CH171862A - Vakuumdicht geschlossene Kohlenbogenlampe. - Google Patents

Vakuumdicht geschlossene Kohlenbogenlampe.

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CH171862A
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F Patent-Treuhand-Gesellschaft
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Patent Treuhand Ges Fuer Elektrische Gluehlampen Mbh
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      Yakaumdicht    geschlossene Kohlenbogenlampe.    ES sind bereits Kohlenbogenlampen     mit          Quecksilberbodenkörper    -bekannt, die entweder  luftleer oder mit indifferenten Gasen, wie       Stickstoff    oder Edelgasen, gefüllt oder auch  nur in der Weise abgedichtet sind, dass zwar  der Austritt von Quecksilberdämpfen, nicht  <I>aber</I> der Zutritt von Luft     verhindert    wird.

    Diese Lampen erhalten durch das     beim    Lam  penbetrieb verdampfende Quecksilber ein für  viele Sonderzwecke brauchbares Spektrum  bei gleichzeitiger Erhöhung der Lichtausbeute  und     Zurückdrängung    des     Elektrodenabbran-          des.    Dennoch vermochten sich derartige  Lampen bisher in der Praxis nicht durchzu  setzen, weil selbst bei Verwendung weit  gehend entgaster Elektroden sich schon nach  sehr kurzer     Betriebsdauer    ein störender, licht  absorbierender Beschlag am Lampengefäss  einstellte.  



  Diese     unerwünschte        Beschlagbildung        lässt     sich vermeiden, wenn bei einer vakuumdicht  geschlossenen Kohlenbogenlampe mit     queck-          silberbodenkörper        erfindungsgemäss    eine sauer-         stoffhaltige        stickstofffreie    Gasfüllung, zum  Beispiel reiner Sauerstoff oder stickstofffreie,  sauerstoffhaltige Gase, vorzugsweise reines       Kohlendioyd    oder reines Kohlenmonoxyd  oder Gemische beider, verwendet wird.

   Die  Erklärung für die selbst nach einer Betriebs  dauer von tausend Stunden nicht     eintretende          Beschlagbildung    dürfte darin zu suchen sein,  dass zwischen dem Kohlenstoff der     Elektroden     und den Füllgasen ein Prozess' eintritt, der       sehr    schnell zu einem dynamischen Gleich  gewicht aus durchweg umkehrbaren     Reaktio-          iten    führt.

   Die Einstellung des dynamischen  Gleichgewichtes wird hierbei offenbar durch  die Anwesenheit der schweren Quecksilber  dampfatome ausserordentlich     begünstigt.    Aus  den gleichen Gründen wird gleichzeitig mit  der Verminderung einer     Beschlagbildung     auch ein     Abbrand    der Kohleelektroden prak  tisch ausgeschlossen.  



  Um bei elektrischen Leuchtröhren mit  zur Lichtausstrahlung angeregter     Füllung     aus Kohlenmonoxyd oder Kohlendioxyd ein           weisser    erscheinendes Licht zu erzielen. hat man  schon vorgeschlagen, das bei derartigen Röh  ren ständig zur Aufzehrung gelangende,  meist nur unter einem Druck von Bruchteilen  eines Millimeters stehende Gas aus solchen  mit einer oder auch zwei     Kohlenelektroden     zusammenwirkenden     Oxydelektroden    zu ent  wickeln, die bei der Erhitzung gleichzeitig  auch etwas Metalldampf abspalten.

   Bei der  Lampe nach der Erfindung finden demgegen  über, wie bei Kohlenbogenlampen üblich, nur       Kohlenelektroden    Anwendung, zwischen denen  sich zufolge eines im Lampengefäss unter  gebrachten     .Quecksilberbodenkörpers    ein ein  geschnürter Quecksilberlichtbogen ausbildet.  Das vornehmlich zum Zwecke der Beschlag  verhinderung verwendete, schon vor der In  betriebnahme der Lampe in dieser     vorhandene          Füllgas    steht hierbei zudem unter einem  derartigen Druck, dass eine     Gasnachspeisun     während -des     Lampenbetriebes    nicht erforder  lich ist.  



  Der Druck des Anwendung findenden  Füllgases     richtet    sich nach der Länge des  herzustellenden Lichtbogens. Für die Her  stellung von Lichtbögen, deren Länge 10 cm  und mehr beträgt, hat es sich als vorteil  haft erwiesen, ein Füllgas zu verwenden, das  unter einem Kaltdruck von 5 bis 50 mm steht.  



  Die Elektroden der Lampe werden zweck  mässig, wie an sich bekannt, weitgehend ge  reinigt. Als besonders vorteilhaft hat sich  ein Ausglühen der     Elektroden    in einer Atmo  sphäre von     Tetrachlorkohlenstoff    bei etwa  2200   C und nachfolgende     Graphitieiling     der Elektroden in Wasserstoff bei etwa  3000   C     erwiesen,    da bei derartiger Her  stellung der Kohleelektroden mit Sicherheit  ein Verunreinigen der Gasfüllung und Zer  stäuben der Elektroden verhindert wird.

   Die  Anordnung der Elektroden, die Form des  Lampengefässes, die     Zündvorrichtungen    und  sonstigen Betriebseinrichtungen der neuen  Lampe können im übrigen beliebig sein; ins  besondere kann man für die Lampe alle die  jenigen Einrichtungen verwenden, die ent  weder von offenen Kohlenbogenlampen oder    von geschlossenen Leuchtröhren her bekannt  sind.  



  Besondere Vorteile der neuen Lampe sind  die hohe Leuchtdichte des eingeschnürten  Lichtbogens, seine an Tageslicht heran  reichende Farbe, die durch die Überlagerung  eines fast kontinuierlichen Spektrums mit  einem Linienspektrum zustande     kommt,    so  wie sein Gehalt an     aktinischem    und ultra  violettem Licht, der die Lampe für viele       Sonderzwecke,    wie zum Beispiel auf dem Ge  biete des Fernsehens, brauchbar macht. Ein  wichtiger betriebstechnischer Vorteil ist auch  das ruhige Brennen des Lichtbogens bei gro  sser Bogenlänge.  



  Eine stärkere     Einschnürung    des Licht  bogens und damit eine noch höhere     Leuelit-          dichte    wird erzielt, wenn die Gasfüllung  noch Wasserstoff in Mengen bis etwa<B>50%</B>  enthält. An Stelle von Wasserstoff können  aber auch solche wasserstoffhaltigen Gase  oder Dämpfe zugesetzt werden, die nur aus  Wasserstoff und Kohlenstoff oder Wasser  stoff und Sauerstoff oder Wasserstoff, Koh  lenstoff und Sauerstoff bestehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vakuumdicht geschlossene Kohlenbogen lampe mit Gasfüllung und Quecksilber bodenkörper, gekennzeichnet durch eine sauer- stoffhaltige, stickstofffreie Gasfüllung. UNTERM SPRüCHE 1. Kohlenbogenlampe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gas füllung aus reinem Sauerstoff besteht. 2. Kohlenbogenlampe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gas füllung aus reinem Kohlendioxyd besteht. 3. Kohlenbogenlampe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gas füllung aus reinem Kohlenmonoxyd be steht. 4.
    Kohlenbogenlampe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gas füllung aus einem Gemisch von reinem Kohlendioxyd und reinem Kolenmonoxyd besteht. 5. Kohlenbogenlampe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die sauer stoffhaltige Gasfüllung noch Wasserstoff enthält. (3. Kohlenbogenlampe nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass die sauer stoffhaltige Gasfüllung noch solche was serstoffhaltigen Dämpfe enthält, die nur aus Wasserstoff und Kohlenstoff be- stehen. 7. Kohlenbogenlampe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die sauer stoffhaltige Gasfüllung noch solche was serstoffhaltigen Gase enthält, die nur aus Wasserstoff und Sauerstoff bestehen. B.
    Kohlenbogenlampe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die sauer- stoffhaltige Gasfüllung noch solche was serstoffhaltigen Dämpfe enthält, die nur aus Wasserstoff, Kohlenstoff und Sauer stoff bestehen. 3. Kohlenbogenlampe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kohlen elektroden durch Ausglühen in einer Atmosphäre von Tetrachlorkohlenstoff bei etwa 2200 C und nachfolgendes Gra- phitieren in Wasserstoff bei etwa 3000 " C weitgehend entgast und von Fremdstoffen befreit sind.
CH171862D 1932-12-27 1933-11-11 Vakuumdicht geschlossene Kohlenbogenlampe. CH171862A (de)

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