CH171559A - Einrichtung zum Abdichten einer Welle mit räumlicher Bewegungsfreiheit gegenüber dem Lagergehäuse, insbesondere zur Staubabdichtung der Achslager von Schienenfahrzeugen. - Google Patents

Einrichtung zum Abdichten einer Welle mit räumlicher Bewegungsfreiheit gegenüber dem Lagergehäuse, insbesondere zur Staubabdichtung der Achslager von Schienenfahrzeugen.

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CH171559A
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      Einriehtung    zum Abdichten einer Welle mit räumlicher Bewegungsfreiheit gegenüber  dem Lagergehäuse,     insbesondere    zur Staubabdichtung der     Achslager     von     Sehienenfahrzeugen.    -    Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  eine Einrichtung zum Abdichten einer Welle  mit räumlicher Bewegungsfreiheit gegenüber  dem Lagergehäuse. Diese Einrichtung eignet  sich     insbesondere    zur     Staubabdichtung    der       Achslager    von Schienenfahrzeugen, bei denen  bekanntlich der Achsschenkel als abzudich  tende Welle gegen das Gehäuse starke. stoss  artige Bewegungen ausführt.

   Es ist bereits  bekannt geworden, derartige Staubabdich  tungen sowohl an der Welle wie an den bei  den Wandungen der sie aufnehmenden     Ge-          häuseausnehmung    unter Spannung anliegen  zu lassen. In diesen Fällen hat man jedoch  die gesamte Staubabdichtung aus nachgie  bigen Stoffen, wie insbesondere Leder, Filz  und Fiber aufgebaut. Während aber die von  der Welle dargebotene Dichtungsfläche hoch  glanzpoliert und völlig kreisrund und stets  mit einer feinen     Oljiaut    überzogen ist, fehlen  diese Merkmale bei den durch die Gehäuse-    wände gegebenen Dichtungsflächen. Eine  Bearbeitung ist hier nur in unvollkommenem  Masse möglich, da die Tasche zur Aufnahme  der Staubabdichtung meist durch angegossene  Gehäuseteile gebildet wird.

   Es handelt sich  also um verhältnismässig rauhe, wenn auch  durch     Genauguss    planparallele Dichtungs  flächen, an denen eine     Zerfaserung    der aus  elastischem Material bestehenden Staubab  dichtung eintritt. Diese Zerstörung der Ab  dichtung macht umso grössere Fortschritte,  weil der glättende und ausgleichende Einfluss  der     Ölhaut    wie auf der Welle fehlt. Insbe  sondere aber unterliegt die Dichtung ruck  weisen, stossartigen Bewegungen,     die    von der  kreiszylindrischen Dichtungsfläche an der  Welle ausgehen. Zur Übertragung dieser  Stösse ist der elastische Werkstoff dieser  Dichtungen denkbar ungeeignet.

   Es kommt  nach kurzer Zeit, insbesondere wenn die  Dichtung aus einer Reihe von dünnen Leder-      platten aufgebaut ist, zu Verwerfungen,     Aus-          beulungen    usw., durch welche Teile des Dich  tungsgliedes in den lichten Raum der zur  Durchführung der Welle vorgesehenen     Ge-          häusedurchbrechungen    eindringen. Bei der  nächsten Stossbewegung kommt die Ausbeu  lung mit der scharfen Begrenzungskante der       Gehäusedurchbrechung    zur Berührung und  wird dabei mehr oder weniger zwangsweise  eingebeult; dabei entstehen ausserordentlich  hohe Materialbeanspruchungen, die in Ver  bindung mit den oben dargelegten Einflüssen  nach kurzer Zeit zur völligen Zerstörung der  Staubabdichtung führen müssen.

   Verstärkt  wird der Eintritt der Zerstörung noch da  durch, dass Leder geneigt ist, sich mehr und  mehr     mit    Schmiermittel und Feuchtigkeit       vollzusaugen,    womit es seine Härte verliert;  die Zerstörung des weichgewordenen Leders  verstärkt sich entsprechend, so dass die Dich  tung trotz Ausübung eines radial und     achsial     gerichteten     Anpressdruckes    den     Dichtungs-          schluss    nicht mehr auszuüben vermag. In die  sem Falle dringen Fremdkörper in die Staub  abdichtung ein, bilden mit per stets vorhan  denen Ölhaut eine schmirgelnde Masse und  führen nach kurzer Zeit völlige Unbrauch  barkeit der Dichtung herbei.  



  Demgegenüber geht vorliegende Erfin  dung von der Erkenntnis aus, dass nach  giebige Stoffe am Aufbau des Dichtungs  gliedes nur soweit beteiligt werden dürfen,  wie sie unumgänglich erforderlich sind. Er  forderlich sind sie an einer einzigen Stelle,  nämlich am Umfang der abzudichtenden  Welle. Diese Welle unterliegt im Betriebe  einem Verschleissvorgang, der allerdings  äusserst langsam vor sich geht. Die Elastizi  tät von zur Abdichtung in Betracht kommen  den Stoffen, wie insbesondere Leder, ist ge  rade gross genug, um diese durch Verschleiss  eintretenden Durchmesserverminderungen       selbsttätig    ausgleichen zu können. Hierzu  genügt aber bereits ein schmaler Dichtungs  streifen.

   Dieser Dichtungsstreifen ist zur       Ausübung        und        Weiterleitung    von Kräften,  die zur Erzeugung des     Dichtungsschlusses       dienen müssen, ungeeignet. Denn dieser Dich  tungsstreifen liegt wiederum an der stets mit  einer feinen     Ölhaut    benetzten Welle an,  nimmt also Schmiermittel auf und verliert  dadurch die Härte, die ihn anfänglich zur  Übertragung von Kräften geeignet macht.  Der aus elastischen Stoffen bestehende Dich  tungsstreifen bedarf infolge dieses Umstandes  eines Zusammenhaltes, was bei den bisher  bekanntgewordenen Dichtungen niemals be  achtet wurde.

   Weiter geht die Erfindung von  der Erkenntnis aus, dass gerade der Dich  tungsschluss an den     Gehäusewandungen    nur  durch metallische     Dichtungsgliedteile    in ge  nügendem Masse erzeugt und erhalten werden  kann. Denn die metallischen Teile können  Kräfte aufnehmen, die selbst bei Anwendung  geringer Materialstärken erheblich sind, und  es geht während des Betriebes diese vorteil  hafte Eigenschaft, beispielsweise durch Ein  wirkung des Schmiermittels, nicht verloren.  Ein Ausgleich von Verschleisswirkungen ist  nicht erforderlich, da an diesen Dichtungs  teilen Verschleisswirkungen nicht auftreten.

    Ausgehend von diesen Erkenntnissen zeichnet  sich die erfindungsgemässe     Einrichtung    zum  Abdichten einer Welle mit räumlicher Bewe  gungsfreiheit gegenüber dem Lagergehäuse,  bei welcher Einrichtung die innere Umfangs  fläche an der Welle und die Stirnflächen an  beiden Wandungen des die Einrichtung auf  nehmenden Gehäuses unter Federdruck an  liegen, dadurch aus, dass sie durch Federn  radial zusammengezogene und     achsial        ausein-          andergetriebene    Kränze starrer metallischer  Ringsegmente und elastische     Dichtungsringe     aufnimmt, von denen letztere an der Welle  anliegen und an ihrer     Aussenseite    von den  Ringsegmenten eingekapselt sind,

   während  diese unmittelbar die Wandungen des Ge  häuses dichtend berühren. Zweckmässig  lassen die metallischen Ringsegmente der  Kränze auf ihrem Aussenumfang eine keil  förmige Nut zur Aufnahme einer den Ab  dichtungsdruck erzeugenden Schraubenfeder  zwischen sich frei. Die an der Welle anliegen  den elastischen     Dichtungsringe    haben vorteil  haft     T-förmigen        Querschnitt    und ragen nur      mit einem Steg zwischen die Kränze der  Ringsegmente.  



  Die Zeichnung zeigt beispielsweise Aus  führungen erfindungsgemäss ausgebildeter  Abdichtungseinrichtungen.  



       Fig.    1 zeigt eine Ansicht eines ersten Bei  spiels, vom Inneren des     Achslagergehäuses     aus gesehen;       Fig.    2 gibt einen senkrechten Längs  schnitt nach Linie     II-II    der     Fig.    1 durch  die Einrichtung wieder, wobei im mittleren  Teil die elastischen Dichtungsringe entfernt  gedacht sind, um die     Ausnehmung    zur Auf  nahme des Steges der Dichtungsringe zu  zeigen;       Fig.    3 zeigt eine Aufsicht auf den untern  Teil der Einrichtung nach Abnahme des  obern Teils;

         Fig.    4 zeigt einen Querschnitt durch die  Einrichtung nach Linie     IV-IV    der     Fig.    1;       Fig.    5 und 6 zeigen in perspektivischer  Darstellung die Ausbildung der     Ausklin-          kungen    in der untern Hälfte der Einrichtung,  wobei die Teile     auseinandergenommen    ge  dacht sind;       Fig.    7 zeigt dieselben Teile im zusammen  gebauten Zustande;       Fig.    8 schliesslich gibt im senkrechten  Längsschnitt durch einen Teil des Achs  lagergehäuses die Darstellung der in die  Staubtasche eingebauten Einrichtung wieder;

         Fig.    9 gibt eine Stirnansicht auf die  Staubabdichtung     wieder,    wenn sie sich in  völlig     auseinandergezogenem    Zustand be  findet, das heisst wenn die abzudichtende  Welle, insbesondere der abzudichtende Achs  schenkelnotlauf den grössten Durchmesser  besitzt, der beim Betriebe dieser Staubab  dichtung vorkommt;       Fig.    10 zeigt dieselbe Staubabdichtung  bei dem kleinsten, praktisch in Betracht  kommenden Wellendurchmesser;       Fig.    11 zeigt eine Stirnansicht eines wei  teren Beispiels, während       Fig.    12 einen wag rechten Schnitt nach  Linie     XII-XII    durch die Einrichtung nach       Fig.    11 wiedergibt;

           Fig.    13 zeigt eine     abweichende    Aus  bildung des Gelenkes in der gleichen Schnitt  anordnung wie     Fig.    12;       Fig.    14 gibt die entsprechende Stirnan  sicht auf das Gelenk     wieder;

            Fig.    15 zeigt einen senkrechten Quer  schnitt durch die Einrichtung nach     Fig.    11  gemäss Linie     XV-XV    derselben, während       Fig.    16 einen     wagrechten        Querschnif     durch die Einrichtung nach     Fig.    11 gemäss  Linie     XVI-XVI    derselben     wiedergibt;

            Fig.    17 zeigt die Ausbildung der     Treuu-          fuge    an der Einrichtung nach     Fig.    7, ist  aber zur grösseren Deutlichkeit der Beschrei  bung nochmals neben den folgenden Figuren  gezeichnet, während       Fig.    18 mit den Schnittfiguren 19 bis 23  die Ausbildung der Trennfuge darstellt;       Fig.    24 zeigt die Ausbildung der     obern     Hälfte der Einrichtung an der Trennfuge, in  schaubildlicher Darstellung von unten ge  sehen, während       Fig.    25 die Ausbildung der untern Hälfte  der Einrichtung an der Trennfuge, in  schaubildlicher Darstellung von oben gesehen,  wiedergibt;

         Fig.    26 veranschaulicht die Abdeckung in  der Trennfuge bei     auseinandergezogenen    Ein  richtungshälften; die       Fig.    2 7 und 28 zeigen in der Stirnansicht  und im senkrechten Längsschnitt die Aus  bildung des elastischen     Dicbtungsringes    mit  Längsfuge, wobei der Ring selbst zweiteilig  ausgebildet ist; die       Fig.    29 und 30 zeigen in der gleichen Dar  stellung einen einteiligen Dichtungsring, und       Fig.    31 und 32 einen     Dichtungsring    mit  eingelegter Trennwand.  



  Die gezeichnete Einrichtung besitzt vier  metallische Kranzhälften 1, 2, 3 und 4. Zwi  schen den Kränzen 1 und 3 einerseits, 2 und  4 anderseits befindet sich eine Teilungsfuge  5, die in einer Ebene senkrecht zur Achse  6-6 (siehe     Fig.    8) liegt. Weitere Teilungs  fugen 7', 7"'     zwischen    .den Kranzhälften 1  und 3     bezw.    8' und     @8"    zwischen den Kranz  hälften 2 und 4 liegen in radialen Ebenen.  Durch die Teilungsfugen :5 entsteht eine Be-           weglichkeit    der Kränze in     achsialer    Richtung,  durch die Teilungsfugen 7, 7", 7"',     -8"',    8",  8' eine Beweglichkeit der Kranzhälften in  radialer Richtung.

   Je zwei metallische  Kranzhälften 1 und 2     bezw.    3 und 4 weisen  je die Hälfte einer ringförmigen     Ausnehmung     9 zur Aufnahme einer in sich geschlossenen,  gespannten Schraubenfeder 10 auf. Die  Eigenspannung dieser Schraubenfeder 10  wirkt sich in zweifacher Weise aus. Zunächst  werden die Kranzhälften 1 und 2 gegen die  Kranzhälften 3 und 4     und    damit in radialer  Richtung gegen die Welle gezogen, so dass  ein radialer     bezw.    peripherer     Dichtungs-          schluss    dieser Kranzhälften um den Notlauf  des Achsschenkels 12-     bezw.    um den auf die  sen aufgesetzten     Spritzringansatz    13 eintritt.

    Die Teilungsfugen 7", 8", die durch Ver  setzung der sie bildenden     Ausklinkungen    14'  in der Kranzhälfte 3 gegen 14" in der Kranz  hälfte 1 und 15' in der Kranzhälfte 2 gegen  15" in der Kranzhälfte 4 entstehen, dienen  dabei nicht nur zur Unterbrechung des  Fugenweges 7'-7"' und     8"'--8',    sondern  gleichzeitig als     Führungsmittel    der Kranz  hälften 1 und 2 einerseits, gegen die Kranz  hälften 3 und 4 anderseits. Die Teilungs  fugen sind dabei so gelegt, dass die Kranz  hälften 1 und 3 einerseits, die Kranzhälften 2  und 4 anderseits unter sich symmetrisch wer  den, so dass diese Kranzhälften mit je einer  einzigen Kokille     bezw.    sonstigen Form her  gestellt werden können.

   Distanzbolzen 16,  die beispielsweise in die Kranzhälften 2 und  4 eingenietet sind, bewirken, dass die Kranz  hälften auch im ausgebauten Zustand der  Dichtung zusammengehalten werden. Wie       Fig.    8 zeigt, legen sich nun die Kranzhälften  1 und 3     bezw.    2 und 4 gegen die     Abschluss-          fläche    17 des     Achslagergehäuses    18     bezw.     gegen die     Abschlussflächen    19 der Staub  taschenkappe 20 an und bewirken in     achsialer     Richtung den vollen     Dichtungsschluss.    Um  die Abdichtung am Notlauf zu verstärken,

    weisen die Kranzhälften 1 bis 4 ausser der  konischen     Ausnehmung    9 auf ihrer Innen  fläche eine weitere, ringförmige     Ausnehmung     21 auf, in die sich ein geteilter ringförmiger    Dichtungsstreifen 22, 23 aus elastischen Mit  teln, wie Leder, Filz, Fiber oder dergleichen  mit einem     stegartigen    Vorsprung einlegt. Es  ist also die Einrichtung sowohl nach. die  Wellenachse enthaltenden, wie senkrecht zu  ihr stehenden Ebenen geteilt. Sie berührt mit  ihren Stirnflächen unmittelbar beide Ge  häusewandungen, während sie an der Welle  über elastische Dichtungsringe anliegt, die  sie an ihrer Aussenseite nach Art eines Ge  häuses     kaspelt.     



  Wie     Fig.    2 und 8 zeigen, verlaufen die  Teilungsfugen 24 und 25 des Dichtungs  ringes     2'2),'23    schräg mit der Steigung dem  Innern des     Achslagergehäuses    zu, um ein Ab  setzen der etwa eindringenden Fremdkörper  auf den ersten Wegelementen in der Tei  lungsfuge zu erreichen.     Statt    der durchgehen  den Steigung kann die Teilungsfuge auch  stufenförmig unterbrochen sein, wie dies in       Fig.    2 in gestrichelten Linien angegeben ist.  Die Kranzhälfte 1 der Einrichtung weist bei  26 eine     parallelepipedische    Verstärkung auf,  mit der sie sich in einer     Ausnehmung    27  führt.

   Auf diese Weise wird verhindert, dass  sich die auch an ihren äussern Begrenzungs  flächen 28, 29 halbkreisförmig ausgestalteten  Kranzhälften 1, 2 und 3, 4 verdrehen können.  Wie     Fig.    1 zeigt, ist dabei die Einrichtung in  der Vertikalen etwas verstärkt, um der ellip  tischen Form der     Staubtaschenöffnung    30  Rechnung zu tragen. Diese elliptische Form  ist zweckmässig, um die untere Kante 31 der       Staubtaschenöffnung    30 hochzulegen, trotz  dem die Staubtasche 20 über den     Spritzring     32 mit verhältnismässig grossem Durchmesser  hinübergeführt werden muss.

   Zweckmässig be  stehen die metallischen Kranzhälften 1, 2 und  3, 4 der Einrichtung aus Aluminium, um eine  besonders einfache Herstellung im     Spritz-          oder        Kokillenguss    zu ermöglichen. Zu diesem  Zweck sind alle in     aehsialer    Richtung liegen  den Flächen etwas konisch ausgestaltet, um  das Abziehen des     Spritz-    oder     Gusserzeug-          nisses    aus der Kokille oder     Spritzgussform    zu  erleichtern.

   Naturgemäss ist ebenso gut mög  lich, die Kranzhälften 1, 2 und 3, 4 aus  Blechstreifen zu stanzen, aus dem     Vollen    her-      auszudrehen oder     sonstwie    herzustellen.  Durch die Herstellung der Kranzhälften 1,  2, 3 und 4 durch     Kokillenguss    ergeben sich  jedoch auch ohne Nachbearbeitung verhältnis  mässig glatte Aussenflächen, die an den bear  beiteten     Abschlussflächen    17 und 19 fugenlos       anliegen.     



  Der Dichtungsring 22, 23 kann in ein  fachster Weise bei Verschleiss ausgewechselt  werden, indem die Schraubenfeder 10 entfernt,  die Kranzhälften 1 und 2 einerseits, 3 und 4  anderseits     auseinandergezogen    und die     Dich-          tungsringteile    22, 23 umgewechselt werden.  Hierauf werden die Kranzhälften 1 und 2       bezw.    3 und 4, die nicht ausgewechselt zu  werden brauchen, wieder     ineinandergesteckt,     die Schraubenfeder aufgelegt und die Staub  taschenkappe wieder mit dem     Achslagerge-          häuse    verbunden.  



  Wie aus dem Vergleich der     Fig.    9 und  10 hervorgeht, besteht bei vollkommen starrer  Ausbildung der nach senkrecht zur Achse  stehenden und die Achsschenkelachse enthal  tenden Ebenen geteilten Einrichtung die Ge  fahr der Lückenbildung 33 zwischen der  Oberfläche der abzudichtenden Welle 34 und  den Kranzhälften 35, 36     bezw.   <B>37,</B> 38.

   Zer  legt man jedoch jede Kranzhälfte in zwei  Segmente 35', 35"     bezw.    36', 36"     bezw.    37',  37<B>"</B>     bezw.    38', 38" und verbindet man die so  entstandenen Segmente bei 39     bezw.    40 durch  Gelenke, wie dies     Fig.    10 schematisch veran  schaulicht, so ergibt sich die Möglichkeit,  trotz starrer Ausbildung der einzelnen Seg  mente der Einrichtung die Zwischenräume     ä3     mit Sicherheit zu vermeiden.  



  Die     Fig.    11 und 12 veranschaulichen zu  nächst eine Ausführungsform der gelenk  artigen Verbindung. Beispielsweise die Seg  mente 35' und 35" oder 36' und 36", die bei  39 (siehe     Fig.    10) gelenkig verbunden wer  den sollen, sind mit einer kreisförmig be  grenzten     Ausdrehung    41 versehen, während  die durch die     Ausdrehung    entstandene war  zenförmige Erhebung 42. der Segmente 35'  und 35"     bezw.    36' und 36" etwas abgeflacht  ist.

   Eine Scheibe 43, deren Form aus     Fig.    11  zu erkennen ist, liegt derartig in der Aus-         drehung    41, dass je zwei Segmente 35' und  35"     bezw.    36' und 36" durch den Ringwulst  44 jeder Scheibe 43     gelenkig    zusammenge  halten werden. Nieten 45 verbinden dabei  jeden     Scheibenkörper    43 mit den Segmenten  35"     bezw.    36'.  



  Die Ausbildung der Gelenkverbindung  nach den     Fig.    13 und 14 entspricht derjenigen  nach den     Fig.    11 und 12, mit dem Unter  schied, dass die Scheibe 43 einen     Mittel-          zapfen    46 aufweist, an dessen     Stirnseiten    zwei  stiftförmige Vorsprünge 47     bezw.    48 vorge  sehen sind. Ausserdem weisen die zu verbin  denden Segmente, beispielsweise wieder 36'  und 36", eine kreisförmige     Ausdrehung    49  zur Aufnahme der     Stifte    47 und 48 auf.

    Nachdem die zweckmässig in     Dauerguss-          formen    herzustellenden, paarweise symme  trischen Kranzhälften     35-3,8    bei 41 und 49  mit entsprechenden     Ausdrehungen    versehen  worden sind, werden sie in die     Segmente        U',     35", 36', 36" usw. zerlegt. Hierauf wird zur  gelenkigen Verbindung der Segmente 36' und  36" die Scheibe 43 so zwischen die beiden  Teile eingeführt, dass die Vorsprünge 47 und  48 mit ihrer Längsachse parallel zu den die  Trennfuge begrenzenden Stirnflächen der  Segmente 36' und 36" liegen.

   Nachdem der  Ringwulst 44 in die entsprechende     Ausneh-          mung    41 der Segmente eingetreten ist, wird  die Scheibe 43 um einen rechten Winkel ver  dreht. Hierbei legen sich die stiftförmigen  Vorsprünge 47 und 48 in die in den     Fig.    13  und 14 veranschaulichte Lage, in der die  beiden Segmente 36' und 36" völlig über die  allseitig verklammerten Teile 50 und 51 ge  lenkig miteinander verbunden sind.  



  Um nun auch die     Trennfuge        zwischen     den Segmenten 35', 35" und 37', 37"     bezw.     36', 36" und 38', 38" bei     auseinandergezoge-          nen        Dichtungsgliedteilen    zu sperren, sind  folgende weiteren Massnahmen getroffen.

   Wie  insbesondere aus dem Vergleich der     Fig.    25  mit der früher vorgeschlagenen Ausbildung  nach     Fig.    17 (die etwas anders gezeichnet,  aber im wesentlichen identisch mit     Fig.    7 ist)  hervorgeht, weist eines der zur Gehäusestirn  fläche zu liegenden Segmente, in diesem Fall      ,das Segment 38" auf der rechten, das Seg  ment 38' auf der linken Seite, an der Tei  lungsfuge 52     bezw.    53, die ähnlich der frühe  ren Ausführungsform, stufenförmig unter  teilt ist (vergleiche     Fig.    17), über die Trenn  fugenflächen nach den freien Seiten zu über  stehende Lappen 54'     bezw.    54" und 55'     bezw.     5,5" auf,

   die sich in entsprechende     Ausneh-          mungen   <B>56'</B> und 56"     bezw.    57' und 57" hin  einlegen, so dass die Trennfuge, wie dies       Fig.    26 besonders anschaulich zeigt, auch bei  völlig     auseinandergezogenen    Kranzhälften ge  sperrt bleibt.

      Um die Sperrung auch ei dem Dich  tungsring zu erreichen, der aus elastischem  Stoff besteht und die innere Fläche der  Kranzhälften 35 bis 38 dem Achsschenkel  gegenüber     abkleidet,    sind folgende Mass  nahmen getroffen: Der Dichtungsring, der  sich mit seinem ringförmigen Vorsprung 58  in die entsprechende     Ausnehmung    59 der  Kränze einlegt, weist gemäss den     Fig.    27  und 2,8 eine Längsfuge auf, die ihn in zwei  völlig getrennte Teile 60 und 61 zerlegt.

   Die  Trennfugen 62 und 63, die ihn, ausgehend  von der Längsfuge, nach den Stirnflächen  64 und 65 zu zerlegen, fallen dabei, von der  Längsfuge ausgehend, nach aussen ab, so dass  auf diese Weise das Eindringen von Fremd  körpern in das Gehäuse, sowie das Austreten  von     Schmiermittel    aus dem Gehäuse be  hindert ist. Das Ausführungsbeispiel nach  den     Fig.    29 und 30 entspricht völlig dem  jenigen der     Fig.    27 und 28, mit dem einzigen  Unterschied, dass sich die Längsfuge 66 nur  auf einen     verhältnismässig    kurzen Teil er  streckt.

   Beide     Ausführungen    zeigen aber eine  ständige Sperrung der     Trennfuge,        gleich-          gültig,    welchen Durchmesser gerade die ab  zudichtende Welle     besitzt.     



  Bei dem Ausführungsbeispiel der     Fig.    37.  und 32 ist die Sperrung der Trennfuge 67  dadurch erreicht, dass in den untern Teil 68  des     Dichtungsringes    ein Kupferblech 69 ein  gelassen ist, das in einer entsprechenden       Ausnehmung    70 des obern     Dichtungsringteilä     71 ständig aufgenommen ist. Dieses Kupfer-    blech sperrt den freien Durchgang durch die  Trennfuge 67.  



  Der Dichtungsring 60 verhindert, wie  aus der     Fig.    16 hervorgeht, dadurch die un  willkürliche Verdrehung der Scheiben 43,  .dass er an- der     innern    Abflachung 43' der  Scheiben 43 fest anliegt. Diese Sicherung ist  besonders für das Ausführungsbeispiel nach  den     Fig.    13 und 14 von Vorteil.  



  Es können natürlich Abänderungen der  Ausführungsbeispiele getroffen werden, ohne       dass    der Erfindungsgedanke verlassen wird.  So ist es beispielsweise möglich, statt     eines     Kupferbleches 69 zur Sperrung der Trenn  fugen in dem Dichtungsring aus nachgiebigen  Stoffen mehrere derartige Sperrwände anzu  ordnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Abdichten einer Welle mit räumlicher Bewegungsfreiheit gegenüber dem Lagergehäuse, insbesondere zur Staub abdichtung der Achslager von Schienenfahr zeugen, bei welcher Einrichtung die innere Umfangssfläche an der Welle und die Stirn flächen an beiden Wandungen des die Ein richtung aufnehmenden Gehäuses unter Federdruck anliegen, dadurch gekennzeich net, dass die Einrichtung durch Federn radial zusammengezogene und achsial auseinander getriebene Kränze starrer, metallischer Ring segmente und elastische Dichtungsringe auf weist, von denen letztere an der Welle an liegen und an ihrer Aussenseite von den Ring segmenten eingekapselt sind,
    während diese unmittelbar die Wandungen des Gehäuses dichtend berühren. UNTERANSPRüCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die metal lischen Ringsegmente der Kränze auf ihrem Aussenumfang eine keilförmige Nut zur Aufnahme einer den Abdichtungsdruck erzeugenden Schraubenfeder zwischen sich freilassen. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Welle an- liegenden, elastischen Dichtungsringe förmigen Querschnitt haben und nur mit einem Steg zwischen die Kränze der Ring segmente ragen. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch Gelenke zwischen den starren, die elastischen Dichtungsringe aufnehmenden Segmenten eines Kranzes. 9. Einrichtung nach Unteranspruch 3, ge kennzeichnet durch Gelenke in der Mitte jeder Kranzhälfte, in welche jeder Kranz durch die Achsschenkelachse enthaltende Ebenen geteilt ist. 5.
    Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Gelenke Scheiben aufweisen, die in zentralen Aus- nehmungen entsprechende, warzenförmige Vorsprünge der beiden Segmente aufneh men, die durch je eine Scheibe gelenkig verbunden werden, wobei die Scheiben körper selbst in die Segmente bündig mit den Stirnflächen jedes Kranzes eingelassen sind.
    f. Einrichtung nach Unteranspruch 5, bda- durch gekennzeichnet, dass die Gelenk scheibe einen Mittelzapfen trägt, an dessen Stirnfläche seitliche, stiftartig ausge bildete Vorsprünge parallel zur Scheiben ebene vorgesehen sind, wobei die stift artigen Vorsprünge in einer gemeinsamen Ausdrehung der durch die Scheibe ge- lenkig verbundenen Segmente aufgenom men sind. 7.
    Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass eine Gelenk scheibe an zwei gegenüberliegenden Stel len abgeflacht und der ringförmigen Ge stalt der Kränze starrer Ringsegmente angepasst ist, wobei die Befestigung der Scheibe mittelst stiftartiger Vorsprünge eines Mittelzapfens bewirkt ist und die Abflachung ungefähr parallel zur ge meinsamen Achse der stiftartigen Vor sprünge verläuft. B.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Kranz hälften ausser der in radialer Richtung stu fenförmig gebrochenen Teilungsfuge auch in der aehsialen Richtung unter Bildung die Teilungsfuge abdeckender Überlap- pungen stufenförmig gegeneinander abge setzt sind, wobei die Länge der Über lappungen mindestens dem grössten Dich tungsspiel entspricht. 9.
    Einrichtung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass Dichtungsring teile in der peripheren Richtung unter Bil dung von Überlappungen stufenförmig ab gesetzt sind, wobei die Überlappungen die durch die achsiale Versetzung entstehende Teilungsfuge abdecken.
CH171559D 1932-04-21 1933-04-13 Einrichtung zum Abdichten einer Welle mit räumlicher Bewegungsfreiheit gegenüber dem Lagergehäuse, insbesondere zur Staubabdichtung der Achslager von Schienenfahrzeugen. CH171559A (de)

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