CH171731A - Verfahren zur oligodynamischen Entkeimung von Wasser und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zur oligodynamischen Entkeimung von Wasser und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

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CH171731A
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metallized
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Oskar Dr Acklin
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Oskar Dr Acklin
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/50Treatment of water, waste water, or sewage by addition or application of a germicide or by oligodynamic treatment
    • C02F1/505Treatment of water, waste water, or sewage by addition or application of a germicide or by oligodynamic treatment by oligodynamic treatment

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Description


  Verfahren zur oligodynamischen Entkeimung von Wasser und Vorrichtung  zur Durchführung des Verfahrens.    Das an sich bekannte oligodynamische  Entkeimungsverfahren beruht auf der keim  tötenden Wirkung gewisser Metalle, welche  zu diesem Zweck als Ionen in das zu     ent-          keimende    Wasser hineingebracht werden.  



  Es sind bereits verschiedene Verfahren  bekannt geworden, um diese Metallionen in  der geeigneten Konzentration in das zu ent  keimende Wasser zu bringen, Die meisten  dieser Verfahren gehen so vor, dass das Wasser  mit dem Metall, das auf einem aus inertem  Material bestehenden Träger niedergeschlagen  ist, in Berührung gebracht wird. Dies kann  zum Beispiel dadurch erfolgen, dass das Wasser  in Gefässen, deren Wandungen mit einem  oligodynamisch wirksamen Metall metallisiert  sind, einige Zeit aufbewahrt wird, oder aber  dass das Wasser im Filtrationsverfahren mit  den notwendigen Metallmengen beladen wird.  Die Filterkörper dienen dabei zugleich als  Träger der wirksamen Metalle und können  aus Sand, Kies, Tonscherben, Glas, Porzellan  usw. bestehen.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun    ein Verfahren zur Entkeimung von Wasser,  bei welchem das Rohwasser nacheinander  durch ein Klärbecken und hierauf durch eine  Schicht von mit einem oligodynamisch wirk  samen Metall metallisierter Aktivkohle hin  durch geleitet wird. Die sogenannte Aktiv  dohle besitzt dank ihrer besondern Struktur  eine aussergewöhnlich grosse Oberfläche (Ad  sorptionsfläche). Sie lässt sich deshalb auf sehr  einfache Weise und sehe leicht metallisieren,  was bei andern Trägermaterialien für gewisse  Metalle gar nicht oder nur sehr schwer mög  lich ist. Anderseits ist dank der grossen Ober  fläche der Aktivkohle die Abgabe des Metal  los an das Wasser eine sehr intensive, was  noch unterstützt wird durch die Eigenschaft  derselben, zufolge ihres geringen spezifischen  Gewichtes im Wasser zu schweben, das heisst  nahezu zu schwimmen.

   Diese Eigenschaften  machen die Aktivkohle als Träger der     oligo-          dynamisch    wirksamen Metalle überall dort  besonders geeignet, wo ein Wasser mit rela  tiv grossen Mengen von Ionen und in kurzer  Zeit behandelt werden soll.      Gegenstand der Erfindung ist auch eine  Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.  Diese Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet,  dass sie im Leitungszuge des zu entkeimenden  Wassers ein Klärbecken und ein metallisierte       Aktivkohle    enthaltendes Becken aufweist.  



  In beiliegender Zeichnung ist eine bei  spielsweise Ausführungsform einer Vorrich  tung zur Durchführung des Verfahrens dar  gestellt, und zwar zeigt  Fig. 1 die Vorrichtung im Längsschnitt und  Fig. 2 einen Querschnitt durch dieselbe  nach der Linie I-I der Fig. 1.  



  In der Zeichnung bezeichnet 1 einen Trog,  zum Beispiel aus     Steingut,    welcher in einem  Klärbecken 2 angeordnet ist. Trog 1 und  Klärbecken 2 kommunizieren miteinander  durch schlitzförmige Öffnungen 3 am untern  Teil des Troges. An der tiefsten Stelle des  Klärbeckens 2 ist ein Grundablass 6 vorge  sehen. Das zu entkeimende Wasser fliesst  dem Klärbecken 2 durch eine Rohrleitung 4  zu, wobei zur Ableitung des Überschusses ein  Überlauf 5 vorgesehen ist. Der Grundablass 6  ist mittelst eines Schieberventils 7 absperrbar.  



  Im Trog 1 ist nun eine Schicht 9 aus  metallisierter Aktivkohle eingebracht, so dass  das bei 4 eintretende Rohwasser, nachdem es  den eventuell mitgeführten Schlamm im Klär  becken 2 abgesetzt hat, durch die Offnungen  3 hindurchtreten und die Schicht 9 aus me  tallisierter Aktivkohle durchsetzen muss, um  als entkeimtes Wasser in die Abflussleitung  8 abfliessen zu können. Die Aktivkohle wird  dabei durch die Strömung des durchfliessenden  Wassers in schwacher Bewegung gehalten  und gibt daher die Metallionen leicht und in  grosser Zahl an das Wasser ab. Die Bedie  nung der Vorrichtung verursacht sozusagen  keine Arbeit und der Ersatz der erschöpften  Aktivkohle ist sehr leicht.  



  Als Aktivkohle kann die im Handel unter  der Bezeichnung Hydraffin T3 oder U3 erhält  liche verwendet werden.  



  Durch chemische Verfahren lässt sich der  Silbergehalt (wenn Silber als oligodynamisch  wirksames Metall verwendet wird) dieser  Kohle leicht auf 1 0/o bringen. Unter Voraus-    setzung eines maximalen Durchflusses von  1 Liter je Minute kann man mittelst 10 kg  versilberter Aktivkohle (Silbergehalt - 1 %  = 0,1 kg) bei einer durchschnittlichen effek  tiven Silberaufnahme von 80 r je Liter fol  gende Wassermenge behandeln bevor die  versilberte Aktivkohle zu 50 % erschöpft ist:  
EMI0002.0002     
    Statt mit Silber kann die Aktivkohle auch  mit andern oligodynamisch wirksamen  oder einer Kombination dieser Metalle  metallisiert werden.  



  Statt innerhalb des Klärbeckens     könnte     der Trog 1 auch getrennt von demselben an  geordnet und nur durch eine Leitung für das  entschlammte Wasser mit demselben verbun  den sein. Der Schlamm kann von Zeit zu Zeit  durch den Grundablass weggespült werden.  



  Die Entschlammung des Wassers verhin  dert das Verstopfen der Poren der Aktivkohle  und damit eine Verringerung der wirksamen  Oberfläche derselben.  



  zur  Klärbecken  Klär  beckens

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Verfahren zur oligodynamischen Entkei- mung von Wasser, dadurch gekennzeich net, dass das zu entkeimende Wasser nacheinander durch ein Klärbecken und hierauf durch eine Schicht von mit einem oligodynamisch wirksamen Metall metal lisierter Aktivkohle hindurchgeleitet wird. Durchführung des Ver- II. Vorrichtung fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass im Leitungszuge des zu entkeimenden Wassers ein und ein metallisierte Aktivkohle enthal tendes Becken vorgesehen sind.
    UNTERANSPRUCH: Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das die Aktivkohle aufnehmende Becken innerhalb des angeordnet ist und mit demselben durch Öffnungen kommuniziert.
CH171731D 1933-11-04 1933-11-04 Verfahren zur oligodynamischen Entkeimung von Wasser und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. CH171731A (de)

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