CH171731A - Verfahren zur oligodynamischen Entkeimung von Wasser und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zur oligodynamischen Entkeimung von Wasser und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zur oligodynamischen Entkeimung von Wasser und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Das an sich bekannte oligodynamische Entkeimungsverfahren beruht auf der keim tötenden Wirkung gewisser Metalle, welche zu diesem Zweck als Ionen in das zu ent- keimende Wasser hineingebracht werden.
Es sind bereits verschiedene Verfahren bekannt geworden, um diese Metallionen in der geeigneten Konzentration in das zu ent keimende Wasser zu bringen, Die meisten dieser Verfahren gehen so vor, dass das Wasser mit dem Metall, das auf einem aus inertem Material bestehenden Träger niedergeschlagen ist, in Berührung gebracht wird. Dies kann zum Beispiel dadurch erfolgen, dass das Wasser in Gefässen, deren Wandungen mit einem oligodynamisch wirksamen Metall metallisiert sind, einige Zeit aufbewahrt wird, oder aber dass das Wasser im Filtrationsverfahren mit den notwendigen Metallmengen beladen wird. Die Filterkörper dienen dabei zugleich als Träger der wirksamen Metalle und können aus Sand, Kies, Tonscherben, Glas, Porzellan usw. bestehen.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun ein Verfahren zur Entkeimung von Wasser, bei welchem das Rohwasser nacheinander durch ein Klärbecken und hierauf durch eine Schicht von mit einem oligodynamisch wirk samen Metall metallisierter Aktivkohle hin durch geleitet wird. Die sogenannte Aktiv dohle besitzt dank ihrer besondern Struktur eine aussergewöhnlich grosse Oberfläche (Ad sorptionsfläche). Sie lässt sich deshalb auf sehr einfache Weise und sehe leicht metallisieren, was bei andern Trägermaterialien für gewisse Metalle gar nicht oder nur sehr schwer mög lich ist. Anderseits ist dank der grossen Ober fläche der Aktivkohle die Abgabe des Metal los an das Wasser eine sehr intensive, was noch unterstützt wird durch die Eigenschaft derselben, zufolge ihres geringen spezifischen Gewichtes im Wasser zu schweben, das heisst nahezu zu schwimmen.
Diese Eigenschaften machen die Aktivkohle als Träger der oligo- dynamisch wirksamen Metalle überall dort besonders geeignet, wo ein Wasser mit rela tiv grossen Mengen von Ionen und in kurzer Zeit behandelt werden soll. Gegenstand der Erfindung ist auch eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Diese Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie im Leitungszuge des zu entkeimenden Wassers ein Klärbecken und ein metallisierte Aktivkohle enthaltendes Becken aufweist.
In beiliegender Zeichnung ist eine bei spielsweise Ausführungsform einer Vorrich tung zur Durchführung des Verfahrens dar gestellt, und zwar zeigt Fig. 1 die Vorrichtung im Längsschnitt und Fig. 2 einen Querschnitt durch dieselbe nach der Linie I-I der Fig. 1.
In der Zeichnung bezeichnet 1 einen Trog, zum Beispiel aus Steingut, welcher in einem Klärbecken 2 angeordnet ist. Trog 1 und Klärbecken 2 kommunizieren miteinander durch schlitzförmige Öffnungen 3 am untern Teil des Troges. An der tiefsten Stelle des Klärbeckens 2 ist ein Grundablass 6 vorge sehen. Das zu entkeimende Wasser fliesst dem Klärbecken 2 durch eine Rohrleitung 4 zu, wobei zur Ableitung des Überschusses ein Überlauf 5 vorgesehen ist. Der Grundablass 6 ist mittelst eines Schieberventils 7 absperrbar.
Im Trog 1 ist nun eine Schicht 9 aus metallisierter Aktivkohle eingebracht, so dass das bei 4 eintretende Rohwasser, nachdem es den eventuell mitgeführten Schlamm im Klär becken 2 abgesetzt hat, durch die Offnungen 3 hindurchtreten und die Schicht 9 aus me tallisierter Aktivkohle durchsetzen muss, um als entkeimtes Wasser in die Abflussleitung 8 abfliessen zu können. Die Aktivkohle wird dabei durch die Strömung des durchfliessenden Wassers in schwacher Bewegung gehalten und gibt daher die Metallionen leicht und in grosser Zahl an das Wasser ab. Die Bedie nung der Vorrichtung verursacht sozusagen keine Arbeit und der Ersatz der erschöpften Aktivkohle ist sehr leicht.
Als Aktivkohle kann die im Handel unter der Bezeichnung Hydraffin T3 oder U3 erhält liche verwendet werden.
Durch chemische Verfahren lässt sich der Silbergehalt (wenn Silber als oligodynamisch wirksames Metall verwendet wird) dieser Kohle leicht auf 1 0/o bringen. Unter Voraus- setzung eines maximalen Durchflusses von 1 Liter je Minute kann man mittelst 10 kg versilberter Aktivkohle (Silbergehalt - 1 % = 0,1 kg) bei einer durchschnittlichen effek tiven Silberaufnahme von 80 r je Liter fol gende Wassermenge behandeln bevor die versilberte Aktivkohle zu 50 % erschöpft ist:
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Statt mit Silber kann die Aktivkohle auch mit andern oligodynamisch wirksamen oder einer Kombination dieser Metalle metallisiert werden.
Statt innerhalb des Klärbeckens könnte der Trog 1 auch getrennt von demselben an geordnet und nur durch eine Leitung für das entschlammte Wasser mit demselben verbun den sein. Der Schlamm kann von Zeit zu Zeit durch den Grundablass weggespült werden.
Die Entschlammung des Wassers verhin dert das Verstopfen der Poren der Aktivkohle und damit eine Verringerung der wirksamen Oberfläche derselben.
zur Klärbecken Klär beckens
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Verfahren zur oligodynamischen Entkei- mung von Wasser, dadurch gekennzeich net, dass das zu entkeimende Wasser nacheinander durch ein Klärbecken und hierauf durch eine Schicht von mit einem oligodynamisch wirksamen Metall metal lisierter Aktivkohle hindurchgeleitet wird. Durchführung des Ver- II. Vorrichtung fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass im Leitungszuge des zu entkeimenden Wassers ein und ein metallisierte Aktivkohle enthal tendes Becken vorgesehen sind.UNTERANSPRUCH: Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das die Aktivkohle aufnehmende Becken innerhalb des angeordnet ist und mit demselben durch Öffnungen kommuniziert.
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