CH171765A - Einrichtung zur Prüfung der Leitfähigkeit von Elektrolyten durch elektrische Widerstandsmessung. - Google Patents

Einrichtung zur Prüfung der Leitfähigkeit von Elektrolyten durch elektrische Widerstandsmessung.

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CH171765A
CH171765A CH171765DA CH171765A CH 171765 A CH171765 A CH 171765A CH 171765D A CH171765D A CH 171765DA CH 171765 A CH171765 A CH 171765A
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  Einrichtung zur Prüfung der Leitfähigkeit von     Elektrolyten    durch elektrische  Widerstandsmessung.    Die Prüfung der Leitfähigkeit von Elek  trolyten durch elektrische Widerstandsmes  sung wird mehr und mehr dazu benutzt, um  die chemische     Beschaffenheit    von Elektro  lyten zu prüfen oder konstant zu halten.  Dabei handelt es sich um die Aufgabe, den  Einfluss von     Elektr-olytternper-atur    zu berück  sichtigen, da der Widerstand eines Elektro  lyten ausser von der Konzentration in starkem  Masse von der Temperatur abhängig ist.

    Dieser Widerstand wird bekanntlich pro Grad  Celsius Temperaturzunahme um etwa 2 bis  3     %        kleiner.        Dran        ist        daher        in        manchen     Fällen so vorgegangen, dass     nian    neben der  elektrischen Widerstandsmessung noch eine  Temperaturmessung ausführt und unter Zu  hilfenahme von Zahlentabellen oder Kurven  blättern die gemessenen Widerstandswerte  korrigierte.

   Ein solches Verfahren ist aber  umständlich und zeitraubend, besonders wenn  das     Messergebnis    durch ein Schreibgerät fort  laufend registriert wird oder die Konzentration    durch eine selbsttätig wirkende Regelvor  richtung auf einen konstanten Sollzustand  geregelt werden soll. Aus diesem Grunde ist  bereits versucht worden, den Einfluss der       Elektrolyttemperatur    durch eine Temperatur  kompensationsschaltung bei der Widerstands  messung von vornherein auszuschalten. Eine  derartige     Kompensationsanordnung    besteht  zum Beispiel darin, dass man parallel zu dem  Elektrolyten und vor diesen je einen Wider  stand von geeigneter Grösse und geeignetem  Temperaturkoeffizienten schaltet.

   Man erhält  dann eine Kombination, deren Gesamtwider  stand innerhalb bestimmter     Konzentrations-          und    Temperaturgrenzen als Mass für die  Konzentration dienen kann, da der Einfluss  der     Elektrolyttemperatur    mehr oder weniger  genau ausgeglichen ist. Die praktische Durch  führung dieser Methode führt aber zu ge  wissen     messtechnischen    Schwierigkeiten, die  hauptsächlich darin liegen, dass die zum Be  trieb des elektrischen     Widerstandsmessgerätes         zur Verfügung stehende Energie infolge der  kraftverzehrenden Wirkung dieser Kompen  sationsschaltung in sehr vielen Fällen so  gering ist, dass eine einwandfreie Messung  nicht mehr möglich ist.  



  Es sind auch Einrichtungen für     Elektro-          lytmessungen    bekannt geworden, bei denen  auf das bewegliche Organ des zur     Leitfähig-          keitsmessungvorgesehenen        elektrischenWider-          standsmessgerätes    mehrere Spulen oder     Spu-          lengruppen        einwirken,    von denen eine     Spule-          oder        Spulengruppe    von einem oder mehreren,  dem     Elektrolytstrom    proportionalen Strömen  durchflossen wird,

   während gleichzeitig eine  andere Spule oder     Spulengruppe    von einem  oder mehreren Strömen durchflossen wird,  dessen beziehungsweise deren Einwirkung  den Einfluss von Temperaturschwankungen  des Elektrolyten auf das     Messergebnis    kom  pensiert.

   Ferner ist bekannt, dass bei     Elek-          trolytmessungen    zum Zwecke der Tempera  turkompensation     desElektrolyten        eineBrücken-          schaltung    vorzusehen ist, in deren Zweigen  sowohl der Elektrolyt, als auch ein der       Elektrolyttemperatur    ausgesetzter, temperatur  abhängiger Widerstand (Widerstandsthermo  meter) angeordnet ist, wobei der die eine  Teilspule des     Widerstandsmessgerätes        durch-          fliessendeMessstrom(Diagonalstrom        derBrücke)     der Leitfähigkeit des     Elektrolyten    angenähert  proportional ist.

      Diese bekannten     Anordnungen    zur Kom  pensation des Einflusses der     Elektrolyttem-          peratur    haben alle den grundsätzlichen Nach  teil, dass die Konzentrationsänderung des  Elektrolyten in der     Temperaturkompensation     nur in verhältnismässig engen Grenzen be  rücksichtigt wird, da eine derartige Kom  pensation tatsächlich nur in einem beziehungs  weise zwei Punkten des     Konzentrationsmess-          bereiches    richtig ist.

   Je grösser die zu er  fassenden     Konzentrations-    und Temperatur  bereiche sind, desto grösser werden die ausser  halb dieser Punkte auftretenden     Abweichun-          gen,.die    praktisch     alsMessfehler    in Erscheinung  treten. In dem besonderen Fall, dass der       Elektrolyt    die Leitfähigkeit Null hat, das    heisst reines Destillat darstellt, zeigt dann  das     Widerstandsmessgerät    irgend einen, ledig  lich von der     Elektrolyttemperatur    abhängigen       Ausschlag,    der einen der Wirklichkeit nicht  entsprechenden Konzentrationszustand vor  täuschen kann.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist eine Einrichtung zur Prüfung der Leit  fähigkeit von Elektrolyten durch elektrische  Widerstandsmessung, bei der die Berück  sichtigung der     Elektrolyttemperatur    unter  Vermeidung der oben erwähnten Nachteile  erfolgt.

   Bei dieser Einrichtung ist wie bei  den bekannten Einrichtungen ein elektrisches       Widerstandsrnessgerät    vorgesehen, auf dessen  bewegliches Organ mehrere Spulen oder       Spulengruppen    einwirken, von denen eine  Spule oder     Spulengruppe    von einem dem       Elektrolytstrom    proportionalen Strom durch  flossen wird, während gleichzeitig eine andere  Spule oder     Spulengruppe    von einem Strom  durchflossen wird, dessen Einwirkung den  Einfluss von Schwankungen der Elektrolyt  temperatur auf das     DZessergebnis    kompensiert.

    Die Erfindung besteht darin, dass diejenige  Spule oder     Spulengruppe,    deren Einwirkung  den Einfluss von     Schwankungen    der     Elektro-          lyttemperatur    kompensiert, von einem Strom  durchflossen wird, dessen     Einwirkung    dem  Produkt aus dem     Elektroly        tstrom    (J) und  dem Unterschied zwischen einer Bezugstem  peratur (t) und der jeweilig herrschenden       Temperatur        (Q    des Elektrolyten proportional  oder angenähert proportional ist.

   Hierdurch  wird erreicht, dass die der Temperaturän  derung des Elektrolyten entsprechende Aus  schlagänderung des     Widerstandsmessgerätes     nicht nur der     Abweichung    der jeweiligen       Elektrolyttemperatur        (t111)    von der für die  Eichung zugrunde gelegten Bezugstempera  tur (to), sondern auch noch dem     Elektrolyt-          Strom        (,T)    proportional ist.

   Geht zum Beispiel  der     Elektrolytstrom    auf die Hälfte herunter,  so sinkt auch die der Temperaturänderung       (tue    to) des     Elektrolyten    entsprechende Aus  schlagsänderung des     Widerstandsmessgerätes     auf die Hälfte, wenn diese Temperaturän  derung konstant ist.      Da die Abhängigkeit der Leitfähigkeit  der in der Praxis vorkommenden schwach  gesättigten Elektrolyte einem von dem Salz  gehalt sehr stark abhängigen linearen Gesetz  folgt und der Temperaturkoeffizient von der  Konzentration des Elektrolyten praktisch  unabhängig ist, so kann die elektrische. Leit  fähigkeit der elektrolytischen Lösung durch  eine sehr     einfache    Gleichung dargestellt  werden.

   Hat der Elektrolyt bei einer be  stimmten, der Eichung des     Widerstandsmess-          gerätes        zugrunde    liegenden Temperatur (Be  zugstemperatur) to den Widerstand     R",    so  ergibt sich der für eine     von    to abweichende  Temperatur (Wirktemperatur)     tW    ,gültige  Widerstand     R,v    bei den praktisch in Betracht  kommenden Temperaturverhältnissen sehr  angenähert aus der Gleichung (x = Tempe  raturkoeffizient des Elektrolyten):

         R,    =     Ro        #        [I   <I>- x</I>     #        (t,   <I>-</I>     to)].     



  Bleibt beispielsweise die Konzentration des  Elektrolyten konstant und steigt seine Tem  peratur, so erhöht sich auch seine Leit  fähigkeit und täuscht dann infolge der ent  sprechend grösseren Einwirkung auf das zur       Widerstands-    beziehungsweise     Leitfähigkeits-          messung    dienende elektrische Messgerät eine  grössere Konzentration vor, als sie in Wirk  lichkeit vorhanden ist, wenn man nicht durch  irgend eine besondere Massnahme diesen     Tem-          peratureinfluss    berücksichtigt.

   Würde man       zum    Beispiel den Elektrolyten über einen  Strommesser von     vernachlässigbar    kleinem  Widerstand an eine künstlich konstant ge  haltene     Messspannung    E anschliessen, so  würde im Strommesser ein Strom J fliessen,  welcher der jeweiligen Leitfähigkeit     1;R,     proportional ist.

   Die auf das bewegliche  Organ des Strommessers einwirkenden Am  perewindungen     AW   <I>,</I> und somit die Anzeige  dieses Instrumentes, würde dann der Jewei  ligen Leitfähigkeit     1/R,    entsprechen, die  nicht nur von der Konzentration, sondern  auch von der Temperatur abhängt:

    
EMI0003.0027     
    Bei der Einrichtung gemäss der Erfindung  bestehen nun die auf das bewegliche Organ  des     Widerstandsmessgerätes    einwirkenden       Amperewindungen    aus zwei Komponenten       ATYi    und     AW2,    die gegeneinander wirken  und folgender Gesetzmässigkeit entsprechen       AWi-Ci#J     und     ATY2   <I>=</I>     C2        -J-x'-(t"   <I>-to)</I>  worin     Ci,    C2 geeignet bemessene     Proportionali-          tätskonstanten,

      in denen die     Windungszahlen     der wirksamen Spulen oder     Spulengruppen     enthalten sind, J den     Elektrolytstrorxi    und x'  den zur     Kompensation    des     Elektrolyttempera-          turkoeffizienten    dienenden Temperaturkoeffi  zienten (zum Beispiel eines Widerstands  thermometers) bezeichnen.

   Die für die An  zeige des     Messgerätes    massgebenden resul  tierenden     Amperewindungen        AIT    ergeben  sich dann aus der     Beziehung:     
EMI0003.0049     
    Da aber J der Leitfähigkeit     1/R,    proportional  ist, so kann man schreiben:

    
EMI0003.0051     
    Sorgt man bei der Ausführung der     Mess-          einrichtung    durch Wahl entsprechender     Win-          dungszahlen        (const.    C,     const.        C2)    dafür, dass  
EMI0003.0059     
    wird, so gilt  
EMI0003.0060     
    Die für die Anzeige eines solchen Wider  standsrnessgerätes massgebenden resultierenden       Amperewindungen    A W sind also nur noch der  Bezugstemperatur to entsprechenden Leit  fähigkeit 1/R, proportional und daher von  Schwankungen der     Elektrolyttemperatur    un  abhängig.  



  In den beigefügten Abbildungen sind als  Beispiele zwei der Erfindung entsprechende  Einrichtungen schematisch dargestellt, und      zwar ist als     Widerstandsmessgerät    bei dem  Beispiel nach     Fig.    1 ein Strommesser in  Verbindung     finit    einer künstlich konstant ge  haltenen     Messspannung    vorgesehen, während  bei dem in     Fig.    2 wiedergegebenen Beispiel  ein spannungsunabhängig arbeitender     Wech-          selstromquotientenmesser    (zum Beispiel Dreh  eisenquotientenmesser) zur Anwendung ge  langt.  



  In     Fig.    1 stellt     S    die auf das bewegliche  Organ des Strommessers     M    unmittelbar wir  keride     Messwerkspule    (z. B. Drehspule eines  fremderregten, eisengeschlossenen     Elektrody-          namometers)    dar, die in die beiden     Teilspielen          S'1    und     8'2    unterteilt ist.     Züi    der Spule     Si     liegt im     IVTebenschluss    ein     Abgleiehwider-          stand        RN;

      sie ist mit dem zu kontrollierenden       Elektrolytwiderstand    (Elektroden A_ und B)  in Reihe geschaltet, so dass sie von einem  Bruchteil des     Elektrolytstromes    J durch  flossen wird. Die     Amperewindungen        AW        i    der  Spule     Si    sind somit durch die Beziehung  <I>A</I>     W,    =     Ci        #    J gegeben, worin     Ci    eine die  Wendungszahl     ZPi    enthaltende     Proportionali-          tätskonstante    bedeutet.

   Die     Spule    82 ist über  einen ebenfalls     Abgleichszwecken        dienenden          Vorwiderstand        R,    mit einer vom Elektrolyt  strom J durchflossenen     Brückensehaltung     verbunden, die aus den der     Elektrolytternpe-          ratur        t"    ausgesetzten Widerstandsthermo  metern T', T' und aus den konstanten Ver  gleichswiderständen R',     R"    besteht.

   Die       Amperewindungen        r1        W2    der Spule 82 sind  somit durch die Beziehung    <I>-d</I>     W,=C2.J#x'#(t"-to)       gegeben, wenn     C2    eine die. Wendungszahl     W@a     enthaltende     Proportionalitätskonstante,    x' den  Temperaturkoeffizienten der zur Temperatur  kompensation dienenden Widerstandsthermo  meter     T,   <I>T"</I> und     1o    die der     Abgleichung     und Eichung der Einrichtung     zugrunde    lie  gende Bezugstemperatur bedeuten.

   Die für  die Anzeige des Strommessers     Minassgebenden     resultierenden     Amper-ewindungen    A     W    der  Spule     S    ergeben sich dann aus der schon  weiter oben betrachteten Gleichung:  
EMI0004.0061     
    Daraus folgt, dass mit einer nach dem Bei  spiel der     Fig.    1 gebauten     Messeinrichtung    der  Erfindungszweck erfüllt ist.  



  In     Fig.    2 sind     81    und 82 die beiden     Mess-          werkspulen    eines zur spannungsunabhängigen  Widerstandsmessung geeigneten     Quotienten-          messers        Q,    der zum Beispiel als Dreheisen  quotientenmesser mit ringförmigem Dreheisen  ausgebildet sein kann.

   Diese     Messwerkspulen     sind     finit    den Sekundärspulen<B>8,11,</B>     Sn2    zweier  Transformatoren     Ti,        T2    verbunden, und es  sind daher die in den     Messwerkspulen        Si,    82  fliessenden Ströme     Ji,        J2    den auf diese  Transformatoren einwirkenden, resultierenden       Amperewindungen    verhältnisgleich.

   In diesem  Beispiel sind die Spulen     Sxt,        Sb2    über die  festen     Vorwiderstände        Ri,        R2    an die     Mess-          spannung        E    angeschlossen, die hier nicht  konstant zu sein braucht. Die     Amperewin-          dungen        Sxt    und     Sx2    sind somit von dem im  Elektrolyten fliessenden Strom J vollständig  unabhängig.

   Die     Amperewindunden    A     W'1,          AW"i    der vom     Elektrolytstrom    J     durch-          flossenen    Spulen     SUi,    sind diesem Strom  verhältnisgleich. Die Spulen     S'T,        S'v    bilden  mit dem Widerstandsthermometer T' und  dem festen Vergleichswiderstand     R'v    eine Dif  ferentialschaltung; ferner bilden die Spulen       S"T,        S",    mit dem Widerstandsthermometer     T     und dem Vergleichswiderstand     R"v    eine  zweite Differentialschaltung.

   Die beiden  Differentialschaltungen werden vom     Elek-          trolytstrom    J durchflossen und erzeugen eine  sowohl diesem Strom, als auch dem jeweiligen  Temperaturunterschied     (t\.;    - to) proportionale  Stromeinwirkung auf die Transformatoren       Ti    und     T2.     



  Der Wicklungssinn der einzelnen Spulen  und     Spulengruppen    ist in der aus     Fig.2     ersichtlichen Weise so gewählt, das bei stei  gender     Elektrolyttemperatur    die von der  Differentialschaltung ST,     S'v,        T,        R'v    er  zeugten     Amperewindungen        (AIF'2)    den Am  perewindungen der Spule     Smi    entgegenwirken.

        Das gleiche gilt für die     Differentialschaltung          S"T,        S"v,    T",     R"v,    so dass die von dieser  Differentialschaltung erzeugten     Amperewin-          dungen    (A     W"2)    den     Amperewindungen    der  Spule     S#,i2    ebenfalls entgegenwirken.

   Ausser  dem ist der Wicklungssinn der einzelnen  Spulen und     Spulengruppen    der Transforma  toren     Ti,        T2    so gewählt, dass die Wirkungen  der von denselben erzeugten resultierenden       Amperewindungen    sich in bezug auf ihre  Einwirkung auf das bewegliche Organ des       Quotientenniessers        Q    unterstützen, um eine  möglichst hohe Empfindlichkeit der Messung  und die erforderliche Einstellsicherheit dieses       Instrumentes    zu gewährleisten.

   Für die An  zeige des     Quotientenmessers        Q    ist hier auch  der Ausdruck       -f-        AW        ".)     = A     TVi    - A     W2    = A W  massgebend. Die resultierenden     Amperewin-          dungen    A W ergeben sich hier ebenfalls aus  der bereits oben genannten und erläuterten  Gleichung:  
EMI0005.0026     
    Daraus folgt, dass mit einer nach dem  Beispiel der     Fig.    2 gebauten     Messeinrichtung     der     Erfindungszweck    erfüllt wird.  



  Die beschriebenen Einrichtungen ermög  lichen eine sehr genaue und zuverlässige  Durchführung von     Elektrolytmessungen,    da  einerseits das zugrunde liegende Prinzip der  Temperaturkompensation theoretisch ein  wandfrei ist und da anderseits infolge der  günstigen Ausnutzung der zur Verfügung  stehender:     Messenergie    verhältnismässig kraft  reiche Messgeräte für die Widerstandsmessung  benutzt werden können. Steht eine mit Hilfe  bekannter Mittel (zum.

   Beispiel Eisendraht  lampen oder     Spannungskonstanthaltungs-          transformatoren)    künstlich konstant gehaltene       Messspannung    zur Verfügung, so genügt als       Widerstandsmessgerät    ein Strommesser (zum  Beispiel     Drehspul-    oder     Dreheisenstrommesser),     dessen     Messwerkspule    in mehrere Spulen oder       Spulengruppen    unterteilt ist. Benutzt man    ein     Wechselstrommessgerät,    so ergibt sich  der Vorteil bei Netzanschluss, dass Gleich  richter vermieden werden.

   Das Widerstands  messgerät kann hier in jedem Falle als  Anzeige- oder Schreibgerät oder als Bestand  teil einer selbsttätig arbeitenden Regelvor  richtung ausgebildet sein.  



  Die beschriebenen Einrichtungen können  für industrielle Messungen (zum Beispiel  Bestimmung des Kalkgehaltes von Kessel  speisewasser und dergleichen), aber auch für  wissenschaftliche Zwecke wertvolle Anwen  dung finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Prüfung der Leitfähigkeit von Elektrolyten durch elektrische Wider standsmessung mit Hilfe eines Widerstands messgerätes, auf dessen bewegliches Organ zwei Spulen oder Spulengruppen einwirken, von denen eine von einem dem Elektrolyt strom (J) proportionalen Strom durchflossen wird, der 'darin die Amperewindungen - AW=C#J erzeugt, während gleichzeitig die andere Spule oder Spulengruppe von einem Strom durchflossen wird, dessen Einwirkung den Einfluss von Schwankungen der Elektrolyt temperatur auf das Messergebnis kompensiert, dadurch gekennzeichnet,
    dass diese Kompen sationsspule von einem Strom durchflossen ist, dessen Grösse dem Produkt aus dem Elektrolytstrom (J) und dem Unterschied zwischen einer Bezugstemperatur (to) und der jeweiligen Temperatur (t,) des Elektrolyten <I>(AB)</I> mindestens angenähert proportional ist, welcher in der Kompensationsspule die Am perewindungen<I>G</I> # <I>J</I> # <I>x'</I> (t, <I>- to)</I> erzeugt,
    so dass die resultierende Amperewindungs- zahl <I>All' =</I> AYYi <I>-</I> AW2 bei entsprechender Bemessung der den Windungszahlen propor tionalen Konstanten C und C2 nur noch der Leitfähigkeit 1IRo bei der Bezugstemperatur to mindestens angenähert proportional und damit praktisch unabhängig von Schwankungen der Elektrolyttemperatur ist.
CH171765D 1932-06-24 1933-06-22 Einrichtung zur Prüfung der Leitfähigkeit von Elektrolyten durch elektrische Widerstandsmessung. CH171765A (de)

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