CH172346A - Isolationsunterlage für Belagstoffe. - Google Patents

Isolationsunterlage für Belagstoffe.

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CH172346A
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  Isolationsunterlage für     Belagstoffe.       Die Erfindung betrifft eine Isolationsunter  lage für     Belagstoffe    insbesondere für begeh  bare     Belagstoffe    wie Linoleum, Gummi und  dergleichen.  



  Isolationsunterlagen, die sowohl schall  dämpfend, als auch in bezug auf Feuchtig  keit und Wärme isolierend wirken, gelangen  in neuerer Zeit in immer stärkerem Masse im  Zusammenhang mit     Belagstoffen    zur Anwen  dung. Mehr und mehr wird dabei auch eine  feste Verbindung zwischen der Bodenfläche  der Isolationsunterlage und dem     Belagstoff     gewünscht, um eine satte Lage und zugleich  auch das Äusserste an Isolierung und Dämp  fung zu erreichen.  



  Da die üblichen Isolationsunterlagen ein  eigenes Klebevermögen nicht besitzen, so  muss ein besonderes Bindemittel, ein Kleb  stoff, zu Hilfe genommen werden, was jedoch  erhebliche Umstände erfordert. Trotz der  Vorteile der festen Verbindung zwischen     Be-          lagstoff    und Isolationsunterlage wird deshalb    bisher nur in seltenen Fällen ein solches An  kleben ausgeführt.  



  Die Erfindung befasst sich nun mit der  Aufgabe der Schaffung einer Isolationsunter  lage, die sich in besonders einfacher Weise  sowohl mit der Unterschicht, z. B. Fussboden  untergrund, als auch mit der Oberschicht,  das heisst dem     Belagstoff    verbinden lässt.  



  Gemäss der Erfindung besteht die Isola  tionsunterlage aus einem     bituminierten        Stoff,     der auf seinen Oberflächen Schichten aus  einer in kaltem Zustand klebefähigen bitumi  nösen Masse trägt, wobei diese Schichten für  den Transport und die Lagerung mit einer  Deckschicht aus einem die Klebekraft der  Oberfläche aufhebenden     Stoff    versehen sind,  der durch eine gegenüber den Schichten als  Lösungsmittel wirkende Flüssigkeit wieder       entfernbar    ist.  



  Damit ist eine Isolationsunterlage für     Be-          lagstoffe    geschaffen, die sich in -einfachster      Weise mit dem     Untergrund    und auch mit  dem     Belagstoff    verbinden lässt.  



  Als     bituminierte    Stoffe kommen in Be  tracht: Pappe     (Wollfilzpappe),    Gewebe oder  Faserstoffe wie z. B. Jute, Papier oder der  gleichen. Mindestens die zusätzliche bitumi  nöse Schicht besteht aus einer solchen bitu  minösen Masse, die in kaltem Zustande klebe  fähig ist. Jedoch kann die gleiche     blasse     auch zur     Tränkung,    das heisst Imprägnierung  des Stoffes verwendet     werdet).    Die Klebe  fähigkeit in kaltem Zustand kann dadurch  erreicht werden, dass eine bituminöse Masse  verwendet wird, die einen relativ niederen  Schmelzpunkt aufweist, z. B. einen solchen  von etwa<B>60</B>   bis 70   C. Ferner kann aber  auch die Masse besondere Zusätze erhalten,  wie z. B. von Kautschuk oder Pech.

   Dabei  können zur Stabilisierung besondere Füll  stoffe zugegeben -werden, wie z. B. Harz,  Gips,     Schlemmkreide.     



  Für die Deckschicht kommen vorzugs  weise mehlartige neutrale     Stoffe    in Betracht,  wie z. B. Talkum, Gips,     Schlemmkreide.     



  Die Herstellung des neuen Isolierstoffes  gestaltet sich erfindungsgemäss beispielsweise  wie folgt  Als     bituminierter        Stoff    wird     Wollfilzpappe     verwendet, die intensiv mit flüssigem Bitu  men, dem etwas Pech zugesetzt ist, getränkt  wird. Nach dieser     Tränkung    erhält der im  prägnierte     Stoff    noch bituminöse Schichten  mit der gleichen zähflüssigen bituminösen  Masse.  



  Nachdem diese Schichten erkaltet sind,  wird auf jede eine Deckschicht aus Talkum  aufgestreut, die so dicht aufgebracht wird,  bis die Klebefähigkeit durch die zusammen  hängende     Talkumschicht    wieder beseitigt ist.  Damit ist der Isolierstoff fertiggestellt. Er  ist transportfähig, da durch die Deckschicht  die Klebkraft der bituminösen Schichten zu  nächst aufgehoben ist, so dass ein     Aneinander-          kleben    der einzelnen Lagen etwa beim Rol  len nicht stattfindet.  



  Das Verarbeiten des neuen Isolierstoffes  kann wie folgt geschehen    Kurze Zeit vor dem Verlegen des Belag  stoffes werden die beiden Oberflächen des  fertigen erfindungsgemäss zusammengesetzten       Isolierstoffes    mit einem Lösungsmittel be  strichen, das die Eigenschaft hat, die bitumi  nöse Schicht zu lösen, so dass auch die in  diese Schichten eingelagerten     Talkumteile     entfernt werden können. Als Lösungsmittel  kommt z. B. Benzin in Betracht.  



  Dieses Lösungsmittel wird mit einem  Pinsel oder einer Bürste aufgetragen und so  lange eingestrichen     bezw.    eingebürstet, bis  eine zähe klebrige Schicht entsteht.  



  Die     Talkumdeckschicht    ist nun verschwun  den und es ist die Klebkraft der bituminösen  Schichten wieder vorhanden und der Isolier  stoff kann nun verlegt und durch     Anwalzen     oder Andrücken fest einerseits mit dem Un  tergrund anderseits mit dem nunmehr aufzu  legenden     Belagstoff    verbunden werden, der  dann gleichfalls     angepresst    z. B.     angewalzt     oder angedrückt wird. Das Abbinden ge  schieht sehr rasch und es ist durch die bitu  minösen Schichten eine innige feste Verbin  dung einerseits mit dem Untergrund, ander  seits mit dem     Belagstoff    z. B. Linoleum,  Gummi und dergleichen erreicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: IsolationsunterlagefürBelagstoffe, iosbeson dere begehbare Belagstoffe, dadurch gekenn zeichnet, dass ein bituminierter Stoff Schich ten aus einer in kaltem Zustande klebefähi gen bituminösen blasse trägt, wobei diese Schichten für den Transport und die Lage rung mit einer Deckschicht aus einem die Klebekraft der Oberfläche aufhebenden Stoff versehen sind, der durch eine gegenüber den Schichten als Lösungsmittel wirkende Flüs sigkeit wieder entfernbar ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Isolationsunterlage nach dein Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass als bituminierter Stoff bituminierte Pappe ver wendet ist. 2. Isolationsunterlage nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass als bituminierter Stoff bituminiertes Gewebe verwendet ist. 3. Isolationsunterlage nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass als bituminierter Stoff bituminiertes Papier verwendet ist. 4.
    Isolationsunterlage nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die auf dem bituminierten Stoff aufgetrage nen Schichten aus einer bituminösen blasse bestehen, deren Schmelzpunkt zwischen<B>600</B> und<B>701</B> C liegt. Isolationsunterlage nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die auf dem bituminierten Stoff liegenden Schichten aus bituminöser Masse, welche einen Zusatz von Pech enthält bestehen. 6. Isolationsunterlage nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die auf dem bituminierten Stoff liegenden Schichten aus bituminierterMasse, welche einen Zusatz von Kautschuk enthält, be stehen. 7.
    Isolationsunterlage nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die auf dem bituminierten Stoff liegenden Schichten aus bitumiciöser Masse zum Zwecke der Stabilisierung Harz enthal ten. B. Isolationsunterlage nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die auf dem bituminierten Stoff liegenden Schichten aus bituminöser Masse zum Zwecke der Stabilisierung Gips enthal ten. 9. Isolationsunterlage nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die auf dem bituminierten Stoff liegenden Schichten aus bitominöser Masse zum Zwecke der Stabilisierung Schlemmkreide enthalten. 10.
    Isolationsunterlage nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht aus Talkum besteht. 11. Isolationsunterlage nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht aus Gips besteht. 12. Isolationsunterlage nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht aus Schlemmkreide besteht.
CH172346D 1932-10-28 1933-03-27 Isolationsunterlage für Belagstoffe. CH172346A (de)

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