Elektrische Vorrichtung zum Kochen, Braten oder Backen. Das Anheizen der elektrischen Vorrich tungen zum Kochen Braten oder Backen er folgt bisher mit der grössten einstellbaren Be- heizungsstufe, also mit der stärksten Be- heizung für den Dauerbetrieb. Die Anheiz- zeit ist daher unverhältnismässig lang, was sich besonders dann bemerkbar macht, wenn der eigentliche Koch-, Back- oder Brat: vorgang an sich nur kurze Zeit erfordert.
Es ist schon vorgeschlagen worden, für das An heizen einen Teil des Heizwiderstandes einer Kochplatte kurzzuschliessen, um dadurch in dem verbleibenden Teil des Heizwiderstandes eine übergrosse Stromstärke zu erzeugen und eine höhere Heizleistung zu erzielen, als der grössten Regelstufe für den Dauerbetrieb ent spricht. Damit wurde indessen nur eine völlig unzureichende Erhöhung der Beheizung er zielt, und zwar unter unerwünschter un gleichmässiger Erwärmung der Kochplatte.
Nach der Erfindung ist die Vorrichtung zum Kochen, Braten oder Backen mit Mitteln versehen, welche die Benutzung des gesamten Heizwiderstandes für die Überlastung beim Anheizen ermöglichen. Um zu verhindern, dass die für den Dauerbetrieb zu hohe Be lastung zu lange bestehen bleibt und dadurch die Vorrichtung zerstört wird, kann beispiels weise mittelst eines Thermostaten nach einer gewissen Zeit eine Abschaltung oder Um schaltung vorgenommen werden. Die Aus lösecharakteristik des Thermostaten wird da bei zweckmässig der Erwärmungscharakte ristik der Heizvorrichtung angepasst, .damit unabhängig von der Spannung die Auslösung stets dann erfolgt, wenn die Heizvorrichtung die zulässige Höehsttemperatur erreicht hat.
In der Zeichnung sind beispielsweise mehrere Ausführungsformen der Vorrichtung schematisch dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 bis 1ä verschiedene Anordnungen für eine Kochplatte, deren Widerstände ver schieden angeschlossen werden können, --. Fig. 14 eine Vorrichtung mit Regel transformator.
Nach Fig. 1 sind zwei Heizwiderstände a, b vorhanden, die in verschiedener Weise an den Aussenleiter B und den Nulleiter 0 eines Dreiphasennetzes angeschlossen werden können. Ferner ist auch ein zweiter Aussen leiter ,S' .zu dem Schalter geführt, der für das Aufheizen der Platte benutzt werden kann. Der Aussenleiter S enthält einen Thermosta ten d und den von ihm bedienten selbsttäti gen Schalter e.
In den Fig. 2 bis 4 sind die verschiedenen üblichen Schalterstellungen dargestellt. Nach Fig. 2 sind die beiden Wi derstände a, b parallel geschaltet. Es ist das die Stellung der höchsten normalen Be lastung. Nach Fig. 3 ist nur der Widerstand a eingeschaltet zur Erzielung einer mittleren Belastung.
Nach Fig. 4 sind die beiden Wi derstände<I>a, b</I> zwischen den Aussenleiter .B und den Mittelleiter 0 hintereinander ge schaltet zur Erzeugung der geringsten Be lastung, die beispielsweise für das Weiter kochen oder Warmhalten benutzt wird. Tig. 5 zeigt die Schaltung für das Aufheizen der Platte. Die beiden Widerstände<I>a</I> und<I>b</I> sind hier parallel zwischen die beiden .Aussenleiter R und<B>S</B> geschaltet.
Dabei ergibt sieh bei spielsweise bei einem Anschluss an ein 380/220-Voltnetz die dreifache Belastung der gemäss Fig. 2 erreichbaren. Die Anheizzeit wird damit auf etwa 'A herabgesetzt.
Die erhöhte Belastung vermag die Heiz- vorrichtung, ohne Schaden zu erleiden, zu ertragen, wenn sie rechtzeitig abgeschaltet wird. Das könnte durch -einen .den jeweiligen Verhältnissen angepassten . .Zeitschalter .er folgen.
Selbsttätig _passt sich die Einrichtung veränderlichen Verhältnissen, insbesondere Spannungsschwankungen, an, wenn, wie beim Ausführungsbeispiel, ein Thermostat d verwendet wird, der bei Erreichung der ge wünschten Temperatur den selbsttätigen Schalter e auslöst.
Nach dem selbsttätigen Abschalten des Aussenleiters S wird dann der Schalter c auf die gewünschte Betriebs stellung, beispielsweise eine der Stellungen nach den Tig. 2 bis 4, eingestellt. Der zum Ein- und Ausschalten der Kochplatte die nende Schalter c ist bei -dem Ausführungs beispiel auch mit einer Kontaktvorrichtung für die Einschaltung .des zweiten Aussen leiters versehen.
In Fig. 6 ist statt des selbsttätigen Schal ters e ein selbsttätiger Umschalter e' vor gesehen, welcher beim Abschalten des Aussen leiters ,S den Mittelleiter 0 einschaltet. Es ergibt .sich dann ohne weiteres die normale Höchstbelastung gemäss Fig. 2.
Man kann aber die Anordnung auch so treffen, Uass jede der für die Weiter benutzung der Kochplatte gewünschten Schaltungen wchon vor dem Aufheizen ein gestellt werden kann, so dass naeh dem Abschalten des zweiten Aussenleiters ohne v,"eiteres die nach den jeweiligen Ver hältnissen erwünschte Schaltung der Koch- plattenwiderstände besteht.
Ein Beispiel hierfür ist in den Fig. 7 bis 9 dargestellt. Zwischen dem Schalter c und den Heizwider- ständen a,<B>'</B>ist hier ein selbsttätig wirken der, durch einen Thermostaten auszulösender Doppelschalter f angeordnet.
Die drei Fi guren zeigen die drei verschiedenen Normal stellungen, wobei jeweils die ausgezogenen Linien des (Schalters f dessen Aufheizstel- lung, und die punktierten Linien dessen Stel lung für den weiteren Betrieb angeben. Fig. 7 zeigt die der Fig. 2 entsprechende Einstel lung . des Schalters für höchste Normal belastung.
Solange dabei der Schalter ,f in der durch die ausgezogenen Linien gekenn zeichneten Stellung ist, sind .die beiden Wi derstände a, b parallel zwischen die Aussen leiter .P, S eingeschaltet. Wird der Schalter f infolge der Wirkung des Thermostaten d <U>um</U>gestellt, so :dass die punktiert dargestell ten ',Verbindungen in Betracht kommen, so sind die Heizwiderstände a, b zwischen den 9,ussenleiter R und den Mittelleiter 0 parallel geschaltet.
Die Stellung des Schalters nach Fig. 8 entspricht der Einschaltung auf Mit telbelastung gemäss Fig. B. Bei der Stellung des Schalters f auf Anheizen sind wiederum die beiden Widerstände a und b parallel .zwi schen die beiden Aussenleiter .FL, S geschaltet.
Nach der selbsttätigen Umstellung des Schal ters<I>f</I> ist nur der Heizwiderstand <I>a</I> zwischen d-m Aussenleiter R und den Mittelleiter 0 eingeschaltet. Die Stellung des Schalters c nach Fig. 9 entspricht der Einstellung für kleinste Belastung, die in Fig. 4 angegeben ist. Ist bei dieser Stellung ,des Schalters c der Schalter f auf Anheizen gestellt, so sind wiederum die beiden Widerstände a, b pa- zu1iel zwischen die Aussenleiter geschaltet.
Nach dem selbsttätigen Umstellen des Schal- ters f sind die Widerstände hintereinander -zwischen den Aussenleiter R und den Mittel leiter 0 geschaltet. Der Thermostat d kann in den Aussenleiter ,S' oder auch in die zum Verbindungspunkt der beiden Widerstände <I>a, b</I> führende Leitung, also hinter die Schal ter, eingebaut sein.
Die letztere Anordnung hat den Vorteil, dass der Thermostat bei einer vor dem Aufheizen bestehenden geringeren Belastung ebenso wie die Kochplatte schon vorgewärmt ist. , Hat man nur eine Spannung zur Ver fügung, so kann man beispielsweise die An ordnung gemäss Fig. 10 und 11 verwenden und dabei die Widerstände so bemessen, .dass bei einer Einstellung des Schalters c gemäss Fig. 11 Überlastung besteht. Diese Stel lung dient dann zum Aufheizen.
Zweckmässig werden die Widerstände so gewählt, dass zwar zur Abkürzung der Aufheizzeit eine Überlastung vorhanden ist, deren Dauer aber nicht allzu kurz bemessen zu werden braucht. Auch in diesem Falle schaltet aber der mit Thermostat d versehene selbsttätige Schalter e rechtzeitig ab, bevor die Koch platte Schaden leidet.
Will man die Anheizzeit vom kalten Zu stand der beheizten Vorrichtung, zum Bei spiel der Kochplatte, .bis zum Erreichen der eben noch zulässigen Höchstgrenze aus tlehnen, das heisst die Auslöseeharakteristik (leg Thermostaten genau der Erwärmungs- eharakteristik der Heizwiderstände anpassen, so muss der Thermostat auch schon während des normalen Betriebes je nach Leistungs aufnahme der Heizwiderstände und der damit verbundenen Erwärmung der Platte erwärmt werden, obwohl er noch nicht vom Strom durchflossen wird.
Das kann man gemäss Fig. 12 dadurch erreichen, dass man -den Metall mantel g des Thermostaten d mit dem Me tallmantel la der beheizten Vorrichtung, bei spielsweise der Kochplatte, metallisch ver bindet und Üadureh einen -#Värmeübergung ermöglicht. In dem Metallmantel g ist der Thermostat isoliert angeordnet. Gegebenen falls könnte -man den Thermostaten auch so anbringen, dass er überhaupt nicht vom Strom durchflossen, sondern nur durch Überleitung erwärmt wird.
Nach Fig. 13 ist mit jedem Widerstand a bezw. b ein Thermostat di bezw. d2 in Reihe geschaltet. Die beiden Thermostaten wirken beide auf den Schalter e, und es wird da durch erreicht, dass bei jeder Schaltung ein für die Auslösung in Betracht kommender Thermostat vom Strom durchflossen wird.
Fig. 14 zeigt ein Beispiel für den An schluss eines Heizwiderstandes an einen Span- nuugsregler i, mit welchem die Belastung des Heizwiderstandes a geregelt werden kann. Auch hier sind zwei Thermostaten di, d2 und ein selbsttätig- wirkender Schalter ei vor gesehen, der hier doppelpolig ausgeführt ist, weil ein Anschluss an zwei Aussenleiter R, 8 besteht. Die Auslösecharakteristik der Ther mostaten muss der Erwärmungscharakteristik des Heizwiderstandes angepasst sein.
Da durch, dass der Spannungsregler i hinter dem selbsttätigen Schalter angeschlossen ist, braucht dieser nicht für die Spannung, welche beim Aufheizen in Betracht kommt, bemessen zu sein. Der Spannungsregler kann ebenfalls für die Dauerleistung bemessen sein, -wenn nur dafür gesorgt ist, dass auch seine Er wärmungscharakteristik der des Thermosta ten entspricht. Bei dieser Schaltung kann der Heizwiderstand sehr kräftig bemessen sein, da nur ein Widerstand benötigt wird und nicht zwei verschiedene Widerstände, wie bei den in den andern Figuren dargestellten Aus führungen.
Trotzdem ist jede gewünschte Änderung der Leistungsaufnahme bis zur Höchstbelastung möglich. Zweckmässig ist die Nennspannung der Platte bei dieser Anord- nung kleiner als die Netzspannung, damit man möglichst starke Widerstandsdrähte verwenden kann.