CH172429A - Verfahren zur elektrothermischen Herstellung von metallischem Magnesium. - Google Patents
Verfahren zur elektrothermischen Herstellung von metallischem Magnesium.Info
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Description
Verfahren zur elektrothermischen Herstellung von metallischem Magnesium. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von metalli schem Magnesium aus seinen Verbindungen, insbesondere aus Magnesiumoxyd,,durch Re duktion mittelst Kohle auf elektrothermischem Wege.
Es sind bereits mehrere Verfahren be kannt, die demselben Zweck dienen, doch haben alle diese gewisse Nachteile, sind in der Anwendung nicht einfach und benötigen insbesondere grosse umlaufende Mengen von indifferenten oder reduzierenden Schutzgasen.
Vorliegendes Verfahren ermöglicht es, mit einer einfachen Apparatur auf bequeme Weise und in einem kontinuierlichen Prozess Mag nesiummetall von grosser Reinheit darzustel len, wobei die zur Verdünnung der Reaktions gase nötige Menge an Schutzgas (vorzugs weise Wasserstoff) sehr klein sein kann, wodurch das Verfahren vereinfacht und die Rentabilität desselben erhöht wird.
Das Verfahren gemäss vorliegender Er findung ist dadurch gekennzeichnet, dass das nichtoxydierende Schutzgas in dünner Schicht knapp über dem Reaktionsgemisch und zwi schen diesem und einer Kühlfläche strömen gelassen wird, zwecks Verdünnung und ra pider Abkühlung der Reaktionsgase und Ab schrecken der entstandenen Magnesiumdämpfe zu Magnesiumstaub bis zur Temperatur von 150 C und weniger, um eine Reoxydation der Magrresiumstaubteilchen zu verhindern.
In der Zeichnung ist eine zur Ausfüh rung des Verfahrens geeignete Apparatur beispielsweise dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt; Fig. 2 eine Draufsicht.
Der elektrische Ofen (Widerstandsofen) besteht aus einem Mauerwerk (aus hochfeuer festen Ziegeln) a, einem Hohlraum<I>lt,</I> in welchem eine Trommel mit einer Kühlflüssig keit drehbar gelagert ist.
v bedeutet den elektrisch erhitzten Reak tionsraum; c die Charge (Magnesiumoxyd und Kohle, feinst pulverisiert, gegebenenfalls mit Zusätzen versehen, um die Reaktion zu erleichtern). g zeigen Kühlrohre, um eine Überhitzung des Mauerwerkes im Bereiche des Reaktionskanals zu verhindern. .p ist ein beweglicher metallischer Abstreifer. q bedeutet einen Abzugskanal für die Ablei tung der Reaktionsprodukte durch das Rohr r in das Sammelgefäss s mit Filter<I>w.
n</I> be deutet das pulverförmige Reaktionsgemisch (Kohle und Magnesiumoxyd oder Kohle und Magnesit) aufgestapelt im Vorratsgefäss 1, und gelagert auf einem Schüttelsieb<I>na. o</I> zeigt das Zuflussrohr für Wasserstoff (oder ein anderes reduzierendes oder indifferentes Gas). In den Reaktionskanal b ragen die beiden Elektroden d (mit den Kabelschuhen e und den Zuleitungen f), (Fig. 2).
Durch das Abzugsrohr zc gehen die Reak tionsgase (C0, C02 und H). Aus dem Stutzen t kann das zunächst staubförmig gewonnene Magnesiummetall entnommen werden.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist nun folgende Durch den Schacht k tritt kontinuierlich (mittelst des Schüttelsiebes oder eines Rota tionssiebes) das Reaktionsgemisch in den Reaktionskanal b, den es in seiner ganzen Länge ausfüllt. Nunmehr wird die Kühltrom mel mit der Kühlflüssigkeit (z. B. Wasser) in rotierende Bewegung gesetzt. Auch wer den die Kühlrohre g mit fliessendem Wasser beschickt. Hierauf wird durch die langge- streckte Charge c (Reaktionsgemisch) im Kanal b elektrischer Strom geschickt, etwa 110 Volt und 3000 Ampere.
Schon nach wenigen Minuten setzt die Reaktion lebhaft ein und es entwickeln sich reichlich Reaktionsgase sowie Magnesium metalldampf. Durch die erfindungsgemässe Anwendung einer (vorzugsweise drehbaren) Kühlfläche in ganz kurzem Abstande über dem Reaktionsraum wird jedoch eine Reoxy- dation des Magnesiumdampfes vermieden, da derselbe sofort durch Abschrecken an der kalten Kühlfläche zu kaltem Magnesiumstaub kondensiert wird und zwar bis zu einer Temperatur von 150 C und weniger.
Auf dieselbe Temperatur werden rapid die aus dem Reaktionsraume ausströmenden Reak tionsgase abgekühlt, die zudem mit kaltem, vom Zuflussrohr o kommenden Wasserstoffgas verdünnt werden.
Die Reaktionsprodukte werden demnach hier unmittelbar nach ihrem Verlassen des Reaktionsraumes sofort und zudem sehr stark abgekühlt. Überdies werden sie durch den Wasserstoff verdünnt und fortbewegt. Diese Bewegung wird noch durch die rotierende Kühltrommel beschleunigt, an der etwa an haftender Magnesiumstaub durch den Abstrei fer p beseitigt wird, welcher gleichzeitig als Abdichtungsvorrichtung gegen ein Abströmen des Schutzgases über die Kühltrommel in den Zuführungskanal dient.
Der spezifisch leichte Metallstaub gelangt nun durch die Gasströmung in das Sammel- gefäss s, dem er von Zeit zu Zeit entnom men werden kann. Der so gewonnene Mag nesiumstaub kann zu Briketts oder zu Stan gen gepresst werden und durch die einzelnen Formlinge oder durch eine Reihe solcher kann in Gegenwart eines geeigneten Schutz gases (z. B.
Wasserstoff) oder im Vakuum elektriscsher Strom durcbgeschickt werden (etwa 20 Volt und 1000 Ampere), wodurch unter Erhitzung ein Zusammenfliessen der einzelnen Staubteilchen erfolgt, da vom An melder gefunden wurde, dass der elektrische Strom imstande ist, die Oxydhaut der ein zelnen Staubteilchen zu sprengen und den Zusammenfluss der Metallteilchen herbeizu führen. Der Wasserstoff kann nach Befreiung von Kohlenoxyd und von der Kohlensäure wieder im Kreislauf verwendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRVCHE I. Verfahren zur elektrothermischen Herstel lung von metallischem Magnesium durch Reduktion von Magnesiumverbindungen mit Kohle in Gegenwart eines nichtoxy dierenden Schutzgases, dadurch gekenn zeichnet, dass dieses Schutzgas in dünner Schicht knapp über dem Reaktionsge misch und zwischen diesem und einer Kühlfläche strömen gelassen wird, zwecks Verdünnung und rapider Abkühlung der Reaktionsgase und Abschrecken der ent standenen Magnesiumdämpfe zu Magne- siumstaub bis zur Temperatur von 150 C und weniger,um eine Reoxydation der Magnesiumstaubteilchen zu verhindern. 1I. Vorrichtung zum Durchführen des Ver fahrens nach Patentanspruch I, bestehend aus einem elektrischen Ofen mit einem Kanal zur Aufnahme der Charge und einer Kühlfläche, dadurch gekennzeichnet, dass diese Kühlfläche knapp über dem Kanal angeordnet ist. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgas gleich zeitig mit dem Reaktionsgemisch und konti nuierlich in den Ofen einströmen gelassen wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgas mit einer Beschleuni gung über den Reaktionsraum geführt wird, indem eine über dem Reaktionsraum gelagerte Kühltrommel in der Gasströ- mungsrichtung zur Rotation gebracht wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der 11Iagnesiumstaub zu Formlingen gepresst und der direkten elektrischen Widerstandserhitzung unter worfen wird, um ein Zusammenfliessen der Metallteilchen zu erreichen. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Kühlfläche als Kühltrommel ausgebildet und drehbar angeordnet ist, um einerseits den Abzug der Gase zu beschleunigen, anderseits um den abgeschiedenen Metallstaub schneller aus dem Bereiche des Reaktionsraumes zu bringen. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühltrommel mit einem Schaber zum Abheben der angefrorenen Metall staubschichtversehen ist, welcher Schaber gleichzeitig als Abdichtungsvorrichtung gegen ein Abströmen des Schutzgases über die Kühltrommel in den Zuführungskanal dient.
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