CH171634A - Verfahren zur Herstellung eines porösen Baustoffes durch Brennen von tonhaltigen Stoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines porösen Baustoffes durch Brennen von tonhaltigen Stoffen.

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CH171634A
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Brodtbeck Ernst
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B33/00Clay-wares
    • C04B33/32Burning methods

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Description


      Verfahren    zur Herstellung eines     porösen        Baustoffes    durch Brennen von  tonhaltigen Stoffen.    Es ist bekannt, dass tonhaltige     Stoffe,    die  einer Hitzebehandlung ausgesetzt werden,  infolge innerer Gasentwicklung ihr Volumen  ausdehnen und dadurch eine poröse,     klinker-          artige    Masse liefern. Es ist bisher jedoch  mit Schwierigkeiten verbunden gewesen, die  ses Verfahren im Grossbetrieb auszuwerten.

    Die vorliegende Erfindung macht es sich zur  Aufgabe, diese Schwierigkeiten; die im we  sentlichen auf die Eigenart des zu behandeln  den Stoffes     zurückzuführen    sind, zu überwin  den, und zwar in der Form, dass in den       bekannten    Ofen, wie sie z. B. beim Brennen  von Zement verwendet werden, das neue Ver  fahren unter Benutzung weiterer an sich be  kannter Vorrichtungen durchgeführt werden  kann.  



  Zu diesem Zweck werden gemäss der Er  findung die tonhaltigen Stoffe zu Körpern  von annähernd gleichmässiger Grösse verformt;  diese geformten Körper werden dem Brenn  ofen aufgegeben, wobei dafür zu sorgen ist,    dass das Gut spätestens in 60 Minuten auf  die erforderliche     Sintertemperatur    gebracht  und darauf     innert    30 Minuten abgekühlt wird.  Die möglichst gleichmässige Formgebung des  aufzugebenden Brenngutes ist wichtig, damit  im Ofen ein geeigneter Zug für den Brenn  <B>vorgang</B> besteht, eine unerlässliche Vorbedin  gung, um das Gut schnell zu erhitzen und  darauf auch schnell und     gleichmässig    abzu  kühlen.

   Es hat sich gezeigt, dass bei Be  achtung dieser Grundbedingungen die sonst  bestehende Gefahr     überwunden    wird, wonach  die erhitzte Masse an der     Wandung    des  Ofens anbackt.  



  Bei Ausführung des neuen Verfahrens  unter Benutzung eines Schachtofens dürfte  es sich als vorteilhaft erweisen, das aufzu  gebende     Brenngut    zu kleinen Zylindern von  etwa 3 bis 6 cm     Duchmesser    und etwa  4 bis 10 cm Länge zu verformen, wobei  durch das Hochhalten der     Sinterzone    für das  schnelle Einsetzen der Brenntemperatur und      durch eine entsprechende Luftzufuhr für eine  rasche Abkühlung des gesinterten Gutes ge  sorgt wird.  



  Zur Darlegung eines Ausführungsbeispiels  des Erfindungsgegenstandes seien noch fol  gende Angaben gemacht:  Man verwendet einen selbsttätigen Schacht  ofen, d. h. einen Schachtofen mit einem be  kannten Drehrost, Walzenrost, Tischrost oder  dergleichen, wobei unterhalb dieses Rostes  eine windsichere     Austragschleuse        vorgesehen     ist, so dass die Luftzufuhr in völlig geregel  ter Art erfolgen kann. Am oberen Ende des  Schachtofens gelangt eine     Strangpresse,-    wie  sie z. B. in der Ziegelindustrie allgemein  üblich ist, zur Aufstellung.

   Das Mundstück  dieser     Strangpresse    wird so eingerichtet, dass  das aufgegebene Brenngut zu kleinen Zylin  dern von etwa 3 bis 6 cm Durchmesser und  etwa 4 bis 10 cm Länge verformt unmittel  bar in den Ofen gelangt. Auch eine andere  Art einer Formmaschine, eines Walzwerkes  oder dergleichen kann Anwendung finden.  Es wird zweckmässig durch einen Verteiler,  eine drehbare Schurre, einen     Aufgabeteller     oder dergleichen dafür gesorgt, dass der Quer  schnitt des Schachtes möglichst gleichmässig  mit dem Brenngut ausgefüllt ist. Eine gleich  mässige Verteilung des     Brennstoffes,    welcher  mit dem Brenngut oder getrennt aufgegeben  werden kann, ist gleichfalls zu beachten.

    Beim Betrieb des Ofens hat der Brenner für  eine hochliegende     Sinterzone    zu achten.  



  Beim Durchgang des gesinterten Gutes  durch den Drehrost,     Walzenrost,    Tischrost,  oder dergleichen wird das Gut eine gewisse  Zerkleinerung erfahren. Diese Zerkleinerung  ist erwünscht, da ja das Gut als Zuschlag  für Betonarbeiten in erster Linie dienen soll.  Für .diesen Zweck ist dieser     klinkerartig    ge  sinterte Tonstoff sehr geeignet. Es ergeben  sich vorzügliche     Festigkeiten,    und die Beton  bauten erhalten ein wesentlich geringeres  Eigengewicht. Dieser so hergestellte Zu  schlagstoff ist durchaus preiswert herzustel  len, zumal unter Beachtung der eingangs er  wähnten besonderen Brennbedingungen Ma  schinenanlagen benutzt werden können, wie    sie in der einschlägigen Industrie bereits vor  handen sind.  



  Die nach dem     neuen_,Verfahren    behandel  ten tonhaltigen Stoffe können auch nach ent  sprechender Zerkleinerung mit einem hydrau  lischen Bindemittel oder einem andern Binde  mittel durchsetzt werden, und zu besonderen  Baukörpern, Bausteinen, Platten, oder der  gleichen verformt werden. In jedem Falle  betrifft also das neue Verfahren die Herstel  lung eines     Leichtstoffes    für Bauzwecke.  



  Beim beschriebenen Ausführungsbeispiel  ist zur Durchführung des neuen Verfahrens  ein Schachtofen vorgesehen. Man kann das  Verfahren aber auch in jedem andern Ofen  system, z. B. in einem     Drehrohrofen,    durch  führen. Gerade die letztgenannte Ofenart  dürfte grundsätzlich sehr zweckmässig sein,  weil sich beim     Drehrohrofen    im Sinne der  Erfindung eine schnelle     Sinterung    der Stoffe  und eine schnelle Abkühlung des gebrannten  Gutes leicht einstellen lässt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines porösen Baustoffes durch Brennen von tonhaltigen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass das zu Körpern von annähernd gleichmässiger Grösse verformte Brenngut einem Brennofen aufge geben wird, in welchem das Gut durch die bestehenden Einstellvorrichtungen spätestens in 60 Minuten auf die erforderliche Sinter temperatur gebracht wird und darauf durch Luftzufuhr eine Abkühlung innert 30 lllinu- ten erfährt.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das zu Zylindern in der Grössenordnung von 3 bis 6 cm Durchmesser und 4 bis 10 cm Länge verformte Brenngut einem selbsttätigen Schachtofen aufgegeben wird, wobei durch das Hochhalten der Sinter- zone für das rechtzeitige Einsetzen der er forderlichen Brenntemperatur gesorgt wird.
CH171634D 1933-07-10 1933-07-10 Verfahren zur Herstellung eines porösen Baustoffes durch Brennen von tonhaltigen Stoffen. CH171634A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1054004B (de) * 1957-01-28 1959-03-26 Asta V D Decken Geb Von Heyden Verfahren zur Herstellung von Blaehton

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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