CH171848A - Installationsselbstschalter. - Google Patents

Installationsselbstschalter.

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CH171848A
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CH
Switzerland
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lever
switch
pawl
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release shaft
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English (en)
Inventor
Aktieng Siemens-Schuckertwerke
Original Assignee
Siemens Ag
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  • Rotary Switch, Piano Key Switch, And Lever Switch (AREA)

Description


      Installationsselbstsehalter.       Bei den bekannten     Installationsselbst-          scha.ltern,    bei denen hei Überstrom oder       Kurzschluss    oder im Fall eines     Körper-          schlusse#    am Verbraucher die selbsttätige  Abschaltung herbeigeführt wird, werden  zwei     Kniehebelsysteme    verwendet, und die       :\uslösung    erfolgt durch Zurückdrehen     des     Knies eines der beiden Systeme.

   Die Aus  lösezeit solcher Schalter ist     verhältnismässi--          lang,    weil durch das     Zurückdrücken    des in  die eine Endlage durchgedrückten Knies Zeit       verloren    geht,     umsomehr,    wenn ein starker  Gegendruck überwunden werden muss. Es  sind auch Schalter bekannt geworden. die mit  zwei     Kniehebelsystemen    arbeiten und bei  denen das     Auslösen    ohne Zurückdrücken  eines Knies herbeigeführt wird. Bei diesen  Schaltern sind aber zwei Sperrungen an  geordnet. die zeitlich nacheinander in Wir  kung treten, wodurch Zeit verloren geht.

   Bei       Installationsselbstschaltern    tritt die Aufgabe  auf, dass im Fall eines Kurzschlusses im     1\Tetz       die Abschaltung durch den Selbstschalter  früher eintritt als die vorgeschaltete Schmelz  sicherung durchschmilzt. Es werden Aus  lösezeiten verlangt, die unter     l@loo    Sekunde  liegen, um     genfigend    grosse Selektivität zu  erzielen.  



  Die Erfindung bezieht sich auf einen       Installationsselbstschalter    mit zwei     Knie-          hebelsy        stemen,    die im Einschaltzustand  durch eine Sperrung     verklinkt    sind, welche  eine durch     Abfräsen    eines Segmentes an der       Auslösewelle    gebildete Sperrkante besitzt,  auf die sich eine um einen festen Punkt dreh  bare, einen Hebel des einen     Kniehebelsystems     bildende Sperrklinke     stützt.    Die Erfindung  besteht darin, dass die Drehung der Sperr  klinke die Auslösung des Schalters durch  Längsverschiebung der     Kniehebelsysteme    zur  Folge hat.

   Durch diese Anordnung wird  wesentlich an     Auslösezeit    gespart.  



  Der in den     Fig.    1 bis 3 dargestellte       Installationsselbstschalter    ist ein Ausfüh-           rungsbeispiel    der Erfindung. Die     Fig.    4 bis 7  zeigen Einzelteile.  



  Der Schaltmechanismus besteht in an sich  bekannter Weise aus zwei     Kniehebelsystemen     11, 12 und 13, 14, die im Einschaltzustand  des Schalters durch eine Sperrung (Sperr  welle 15 und Sperrklinke 16)     verklinkt    sind,  die von Hand oder selbsttätig ausgelöst wer  den kann.  



  Die Schaltstücke 17, 1,8 befinden sich  zwischen den Schenkeln 19 und 20 von Mag  neten, deren Spulen 21, 22 vom Hauptstrom  durchflossen werden, und sind von Funken  kammern 23 aus keramischem Material um  schlossen.  



  Im Stromkreis jeder Phase ist ein Zwei  metallstreifen 24 eingeschaltet, der bei all  mählich anwachsendem Überstrom sich auf  wärts biegt und die Auslösung der Sperrung  veranlasst.  



  Beim Auftreten eines Kurzschlusses wird  ein Elektromagnet 25 erregt, dessen Anker  26 die Auslösung der Sperrung 15, 16 herbei  führt.  



  Eine andere     Elektromagnetspule    30 ist  einerseits über die Klemme 45 an das Ge  häuse des im Stromkreis des     Schalters    lie  genden Stromverbrauchers, anderseits über  die Klemme 46 an eine Hilfserde angeschlos  sen. In dieser Spule fliesst beim Auftreten  eines Körperschlusses ein Strom, der Elektro  magnet spricht an und löst die Sperrung 15,  1.6 des Schalters aus.  



  Die     Elektromagnetspule    30 kann zum  Zweck der Prüfung, ob sie richtig arbeitet,  durch eine Prüftaste     33    vom Körper des  Stromverbrauchers abgeschaltet und einer  seits über einen     Vorschaltwiderstand    34 nach  einander an die eine oder die andere Phase  des Sockelautomaten angeschlossen und an  derseits an Erde gelegt werden, so     dass    sie  anspricht und die Sperrklinke auslöst.  



  Der Bock 40, an dem die Fehlerspule 30  und alle beweglichen Teile des Schalters ge  lagert sind, die     Schaltstücke    und die Zwei  metallstreifen sind auf einem Sockel 10 an  geordnet; innerhalb dessen die     Blasspulen,     die     Kurzschlussspulen    und die von der Prüf-    taste     bewegte    Umschaltvorrichtung nebst       Vorschaltwiderstand    liegen. Die Klemmen 41  bis 46 des Sockelautomaten sind an den bei  den Stirnseiten des Sockels 10 angeordnet.  



  Der Sockel ist durch eine für sich     plom-          bierbare    Kappe 35 aus Isolierstoff abgedeckt,  aus der der     "Ein"-Knopf    36 und der     "Aus"-          Knopf   <B>37,</B> sowie die Prüftaste     33    heraus  ragen. Die Stirnseiten des Sockels mit den  Klemmen können durch besondere Kappen  38, 39 abgedeckt und plombiert werden.  



  Die Hebel 11     und    12     (Fig.    4 bis 6) bil  den das eine     Kniehebelsystem,    die Hebel 13  und 14 das andere. Der Hebel 11 ist um den       Drehpunkt    51, der Hebel 14 um den Dreh  punkt 55 fest gelagert. Das Gelenk 53 zwi  schen den Hebeln 12 und 13 ist in einer  Kulisse 59 am Stab 5 7 des Einknopfes 36  geführt.  



  In     Fig.    4 ist der Schalter in der Offen  stellung dargestellt.  



  Wird auf den Einknopf 36 gedrückt, so  legt sich die Sperrklinke 16 gegen die Sperr  kante 32 der     Auslösewelle    15.     Damit    ist das  Gelenk 54 zwischen den Hebeln 13 und 14  festgelegt, und der Hebel 13 dreht sich um  das Gelenk 54 als Drehpunkt. Dabei drückt  er den Hebel 12 des fast gestreckten Knie  hebelsystems 1.41, 12 nach oben. Da der Ab  stand a des     Gelenkpunktes    52 von der Ver  bindungslinie der Gelenkpunkte 51, 53 sehr  gering ist, also der Hebelarm, an dem der  Hebel 12 beim Beginn der Einschaltbewegung  wirkt, sehr klein ist, gehört eine verhältnis  mässig grosse Kraft dazu, das Hebelsystem  11, 12 aus seiner Strecklage in die in     Fig.    5  dargestellte Knicklage zu bringen.

   Sobald  die Strecklage etwas überwunden ist, schnellt  das Hebelsystem 11, 12 unter Zusammen  drücken der Feder 58 in die Knicklage, und  der bewegliche Kontakt 17 wird von dem  Hebelarm 56 auf den festen Kontakt 18 ge  drückt. Nun ist die in     Fig.5    dargestellte  Einschaltlage des Schalters erreicht. Das  durch die Hebel 13 und 12 gebildete Knie  ist nach rechts durchgedrückt, so dass der  Schalter in der Einschaltlage verbleibt.

        Das     Offnen    des Sehalters erfolgt durch  Drehen der     Auslösewelle.    Die Drehung kann  von Hand durch Drücken auf den     ,,Aus"-          Knopf    3 7 erfolgen, dessen Stab 60 an     seiner     Stirnseite mit einer Fläche 61     (Fig.    1) ver  sehen ist, die auf die Sperrkante 32 der Aus  lösewelle drückt und diese dadurch dreht.  Die Drehung kann aber auch durch elek  trische Einwirkung auf die     Auslösewelle    er  folgen.

   Wird die Welle durch den Zwei  metallstreifen 24 oder den Anker 26 (in       Fib.    1 und 7) gedreht, so dreht sich die  Kante     32    an der     Sperrklinke    16 vorbei,     und     die Sperrklinke wird ausgelöst. Die Knie  bebelsysteme erfahren nun eine Längsver  schiebung und nehmen die in     Fig.    6 dar  gestellte Lage ein. in der der     Gelenkpunkt    53  in der Kulisse 59 von oben nach unten     be-          -,vegt    worden ist. Die Feder 58 bringt dann  den Schaltmechanismus in die in     Fig.    4 dar  gestellte Lage.  



  Durch die beschriebene Anordnung wird  also erreicht, dass die Einschaltbewegung an  fangs eine grössere Kraftwirkung erfordert,  aber dann das endgültige Einschalten der  Schaltstücke nicht verhindert werden kann,  solange sieh die Sperrklinke gegen die Sperr  kante der     Auslösewelle    15 legt.  



  In     Fib.    7 sind die wesentlichen Teile der       Auslösevorrichtung,    deren Wirken vom Ein  treten     einr-s    Kurzschlusses, vom Anwachsen  des Stromes über einen zulässigen Wert hin  aus und vom Eintreten eines Fehlers     ab-          hängi-;    ist. für sich perspektivisch dargestellt.  



  15 ist ein Teil der     Auslösew        elle.    an der  ein Kreissektor von 181       ausgeselhnitten    ist.  Die an der Kante 32 der Sperrfläche der  Welle 15 anliegende Sperrklinke 16 ist am  Bock 40     gelagert        (Fig.    1). Die     Auslösewelle     ist ebenfalls am Bock 40 gelagert.

   An dem  Teil<B>9-7</B> der     Auslösewelle,    der eine Fort  setzung des     vordern    Teils 15 der Auslöse  welle bildet, ist ein leichter     1VIetallwinkel     angenietet, an dessen Schenkel ?8 eine     Ab-          drüekfeder    31. befestigt ist, die sich gegen  die Wandung des Bockes 40 legt. Auf den       Schenkel    29 des Winkels wirkt die Fahne 47    am Anker 48 der Fehlerspule 30 ein. Wird  der Anker 48 eingezogen, so schlägt die  Fahne 47 gegen den Schenkel 28     und    dreht  damit die     Auslösewelle    15 rechts herum, so       da.ss    die Sperrklinke 16 ihren Halt verliert  und der Schalter ausgelöst wird.

    



  Der Schenkel 29 des Winkels ist seitlich  mit einem Isolierquerbalken 49 versehen.  Auf diesen Schenkel wirken die Zweimetall  streifen 24 ein, wenn sie sieh bei wachsen  dem Überstrom aufbiegen. Der Balken 49  muss elektrisch isoliert sein; weil der Zwei  metallstreifen Strom führt. Auf den Schen  kel 29 wirken aber auch die unter der Wir  kung des Magnetes 2.5 stehenden     Anker    26  ein. Werden diese Anker bei Kurzschluss  eingezogen, so stösst die Verlängerung 50 des  Ankerträgers an den Isolierbalken 49 an und  dreht die     Auslösewelle    15 rechts herum.  



  Da die verschiedenen     Einwirkungen    auf  eine drehrunde     angefräste        Auslösewelle    aus  geübt werden. auf deren Sperrkante 32 sich  die Sperrklinke abstützt, wird die Reibung  zwischen Sperrklinke und Sperrwelle auf ein  Mindestmass herabgesetzt. Ausserdem wird  eine sehr gleichmässige Massenverteilung au  der     Auslösewelle    erzielt, so dass die Welle  ein sehr geringes Widerstandsmoment gegen  Drehung hat und sich also sehr schnell dreht.  



  Es genügt eine sehr geringe Drehung der       Auslösewelle    und demgemäss auch ein ge  ringer Hub des Ankers 26 dazu, die Sper  rung auszulösen. Dabei kann der Druck  der Sperrklinke auf die     Sperrkante    er  heblich sein. Er wird leicht     überwun-          den,    da es sich bei der Welle um eine       Tangentialbewegung        mit    kleinem Hebel  arm handelt. Erschütterungen, denen der  Schalter ausgesetzt wird, sind ohne     Eiafluss     auf die Auslösung, da sie eine Drehung der       Auslösewelle    nicht herbeiführen können.

      Die geringen     Massen    der     Kniellebel-          systeme    werden beim Auslösen der Sperrung  15, 16 durch den Rückdruck der auf den  Hebel 56 wirkenden Federn der     Schaltstücke     17 mit sehr grosser Geschwindigkeit in der  Längsrichtung verschoben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜreg: tnstallationsselbstschalter mit zwei Knie hebelsystemen, die im Einschaltzustand durch eine Sperrung verklinkt sind, welche eine durch Abfräsen eines Segmentes an der Aus lösewelle gebildete Sperrkante besitzt, auf die sich eine um einen festen Punkt dreh bare, einen Hebel des einen Kniehebel systems bildende Sperrklinke stützt, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehung der Sperr klinke die Auslösung des Schalters durch Längsverschiebung derKniehebelsysteme zur Folge hat.
    UNTERANSPRUCH Installationsselbstschalter nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein bei Kurzschluss angezogener Anker und ein bei Erreichung eines bestimmten Überstromes sich aufbiegender Zweimetallstreifen die Aus lösewelle mittelst eines an ihr angebrachten Hebels drehen kann.
CH171848D 1933-02-25 1933-12-30 Installationsselbstschalter. CH171848A (de)

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DE171848X 1933-02-25

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CH171848A true CH171848A (de) 1934-09-15

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CH171848D CH171848A (de) 1933-02-25 1933-12-30 Installationsselbstschalter.

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE873716C (de) * 1940-04-16 1953-04-16 Stotz Kontakt Gmbh Ein- oder mehrpoliger Kleinselbstschalter
DE760941C (de) * 1937-08-27 1953-06-29 Siemens Schuckertwerke A G UEberstromschalter
DE888881C (de) * 1940-03-23 1953-09-07 Stotz Kontakt Gmbh Installations-Selbstschalter
DE755541C (de) * 1939-10-08 1953-10-05 Sachsenwerk Licht Und Kraft A Kurzschlussfortschaltvorrichtung

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