanspruchung unterworfen sind. Alles dies kann natürlich unter Umständen ein voll ständiges Versagen der Steuereinrichtung hervorrufen.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Resonanzfederantrieb zur Ausführung von Arbeitsvorgängen, bei dem die vorstehend erwähnten, den bisher bekannt gewordenen Resonanzfederantrieben anhaftenden Übel stände beseitigt werden können. Nach der Erfindung ist zwischen dem von dem Trieb system in Verdrehung versetzten Triebrad und der Einrichtung zur Ausführung des Arbeitsvorganges einFortschaltkurbelgetriebe angeordnet.
In der Zeichnung ist die Erfindung bei spielsweise an einerSteuerresonanzeinrichtung zur Ausführung von drei Arbeitsvorgängen einer Kontaktvorrichtung, die ein Dreifach tarifzählwerk eines Elektrizitätszählers steu ert, zur Darstellung gebracht, wobei der Einfachheit halber von den Triebsystemen der Resonanzfederantriebe nur jeweils die Resonanzfedern eingezeichnet wurden.
Die Steuerresonanzeinrichtung enthält drei Resonanzfederantriebe A, B, C, deren mit ihren Resonanzfedern 1, 1', ]!'zusammen arbeitenden, lose auf der Achse 2 angeord- rieten Triebräder 3, 3', 3" auf je ein Fort schaltkurbelgetriebe einwirken, das einen um die Achse 4 verschwenkbaren, unter dem' Einfluss einer Rückzugfeder 5, 5', 5" stehenden, eine Federklinke 6, 6', 6" und ein Röllchen 7, T, 7" tragenden Schalthebel 8, 8', 8", eine mit dem Röllchen 7, 7', 7" zusammenwirkende, mit je einem der Trieb räder 3, 3', 3" festverbundene Exzenter scheibe 9, 9', 9", und ein von der Feder klinke 6, 6' 6" des Schalthebels 8, 8', 8" beeinflusstes Klinkenrad 12, 12',
12" auf weist. Die auf einer Achse 13 festangeord neten Klinkenräder 12, 12', 12" sind mit Aussparungen 14, 14', 14" versehen, die um je<B>12200</B> versetzt zueinander liegen.
Die die Klinkenräder 12, 12', 12" tra gende Achse 13 ist mit einer Kontaktvor richtung D gekuppelt, die eine an ihrem Umfang mit einer Isoliereinlage 15 verse hene Kontaktscheibe 16 und drei Kontakt federn 17, 18, 19 aufweist. Die beiden auf dem Umfang der Kontaktscheibe 16 auf liegenden Kontaktfedern 17, 18, stehen mit je einer Relaisumschaltspule 20, 21 eines Dreifachtarifzählers und die auf einer Nabe 22 der Kontaktscheibe 16 aufliegende Kon taktfeder 19 mit der einen Leitung 23 des Ver brauchernetzes in stromleitender Verbindung. Die andere Leitung 24 des Verbraucher netzes ist mit den Relaisspulen 20, 21 ver bunden.
Bei Erregung der Resonanzfeder 1 von der ihr zugeordneten Steuerfrequenz wird diese in Schwingungen versetzt und das Triebrad 3 in der eingezeichneten Pfeilrich tung verdrehen. Dadurch wird, wenn die mit dem Triebrad 3 verbundene Exzenter scheibe 9 mit ihrer grössten Exzentrizität an dem Röllchen 7 des Schalthebels 8 kraft schlüssig zum Anliegen kommt, der Schalt hebel 8 durch den Zug der Feder 5 nach rechts verschwenkt und dadurch auch die an dem Schalthebel 8 sitzende Federklinke 6 nach rechts verschoben.
Sobald bei genü gender Verdrehung die Triebscheibe 8 eine kraftschlüssige Verbindung der Exzenter scheibe 9 mit ihrer kleinsten Exzentrizität mit dem Röllchen 7 auftritt, wird der Schalthebel 8 von der Exzenterscheibe 9 wieder nach links verschwenkt. Die Feder klinke 6 des Schalthebels 8 greift dann in einen Zahn des Klinkenrades 12 ein und schaltet dieses um einen Zahn in der ein gezeichneten Pfeilrichtung vorwärts. Es wird also bei jeder Umdrehung der Exzenter- Scheibe 9 das Klinkenrad 12 von der Feder klinke 6 um ein bestimmtes Stück verdreht.
Nach einer gewissen Anzahl Verdrehungen des Klinkenrades 12 von der Federklinke 6 gelangt schliesslich die Federklinke 6 in die Aussparung 14 des Klinkenrades 12, so dass selbst bei weiterer Einwirkung der Resonanz feder 1 auf das Treibrad 3 eine Verdrehung des Klinkenrades 12 nicht mehr stattfinden kann.
Bei Einfallen der Federklinke 6 in die Nut 14 des Kinkenrades 12 ist die Achse 13 <B>um</B> 120 verdreht worden. In dieser Lage ruht die Kontaktfeder 18 auf der Isolierein- lage 15 und die Kontaktfeder 17 auf dem Kontaktteil der Kontaktscheibe 16 auf. Es ist dann also der Stromkreis der Relaisspule 21 unterbrochen und derjenige der Relais spule 20 geschlossen. In dem Elektrizitäts zähler findet somit eine Umschaltung von dem einen auf den andern Tarif statt, bei spielsweise vom zweiten auf den dritten. In ähnlicher Weise erfolgt auch die Betätigung der Kontaktvorrichtung D von den beiden andern Resonanzfederantrieben B, C.
Die Steuerachse 13 wird also von jedem Resonanzfederantrieb A, B, C immer solange verstellt, bis die Federklinke 6, 6', 6" des Schalthebels 8, 8', 8" von dem, von ihr verdrehten Klinkenrad 12, 12', 12" durch dessen Aussparung 14, 14' 14" entkuppelt ist. In der aus der Zeichnung ersichtlichen Stellung der Resonanzeinrichtung wird also die Achse 13 bei Erregung der Resonanz feder 1 um 1200, bei derjenigen der Reso nanzfeder 1' um 2400 verdreht und bei der jenigen der Resonanzfeder 1" überhaupt keine Verdrehung bewirkt werden.
Die jeweils in Tätigkeit befindliche Re sonanzfeder hat nun, wie man aus der ge- schilderten Wirkungsweise ohne weiteres erkennen kann, ausser der Verdrehung der Steuerachse nur noch die Überwindung der äusserst geringen Federkraft der in Ruhe befindlichen feinen Federklinken zu bewirken, was gegenüber den Resonanzfederantrieben mit einer formschlüssigen Kupplung zwischen dem Triebsystem und der die Einrichtung zur Ausführung des Arbeitsvorganges be wirkenden Einrichtung, wie es beispielsweise bei der Zahnradkupplung der Fall ist, einen grossen Vorteil bedeutet, da ja die aufzu wendende Verlustarbeit ein Minimum ist.
Die Einstellung und die Einwirkung der Resonanzfeder auf das Triebrad bleibt ferner immer die gleiche, so dass im Gegensatz zu den Resonanzfederantrieben, bei de nen ein Aussereingriffbringen der Resonanz feder von dem zugehörigen Triebrad nach Ausführung des ihnen zugeordneten Arbeits vorganges bewirkt wird, die Gefahr eines Versagens der Resonanzfederantriebe nicht besteht.
Durch geeignete Wahl der Exzen trizität der Exzenterscheibe lassen sich ohne Verwendung besonderer Übersetzungsgetriebe beliebig grosse Übersetzungen erzielen, wo durch eine äusserst geringe Platzbeanspru chung erreicht wird, die weiterhin noch da durch herabgesetzt werden kann, wenn die Triebräder der Resonanzfederantriebe und die Exzenterscheiben direkt auf der Steuer achse der die Ausführung der Arbeitsvor gänge bewirkenden Einrichtung angeordnet werden.
Bei dem zur Verwendung gelangenden Fortschaltkurbelgetriebe kann selbstverständ lich die Exzenterscheibe durch eine Kurbel-, Nocken- oder andere äquivalente Scheibe ersetzt werden. Auch braucht die Steuerein richtung nicht unbedingt eine Kontaktvor richtung zu überwachen. Es ist auch denk bar, dass an Stelle dieser eine mechanische Steuervorrichtung treten kann, die beispiels weise ein Mehrfachtarifzählwerk eines Elek trizitätszählers direkt mechanisch steuert. Selbstverständlich können durch die Reso nanzvorrichtung auch andere elektrische Apparate als Elektrizitätszähler gesteuert werden.
Die Erfindung ist natürlich auch anwendbar bei Resonanzfederantrieben, bei denen die Resonanzfeder nicht unmittelbar, sondern unter Vermittlung eines Schleuder bebels auf das Triebrad einwirkt.