CH172313A - Vorrichtung zur Verbindung von Teilen insbesondere aus Holz. - Google Patents

Vorrichtung zur Verbindung von Teilen insbesondere aus Holz.

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CH172313A
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Henkel Heyner
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Heyner & Henkel
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  Vorrichtung zur Verbindung von Teilen insbesondere aus Holz.    Die Erfindung     betrifft    eine Vorrichtung  zur     Verbindung    von Teilen insbesondere aus  Holz. Sie ist gekennzeichnet durch in die  zu     verbindenden    Teile eingewalzte, aus zy  lindrischen Schraubenfedern bestehende Ge  winde und durch mit Gegengewinde ver  sebene Metallteile, welche dazu bestimmt  sind, die eingewalzten Gewinde zu verbinden  und     d;imit    die zu verbindenden Teile     zusam-          rnenzubalten.     



  Eine besonders gebräuchliche     Ausführungs-          furrn    einer Vorrichtung zur Verbindung ge  mäss der Erfindung von Teilen besteht dar  in, dass für Teile, bei denen die Schrauben  federn als Innengewinde verwendet sind, als  Verbindungsorgan ein Metallnippel mit ent  sprechenden Endgewinden dient.  



  Für Teile, bei denen die Schraubenfedern  als Aussengewinde verwendet sind, beispiels  weise zur Verbindung von Holzstangen, dient  als Verbindungsorgan zweckmässig eine an  sich bekannte     Metallmuffe    mit entsprechendem  Innengewinde.         'weben    diesen beiden hauptsächlichen Aus  führungsarten sind auch andere Ausführungs  arten denkbar. Die Hauptsache ist stets nur  die Bedingung, dass die untereinander zu ver  bindenden Teile als Gewinde auf- oder ein  gesetzte Schraubenfedern besitzen, und dass  als Verbindungsorgan ein fester ' Metallteil  mit entsprechenden Gewinden dient.  



  Mit der Vorrichtung gemäss der Erfindung  kann auf einfachste Weise eine in der Si  cherheit nicht stark von dem Material der  zu verbindenden Teile abhängige, einfache  Verbindung geschaffen werden. Bei Anwen  dung eines genügend feinen Gewindes ist es  möglich, die zu     ,verbindenden    Teile unter  Anzug so gegeneinander zu drehen, dass beide  Teile in bestimmte gegenseitige Stellungen  gebracht werden können.  



  Im Gegensatz zu den bereits bekannten  Drahtgewinden, die lose ohne jede Befesti  gung in die Bohrungen     etc.    eingelegt wer  den, eignet sich die Erfindung auch für Ver  bindungen, die oft gelöst und wiederherge  stellt werden müssen, da sich die einmal      festgelegten Gewinde im Gegensatz zu den  bekannten beim     Auseinanderschrauben    nicht  lösen.  



  Die Zeichnung veranschaulicht die Erfin  dung in zwei Ausführungsbeispielen nebst  einigen Hilfsmitteln zum Anbringen der Ge  winde.  



       Abb.    1 zeigt die Verbindung zweier Teile  durch Nippel;     Abb.    2 zeigt die Verbindung  zweier Holzstangen;     Abb.    3 und 4 zeigen  die Schraubenfeder für ein Innengewinde in       Seitenansicht    und Draufsicht;     Abb.    5 und 6  sind eine Seitenansicht und eine Draufsicht  einer zur Festlegung des Anfangs der Innen  gewindeschraubenfeder in der Bohrung z. B.

    des Holzteils dienenden Vorrichtung, und       Abb.    7 ist ein Schnitt nach     VII-VII    der       Abb.    6;     Abb.    8 und 9 zeigen eine Vorrich  tung zum Einlassen der Schraubenfeder in  die Wand der Bohrung des Teils in Seiten  ansicht und Vorderansicht;     Abb.    10 und 11  veranschaulichen in Seitenansicht und Drauf  sicht eine als     Bolzengewinde    dienende Schrau  benfeder;

       Abb.    12, 13 und 14 sind eine Stirn  ansicht, eine Draufsicht, sowie eine in Rich  tung des Pfeils     XIV    nach     Abb.    13 gese  hene Seitenansicht der zur Festlegung des  Anfangs der Schraubenfeder auf einem Holz  zapfen dienenden Vorrichtung;     Abb.    15 ist  ein Schnitt nach     XV-XV    der     Abb.    13;       Abb.    16 und 17 zeigen in Seitenansicht und  Draufsicht eine zum Einlassen der Schrauben  feder in den Holzzapfen, sowie zur Festlegung  des untern Endes derselben dienende Vor  richtung;     Abb.    18 ist ein Schnitt durch den  innern Teil derselben.  



  Für eine Verbindung nach     Abb.    1 müssen  die zu verbindenden Teile     a    und b mit In  nengewinde c     bezw.    d, z. B. gemäss     Abb.    3  und 4, versehen werden, während für Ver  bindungen nach     Abb.    2 Aussengewinde e       bezw.    f, z. B. nach Art der     Abb.    10 und  11, verwendet und aufgesetzt werden müssen.  



  Die für beide Gewindearten, das heisst  die für Innen- und Aussengewinde benutzten  Schraubenfedern sind in bekannter Weise  aus Draht gebildet, wobei dessen Profil dem       gewünschten    Gewindewinkel entspricht. Han-         delt    es sich um eine Verbindung nach     Abb.    1,  also um     Anbringung    eines Innengewindes,  so wird dieser Draht zylindrisch und eng       aneinanderliegend    in der Grösse des Loch  durchmessers zur Schraubenfeder 1 gewickelt,  und beide Enden derselben werden mit nach  aussen gerichteter Spitze 2     bezw.    3 zirka  5 mm nach innen gebogen, wie dies aus       Abb.    3 und 4 zu ersehen ist.  



  Die Schraubenfeder 1 wird in das Loch  des einen Teils, der beispielsweise aus Holz  besteht, eingesetzt und darauf zunächst die  Spitze 2 mittelst der Vorrichtung nach       Abb.    5, 6 und 7 in das Holz eingetrieben.  Die Vorrichtung besteht aus zwei mit Griffen  6 und 7 versehenen Griffen 8 und 9, die in  einander drehbar sind und von denen der  äussere Teil 8 einen abgesetzten Ansatz 10  trägt, während an dem innern Teil 9 ein  seitlich genutetes Druckstück 11 mit Druck  rolle 12 vorgesehen. ist.

   Die Vorrichtung  wird mit dem Ansatz 10 in die Schrauben  feder 1 eingeführt, und, da dieser Ansatz 10  gegenüber der den Teil 9 aufnehmenden  Bohrung der Vorrichtung um das Mass der  doppelten Höhe (radial gemessen) des Ge  windes exzentrisch gesetzt ist, so wirkt beim  Herumdrehen des Griffes 7 in der Pfeilrich  tung nach Abbildung 6 infolge der relativ  zum Teile 9 exzentrischen Lagerung der Ge  windespirale durch den Ansatz 10 die Druck  rolle 12 gegen den Haken 2 der Schraube  und drückt ihn bis zur vollen Gangtiefe  in das Holz der Wandung des Loches ein.  Der Absatz 13 des Ansatzes 10 entspricht  dem Durchmesser des Loches in dem Holz  und dient dazu, die Schraubenfeder stets  etwa 2 mm unter der Fläche des Holzteils  festlegen zu können.

   Nach dieser Festlegung  des Gewindeanfangs wird die in     Abb.    8  und 9 dargestellte und als Gewindedorn aus  gebildete Vorrichtung zur Anwendung ge  bracht. Bei diesem Werkzeug ist an dem  untern Stirnende eine Rolle 14 angebracht,  die dazu dient, diejenigen Windungen der  Schraubenfeder, die bestrebt sind auszuwei  chen, heranzuholen und in die Druckrollen  15 zu führen, die an dem untern Ende des           Dornes    in die Gewindegänge desselben ein  geschaltet sind.

   Die Rolle 14 hat den Durch  messer     .K    des Gewindekernes der     ungewei-          teten,    also noch nicht eingewalzten, Schrau  benfeder     (Abb.    3), während die Druckrollen  15 in gleichmässigen Abständen in beliebiger  Anzahl in den ersten Gang des     Gewinde-          dornes    eingelassen und durch angedrehte  Stifte, auf denen sie laufen, am Herausfallen  gehindert sind. Sie tangieren den Kreis mit  dem Kerndurchmesser     K    der geweiteten, also  eingewalzten Schraubenfeder und senken diese  beim Hineindrehen des Dornes Gang um  Gang bis zur vollen Gewindetiefe in das  Holz der Lochwandung ein.

   Die untere ab  gebogene Spitze 3 der Schraubenfeder wird  Zunächst von der Führungsrolle 14 erfasst  und     vorgedrückt,    um sodann von den nach  folgenden Druckrollen 15 vollends eingesenkt  zu werden. Die Schraubenfeder ist nunmehr  Gang an Gang nach allen Seiten verankert  und sitzt unverrückbar in dem Material der  Lochwandung fest.  



  Für die Verbindung der beiden mit den  eingesetzten Schraubenfedern c und d     ver-          sehenen    Teile dient ein massiver Metall  nippel     g,    welcher auf beiden Seiten mit einem  den Schraubenfedern entsprechenden Gewinde  versehen ist     (Abb.    1). Der Nippel     g    wird in  einem Teile, in     a    oder b eingeschraubt, und  sodann wird der andere Teil aufgeschraubt.  Bei Verwendung eines feinen Gewindes kön  nen beide Teile trotz festem Anzug in eine  bestimmte gegenseitige Lage gedreht werden.  



  Für die Ausführung nach     Abb.    2 müssen  die zu verbindenden Teile (Bolzen, Stangen  und     dergl.)    mit Aussengewinde versehen wer  den. Hierzu wird der Draht entsprechend  dem Profil des Gegengewindes gewählt. Er  wird zylindrisch und eng     aneinanderliegend     gewickelt, und zwar so, dass der Innendurch  messer der Schraubenfeder dem Durchmesser  des Zapfens oder Bolzens, der mit Gewinde  versehen werden soll, Entspricht.     BeideEnden     dieser Schraubenfeder 16     (Abb.    10 und 11)  sind mit nach innen gerichteten Spitzen 17,  18 nach aussen abgebogen.

      Die Schraubenfeder wird auf den mit  Gewinde e     bezw.    f     (Abb.    2) zu versehenden  Zapfen gesteckt und mit diesem zusammen  in das mit einem Ausschnitt 19 für den ab  gebogenen Haken 17 versehene Aufnahme  loch 20 der in     Abb.    12 bis 15 dargestellten  Vorrichtung gebracht, die zum Eindrücken  des Hakens in das     Matarial    des Zapfens  dient.  



  Diese Vorrichtung ist mit einem Griff 21  und einem Druckschieber 22 versehen, welch  letzterer mittelst eines an einem Drehbolzen  23 exzentrisch angeordneten Zapfens 24 gegen  den Ausschnitt 19 hin und von ihm fortbe  wegt werden kann, zu welchem Zweck der  Bolzen 23 mit einer Handhabe 25 versehen  ist. Nach dem Einsetzen des mit der Schrau  benfeder 16 versehenen Zapfens in das Auf  nahmeloch 20 der Vorrichtung wird der Ha  ken 17 durch eine Vierteldrehung in der  Pfeilrichtung 20 nach     Abb.    13 unter den  Druckschieber 22 gebracht und sodann die  Handhabe 25 in der Richtung des Pfeils     13     nach     Abb.    13 soweit gedreht, bis sie auf  den Griff 21 zu liegen kommt.

   Durch diese  Bewegung wird der mit der Handhabe ver  bundene Drehbolzen 23 und damit auch sein  exzentrischer Zapfen 24 gedreht. Dieser Zap  fen ragt in einen Schlitz des     Drucksebiebers     22 hinein und bewegt diesen bei der Dre  hung der Handhabe 25 senkrecht in Richtung  gegen das Aufnahmeloch 20. Die untere  drückende Fläche des Druckschiebers ist dem  Halbmesser der Schraubenfeder 16 angepasst  und zur Verhinderung des     Abgleitens    des  Hakens 17 mit dem eingearbeiteten Profil  des Drahtes versehen.  



  Ist auf diese Weise die Schraubenfeder mit  dem ersten Haken festgesetzt, so gelangt die in       Abb.16,17    und 18 dargestellte Vorrichtung zur  Anwendung. Diese ist nach Art eines Gewinde  schneideisens ausgebildet, das mit Griffen 26,  27 versehen ist. Der innere, mit Gewinde  versehene Teil 28 ist geschlitzt und lässt  sich in seinem Halter 29 verstellen. Auf ihm  sind die Führungsrolle 30 zum Heranholen  der Windungen der     Schraubenfeder;    sowie  die Druckrollen 31 angeordnet, die entspre-           chend    den Gewindegängen des Teils 28 ge  nutet sind.  



  Beim Aufschrauben dieser Hilfsvorrichtung  auf den mit der Schraubenfeder     versehenen     Zapfen wird der Draht bis zur vollen Ge  windetiefe in das Material des Zapfens ein  gesenkt. Nachdem dann der untere     Haken    18  ebenfalls durch die Wirksamkeit der Rollen  31 eingetrieben wurde, ist nunmehr die       Schraubenfeder    in einem     kleinern    Durch  messer auf dem Holzzapfen unverrückbar  verankert. Die mit solchen Aussengewinden       versehenen    Teile werden nun durch eine  entsprechende Gewindemuffe     lt    miteinander  verbunden.  



  Durch die Erfindung ist die gewinde  mässige Verbindung von Hölzern jeder Art  in genau gleicher Weise, wie sie für Metall  gegenstände besteht, ermöglicht. Die grosse  Sicherheit dieser Gewindeverbindungen wird  vielen Industrien eine oft entbehrte Möglich  keit der Anwendung von Gewindeverbin  dungen für Teile von Holz geben. Bisher  konnten nur ganz wenige Holzarten mit Ge  winde versehen werden, deren Preis höher  als der der übrigen Hölzer ist, zu welchem  Nachteil noch eine gewisse Schwierigkeit in  der Herstellung des Gewindes kommt. Dazu  ist die Festigkeit solcher     Gre@vinde    gegenüber  dem nach der Erfindung eingesetzten Gewinde,  z. B. aus Eisen, Stahl oder Messing, un  bedeutend.

   Für die Zukunft können leichte  und     3chwere    Hölzer in     dt-r     leicht und schnell     zusamxneii        -fingt    oder aus  einandergenommen werden, so     dass    viele um  ständliche     Verleimungen    in Fortfall kommen  können. Die Möbel werden durch die Mög  lichkeit des bequemen     Auseinanderriehmens     leichter transportabel gemacht     werden    können.

    Bisher     finit    Holzgewinde ausgestattete Vor  richtungen, wie zum Beispiel Schraubzwin  gen, erhalten durch die Verwendung der       Metalldrahtgewinde    nach der Erfindung keine       wesentliche    Gewichtszunahme.

   Vor allen    Dingen werden diejenigen Industrien, die ein  Hauptaugenmerk auf     Gewichtserl^ichterung     ihrer Fabrikate legen müssen, wie Karosserie-,  Flugzeug- und Wagenbauindustrien, unbe  denklich zur Verwendung von mit Draht  gewinden versehenen Holzteilen greifen kön  nen.     Für    Isolierwellen mit Metallgewinde  können in der     Elektro-    oder Radioindustrie  die Drahtgewinde als feststehende oder be  wegte Gewindeschrauben mit allen Vorteilen  der Gewichtsverminderung zur Anwendung  kommen. Auch dürften sämtliche Haushalts  artikel aus Holz, deren Teile bis jetzt nur  mangelhaft verbunden sind, nun mit billigem  und sicherem Gewinde versehen werden  können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Verbindung von Teilen, insbesondere aus Holz, gekennzeichnet durch in die zu verbindenden Teile eingewalzte; aus zylindrischen Schraubenfedern bestehende Gewinde und durch mit Gegengewinde ver sehene Metallteile, welche dazu bestimmt sind, die eingewalzten Gewinde zu verbinden und damit die zu verbindenden Teile zusam menzuhalten. ÜNTERAN SPRüCHE 1.
    Vorrichtung nach dem Patentansprueb, dadurch gekennzeichnet, dass für Teile, bei- denen die eingewalzten Schrauben federn als Innen-ewinde verwendet sind, als Verbinclungsurgan ein Metallnippel mit entsprechenden Endgewinden dient. 2. Vorrichtung nach dem Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass für Teile, bei denen die eingewalzten Schrauben federn als Aussengewinde verwendet sind, als Verbindungsorgan eine Metallrriuffe mit entsprechendem Innengewinde dient.
CH172313D 1932-03-31 1933-03-28 Vorrichtung zur Verbindung von Teilen insbesondere aus Holz. CH172313A (de)

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