CH172305A - Gliederheizkessel. - Google Patents

Gliederheizkessel.

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CH172305A
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Mueller Georg
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  • Solid-Fuel Combustion (AREA)

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  Gliederheizkessel.    Die     Erfindung    bezieht sich auf einen       s    Fliederheizkessel mit vorgebautem Füll  schacht und Einführung vorgewärmter Zu  satzluft gegenüber einer in den Feuerraum  eingebauten     Feuerbrüclke    und ist     bestimmt.     die Verbrennung auch von geringwertigem  Brennstoff, besonders Rohbraunkohle, in     voll-          kommenererWeise    als bisher, auch ohne sach  kundige     Bedienung    zu ermöglichen.  



  Die Erfindung besteht darin, dass die       Feuerbrücke    den Feuerraum unterteilend in  ihn hineinragt, das Ganze derart, dass die  vollständige Verbrennung der Feuergase bei  freier Flammenentfaltung oberhalb der       Feuerbrücke    in der geräumigen     Nachver-          brennungskammer        stattfindet.    Die weit in  den     Verbrennungsraum    ragende Feuerbrücke  besitzt den Vorzug, dass ihre untere Seite als  Zündgewölbe für die     Schwelgase    und schwer  anbrennenden Brennstoffe dient,

   ihre als       Strahlfläche    wirkende Oberfläche dagegen  die vollständige Verbrennung der Feuergase  in der über dem     Feuerraum    liegenden Nach-         brennkammer    begünstigt, während die durch  die Feuerbrücke erzeugte     Einsehnürung        eint          Wirbelung    der Feuergase hervorruft die das  Mischen der Feuergase mit der Zusatzluft       begenstigt.     



  In     Fig.    1 der Zeichnung ist ein Ausfüh  rungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes  dargestellt.  



  Der Brennstoff rutscht aus dem den Kes  selgliedern vorgebauten Füllschacht A auf  den Schrägrost R, über welchem die aus  feuerfesten Steinen gebildete Feuerbrücke F  eingebaut ist. Gegenüber der Feuerbrücke  wird die Zusatzluft eingeführt, die sich beim       Aufsteigen    zwischen den heissen Kessel  gliedern in bekannter Weise vorwärmt.

    Durch die weit in den     Feuerraum    frei hin  einragende Feuerbrücke wird eine     Einschnü-          rung    des Feuerraumes erzielt, die eine gründ  liche     Durchwirbelung    der Verbrennungsgase  mit der Zusatzluft ermöglicht.

       Die    aus feuer  festen, von dem     Feuerraum    aus einsetzbaren  und durch Rasten an den     Kesselgliedern    ge-      halteneu Formsteinen ausgeführte Feuer  brücke hat     ferner    den Zweck, wie ein     Zünd-          gewölbe    infolge ihrer hohen Temperatur und       Wärmeausstrahlunb    den in den untern  Feuerraum hineinrutschenden Brennstoff  möglichst weitgehend zu entgasen und zu  entzünden. Durch die hohe Temperatur an  der     Lufteinführungsstelle    führt ,sie ausser  dem eine Verbrennung der noch uriverbrann  ten     Rauchgasteilchen    herbei.

   In dem über  der Feuerbrücke befindlichen freien Kessel  raum ist eine unbehinderte Flammenentwick  lung möglich. Durch die zwischen den     Heiz-          gliedern    liegenden schmalen Kanäle     h     strömen die Heizgase in den tief gelagerten  gemeinschaftlichen Abzugskanal G und  geben auf ihrem Wege die in ihnen enthal  tene Wärme grösstenteils an die     Kesselurände     ab. Von dem Rost R gelangt die Asche auf  den Staurost     S',    von da in den     Aschenkasten.     



  Eine vollkommene     Verbrennung    der  Rauchgase wird durch die richtig bemessene  Zuführung von Zusatzluft gegenüber der  Feuerbrücke im Verhältnis zu der durch den  Rost strömenden     Hauptverbrennungsluft    er  reicht. Die Regelung der Erstluft erfolgt,  durch die Klappe L der Aschenkammer und  diejenige der Zusatzluft durch die in dem  Luftkanal angeordnete Klappe     L'.    Die bei  den Luftklappen können durch einen ge  meinschaftlichen Thermostaten geregelt wer  den, und zwar so, dass sich das Verhältnis  von Erstluft zur Zusatzluft auf ein be  stimmtes Mass einstellen lässt und während  der Regelung durch den Thermostaten un  verändert bleibt.  



  Weitere Ausführungsformen des Kessels  zeigen die     Fig.    2 und 9. Hier ist an Stelle  der ganz frei schwebenden Feuerbrücke eine  beiderseits gelagerte Feuerbrücke angeordnet,  wobei an der     Eintrittsseite,der    Zusatzluft ein       genügend    freier     Querschnitt    für den Durch  tritt der Verbrennungsgase belassen ist.  



       Fig.    2 stellt einen senkrechten Quer  schnitt dieser     Ausführungsform    des Kessels  dar. Die Feuerbrücke f ist an ihrem untern  Ende mit Schlitzen s für den Durchtritt der    Erstluft     versehen.    Die Platte ruht auf  Rasten r, die an den Innenwänden des Kes  sels angebracht. sind, beiderseits auf;       Fig.    3 stellt einen teilweisen     wagrechten     Querschnitt durch den Kessel nach der Linie        -ti    in     Fig.    2 dar;       Fig.    4, 5 und 6 zeigen verschiedene Aus  führungsbeispiele der Feuerbrücke.

   Bei die  sen Beispielen besteht die Feuerbrücke aus  einzelnen Steinen p, die aneinander gereiht  den vordern Teil des Feuerraumes vollstän  dig abdecken und im hintern Teil     gegei:über     dem Lufteintritt die     schlitzartigen    Öffnun  gen s bilden;

         Fig.    7 und 8 zeigen im     Grund-'und    Auf  riss eine Ausführungsart, bei der eine     Anzahl          prismenförmiger    Langsteine p auf den  Rasten r ruht, wobei im vordern Teil der  Brücke     Abdecksteine        p'    auf den Langsteinen  aufliegen, während im     hintern    Teil der  Brücke Schlitze für den Durchtritt der  Feuergase und der Zusatzluft     freigelassen     sind;

   ,       Fig.    9 zeigt ein Beispiel, bei dem die       Feuerbrücke    nicht. die ganze Breite des  Feuerraumes einnimmt, und die Rasten der       1lesselglieder    für die Feuerbrücke an der  Eintrittsseite der Zusatzluft genügend weit  ausladen.  



  Die Zusatzluft kann, wie gezeichnet.       oberhalb    der Feuerbrücke eingeführt werden.  Es ist aber auch möglich, die Eintrittsstelle  für die Zusatzluft unterhalb der Feuerbrücke  oder auf gleicher Höhe vorzusehen.  



  Eine weitere     Ausfiihrungsform    des Glie  derkessels zeigen die     Fig.    10 bis 12.  



       Fig.    1,0 stellt einen     senkrechten    Quer  schnitt durch -den Kessel und     Fig.    11 einen       wagrechten    Schnitt durch den Feuerraum  dar. Aus     Fig.    11 ist die     trapezförmige    Ge  stalt der Kesselglieder an der Einführungs  seite des Brennstoffes und die Anordnung der       Roste    zu erkennen;     Fig.    12 ist ein Quer  schnitt durch die den Rost r tragenden  Gliederteile.  



  Aus dem Füllschacht     S    gelangt der  Brennstoff seitlich     zwischen    den einzelnen           Gliedern    G des Kessels hindurch in den  Feuerraum, wobei eine Überlagerung des       l@'euers    durch den Brennstoff vermieden  wird. Zwischen den verhältnismässig schma  len wasserführenden Gliedern G ist genügend  Platz für den Durchtritt. des     Brennstoffes          eorhanden.    Vorzugsweise besitzen die Glie  dereinen sich von dem Bunker zur Feuerung  %e     rjüngenden    Querschnitt     (Fig.    11).  



  Um bei grösserer Brennstoffhöhe des       Feuers    eine ausreichende Luftzufuhr zu     ge-          währleisten,    sind zwischen den Gliedern G  Rostplatten P angeordnet, deren Neigung  grösser ist als der Böschungswinkel des  Brennstoffes, so dass die bei     wagrechten     oder     schwächer    geneigten Platten eintretende  Ablagerung von feiner Asche verhindert und  dadurch die Zuführung der Verbrennungs  luft nicht behindert wird.

      Unterhalb der     lIostplatten    P befindet sich  der eigentliche Rost     B,    der einesteils durch       .die    untern Teile der Kesselglieder und an  dernteils durch zwischengelegte Roststäbe     r     -bildet wird. Die. Roststäbe können auch       an    die Glieder angegossen sein. Die zwischen  gelegten Roststäbe sind leicht beweglich     an-          Olcordnet,    damit durch Rütteln eine     Ent-          aschung    oder durch weiteres     Herausziehen     eine Abfuhr von Schlacke und Asche in den       .\schenraum    bewirkt werden kann.

   Die     Stäbe     können sowohl einzeln nach Öffnung der  Feuertür von Hand gerüttelt werden, oder  gemeinsam ohne Öffnen der Feuertür von  aussen her zum Beispiel     mittelst    einer       Noekenwelle.    Die Roststäbe sind der Art       der-    verwendeten Brennstoffe entsprechend  gestaltet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gliederheizkessel mit vorgebautem Füll schacht und Einführung vorgewärmter Zu satzluft gegenüber einer in den Feuerraum eingebauten Feuerbrücke, dadurch gekenn zeichnet, dass die Feuerbrücke, den Feuer raum unterteilend, in ihn hineinragt, das Ganze derart, dass die vollständige Verbren nung der Feuergase bei freier Flammenent- faltung oberhalb der Feuerbrücke in der ge räumigen Nachverbrennungskammer statt findet.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Gliederheizkessel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass :die von dem Feuerraum aus einsetzbaren Feuer brückensteine in ihrer Gebrauchslage durch Rasten an den Kesselgliedern fest gehalten werden. 3. Gliederheizkessel nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die den Feuerraum unter teilende Feuerbrücke an beiden Enden auf Rasten der Kesselglieder aufruht und an der Eintrittsseite für die Zusatzluft. genügend freien Raum für den Durch tritt der Verbrennungsgase belässt. 3.
    Gliederheizkessel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die den Feuerraum unterteilende Feuerbrücke aus einzelnen, im Abstand voneinander verlegten Langsteinen besteht, die an ihren der Eintrittsstelle für die Zusatz luft abgekehrten Enden durch eine Platte abgedeckt sind. Gliederheizkessel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Feuer brücke aus mehreren aneinander gereih- ten Plattenteilen besteht und an der Ein trittsseite für die Zusatzluft mit Spalten (s) für den Durchtritt der Verbren nungsgase versehen ist. 5.
    Gliederkessel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss die Rasten der Kesselglieder, welche an der Ein trittsseite für die Zusatzluft zum Halten der Feuerbrücke in den Feuerraum hin einragen, zwischen sich einen Raum für den Durchtritt der Verbrennungsgase freilassen. 6. Gliederheizkessel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Brenn stoff aus dem Füllschacht zwischen den einzelnen wasserführenden Kesselglie dern hindurch in den Feuerraum ein geführt wird. 7.
    Kessel nach Patentanspruch und Unter anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kesselglieder an der Einführungs stelle des Brennstoffes einen sich vom Füllschacht zur Feuerung verjüngenden, trapezförmigen Querschnitt besitzen. -- B. Kessel nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 6 und 7, dadurch gekenn zeichnet, dass der Rost zwischen den ein zelnen wasserführenden Kesselgliedern angeordnet ist, derart, dass die wasser führenden Glieder als Rostträger dienen.
CH172305D 1932-06-25 1933-06-22 Gliederheizkessel. CH172305A (de)

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