CH172332A - Verfahren zum Sticken in zwei Farben mit einer einzigen Nadel. - Google Patents
Verfahren zum Sticken in zwei Farben mit einer einzigen Nadel.Info
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04G—MAKING NETS BY KNOTTING OF FILAMENTARY MATERIAL; MAKING KNOTTED CARPETS OR TAPESTRIES; KNOTTING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D04G3/00—Making knotted carpets or tapestries
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B93/00—Stitches; Stitch seams
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Description
Verfahren zum Stieken in zwei Farben mit einer einzigen Nadel. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum ununterbrochenen Sticken in zwei Farben mittelst einer einzigen Nadel. Um eine Stickerei in mehreren Farben herzustellen, verfährt mau bisher in der Weise, dass man zunächst ein Muster in der einen Farbe stickt und darauf in einem zweiten Arbeits gang mit einer zweiten Farbe ein anderes Muster herstellt. Im Gegensatz hierzu werden bei der vorliegenden Erfindung in das Öhr einer Nadel zwei Fäden verschiedener Farbe eingefädelt und ein Zweifarbenmuster in einem einzigen Arbeitsgang hergestellt. Es ist bereits bekannt, beim Sticken Nadeln zu verwenden, in deren Öhr zwei Fäden eingeführt sind. Beim Sticken mit einer solchen Nadel gelingt es jedoch nur, entweder zwei gleichfarbige Fäden oder zwei verschiedenfarbige Fäden nebeneinander auf den Stickereiträger zu bringen, ohne dass gemäss der vorliegenden Erfindung die Fäden verschiedener Farben getrennt voneinander zu einem Muster verstickt werden. Auch ist es für Schiffchenstickerei schon vorgeschlagen worden, Stickmaterial aus buntgezwirntem Garn zu verwenden, jedoch kann auch bei diesem Verfahren keine Stickerei gemäss der vorliegenden Erfindung hergestellt werden. Das Verfahren der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die beiden in die Nadeln eingefädelten verschiedenfarbigen Fäden zu nächst gemeinsam durch den Stickereigrund stoff von unten nach oben hindurchgezogen werden, dass darauf die Fäden auf dem Grundstoff derart auseinander gelegt werden, dass der eine Faden eine gerade, der andere Fa den dagegen eine gebrochene Liniebildet, dass alsdann die Nadel mustergemäss wieder in den Grundstoff eingestochen und unterhalb des oben auf dem Grundstoff von dem andern Faden gebildeten Knickpunktes wieder nach oben hindurchgestochen wird, so dass der Knick am andern Faden durch die beiden wieder nach oben hindurchgeführten Fäden, auf dem Grundstoff festgelegt wird. Das Verfahren gemäss der Erfindung kann sowohl für Handstickerei, als auch für ma schinelle Herstellung von zwei oder mehr- farbigen Stickereien verwendet werden, wo bei im letzteren Falle die Maschine eine entsprechende Änderung erfahren muss. In der Zeichnung sind einige Muster dar gestellt, welche gemäss dem Verfahren der Erfindung hergestellt worden sind. Bei dem in Fig. 1 dargestellten Muster wurde an dem Punkt 1 die Nadel von unten her durch den Stickereigrundstoff hindurch gestochen, wonach der mit 2 bezeichnete, beispielsweise rote Faden geradlinig, der mit 3 bezeichnete, beispielsweise blaue Faden in einem Winkel auf der Oberseite des Grund stoffes auseinander gelegt wurde. Die Nadel wurde alsdann am Punkt 4 von oben in den Stickereigrundstoff eingestochen, untei' diesem hindurchgeführt und bei 5 wieder nach oben herausgestochen, wonach der Vorgang in der gleichen Weise wiederholt wurde. Es ergab sich dann ein Muster nach Fig. 1. In den Fig. 2 bis 4 sind weitere Muster dargestellt, die nach dem Verfahren der Erfindung her gestellt wurden und die sich in der ver schiedensten Weise abändern und zu den verschiedensten Mustern, wie Kreise, Ellipsen, Quadrate, Blumen, Blätter usw. ergänzen lassen. Das Verfahren gemäss der Erfindung kann auf allen Stoffarten und mit jedem Stickmaterial (Wolle, Seide, Bast, Metallgarn usw.) aus geführt und sowohl zur Herstellung von Stickereien, als auch von Kleidern, Schürzen, Decken, Kissen, Gardinen, Handtaschen usw. (auch als Hohlsaum) verwendet werden. Der wesentliche Vorteil der Erfindung liegt in der Ersparnis eines Arbeitsganges und in der wesentlichen Materialersparnis. Bei Verwendung von dicken Grundstoffen werden zweckmässig Nadeln verwendet, wel che zwei hintereinander liegende Ohren be sitzen, die um<B>900</B> versetzt sind (vergleiche Fig. 5).
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum ununterbrochenen Sticken in zwei Farben mittelst einer einzigen Nadel, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden in die Nadel eingefädelten verschiedenfarbigen Fäden zunächst gemeinsam durch den Stickerei grundstoff von unten nach oben hindurchge zogen werden, dass darauf die Fäden auf dem Grundstoff derart auseinander gelegt werden, dass der eine Faden eine gerade, der andere Faden dagegen eine gebrochene Linie bildet, dass alsdann die Nadel mustermässig wieder in den Grundstoff eingestochen und unterhalb des oben auf den Grundstoff von dem andern Faden gebildeten Knickpunktes wieder nach oben hindurchgestochen wird,so dass der Knick im andern Faden durch die beiden wieder nach oben hindurchgeführten Fäden auf dem Grundstoff festgelegt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH172332T | 1933-09-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH172332A true CH172332A (de) | 1934-10-15 |
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ID=4423806
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH172332D CH172332A (de) | 1933-09-21 | 1933-09-21 | Verfahren zum Sticken in zwei Farben mit einer einzigen Nadel. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH172332A (de) |
-
1933
- 1933-09-21 CH CH172332D patent/CH172332A/de unknown
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