Vorrichtung zur Verbindung von Teilen insbesondere aus Holz. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verbindung von Teilen insbesondere aus Holz. Sie ist gekennzeichnet durch in die zu verbindenden Teile eingewalzte, aus zy lindrischen Schraubenfedern bestehende Ge winde und durch mit Gegengewinde ver sebene Metallteile, welche dazu bestimmt sind, die eingewalzten Gewinde zu verbinden und d;imit die zu verbindenden Teile zusam- rnenzubalten.
Eine besonders gebräuchliche Ausführungs- furrn einer Vorrichtung zur Verbindung ge mäss der Erfindung von Teilen besteht dar in, dass für Teile, bei denen die Schrauben federn als Innengewinde verwendet sind, als Verbindungsorgan ein Metallnippel mit ent sprechenden Endgewinden dient.
Für Teile, bei denen die Schraubenfedern als Aussengewinde verwendet sind, beispiels weise zur Verbindung von Holzstangen, dient als Verbindungsorgan zweckmässig eine an sich bekannte Metallmuffe mit entsprechendem Innengewinde. 'weben diesen beiden hauptsächlichen Aus führungsarten sind auch andere Ausführungs arten denkbar. Die Hauptsache ist stets nur die Bedingung, dass die untereinander zu ver bindenden Teile als Gewinde auf- oder ein gesetzte Schraubenfedern besitzen, und dass als Verbindungsorgan ein fester ' Metallteil mit entsprechenden Gewinden dient.
Mit der Vorrichtung gemäss der Erfindung kann auf einfachste Weise eine in der Si cherheit nicht stark von dem Material der zu verbindenden Teile abhängige, einfache Verbindung geschaffen werden. Bei Anwen dung eines genügend feinen Gewindes ist es möglich, die zu ,verbindenden Teile unter Anzug so gegeneinander zu drehen, dass beide Teile in bestimmte gegenseitige Stellungen gebracht werden können.
Im Gegensatz zu den bereits bekannten Drahtgewinden, die lose ohne jede Befesti gung in die Bohrungen etc. eingelegt wer den, eignet sich die Erfindung auch für Ver bindungen, die oft gelöst und wiederherge stellt werden müssen, da sich die einmal festgelegten Gewinde im Gegensatz zu den bekannten beim Auseinanderschrauben nicht lösen.
Die Zeichnung veranschaulicht die Erfin dung in zwei Ausführungsbeispielen nebst einigen Hilfsmitteln zum Anbringen der Ge winde.
Abb. 1 zeigt die Verbindung zweier Teile durch Nippel; Abb. 2 zeigt die Verbindung zweier Holzstangen; Abb. 3 und 4 zeigen die Schraubenfeder für ein Innengewinde in Seitenansicht und Draufsicht; Abb. 5 und 6 sind eine Seitenansicht und eine Draufsicht einer zur Festlegung des Anfangs der Innen gewindeschraubenfeder in der Bohrung z. B.
des Holzteils dienenden Vorrichtung, und Abb. 7 ist ein Schnitt nach VII-VII der Abb. 6; Abb. 8 und 9 zeigen eine Vorrich tung zum Einlassen der Schraubenfeder in die Wand der Bohrung des Teils in Seiten ansicht und Vorderansicht; Abb. 10 und 11 veranschaulichen in Seitenansicht und Drauf sicht eine als Bolzengewinde dienende Schrau benfeder;
Abb. 12, 13 und 14 sind eine Stirn ansicht, eine Draufsicht, sowie eine in Rich tung des Pfeils XIV nach Abb. 13 gese hene Seitenansicht der zur Festlegung des Anfangs der Schraubenfeder auf einem Holz zapfen dienenden Vorrichtung; Abb. 15 ist ein Schnitt nach XV-XV der Abb. 13; Abb. 16 und 17 zeigen in Seitenansicht und Draufsicht eine zum Einlassen der Schrauben feder in den Holzzapfen, sowie zur Festlegung des untern Endes derselben dienende Vor richtung; Abb. 18 ist ein Schnitt durch den innern Teil derselben.
Für eine Verbindung nach Abb. 1 müssen die zu verbindenden Teile a und b mit In nengewinde c bezw. d, z. B. gemäss Abb. 3 und 4, versehen werden, während für Ver bindungen nach Abb. 2 Aussengewinde e bezw. f, z. B. nach Art der Abb. 10 und 11, verwendet und aufgesetzt werden müssen.
Die für beide Gewindearten, das heisst die für Innen- und Aussengewinde benutzten Schraubenfedern sind in bekannter Weise aus Draht gebildet, wobei dessen Profil dem gewünschten Gewindewinkel entspricht. Han- delt es sich um eine Verbindung nach Abb. 1, also um Anbringung eines Innengewindes, so wird dieser Draht zylindrisch und eng aneinanderliegend in der Grösse des Loch durchmessers zur Schraubenfeder 1 gewickelt, und beide Enden derselben werden mit nach aussen gerichteter Spitze 2 bezw. 3 zirka 5 mm nach innen gebogen, wie dies aus Abb. 3 und 4 zu ersehen ist.
Die Schraubenfeder 1 wird in das Loch des einen Teils, der beispielsweise aus Holz besteht, eingesetzt und darauf zunächst die Spitze 2 mittelst der Vorrichtung nach Abb. 5, 6 und 7 in das Holz eingetrieben. Die Vorrichtung besteht aus zwei mit Griffen 6 und 7 versehenen Griffen 8 und 9, die in einander drehbar sind und von denen der äussere Teil 8 einen abgesetzten Ansatz 10 trägt, während an dem innern Teil 9 ein seitlich genutetes Druckstück 11 mit Druck rolle 12 vorgesehen. ist.
Die Vorrichtung wird mit dem Ansatz 10 in die Schrauben feder 1 eingeführt, und, da dieser Ansatz 10 gegenüber der den Teil 9 aufnehmenden Bohrung der Vorrichtung um das Mass der doppelten Höhe (radial gemessen) des Ge windes exzentrisch gesetzt ist, so wirkt beim Herumdrehen des Griffes 7 in der Pfeilrich tung nach Abbildung 6 infolge der relativ zum Teile 9 exzentrischen Lagerung der Ge windespirale durch den Ansatz 10 die Druck rolle 12 gegen den Haken 2 der Schraube und drückt ihn bis zur vollen Gangtiefe in das Holz der Wandung des Loches ein. Der Absatz 13 des Ansatzes 10 entspricht dem Durchmesser des Loches in dem Holz und dient dazu, die Schraubenfeder stets etwa 2 mm unter der Fläche des Holzteils festlegen zu können.
Nach dieser Festlegung des Gewindeanfangs wird die in Abb. 8 und 9 dargestellte und als Gewindedorn aus gebildete Vorrichtung zur Anwendung ge bracht. Bei diesem Werkzeug ist an dem untern Stirnende eine Rolle 14 angebracht, die dazu dient, diejenigen Windungen der Schraubenfeder, die bestrebt sind auszuwei chen, heranzuholen und in die Druckrollen 15 zu führen, die an dem untern Ende des Dornes in die Gewindegänge desselben ein geschaltet sind.
Die Rolle 14 hat den Durch messer .K des Gewindekernes der ungewei- teten, also noch nicht eingewalzten, Schrau benfeder (Abb. 3), während die Druckrollen 15 in gleichmässigen Abständen in beliebiger Anzahl in den ersten Gang des Gewinde- dornes eingelassen und durch angedrehte Stifte, auf denen sie laufen, am Herausfallen gehindert sind. Sie tangieren den Kreis mit dem Kerndurchmesser K der geweiteten, also eingewalzten Schraubenfeder und senken diese beim Hineindrehen des Dornes Gang um Gang bis zur vollen Gewindetiefe in das Holz der Lochwandung ein.
Die untere ab gebogene Spitze 3 der Schraubenfeder wird Zunächst von der Führungsrolle 14 erfasst und vorgedrückt, um sodann von den nach folgenden Druckrollen 15 vollends eingesenkt zu werden. Die Schraubenfeder ist nunmehr Gang an Gang nach allen Seiten verankert und sitzt unverrückbar in dem Material der Lochwandung fest.
Für die Verbindung der beiden mit den eingesetzten Schraubenfedern c und d ver- sehenen Teile dient ein massiver Metall nippel g, welcher auf beiden Seiten mit einem den Schraubenfedern entsprechenden Gewinde versehen ist (Abb. 1). Der Nippel g wird in einem Teile, in a oder b eingeschraubt, und sodann wird der andere Teil aufgeschraubt. Bei Verwendung eines feinen Gewindes kön nen beide Teile trotz festem Anzug in eine bestimmte gegenseitige Lage gedreht werden.
Für die Ausführung nach Abb. 2 müssen die zu verbindenden Teile (Bolzen, Stangen und dergl.) mit Aussengewinde versehen wer den. Hierzu wird der Draht entsprechend dem Profil des Gegengewindes gewählt. Er wird zylindrisch und eng aneinanderliegend gewickelt, und zwar so, dass der Innendurch messer der Schraubenfeder dem Durchmesser des Zapfens oder Bolzens, der mit Gewinde versehen werden soll, Entspricht. BeideEnden dieser Schraubenfeder 16 (Abb. 10 und 11) sind mit nach innen gerichteten Spitzen 17, 18 nach aussen abgebogen.
Die Schraubenfeder wird auf den mit Gewinde e bezw. f (Abb. 2) zu versehenden Zapfen gesteckt und mit diesem zusammen in das mit einem Ausschnitt 19 für den ab gebogenen Haken 17 versehene Aufnahme loch 20 der in Abb. 12 bis 15 dargestellten Vorrichtung gebracht, die zum Eindrücken des Hakens in das Matarial des Zapfens dient.
Diese Vorrichtung ist mit einem Griff 21 und einem Druckschieber 22 versehen, welch letzterer mittelst eines an einem Drehbolzen 23 exzentrisch angeordneten Zapfens 24 gegen den Ausschnitt 19 hin und von ihm fortbe wegt werden kann, zu welchem Zweck der Bolzen 23 mit einer Handhabe 25 versehen ist. Nach dem Einsetzen des mit der Schrau benfeder 16 versehenen Zapfens in das Auf nahmeloch 20 der Vorrichtung wird der Ha ken 17 durch eine Vierteldrehung in der Pfeilrichtung 20 nach Abb. 13 unter den Druckschieber 22 gebracht und sodann die Handhabe 25 in der Richtung des Pfeils 13 nach Abb. 13 soweit gedreht, bis sie auf den Griff 21 zu liegen kommt.
Durch diese Bewegung wird der mit der Handhabe ver bundene Drehbolzen 23 und damit auch sein exzentrischer Zapfen 24 gedreht. Dieser Zap fen ragt in einen Schlitz des Drucksebiebers 22 hinein und bewegt diesen bei der Dre hung der Handhabe 25 senkrecht in Richtung gegen das Aufnahmeloch 20. Die untere drückende Fläche des Druckschiebers ist dem Halbmesser der Schraubenfeder 16 angepasst und zur Verhinderung des Abgleitens des Hakens 17 mit dem eingearbeiteten Profil des Drahtes versehen.
Ist auf diese Weise die Schraubenfeder mit dem ersten Haken festgesetzt, so gelangt die in Abb.16,17 und 18 dargestellte Vorrichtung zur Anwendung. Diese ist nach Art eines Gewinde schneideisens ausgebildet, das mit Griffen 26, 27 versehen ist. Der innere, mit Gewinde versehene Teil 28 ist geschlitzt und lässt sich in seinem Halter 29 verstellen. Auf ihm sind die Führungsrolle 30 zum Heranholen der Windungen der Schraubenfeder; sowie die Druckrollen 31 angeordnet, die entspre- chend den Gewindegängen des Teils 28 ge nutet sind.
Beim Aufschrauben dieser Hilfsvorrichtung auf den mit der Schraubenfeder versehenen Zapfen wird der Draht bis zur vollen Ge windetiefe in das Material des Zapfens ein gesenkt. Nachdem dann der untere Haken 18 ebenfalls durch die Wirksamkeit der Rollen 31 eingetrieben wurde, ist nunmehr die Schraubenfeder in einem kleinern Durch messer auf dem Holzzapfen unverrückbar verankert. Die mit solchen Aussengewinden versehenen Teile werden nun durch eine entsprechende Gewindemuffe lt miteinander verbunden.
Durch die Erfindung ist die gewinde mässige Verbindung von Hölzern jeder Art in genau gleicher Weise, wie sie für Metall gegenstände besteht, ermöglicht. Die grosse Sicherheit dieser Gewindeverbindungen wird vielen Industrien eine oft entbehrte Möglich keit der Anwendung von Gewindeverbin dungen für Teile von Holz geben. Bisher konnten nur ganz wenige Holzarten mit Ge winde versehen werden, deren Preis höher als der der übrigen Hölzer ist, zu welchem Nachteil noch eine gewisse Schwierigkeit in der Herstellung des Gewindes kommt. Dazu ist die Festigkeit solcher Gre@vinde gegenüber dem nach der Erfindung eingesetzten Gewinde, z. B. aus Eisen, Stahl oder Messing, un bedeutend.
Für die Zukunft können leichte und 3chwere Hölzer in dt-r leicht und schnell zusamxneii -fingt oder aus einandergenommen werden, so dass viele um ständliche Verleimungen in Fortfall kommen können. Die Möbel werden durch die Mög lichkeit des bequemen Auseinanderriehmens leichter transportabel gemacht werden können.
Bisher finit Holzgewinde ausgestattete Vor richtungen, wie zum Beispiel Schraubzwin gen, erhalten durch die Verwendung der Metalldrahtgewinde nach der Erfindung keine wesentliche Gewichtszunahme.
Vor allen Dingen werden diejenigen Industrien, die ein Hauptaugenmerk auf Gewichtserl^ichterung ihrer Fabrikate legen müssen, wie Karosserie-, Flugzeug- und Wagenbauindustrien, unbe denklich zur Verwendung von mit Draht gewinden versehenen Holzteilen greifen kön nen. Für Isolierwellen mit Metallgewinde können in der Elektro- oder Radioindustrie die Drahtgewinde als feststehende oder be wegte Gewindeschrauben mit allen Vorteilen der Gewichtsverminderung zur Anwendung kommen. Auch dürften sämtliche Haushalts artikel aus Holz, deren Teile bis jetzt nur mangelhaft verbunden sind, nun mit billigem und sicherem Gewinde versehen werden können.