Yerfahren und Vorrichtung zur Herstellung von längsgekrepptem Papier. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver- fabren zur Herstellung von längsgekrepptem Papier und eine Vorrichtung zur Durchfüh rung dieses Verfahrens.
Das Verfahren nach der Erfindung kann für sich allein angewendet werden, so dass das nach ihm behandelte Papier nur eine Längskreppung aufweist; es kann jedoch auch zusammen mit einem der üblichen Ver fahren zur Herstellung von quergekrepptem Papier angewendet werden, @o dass das Papier ini Endzustand sowohl eine Längskreppung, < il s auch eine Querkreppung aufweist.
Dieses Papier zeichnet sich gegenüber einem Papier, das nur in einer Richtung gekreppt ist, da durch aus, da.ss es nach allen Richtungen dehnbar ist, und<B>es</B> ist daher für Verwen-. dungszweeke geeignet, für die die bekannten, nur in einer Richtung gekreppten Papiere wegen ihrer ungenügenden Dehnfähigkeit nicht in Frage kamen.
Das Verfahren gemäss der Erfindung be- steht darin, dass das Zusammenschieben der Papierbahn stufenweise parallel zur Ebene der Papierbahn erfolgt. Dabei kann die Er zeugung der Falten von einem oder beiden Rändern der Bahn aus über die ganze Breite fortgesetzt werden, oder es kann umgekehrt von innen nach den beiden Rändern zu vor gegangen werden.
Die Fig. 1 bis 4- der Zeichnung erläutern schematisch Ausführungsbeispiele des Ver fahrens.
Fig. 1 zeigt, wie die Papierbahn P wäh rend der einzelnen Arbeitsstufen I, II, III, IV usw. allmählich bearbeitet wird. In der ersten Stufe I entsteht durch ein quer zur Laufrichtung der Papierbahn bewegtes Stauchwerkzeug l und durch einen mit ihm zusammenwirkenden Gegenhalt 2 am äussern Rande eine Längsfalte h in der Papierbahn. Dabei wird die Bahn um den Betrag d ver schmälert. In der zweiten :Stufe wird in der gleichen Weise wie vorher eine zweite Falte l2 erzeugt, die jedoch etwas weiter innen liegt als die erste Falte.
Auch hier findet wieder um eine Verschmälerung der Papierbahn um den Betrag d statt, so dass die Gesamtver schmälerung nunmehr = 2' d ist. Die erste Falte h ist somit auch um den Betrag<I>d</I> nach innen gerückt. In der dritten und vier ten Stufe wird die Erzeugung von Längs falten l3 und Z4 nach innen zu fortgesetzt, bis schliesslich in der raten Stufen Längsfalten erzeugt und die Papierbahn in der gewünsch ten Breite längsgekreppt ist. Dabei ist die Bahn um den Betrag nd insgesamt ver schmälert worden.
Wenn das Papier beispielsweise ursprüng lich eine Breite von. 100' cm hat, so wird es in der ersten Bearbeitungsstufe auf 99 cm, in der zweiten Stufe auf 9,8 cm und fort laufend immer stossweise bis zur gewünschten Endbreite verschmälert.
Die Bildung der Längsfalten kann jedoch auch mit andern Mitteln erfolgen. Es ist auch möglich, dass statt der mechanischen Mittel pneumatische Mittel vorgesehen werden.
Die Fig. 2 ist eine schematische Drauf sicht auf eine nach dem Verfahren der Fig. 1 gekreppte Papierbahn, und es ist deutlich erkennbar, wie die greppung der Bahn all mählich und stufenweise vom einen Rande über die ganze Breite der Bahn sich fortsetzt. Die Angriffsstellen -der Stauchwerkzeuge Z und ihrer zugehörigen Gegenhaltungen sind durch gerade Linien angedeutet. Sie setzen sich zu einer sich über die Papierbahn er streckenden, gebrochenen Linie zusammen.
Man kann jedoch auch die Erzeugung der Falten, statt vom einen Rande von beiden Rändern gleichzeitig aus vornehmen.
Auch kann man, statt mit der Erzeugung am Rande oder an beiden Rändern zu be ginnen, etwa in der Mitte anfangen und von dcrt aus nach den Rändern fortschreiten, wie es in Fig. 3 dargestellt ist.
Eine weitere Möglichkeit ist es, dass man mit einem Mal nicht nur eine Längsfalte 1, sondern eine aus einigen Längsfalten be stehende Gruppe erzeugt, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist, und dadurch clie Zeit, die zur Kreppung einer Papierbahn von bestimmter Breite benötigt wird, abkürzt.
Bei den bisher beschriebenen Ausfüh rungsformen des Verfahrens wird in ein- und derselben Querlinie der Papierbahn immer nur eine Falte oder eine Faltengruppe er zeugt, und es ist dementsprechend in einer solchen Querlinie auch nur ein einziges Stauchwerkzeug bezw. eine Gruppe von Stauchwerkzeugen vorhanden.
Man kann aber auch in ein- und derselben Querlinie der Papierbahn eine grössere An zahl von Falten oder Faltengruppen er zeugen, sofern man die Erzeugung der ein zelnen Falten bezw. Faltengruppen in der selben Querlinie nacheinander vornimmt. Man ordnet dann in einer Querlinie der Papier bahn Stauchwerkzeuge oder Gruppen von Stauchwerkzeugen in grösserer Zahl an. bringt diese aber nicht gleichzeitig, sondern nacheinander zur Einwirkung auf die Papier bahn,
so dass auch in diesem Falle die Er zeugung der Längsfalten oder Längsfa.lten- gruppen nacheinander geschieht und stufen weise fortgesetzt wird, wie dies in Fig. 2a wiedergegeben ist.
Es sind hier in einer Querlinie der Papier bahn jedesmal fünf Stauchwerkzeuge vor handen, und es werden dementsprechend nacheinander in ein- und derselben Querlinie fünf Längsfalten l'a bis l'e erzeugt. - Selbst verständlich kann die Anzahl der Längs falten noch grösser gewählt werden, und es können statt einzelner Längsfalten auch Gruppen von Längsfalten mit einem Mal er zeugt werden, wie es in Fig. 4 wiedergegeben ist.
Es wird beim Schema der Fig. 2a zuerst die Längsfalte lla, alsdann die Längsfalte d'b und schliesslich die Längsfalte l'e erzeugt, so dass diese Längsfalten nicht gleichzeitig. sondern nacheinander entstehen. Da. also in einer Querlinie mehrere Falten nacheinander gebildet werden, beträgt die Verschmälerung 5d in jeder einzelnen Stufe I bis IV usw. Wenn die Papierbahn eine Breite von bei spielsweise 100 cm hat, so wird sie in der ersten Stufe auf 95 cm, in der zweiten Stufe auf 90 cm, in der dritten Stufe auf 85 ein usw. verschmälert.
Die Stauchung der Papierbahn zur Her stellung der Längskreppung kann sowohl bei ihrem Stillstand als auch bei ihrer Bewegung erfolgen. Im letzteren Falle kann sie un mittelbar im Anschluss an die Erzeugung der Papierbahn auf der Papiermaschine vorge nommen -erden, wenn die Papiermasse noch feucht ist.
Es ist. auch möglich, gemusterte Krep- pungen zu erzeugen, indem man die Stau chungen der Papierbahn an einzelnen Stellen nach einem bestimmten Plan auslässt.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung zur Durchführung des Verfahrens besitzt Stauch-#verkzeuge, welche derart geführt und angetrieben werden, dass sie nacheinander in Eingriff mit der Papierbahn gebracht und quer zur Längsrichtung der Bahn hin und her bewegt werden.
In den Zeichnungen sind mehrere Vor- riclitungen zur Durchführung des Verfahrens beispielsweise dargestellt.
Die Fig. 5 bis 9 zeigen eine erste Aus führungsform einer Maschine zur Herstellung voll längsgekrepptem Papier, und zwar zeigt Fig. 5 in der linken Hälfte eine Seiten ansieht der Maschine von B (Fig. 6) aus gesehen, mit der Stösselanordnung im Schnitt, und in der rechten Hälf ;
-e, eine Seitenansicht von C (Fig. 6) aus gesellen, Fig. 6 eine Draufsicht auf die Maschine nach Fig. 5, bei der einzelne Teile wegge brochen sind, um die darunter liegenden Teile zit zeigen, Fi-,. 7 in der linken Hälfte einen Schnitt durch die Maschine in R.iehtung der Linie E-F der Fig. 5 und in der rechten Hälfte einen Schnitt durch den am Ende der Na schine befindlichen Antrieb, gegen D (Fig. 6) gesellen,
Fi-. 8 eine Teilansicht des Antriebes der Maschine nach Fig. 5, Fig. 9 ein Diagramm, das im Schema die Bewegung der Stauchwerkzeuge beim An trieb nach Fig. 7 wiedergibt;
die Fig. 10 bis 13 sind Einzeldarstellungen einer etwas abgeänderten Ausführungsform der Maschine nach Fig. 5 bis 9, und zwar zeigt Fig. 10 einen der Fig. 7 entsprechenden Teilschnitt, Fig. 11 einen Schnitt in Richtung der Linie G-H der Fig. 10, Fig. 12 einen Schnitt durch den Tisch (rechte Seite der Figur) der Fig. 10 und seinen Antrieb (linke Seite), Fig. 13 ein Diagramm,
das im Schema die Bewegung der Stauchwerkzeuge beim Antrieb nach Fig. 10 wiedergibt; die Fig. 14 und 15 zeigen eine weitere Aus führungsform einer Maschine zum Längs- kreppen von Papierbahnen, und zwar zeigt Fig. 1.4 eine Seitenansicht der Maschine, Fig. 15 einen Schnitt in Richtung der Linie I-K der Fig. 14.
Die in den Fig. 5 bis 7 wiedergegebene Maschine zum Längskreppen von Papier ruht auf einem Gestell 1, das in bekannter Weise verankert sein kann. Das Gestell wird in der Mitte und an seinem obern Ende von Querbalken 2' durchzogen, auf denen Längs balken 3 ruhen.
Diese Längsbalken bilden die obern und untern Auflager für ein Transportband 4, das sich aus einzelnen Querplatten 5 zu sammensetzt. Über dieses Transportband läuft die Papierbahn P, die längsgekreppt werden soll und die der Maschine von aussen durch beliebige, hier nicht dargestellte Mittel zugeführt wird, z. B. von einer Papier maschine her. Das Transportband kann auch, statt aus Querplatten zu bestehen, eine andere Ausführungsform haben.
Der Antrieb des Transportbandes geschieht durch ein Paar Isettenrä,der 6, die an ihrem äussern Rande mit einer Innenverzahnung 7 versehen sind (Fig. 7). Die Innenverzahnung wird von einem Ritzel 8 angetrieben (Fig. 7 und 8), das auf einer Welle 9 zusammen mit einem Schraubenrad 10 sitzt.
Das Schraubenrad 10 steht in Eingriff mit einem weitem Schrau benrad 11, das auf einer sieh längs über die Maschine erstreckenden Welle 12 sitzt (Fig. 6 bis 8). Diese Welle endigt an dem dem Schraubenrad 11 abgekehrten Ende in einer Kupplung 13, die mit der hier nicht darge stellten beliebigen Kraftquelle der Maschine, etwa mit einem Elektromotor oder einer Rie menscheibe, verbunden ist. Das Transport band 4 wird dann über die hier beschriebe nen Glieder 6 bis 13 an seinem in Fig. 5 rechten Ende angetrieben, an seinem in Fig. 5 linken Ende läuft es über lose Kettenräder 14.
Auf der Welle 12 sitzt eine sich nahezu über die ganze Länge der Maschine er streckende Hülse 15 fest, die eine Schrauben verzahnung hat. Diese Schraubenverzahnung treibt eine Reihe kleiner Schraubenräder 16 an, die sich an den Enden von Förderwalzen 17 befinden. Diese Förderwalzen erstrecken sich in grosser Zahl quer über die Maschine und sind an ihrem einen Ende achsial unver- schiebbar in einem ihnen gemeinsamen Bal ken 18 gelagert. Diese Förderwalzen 17 laufen alle gleichzeitig um, während das Transportband 4 sich durch die Maschine be wegt.
Die Papierbahn P wird zwischen diesen Walzen und 'dem Transportband eingeführt und von diesen Teilen gemeinsam selbsttätig durch die ganze Maschine vorgeschoben.
Aus Fig. 6 ist ersichtlich, dass die Förder- walzen 17 verschieden lang sind, und zwar nimmt die Länge der Walzen von dem linken Ende der Maschine, an dem die Papierbahn einläuft, bis zum rechten Ende, an dem die Papierbahn die Maschine verlässt, -stetig um gleiche Beträge ab, so dass die auf der Ma schine liegenden Enden der Förderwalzen, von oben gesehen, eine stufenförmig ge brochene Linie bilden.
Unmittelbar gegenüber jeder Förderwalze 17 ist ein Stauchwerkzeug angeordnet, das im dargestellten Ausführungsbeispiel durch einen .Stössel 19 verkörpert wird. Die Enden der Stössel liegen also ebenso wie die Enden der Förderwalzen in einer stufenförmig ge brochenen Linie, die diagonal über die Ma schine verläuft. Jeder dieser Stössel dient zur Bildung einer Längsfalte in der Papierbahn P und wird zu diesem Zweck quer zu ihrer Vorschubrichtung bewegt. Dabei schiebt er das unmittelbar vor ihm liegende Stück der Papierbahn durch seinen scharfkantig ausge bildeten Rand 20 vor sich.
Die Enden 21 der Förderwalzen verhindern, dass sich diese Be wegung über die ganze Breite der Papierbahn fortpflanzt und bewirken dadurch eine Stau ung des zwischen ihnen und dem Rand 20 des Stössels eingeschlossenen Teils der Papier bahn, also eine Stauchung oder Falten bildung. Nach dieser Faltenbildung kehrt der Stössel 19 wieder in seine Anfangslage zu rück, ohne dabei jedoch die Papierbahn be rühren zu dürfen, um nicht die Falte, die vorher gebildet worden war, zu zerstören.
Es findet also eine dauernde Hin- und Herbewe- gung der Stössel 19 quer zur Papierbahn statt, wobei die Bewegung in einer parallelogramm- artigen Bahn verläuft, da der Rückgang der Stössel oberhalb des Hinganges erfolgen muss, wie dies das Diagramm der Fig. 9 zeigt.
Die Steuerung der Stösselbewegung er folgt- durch Nocken 22, 22', die auf einer Walze 23 angeordnet sind. Die Walze trägt an ihrem einen Ende eine Kupplung 24 zum Anschluss an eine beliebige hier nicht dar gestellte Kraftquelle, die die Nockenwalze dauernd in Umdrehung versetzt.
Die Nocken 2.2 und 22' sind abwechselnd angeordnet und dienen zur Steuerung der wagrechten und der senkrechten Stösselbe- wegung.
Die Steuerung der wagrechten Bewegung erfolgt durch zweiarmige Hebel 2.5, die auf einer gemeinsamen Welle 26 gelagert sind und an ihrem einen Ende eine die Nocken überlaufende Rolle 27 und an ihrem andern Ende einen sich gegen die Enden der Stössel 1-9 anlegenden Arm 28 tragen (Fig. 7). Wenn eine der Rollen 2.7 auf einen der Nocken 22 auftrifft, so wird der Steuerhebel 25, in Fig. 7 zu sehen, im Gegensinne des Uhrzeigers ver- schwenkt und drückt dabei den Stössel 19 unter Bildung einer Falte in der Papierbahn entgegen der Wirkung einer Feder 29 nach innen.
Wenn die Rolle von dem Nocken über laufen ist, so kehrt der -Stössel 19 und der Steuerhebel 25 unter der Wirkung der Feder 29 in seine Ruhelage zurück. Vorher ist je doch der Stössel 19 angehoben worden. Zu diesem Zwecke ist jeder der Stössel 19 in einer Führung 30 gelagert, die mittelst eines aufwärts gerichteten Zapfens 31 in einem sich über die Längsrichtung der Maschine erstreckenden Balken 32 auf- und abwärts be- weglieh angebracht ist. Auf dem Zapfen 31 liegen die Arme 33 von Steuerhebeln 34 auf, die gleichfalls um die Welle:? 6 drehbar gelagert sind und Rollen 3!5 haben, mit denen sie die Nocken 22' überlaufen.
Wenn eine Rolle 35 auf einen Nocken 22' auftrifft, so wird der Steuerhebel 34, in der Fig. gesehen, im Sinne des Uhrzeigers bewegt und drückt mit seinen Armen 33 den Zapfen 31 entgegen der Wirkung einer Feder 36 abwärts, dabei die Stö sselführung 30 und den Stössel 19 mit nehmend. Wenn die Rolle 35 von einem der Nocken 22' abgeglitten ist, führen diese Teile unter dem Einfluss der Feder 36 die entgegen gesetzte Bewegung aus.
Die Anordnung der Nocken 22 und 22' ist so getroffen, dass der Stössel 19 die in Fig. 9 -federgegebene Para.llelogra.mmbewe- gung ausführt.
Es ist nicht erforderlich, dass für jeden Stössel auf der Walze 23 besondere Nocken vorgesehen sind, sondern man kann mehrere Stössel gleichzeitig von einem einzigen Nocken arts steuern. Hierfür ist es nur not wendig, dass die Arme 28 und 33 genügend breit gemacht werden, wie dies links und rechts in Fig. 5 zu sehen ist, wo je vier Stössel bezw. fitösselführungen von ein- und dem selben Nocken gesteuert werden.
Um die Papierbahn P bequem einführen zu können, ist es zweckmässig, die Stössel hochzuklappen. Zu diesem Zweck sind die Steuerwelle 26 und der Balken 32 an ihren beiden Enden in Drehschildern 37 gelagert, die mittelst Augen 3-8 (Fig. 6) um die Lager der Nockenwelle 23 seh-tvenkbar sind. Die ge samten Stössel nebst. ihren Steuerorganen kön nen auf diese Weise mit einem Mal durch Verschwenkung um die Noekenwalze 23 an gehoben werden, so dass der Tisch von den Stösseln freigegeben ist. Gegebenenfalls kön nen auch die Förderwalzen 17 von der Papier bahn entfernt werden, etwa dadurch, dass der Lagerbalken 18 angehoben ist, jedoch ist dies nicht unbedingt erforderlich.
Die Wirkungsweise der Maschine ergibt sich ohne weiters aus dem vorstehenden. Die Papierbahn wird links in die Maschine ein geführt und von dem Transportband 4 und den Förderwalzen 17 allmählich über die ganze Maschine gezogen. Dabei gelangen die Stössel 19 in der oben geschilderten Weise zur Einwirkung. Jeder Stössel erzeugt eine Längsfalte und verschmälert dadurch die Papierbahn um einen bestimmten Betrag. Da die Stössel stufenweise nebeneinander ange ordnet sind, so liegen die von ihnen erzeugten Falten ebenfalls nebeneinander auf der Papierbahn, d. h. neben der ersten Falte wird die zweite, neben der zweiten die dritte usw. gebildet, bis die Papierbahn auf ihrer ganzen Breite mit Falten versehen ist.
In den Fig. 14 bis 13 ist eine etwas ab geänderte Ausführungsform der in den Fig. 4 bis 9 dargestellten Maschine wiedergegeben. Die Abänderungen beziehen sich auf die Steuerung der Stössel und den Antrieb der Förderwalzen.
Der Antrieb der Stössel erfolgt bei der Ausführungsform nach den Fig. 10 bis 13 ohne Anwendung von Federn, ist also vollkommen zwangsläufig.
Im einzelnen besteht er darin, dass auf der Nockenwalze 23 Noekenscheiben 22. und 22' aufgekeilt sind, die den Stösseln eine wag rechte und senkrechte Bewegung erteilen. Die Nockenscheibe 2.2 für die wagrechte Bewegung läuft zwischen zwei aufrechten Schienen 40, die N oekenscheibe 22' für die senkrechte Be wegung zwischen zwei flach liegenden Füh rungsschienen 41. Die Schienen 40, 41 setzen sich zu einem Kasten zusammen, an den sieh unten die Steuerhebel 42 für die :Stössel 19 anschliessen.
Für jeden Stössel ist beim dar gestellten Ausführungsbeispiel ein Steuer hebel vorgesehen, dagegen ist es nicht not wendig, dass für jeden Steuerhebel besondere Nocken vorhanden sind, vielmehr können ebenso, wie es bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 bis 9 der Fall ist, mehrere Stössel von einem gemeinsamen Nocken aus bewegt werden.
Jeder Steuerhebel 42, ist in einer verstell baren Führung 43 (Fig. 10 und 11) drehbar gelagert. Die Verstellung der Führungen 43 geschieht mittelst Spindeln 44, die in Schlitzen 45 einer sich über die Länge der Maschine erstreckenden Leiste 46 auf- und abbewegbar und mittelst Muttern 47 fest klemmbar sind. Durch Änderung der Höhe der Führung 43 wird der Anschlag des Steuerhebels 42- und damit der Hub des Stössels 19 geändert.
Die Fig. 13 stellt ein Diagramm der Be wegung des Stössels dar, wie sie durch die Nocken 22 und 2,2' der Fig. 10 erzielt wird. Die Änderung der Höhenlage der Führung 43 ergibt eine Änderung der Strecken a, b und c, d in diesem Diagramm.
Der Stössel 19 ist ebenso wie bei dem vorher beschriebenen Ausführungsbeispiel an seinem Stirnende mit einem scharfen Rand 20 zur Stauchung der Papierbahn versehen und an seinem rück wärtigen Ende in einer Hülse 48 gelagert, die ihrerseits durch den Stift 49 am untern Ende des Steuerhebels 42 drehbar angeordnet ist. Eine sieh gegen eine Schelle 50 stützende und mittelst einer Schraube 51 nachstellbare Feder 52 ist bestrebt, die Stösselhülse 48 und damit auch den Stössel abwärts zu drücken. Vor der Strösselhülse 48 ist ein Gummipuffer 53 angeordnet.
Die federnde Lagerung der Stösselhülse zusammen mit dem Gummipuffer ergibt .die Möglichkeit, dass sich der Stössel selbsttätig Papierbahnen verschiedener Stärke anpasst.
Die Förderwalzen 17 sind ebenso wie beim vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel an ihrem den Stösseln zugekehrten Ende mit bundartigen Verdickungen 21 versehen, die als Gegenlager für die in der Papierbahn durch den Stösselhub hervorgerufenen Längs falten dienen.
Der Antrieb der Förderwalzen 17 geschieht nicht durch Schraubenräder und eine gemeinsame Schraubenwelle wie beim vorhergehenden Ausführungsbeispiel, sondern über Ritzel 54 und eine zahnstangenähnliche Verzahnung 5,5 (Fit-n- 12), die am Rande des Transportbandes 4 angebracht ist. Das Trans portband wird durch eine Kette 56 ange trieben.
Im übrigen ist die Wirkungsweise dieser Maschine die gleiche wie die vorbeschriebene. Auch hier haben die Stössel 19 und die Förderwalzen 17 verschiedene Länge und bilden eine sich diagonal über die Maschine erstreckende abgestufte Linie, wie es die Fig. 6 in Draufsicht zeigt. Es wird also auch hier auf der Papierbahn bei ihrem Durchlauf durch die Maschine nacheinander Falte nach Falte gebildet.
Wenn man Muster erzeugen will, so kani: man sowohl bei der einen als auch bei der andern Ausführungsform einzelne der Stössel oder Gruppen von Stösseln verschieden ein stellen oder ganz ausschalten.
Es ist auch möglich, sowohl die eine als auch die andere der Maschinen in Verbindung mit Vorrichtungen zur Erzeugung einer Querkreppung zu verwenden, so dass die Papierbahn schliesslich nach beiden Rich tungen gekreppt ist und das fertige Produkt eine sehr hohe Dehnbarkeit hat.
In den Fig. 14 und 15 ist eine Maschine dargestellt, bei der ebenfalls in der Papier bahn Falte nach Falte erzeugt wird, wenn auch auf der gleichen Höhe der Papierbahn mehrere Stauchwerkzeuge nebeneinander an geordnet sind. Diese kommen jedoch nicht gleichzeitig zur Einwirkung, sondern in kur zen Zeitabständen.
Im einzelnen besteht jedes dieser Stauch werkzeuge aus einem Rad 60, das an seinem Umfang eine Reihe von Einbuchtungen 61 trägt. Zwischen diesen Einbuchtungen ver bleiben scharfrandige Vorsprünge 62., mit denen in im nachstehenden noch zu beschrei bender Weise das Papier gekreppt wird.
Die Scheiben 60 sind, zu Gruppen ver einigt, auf gemeinsamen Wellen 63 lose an geordnet und liegen oberhalb der Papierbahn P. Unterhalb jeder dieser Scheibengruppen liegen Tragwalzen 64, während zwischen je zwei Scheibengruppen Förderwalzen 6,5 vor- besehen sind. Die Fürderwalzen liegen nur am lande der Papier bahn auf, damit sie die Kreppfalten nicht flachdrücken und zerstören. Unterhalb der Transportwalzen können noch weitere Transportwalzen<B>66</B> angeordnet sein. Die sämtlichen Walzen und Scheiben sind mit ihren Wellen in dem Rahmen 67 der Maschine gelagert.
Ihr Antrieb erfolgt durch Stirnräder 6b von einer gemeinsamen Haupt antriebswelle 69. Jede der Walzen ist mit einem solchen Stirnrad versehen, von denen in Fig. 1.1 der Übersichtlichkeit halber nur eines dargestellt worden ist. Die Förder walzen können durch Reibung mitgenommen werden und brauchen nicht besonders ange trieben zu sein. Im übrigen kommt es auf die Art des Antriebes der Walzen nicht an.
Die Scheiben 60 sind miteinander durch Bolzen 70 verbunden, die in achsialer Rich tung verlaufen. Die Bolzen 70 sind an ihrem einen Ende mit Gewinde versehen und auf diese \'eise starr mit den Scheiben, die sie an diesem Ende tragen, verbunden. An ihrem andern Ende sind sie dagegen achsial ver schiebbar gegen die dort gelagerten Seheiben. Zu diesem Zweck sind die Köpfe 71 der Bolzen in Vertiefungen 72 der Scheiben ein gelassen. Es können sich also auch die Schei ben gegenseitig um die Entfernung f, die zwischen ihnen gelassen ist, verschieben.
Auf jeder -Welle 63 ist neben der äusser sten Scheibe eine Schiebehülse 73, die eben falls mittelst Bolzen mit der ihr nächst be nachbarten Scheibe 60 verbunden ist. Die Schiebehülse 73 ist durch Keile 7.1 auf Dre hung mit der Welle 63 verbunden. Sie ist in einem Ring 7 5 drehbar. jedoch achsial unver- schiebbar, gelagert. Dieser Ring ist mittelst Augen 7 6 in einer Gabel 77 schwenkbar, die in einen Hebel 78 endigt. Der Hebel 78 hat seinen Drehpunkt .in dem am Maschinen gestell 6 7 angebrachten Lager 79, das von einer sich über die Maschinenlänge er streckenden .Stange 80 durchzogen wird.
An seinem untern Ende ist der Hebel 78 mit einer Rolle 81 versehen, die in einer Kurvenbahn 82 läuft. Die Kurvenbahn ist abwechselnd mit Vorsprüngen 83 und Ver, tiefungen 8.1 versehen, so da13 die Rolle 81 und damit auch der Hebel 1 8 bei einem Um lauf der Kurvenbahn 82 hin- und her schwingt. Zu diesem Zweck befinden sich die Kurvenbahnen 82 auf Scheiben 85, die über Kegelräder 8,6 von der Hauptwelle 69 her an getrieben werden.
Zur guten Führung der Uolle 81 ist diese auf beiden Seiten von den Scheiben 85 umgeben, so da.B sie nicht seitlich herausspringen kann. Die Pendelbewegungen des Hebels 7 8 werden über die Gabel 7 7 auf den Ring 75 und von diesem auf die Schiebe hülse 73 übertragen, die ihrerseits die Schei ben,60 hin- und herbewegt.
Im einzelnen gehen die Bewegungen wie folgt von statten: Wenn die Schiebehülse 73 in F ig. 15 nach rechts geht, so nimmt sie über die Bolzen 70 die ihr nächst benachbarte Scheibe 60 mit, diese wiederum die ihr nächst liegende Scheibe usf., so dass der ganze Scheibensatz, der auf der Welle 63 achsial verschiebbar sitzt, in einem Zuge nach rechts geht.
In dem Augenblick, in dem die Schiebehülse 73 und die mit ihr verschraubte Endscheibe<B>60</B> in folge des Aufhörens der Pendelbewegungen zum Stillstand kommt, bleiben jedoch die übrigen Scheiben 60 noch nicht stehen, son dern bewegen sich infolge ihrer Trägheit, noch so weit nach rechts, wie es der Ab stand f zwischen der nächsten Scheibe ge stattet. Erst wenn die beiden Stirnenden zweier Scheiben nebeneinander angeschlagen sind, hört die Bewegung auf. Diese Bewe gung pflanzt sich nacheinander von rechts nach links durch den ganzen Satz der Schei ben fort. Der Bewegungsvorgang ist ähnlich wie bei einem Eisenbahnzug, dessen vorder ster Wagen gegen ein Hindernis auffährt und zum Halten kommt.
Auch hier bewegen sieh die einzelnen Wagen nacheinander noch um ein weniges weiter, wie es ihre Kupplung gestattet, bis ihre Puffer zum Aufschlag kommen.
In ähnlicher Weise findet der Rückgang der Scheiben 60 nach links statt. Auch hier gehen die Scheiben 60 zunächst als Ganzes zurück. Wenn jedoch die Schiebehülse 73 und die mit ihr verbundene Endscheibe 60 am Ende der Bewegung angelangt sind, so setzen die übrigen Scheiben diese Bewegung infolge ihrer Trägheit noch soweit fort, bis die Köpfe 71 der Schrauben auf den Boden der Ausnehmungen 72 zur Anlage kommen. Auch dies geschieht bei den einzelnen Schei ben nacheinander. Am Ende der Rückbewe gung haben daher alle Scheiben den gleichen Abstand f voneinander wie beim Beginn der Hinbewegung.
Es ist deshalb wichtig, dass die Scheiben 60 nacheinander und nicht gleichzeitig be wegt werden, weil dadurch erreicht wird, dass auch die Kreppfalten nacheinander ge bildet werden. Die Kreppfalten entstehen hier dadurch, dass die Vorsprünge 62 der Scheiben 60 die Papierbahn P vor sich her schieben und stauchen. Das Stauchen findet jedoch nur in dem Zeitpunkt statt, in dem die nächst vordere Scheibe stillsteht. Da der Stillstand der einzelnen Scheiben sich nach einander einstellt, so erfolgt auch die Bildung der Kreppfalten nacheinander. Die Scheiben 60 bilden dabei auf ihrer Rückseite das Widerlager für die jeweils hinter ihnen lie gende Kreppfalte.
Zu beachten ist, dass sich diese Widerlager nicht dicht gegenüber den Stauchwerkzeugen befinden, sondern in einigem Abstand.
Bei der Rückbewegung der Scheiben 60 sind infolge ihrer Drehung nicht mehr ihre Vorsprünge 62, sondern ihre Einbuchtungen 61 über der Papierbahn. Folglich sind sie ausser Fühlung mit dieser und zerstören bei ihrem Rückgang nicht die Kreppfalten, die sie-vorher gebildet haben. Voraussetzung da für ist selbstverständlich, dass die Drehge schwindigkeit der Scheiben 60 und die Hub geschwindigkeit des Hebels 78 und der Schiebehülse 73 passend aufeinander abge stimmt sind. Dies lässt sich jedoch stets ohne Schwierigkeiten erreichen.
Um zu erreichen, dass die Papierbahn eine dichtere Kreppung erhält als durch die immerhin ziemlich weit auseinander liegen den Scheiben 60 einer Reihe, werden mehrere Reihen derartiger Scheiben hintereinander auf der gleichen Maschine angeordnet, wie in Fig. 14 ersichtlich und gegen die Scheiben der übrigen Reihen versetzt, so dass, von oben gesehen, auch hier wieder die Stauchwerk- zeuge verschiedener Reihen in einer stufen förmig gebrochenen Linie angeordnet sind.
Jede Reihe der Scheiben sitzt auf einer Welle 63 und erhält in gleicher Weise wie vorbeschrieben ihren Antrieb, so dass ebenso viele Steuerhebel 78 und Kurvenscheiben 85 wie Wellen 63 vorhanden sind.
Statt der Bolzen 70 kann die Verbindung der beiden Scheiben auch durch elastische Mittel, z. B. durch Schraubenfedern, erfolgen. Die Wirkungsweise ist im wesentlichen die gleiche, so da.ss sich eine nähere Beschreibun,), erübrigt.