CH171508A - Entladungsröhre mit einer Oxydkathode. - Google Patents
Entladungsröhre mit einer Oxydkathode.Info
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Description
Entladungsröhre mit einer Ogydkathode. Die Erfindung bezieht sich auf elektri sche Entladungsröhren mit einer Oxydkathode, bei der eine Schicht eines emittierenden Stof fes auf einer leitenden Unterlage angebracht ist, während diese Kathode entweder direkt oder indirekt geheizt wird. Die Erfindung ist jedoch insbesondere für Entladungsröhren mit indirekt zu heizenden Kathoden von Wichtigkeit.
Bei der Verwendung derartiger Röhren, zum Beispiel zur Erzeugung, Verstärkung oder zum Empfang elektrischer Schwingun gen der Radiotelegraphie oder -telephonie, ist es von höchster Wichtigkeit, dass der Energieverbrauch zur Heizung der Kathode auf die erforderliche Temperatur möglichst gering ist.
Es wurde gefunden, dass ein grosser Teil der Heizenergie durch Ausstrahlung durch die Kathodenoberfläche verloren geht. Das Ausstrahlungsvermögen der gebräuchliehen emittierenden Stoffe, zum Beispiel der Erd- alkalimetalloxyde, spielt also bei den bekann ten Kathoden eine überwiegende Rolle. Bei der Wahl der leitenden Unterlage für das Oxyd liess man sich zur Hauptsache durch die Anforderungen leiten, denen im Zusam menhang mit den bei der Entgasung der Kathode auftretenden Temperaturen die Un terlage zu genügen hatte. Es wurde daher als Unterlage häufig Nickel verwendet, das eine ziemlich hohe Schmelztemperatur hat.
Durch die Vereinigung der Ausstrahlung des starkstrahlenden Nickels und jene der auf das Nickel aufgebrachten emittierenden Schicht geht bei derartigen Kathoden ein grosser Teil der Heizenergie durch diese Wärmeausstrah lung verloren.
Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die ausgestrahlte Energie erheblich verringert werden kann, wenn da für Sorge getragen wird, dass für diese Strah lung nicht das Oxyd, sondern eine Unterlage mit günstigeren Strahlungseigenschaften als Nickel die überwiegende Rolle spielt. Es ist daher erfindungsgemäss der emit tierende Stoff auf ein Metall bezw. eine Me tallegierung mit einem geringeren Strahlungs vermögen als Nickel, zweckmässig Kupfer, aufgebracht und die Dicke der Schicht des emittierenden Stoffes kleiner als 0,1 mm und zweckmässig kleiner als 0,05 mm gehalten.
Da also einerseits die Oxydschicht so dünn gewählt wird, dass sie für die Wärme strahlung noch durchscheinend ist, so dass die Strahlung der Oxydschicht selbst in den Hintergrund tritt, und da anderseits als Stoff für die Unterlage, die bei der Strahlung eine Hauptrolle spielt, ein Stoff mit geringem Aus strahlungsvermögen. gewählt wird, wird ein sehr grosser Fortschritt in bezug auf die be kannten Kathoden erhalten. Selbstredendkann eine sehr gute Wirkung erhalten werden, wenn die Oberfläche des Tragkörpers mög lichst glatt gemacht wird, so dass zur Haupt sache nur die Strahlungseigenschaften der glatten Metalloberfläche eine Rolle spielen.
Es wurde gefunden, dass die Heizenergie pro cm2 der Kathodenoberfläche bei einer bestimmten Sättigungsemission pro cm' sehr leicht 70 % der Heizenergie oder weniger betragen kann, die zur Erhaltung der glei chen Emission erforderlich sein würde, wenn die emittierende Schicht auf einen aus Nickel bestehenden Körper aufgebracht wäre.
Wird die Dicke der Oxydschicht kleiner als 0,05 mm gewählt und wird als Unter lage Kupfer verwendet,- so hat es sich in vielen Fällen als möglich erwiesen, die Hälfte der Heizenergie zu ersparen. Da die Oxyd schicht sehr dünn genommen wird, kann da für Sorge getragen werden, den von dem Oxyd ausgestrahlten Teil der Heizenergie stark zu verringern, wodurch gegenüber den bekannten Kathoden eine erhebliche Verbes serung erzielt wird: Die Vorteile der Erfindung treten beson ders stark hervor, wenn ausserdem Mittel an gewendet werden, durch die der Temperatur unterschied zwischen verschiedenen Stellen der Kathode gering ist, und zwar weniger als 50<B>0</B> beträgt.
Wird nämlich der Kupferschicht eine an gemessene Dicke zum Beispiel von 0,05 mm gegeben, so ist, auch infolge des Umstandes, dass die Wärmeleitfähigkeit des Kupfers sehr günstig ist, die Temperatur dieses Kupfers an verschiedenen Stellen der Kathode sehr wenig verschieden. Diese Gleichmässigkeit wird durch mögliche Ungleichmässigkeit in der Ausstrahlung des Oxyds nicht ungünstig beeinflusst, weil bei der Bauart gemäss der Erfindung die Dicke des Oxyds sehr gering ist. Es können erforderlichenfalls ausserdem noch andere bekannte Ausgleichmittel ver wendet werden, die in diesem Fall jedoch nur in geringem Masse angewendet zu wer den brauchen.
Solch ein Ausgleichmittel für indirekt ge heizte Kathoden besteht darin, dass an jenen Stellen der Kathode, die am meisten abzu- kählen geneigt sind, eine grössere Länge des Heizdrahtes angeordnet wird, zum Beispiel durch Herabsetzung der Ganghöhe eines schraubenförmig gewickelten Heizdrahtes in nerhalb einer zylindrischen Tathode an den Enden der Kathode. Ein anderes Mittel ist die Verkleinerung der ausstrahlenden Ober fläche der Kathode an der Stelle der gröss ten Wärmeabfuhr, zum Beispiel durch kegel förmige Ausgestaltung der Enden einer zylin drischen Kathode.
Es ist einleuchtend, dass die mit der er findungsgemässen Bauart erreichbaren Vorteile auch in der Weise ausgenutzt werden kön nen, dass in einer Entladungsröhre mit be stimmten Eigenschaften bei gleichbleibender zugeführter Energie und gleichbleibender Tem peratur der Kathode die bisher übliche Ober fläche der Kathode erheblich vergrössert wird. Es kann in diesem Fall also bei der gleichen Heizenergie für die Kathode eine viel grössere Steilheit der Röhre erreicht werden.
Es kann ferner mit der oben beschriebe nen Bauart der weitere Vorteil erreicht wer den, dass infolge der geringen Ausstrahlung der Oberflächeneinheit der Kathode auch die andern in der Röhre vorhandenen Elektro- -den eine verhältnismässig niedrige Tempera- tur behalten, wodurch verschiedene, bei die sen Röhren häufig auftretende Nachteile ver ringert werden können.
Die Entladungsröhre nach der Erfindung kann eine solche mit direkt oder indirekt zu heizender Kathode sein, welche Kathoden im übrigen auf die übliche Weise hergestellt sein können. Die Kathode kann ferner in Empfangsröhren, Verstärkerröhren, Gleich richtern, Senderöhren und in Entladungsröh ren für andere Zwecke verwendet werden.
Als Metall für die Unterlage kann ausser Kupfer auch Gold oder Silber oder können Legierungen, zum Beispiel eine Legierung von Kupfer und Gold, verwendet werden.
Es wurde zwar bereits vorgeschlagen, für die Unterlage einer Oxydkathode Kupferoxyd zu verwenden, wobei erst Kupfer auf einen Kernkörper aufgebracht werden könnte, welche Kupferschicht dann ganz in Oxyd verwan delt wurde; dieses Oxyd verdampft dann wieder während des Betriebes der Röhre. Bei der vorliegenden Erfindung werden je doch die Eigenschaften der reinen, unoxydier- ten Metalloberfläche benutzt.
In einer bestimmten Ausführungsform ist die Kathode zum Beispiel wie folgt aufge baut: In einem Magnesiumoxydstäbchen mit ei ner Länge von 30 mm und einem Durch messer von 0.2 mm sind in der Längsrich tung nebeneinander zwei Bohrungen ange bracht, in die ein haarnadelförmiger Heiz draht aus Wolfram mit einem Durchmesser von 0,07 mm gelegt ist.
Die freien Enden des Wolframdrahtes ragen zum Beispiel um 2 mm aus dem Ende des Magnesiumoxyd- stäbchens vor und können je mit einem Stromzuführungsdraht verbunden sein." Das Magnesiumoxydstäbchen ist durch Aufschieben eines Kupferzylinders, durch Auf spritzen oder auf sonstige Weise mit einem Kupfermantel versehen, der eine Dicke bis zu 0,1 mm hat.
Auf die Aussenseite des Kupfermantels ist nach einem der bekannten Verfahren eine Bariumoxydschicht bis zur Dicke von 0,02 mm aufgebracht. An den Kupfermantel, der mit dem Bariumoxyd die eigentliche Kathode bil det, ist auf einer Seite ein Stromzuführungs- draht angeschweisst.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Elektrische Entladungsröhre mit einer Oxydkathode, bei welcher der emittierende Stoff auf ein Metall bezw. eine Metallegie rung mit geringerem Strahlungsvermögen als Nickel aufgebracht ist, wobei die Dicke der Schicht des emittierenden Stoffes kleiner als 0,1 mm ist. UNTERANSPRü CIIE 1. Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode als indirekt zu heizende Kathode ausgebildet ist. 2. Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Tragkörpers der emittieren den Schicht der Kathode glatt ist. 3.Elektrische Entladungsröhre nach Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel angewendet sind, durch die der Temperaturunterschied zwischen verschie denen Stellen der Kathode höchstens 50 beträgt. 4. Elektrische Entladungsröhre nach Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der unter dem emittierenden Stoff vorgesehenen Metallschicht wenig stens 0,05 mm beträgt. 5. Elektrische Entladungsröhre nach Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Windungen des innerhalb der zylin drischen Kathode angeordneten, schrauben förmig gewickelten Heizdrahtes in der Nähe, der Enden der Kathode näher anein ander liegen als in der Mitte. 6. Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, bei welcher der emittierende Stoff auf Kupfer aufgebracht ist.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE744011C (de) * | 1938-08-16 | 1944-01-07 | Hermann Papst | Mittelbar geheizte stabfoermige Gluehkathode fuer Elektronenroehren |
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1933
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