CH171507A - Hochspannungsentladungsgefäss. - Google Patents

Hochspannungsentladungsgefäss.

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CH171507A
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Aktiengesellschaft C H Mueller
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C H F Mueller Aktiengesellscha
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Description


      Hocbspannungsentladungsgefäss.       Die Erfindung bezieht sich auf Hoch  spannungsentladungsgefässe, welche über be  rührungssichere     Hochspannungskabel    mit der  Hochspannungsquelle verbunden sind, z. B.  auf Röntgenröhren.  



  Gegenstand der Erfindung ist ein Hoch  spannungsentladungsgefäss, bei welchem die  Kabel von einer Seite her eingeführt werden.  Es enthält zwei parallel zur Längsachse des  Gefässes liegende Rohre aus Isoliermaterial,  welche je eine der Elektroden des Entladungs  gefässes tragen. Die     HochspannuDgszuführungs-          leitungen    sind samt einer Isolation, die sie  wenigstens an der Einführungsstelle für ihre  volle Spannung gegen Erde isoliert, in die  Rohre hineingeführt und innerhalb derselben  an die Elektrode angeschlossen.  



  Durch die Einführung der Kabel von einer  Seite her können die beiden Kabel bis an  das Gefäss zusammengehalten werden. Han  delt es sich um eine Röntgenröhre, so wird  der Vorteil erreicht, dass die Kabelanschlüsse    möglichst weit von dem     Strahlenaustritts-          fenster    weggebracht werden, welches infolge  dessen bequem an schwer zugänglichen Stel  len, sei es beim Gebrauch für medizinische  Zwecke oder bei der Materialuntersuchung,  angebracht werden kann. Zur Vermeidung  von Ionisation von zwischen der Isolation  der Leitungen und der Wand der Rohre ein  geschlossener Luft können die Hohlräume,  in welche die isolierten Leitungen eingeführt  werden, mit     Pressgas    oder mit einem flüs  sigen oder festen Isoliermaterial ausgefüllt  werden.  



  Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus  führungsbeispiel eines Entladungsgefässes nach  der Erfindung in Form einer Röntgenröhre.  



  Es ist     Fig.    1 ein Längsschnitt über die  beiden Einsatzrohre und       Fig.    2 ein Querschnitt nach Linie     II-II     senkrecht zur Röhrenachse.  



  Mit 1 ist eine Metallkappe bezeichnet,  mit deren Rand ein Glaskörper 2 hoch-      vakuumdicht verschmolzen ist. Dieser Glas  körper umschliesst zwei Glasrohre 3 und 4,  welche, sich zweckmässig nach hinten er  weiternd, mit dem Glaskörper 2 verschmol  zen sind, so dass sie     Einstülpungen    des     Ent-          la-dungsgefässes    bilden. Diese Glasrohre 3  und 4 tragen an ihren vordern Enden die  Anode 5 und die Kathode 6. Der Kopf der  Anode 5 hat eine Vertiefung, auf deren  Boden die     Auftrefffläche    7. angeordnet ist.

    Diese     Auftrefffläche        (Antikathodenspiegel)     schliesst mit der     Kathodenstrahlenhauptrich-          tung,    der     Achsenrichtung    der Rohre und der  zu diesen beiden Richtungen senkrechten  Richtung gleiche Winkel ein.  



  Es können also einmal Röntgenstrahlen  in Richtung der Röhrenachse und ausserdem  senkrecht dazu in einer Richtung austreten.  In der Metallkappe 1 ist ein     Strahlenaus-          trittsfenster    8 und ein für das senkrecht zur  Röhrenachse austretende Strahlenbündel die  nendes, nicht dargestelltes Strahlenaustritts  fenster vorgesehen. Um zu verhindern, dass  in dem Luftraum zwischen den Zuführungs  leitungen und der Wandung der     Einstül-          pungen    infolge der zwischen den Leitungen  liegenden Hochspannung Glimmerscheinungen  auftreten, kann dieser mit einem Mittel von  hoher Durchschlagsfestigkeit, z. B. Pressluft,  01 oder einer festen     Vergussmasse,    ausge  füllt werden.

   Auf der Kathodenseite ist noch  ein besonderes Isolierrohr 13 vorgesehen,       welches.    eine innere Metallbekleidung 14 hat,  um das Sprühen der stromleitenden Drähte  zu verhindern. Auf der Anodenseite ist ein  Isolierrohr 15 vorgesehen, welches zwei kon  zentrisch ineinander verlaufende Metallrohre       t6-    und 17 umschliesst, durch welche ein  flüssiges oder gasförmiges Kühlmittel zuge  leitet werden kann; beispielsweise kann dieses  durch das Rohr 17 zugeführt und durch den  zwischen den Röhren 16 und 17 befindlichen  Ringraum abgeführt werden, -nachdem es die  auf der Anode entwickelte Wärme aufge  nommen hat.

   Die     Isolierrohre    13 und 15  bilden zweckmässig die äussere Umhüllung  der zu den Hochspannungskabeln gehörenden       Kabelendvers.chlüsse.    -Die Kabel selbst haben    eine äussere Metallbekleidung, die während  des Betriebes der Röhre geerdet werden kann.  Mit dieser erdbaren Kabelhülle wird zweck  mässig eine Metallhaube 18 leitend verbun  den, welche das ganze Entladungsgefäss um  gibt und an entsprechenden Stellen mit Off  nungen zum Durchlassen der Röntgenstrah  len versehen ist. Zwischen der Wandung des  Entladungsgefässes und der     Metallbaube    18  ist ein Hohlkörper 19 aus Isoliermaterial  vorgesehen.

   Zweckmässig kann an Stelle einer  besonderen Metallhaube 18 auf dem     Isolier-          körper    19 ein Metallbelag angebracht sein,  welcher mit dem     Erdungsbelag    der Kabel 9  und 10 leitend verbunden ist. Dieser     Isolier-          körper    legt sich unter Zwischenlage einer  Bleischicht 20 an die Metallkappe 1 an.  



  Der vordere Teil der Metallhaube 18  kann etwa halbkugelförmig gestaltet sein,  so dass der Mittelpunkt im Brennfleck der  Röhre liegt. Die     Strahlenaustrittsstelle    kann  gegebenenfalls eine sich über einen Viertels  kreis sich erstreckende, äquatoriale Strahlen  austrittszone bilden, so dass man einen fächer  förmigen, äquatorial austretenden Röntgen  strahlenkegel erhält. Durch Anordnung ent  sprechender Blenden kann man in diesem  Falle in an sich bekannter Weise sowohl  der Lage, als auch der Grösse nach ein den  gegebenen Verhältnissen angepasstes Strah  lenbündel ausblenden.  



  Die     kugelschalenförmige    Kappe, deren  Mittelpunkt im Brennfleck der Röhre liegt,  kann auch mit einem Gelenkstück drehbar  befestigt werden und so selbst als Blende  für die Richtung der Strahlen dienen.  



  Der Teil 2 der Gefässwandung kann mit  dem Teil 1 aus einem durchgehenden Metall  stück hergestellt werden, wodurch die me  chanische Festigkeit der Röhre wesentlich  erhöht wird, oder aber es kann der Teil 2  durch Metallschirme elektrisch entlastet  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Hochapannungsentladungsgefäss, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Rohre aus isolieren- dem Material, die je eine Elektrode tragen, parallel zur Achse des Gefässes von einer Seite her in das Entladungsgefäss hinein ragen, und dass die elektrischen Stromzu- leiter der Elektroden samt einer Isolation, die sie wenigstens an der Einführungsstelle für ihre volle Spannung gegen Erde isoliert, in diese Rohre hineingeführt und innerhalb derselben an die Elektroden angeschlossen sind.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Hochspannungsentladungsgefäss nach Pa tentanspruch, als Röntgenröhre ausgebildet, dadurch gekennzeichnet; dass die auf die Rohre angeordneten Elektroden derart aus gebildet sind, dass die Kathodenstrahlen- hauptrichtung quer zu der Achsenrichtung der Rohre liegt. 2. Hochspannungsentladungsgefäss nach Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antikathodenspiegel mit der Ka- thodenstrahlenhauptrichtung, der Achsen richtung der Rohre und der zu diesen beiden Richtungen senkrechten Richtung gleiche Winkel einschliesst.
    3. Hochspannungsentladungsgefäss nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei zueinander senkrechtstehende Strahlenaustrittsfenster vorgesehen sind, von denen das eine einen Strahlenkegel in die Achsenrichtung der Rohre, das andere einen Strahlenkegel in die zu dieser Richtung und der Kathodenstrahlenhaupt- richtung senkrechte Achse durchlässt.
    4. Hochspannungsentladungsgefäss nach Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine sich über einen Viertelskreis erstreckende, äquatoriale Strablenaustritts- zone zwischen der Achsenrichtung der Rohre und einer zu dieser und der Ka- thodenstrahlenhauptrichtung senkrechten Richtung vorgesehen ist.
    5. Hochspannungsentladungsgefäss nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es von einem wenigstens auf der Ober fläche mit Metall versehenen Schutzge häuse. umgeben ist, das eine kugelförmige Erweiterung mit ihrem Mittelpunkt im Brennfleck aufweist. 6. Hochspannungsentladungsgefäss nach Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die kugelförmige Erweiterung in einem Gelenkstück drehbar ist. 7. Hoehspannungsentladungsgefäss nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass seine Wand mit Ausnahme der Rohre wenigstens zum grössten Teil aus Metall besteht.
    B. Hochspannungsentladungsgefäss nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass seine Wand mit Ausnahme der Rohre mittelst Metallschirmen elektrisch ent lastet ist.
CH171507D 1932-12-02 1933-11-15 Hochspannungsentladungsgefäss. CH171507A (de)

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