Elektrische Leuchte. Für Dekorationszwecke und auch als Blickfang werden neuerdings in Schaufenstern und Verkaufsräumen vielfach elektrische Ständerleuchten verwendet, die aus einer von einem aufstellbaren Fussgehäuse ausgehenden elektrischen Leuchtröhre bestehen. In dem Fussgehäuse sind hierbei die Elektroden gefässe und gegebenenfalls auch die zum Röhrenbetrieb dienenden Tra.nsformations- geräte untergebracht.
Die Erfindung bezweckt, die Dekorations- und Blickfangwirkungdieser Leuchten durch die bereits vorgeschlagene Verwendung meh rerer verschiedenfarbiger Leuchtröhren zu steigern und dabei gleichzeitig die mit der Verwendung von mehr als einer elektrischen Leuchtröhre auftretenden Schwierigkeiten in der Unterbringung der Elektrodengefäss'e zu vermindern. Insbesondere soll erreicht wer den, dass auch für Leuchten, die aus meh reren Leuchtruhren bestehen, die üblichen zweipoligen Fussgehäuse verwendet werden können,
die für einfarbige Leuchten benutzt werden.
Zu diesem Zwecke wird bei der elektri schen Leuchte nach der Erfindung von zwei verschiedenfarbigen elektrischen Leuchtröh ren jeweils nur ein Elektrodengefäss im rcuss- geh5,use untergebracht. Die andern Elektro- dengefässe werden dagegen, indem die Leucht röhren hintereinander geschaltet werden, in einem von den Röhren selbst getragenen Ver bindungsstück angeordnet, so dass die Hinter einanderschaltung der Leuchtröhren durch ihre andern Elektroden nicht erkennbar ist.
Ein besonders wirkungsvolles Aussehen der neuen Leuchte kann hierbei dadurch zustande kommen, wenn die beiden verschiedenfarbi gen Leuchtröhren ganz oder zum Teil schrau benförmig miteinander verdrillt werden, wo bei in beiden gesondert mit Elektroden aus- gestatteten Röhren verschiedenfarbige Ent ladungen hervorgerufen werden.
Auf der Zeichnung sind in den Abb. 1 bis 8 mehrere Ausführungsbeispiele von ge mäss ider Erfindung ausgebildeten elektrischen Ständerleuchten in Ansicht dargestellt, bei denen das von den Leuchtröhren selbst ge tragene Verbindungsstück aus einem die hintereinander geschalteten Elektrodengefässe aufnehmenden kapsel- bezw. kugelförmigen Gehäuse besteht.
Die in Abb. 1 dargestellte elektrische Ständerleuchte besteht aus einem den Fuss der Leuchte bildenden zylindrischen Gehäuse 1, auf dessen Deckfläche zwei Rohransätze 2, 3 zur Unterbringung der Elektroden 4, 5 von zwei hochstrebenden und dicht anein ander liegenden verschiedenfarbigen elektri schen Leuchtröhren 6, 7 angebracht sind. Die an den obern Enden der beiden Leucht röhren angebrachten Elektroden 8, 9 sind in einem von den beiden Leuchtröhren getrage nen kapselförmigen Gehäuse 10 unter gebracht.
Die beiden Elektroden 4, 5 sind durch Drähte 11, 12 mit der Sekundärwick- lung eines im Gehäuse 1 untergebrachten Streufeldtransformators 13 verbunden, dessen Primärwicklung an die in das Gehäuse ein tretenden Leitungen 14, 15 angeschlossen ist. Die beiden Elektroden 8, 9 sind durch einen Draht 16 miteinander verbunden, so dass beide verschiedenfarbigen Leuchtröhren 6, 7 hintereinander geschaltet sind.
Am Gehäuse 1 ist endlich noch ein den untern, wagrecht ver laufenden Teil,der beiden Leuchtröhren über deckendes, gebogenes Metallblech 17 befestigt, auf welchem zur Schau zu stellende Gegen stände aufgestellt werden können. Eine der beiden Leuchtröhren kann beispielsweise durch Verwendung einer Neonfüllung rot leuchtend und die andere Leuchtröhre durch Verwendung einer Füllung aus Neon, Argon und Quecksilber blauleuchtend oder bei gleich- zeitigerVerwendung eines braunen oder grünen Glasgefässes grünleuchtend sein. Die beiden elektrischen Leuchtröhren können aber auch bei Verwendung anderer Füllungen noch an dersfarbig erscheinen.
Das den Fuss bildende Gehäuse 1 und das zusätzlich vorgesehene kleine Gehäuse 10 können aus Metall, aber auch gegebenenfalls aus Isolierstoff be stehen.
Die Ständerleuehten nach den Abb. 2 und 3 haben im wesentlichen die gleiche Aus bildung, nur dass in diesem Falle die wieder um dicht aneinander liegenden Leuchtröhren 6, 7 etwas anders gebogen sind und das vor, den beiden hintereinander geschalteten, ver schiedenfarbigen elektrischen Leuchtröhren getragene kleine Gehäuse 10 kugelförmig ge staltet ist. Auch bei diesen beiden Ständer leuchten sind am Fussgehäuse 1 besondere Bleche 17 zur Aufstellung von irgendwelchen Gegenständen angebracht, obwohl die zur Schau zu stellenden Gegenstände gegebenenfalls auch unmittelbar an den Leuchtröhren be festigt oder aufgehängt werden können.
Bei der Ständerleuchte nach der Abb. 4 sind -die beiden hochstrebenden elektrischen Leuchtröhren schraubenförmig miteinander verdrillt. In den beiden Röhren 18, 19 wer den durch Vorsehung geeigneter Füllungen ebenfalls verschiedenfarbige Entladungen her vorgerufen.
Die sich an die untern Röhren enden anschliessenden Elektroden 4, 5 sind sind wiederum in Rohransätzen 2, 3 des F üss- gehäuses 1 und die sich an die obern Röhren enden anschliessenden Elektroden 8, 9 in einem von den Röhren getragenen kugel förmigen Gehäuse 10 untergebracht. Aucb diese beiden Elektroden 8, 9 sind unterein ander durch einen Draht 16i verbunden, so dass' die Entladungen in den beiden Röhren ebenfalls hintereinander geschaltet sind.
Bei der Ständerleuchte nach Abb. 5 stre ben,die vom Ständerfuss 1 ausgehenden Teile der zwei Leuchtröhren 6, 7 aufwärts, wäh rend ihre obern, nach abwärts gerichteten En den 20, 21 miteinander verdrillt sind. Es ist also in diesem Falle nur ein Teil der bei den Röhren 6 und 7 miteinander verdrillt. Auch hierbei sind die an die beiden Röhren 20, 21 angeschlossenen Elektroden 8, 9 in in einem kugelförmigen, Gehäuse 10 unter gebracht und durch einen Draht 16 elektrisch leitend miteinander verbunden.
Das Gehäuse kann noch zusätzlich, wie dargestellt, durch <B>S</B> einen vom Fussgehäuse 1 hochstrebenden Stab 22 gestützt werden.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 6 finden zwei Röhren 6, 7 Anwendung, die zur Darstellung des bekannten Äskulap-Zeichens ineinandergeschlungen sind. Das die beiden obern Elektroden aufnehmende Gehäuse 10 hat eine zur Ergänzung des Zeichenbildes dienende Gestalt und kann zweckmässig einen mit ider Leuchtfarbe der Röhre 6 über einstimmenden Farbanstrich, .etwa bei grü ner Röhre 6 einen grünen Farbanstrich, er halten.
Bei der Ständerleuchte nach den Abb. 7 und 8 sind die beiden verschiedenfarbigen, vom Fussgehäuse 1 hochstrebenden Leucht röhren 6, 7 ebenfalls in eigenartiger Weise ineinandergeschlungen. Während bei der Ständerleuchte nach Abb. 7 das die obern Elektroden 8, 9 enthaltende Gehäuse 10 von den obern Rohrenden vollkommen eingeschlos sen ist, ist bei der Ständerleuchte nach Abb. 8 das kleine Gehäuse 10 freistehend über den Röhrenenden angeordnet,
so dass es einen obern Abschluss der einen globusartigen Ein druck erweckenden Ständerleuchte bildet. Zur Aufstellung von Gegenständen kann zwischen den Röhren 6, 7, wie in Abb. 7 ge zeigt, eine Platte 23 angeordnet sein, die auf einem vom Fussgehäuse 1 ausgehenden Stab 24 befestigt ist.
Die Gestalt des Fussgehäuses 1 der beiden verschiedenfarbigen Leuchtröhren und des die obern Elektroden enthaltenden kleinen Zu satzgehäuses kann eine mannigfach andere sein. Das Fussgehäuse 1 kann, wenn die bei den hintereinander geschalteten Röhren schon an Netzspannung zünden, wie dies beispiels weise bei Verwendung von Glühelektroden der Fall ist, statt zur Unterbringung von Transformationsgeräten nur zur Unterbrin gung von Vorschaltwiderständen dienen.
Ge gebenenfalls können die Transformations- oder Vorschaltgeräte aber auch ausserhalb der Leuchte aufgestellt werden. Die Leuchten können, statt aufgestellt, auch mit dem Fuss gehäuse nach oben aufgehängt werden oder endlich auch mit dem Fussgehäuse an einer Seitenwand befestigt werden, so dass sie dann nach Art eines Leuchtarmes wirken.