CH172722A - Extraktorenanlage, insbesondere zum Auslaugen von Pflanzenstoffen, wie Gerb- und Farbhölzern, Rinden, Früchten, Tabak, zuckerhaltigen Stoffen, Kräutern, Drogen usw. - Google Patents

Extraktorenanlage, insbesondere zum Auslaugen von Pflanzenstoffen, wie Gerb- und Farbhölzern, Rinden, Früchten, Tabak, zuckerhaltigen Stoffen, Kräutern, Drogen usw.

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CH172722A
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Aktiengesellschaft Buss
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Buss Ag
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      Extraktorenaulage,    insbesondere zum Auslaugen     -von        Pflanzenstoffen,    wie     Gerb-    und       Farbhölzern,    Rinden, Früchten, Tabak, zuckerhaltigen     Stoffen,          Kräutern,    Drogen usw.    Die Extraktion von Pflanzenstoffen, wie       Gerbmaterialien,    zuckerhaltigen Stoffen     etc.     geschieht in     Extraktoren,    die in bestimmter  Anzahl zu einer Batterie verbunden sind.

   Das  Fördern der Flüssigkeit, durch die Batterie  erfolgt in der Regel nach dem bekannten,  gebräuchlichsten     Durchdrückverfahren,    derart,  dass in den     Extraktor    mit dem ausgelaugtesten  Material das Lösungsmittel oder Druckluft  oben     eingetührt    wird, und da die     Extraktoren     gleichzeitig so miteinander in Verbindung  stehen, dass die Flüssigkeit vom Unterteil  eines     Extraktors    zum Oberteil des nächsten  gedrückt wird, fliesst im Gegenstromprinzip  die an gelösten Stoffen immer mehr ange  reicherte Flüssigkeit durch die ganze Batterie,  um als fertige Brühe aus dem     Extraktor    mit  dem frischesten Material auszutreten.  



  Bei der     Durchdrückperiode,    während der  die Flüssigkeit im     Extraktor    langsam von  oben nach unten strömt, damit die aus dem    vorhergehenden Körper kommende, dünnere  Brühe die stärkere Lösung verdrängt, wird das  Einsatzgut gegen den Filterboden gedrückt.  Hierdurch tritt mit der Zeit ein Verstopfen  des Bodens ein, wodurch das Durchdrücken  derart erschwert wird, dass ein rationelles  Arbeiten unmöglich wird. Insbesondere zeigt  sich diese Erscheinung bei sehr fein zerklei  nerten oder leicht quellenden     Stoffen.     



  Um diesen Übelstand zu vermeiden, ist  nun gemäss der Erfindung, unter Benützung  einer Batterie von hintereinander geschalteten       Extraktoren,    jeder derselben mit einer     LUm-          wälzeinrichtung,    vorzugsweise einer     Umwälz-          pumpe,    versehen,     mittelst    welcher die Flüssig  keit im Oberteil des     Extraktors    angesaugt  und unter einen Filterboden desselben wieder  hineingedrückt werden kann. Hierdurch wird  das auf dem Filterboden ruhende Einsatzgut  abgehoben und aufgelockert, so dass bei der  nächsten     Durchdrückperiode    die Flüssigkeit      wieder leicht abfliesst.

   Durch die intensive  Zirkulation der Flüssigkeit während der     Um-          wälzperiode    wird ausserdem der Lösungsvor  gang, d. h. die Diffusion der löslichen     Stoffe     aus den     Pflanzenteilen    in das umgebende Löse  mittel sehr beschleunigt, so dass das Gleich  gewicht viel rascher erreicht ist. Auf diese  Weise ist es möglich, eine höhere Leistung  bei besserer Ausbeute zu erzielen und stärkere  Brühen zu erhalten.  



  Um die beschriebene Wirkung der Um  wälzpumpe während der ganzen Extraktions  zeit auszunützen, kann die Anordnung so ge  troffen werden, dass auch während der För  derung der Brühe die Umwälzung nicht ab  gestellt wird. Dieses Verfahren kann auch mit  dem bekannten     Umschöpfverfahren    kombiniert  werden. Die     Umwälzleitungen    können An  schlüsse erhalten, welche gestatten, zum  Fördern der Flüssigkeit unter dem Siebboden  anzusaugen und ins Oberteil des nächsten       Extrakteurs    zu drücken. Das Fördern der  Flüssigkeit kann entweder durch eine oder  mehrere besondere Pumpen, oder aber zusätz  lich oder ausschliesslich durch die     Umwälz-          pumpen    erfolgen.  



       Abb.    1, 2, 3 und 4 der Zeichnung veran  schaulichen     schematisch    einige Ausführungs  beispiele des Erfindungsgegenstandes.  



       Abb.    1 zeigt einen Längsschnitt durch  eine erste Ausführungsform. Die Eitraktoren  bestehen aus je einem Behälter 1     bezw.    B.  dessen Deckel eine verschliessbare Öffnung 2  zum Einfüllen des Rohmaterials und dessen  Boden eine verschliessbare     Öffnung    3 zum Ab  lassen des ausgelaugten Stoffes hat. Im Unter  teil der Eitraktoren ist ein Siebboden 4 ein  gebaut, auf dem das Einsatzgut ruht und  durch den die Flüssigkeit abfliessen kann.

    Das frische Lösungsmittel wird durch die       Verteilleitung    7 und das     Anschlussrohr    9 in  den entsprechenden Eitraktor oben hineinge  drückt, verdrängt die darin vorhandene     Lösung,     die unter dem Siebboden abfliesst und durch  das     Überdrückrohr    10 zum nächsten Eitraktor  gelangt, um ihrerseits die dort vorhandene  stärkere Lösung von oben nach unten zu ver  drängen. Aus dem Eitraktor mit dem frische-         sten    Rohstoff fliesst die fertige Lösung durch  den Ablaufstutzen 5 dem     Ablaufsammelrohr    6  zu     bezw.    läuft aus der Batterie ab.  



  Während der     Umwälzperiode,    während  welcher die Flüssigkeit nicht durch die Bat  terie wandert, wird in jedem einzelnen     Ex-          traktor    durch die besondere Pumpe 11 eine  heftige Bewegung der Flüssigkeit im Innern  des     Extraktors    erzeugt, und zwar so, dass aus  einem oder mehreren im     Oberteilinnern    an  gebrachten Filterelementen 13     bezw.        13a    die  Brühe abgesaugt und unter den Siebboden 4  hineingedrückt wird.

   Zur Erleichterung des  gleichmässigen     Durchströmens    durch den gan  zen     Extraktorinhalt    wird die Filterfläche des  Siebbodens durch ein oder mehrere anschlie  ssende, nach oben ragende Filterelemente 14       bezw.        14a    vergrössert. Die Filterelemente 14       bezw.        14a    ermöglichen ferner ein rasches Ab  fliessen der Flüssigkeit aus dem     Extraktor.     



       Abb.    2 zeigt eine Abänderung der Um  wälzeinrichtung. Das im Oberteil des     Eitrak-          tors    an die Saugleitung 12     angeschlossene    und  nach unten ragende Filterelement 15 ist an  der untern Öffnung mit einer Klappe 16 ver  schlossen. Während des     Umwälzens    ist diese  Klappe geschlossen; es wird also während  des     Umwälzens    die Flüssigkeit gleichmässig  aus der ganzen Höhe der Füllung abgezogen.  Während des     Abfliessens    der Flüssigkeit wird  die Klappe 16     geöffnet,    so dass ein rasches  und leichteres Abfliessen möglich ist.

   Es können  auch mehrere untereinander verbundene     Filter-          elernente        15a    eingebaut werden, wie dies beim  Eitraktor rechts der Fall ist.  



       Abb.3    zeigt eine Ergänzungsform der vor  genannten Ausführung, derart, dass die Klappe  18 sich nicht direkt nach dem     Extraktor-          hauptraum    öffnet, sondern in einem Verbin  dungsrohr liegt, das unter den Siebboden 4  ausmündet. Das Verbindungsrohr kann wie  beim     Eitraktor    links bei 19 im Innern des  Eitraktors oder wie beim Eitraktor rechts  bei 20 ausserhalb desselben angebracht wer  den; im letzteren Fall wird die Klappe durch  ein Absperrorgan 21 ausserhalb des Eitraktors  ersetzt. Die Wirkungsweise ist dieselbe, wie       vorbeschrieben,    jedoch verbessert.

             Abb.    4 zeigt eine weitere Abänderung,  bei welcher mehrere Filterelemente 22 oben  und unten miteinander verbunden sind, und  zwar derart, dass die untern Enden der Filter  elemente an ein gemeinsames, innerhalb oder  ausserhalb liegendes Ringrohr 23     bezw.        23a          angeschlosssen    sind, das über ein Absperror  gan 24 mit dem Flüssigkeitsraum unter dem  Siebboden 4 der     Extraktoren    verbunden ist.  



  Die beiden     Abb.    5 und 6 veranschaulichen  schematisch zwei weitere Ausführungsbeispiele  des Erfindungsgegenstandes.     Abb.    5 zeigt  einen Längsschnitt durch eine Ausführungs  form, bei der das frische Lösungsmittel durch  die     Verteilleitung    7  und das     Anschlul)rohr        911     von unten in den     Extrakteur    1 hineingedrückt  wird.

   Die Lösung wandert in diesem nach  oben, gelangt durch die     Umwälzleitung    12  zur Pumpe 11 und von dort unter den Sieb  boden im Unterteil des     Extraktors    1, kann  aber auch von der     Umwälzleitung    12 über  das     Überdrückrohr        10a    in den Unterteil des  nächsten     Extrakteurs    8 umgeleitet werden,  um auch diesen von unten nach oben zu  durchströmen und aus dem letzten     Extrakteur     durch das     Anschlussrohr        511    und die     Abdrück-          leitung        6a    aus der Batterie abzufliessen.

    



       Abb.    6 zeigt eine Abänderung der Verbin  dungsleitung, derart, dass das     Überdrückrohr     10" an den Druckstutzen der     Umwälzpumpe     angeschlossen ist, so dass die Förderung der       Fliässigkeit    zum nächsten     Extrakteur    durch  diese unterstützt oder aber von ihr allein be  sorgt wird.  



  Durch die     Anschlussleitungen    26 und 27  kann die Förderung der Flüssigkeit in dein  Sinn erfolgen, dass diese unten angesaugt und  in den nächsten     Extrakteur    oben eingeführt  wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Extraktorenanlage, insbesondere zum Aus laugen von Pflanzenstoffen, wie Gerb- und Farbhölzern, Rinden, Früchten, Tabak, zucker haltigen Stoffen, Kräutern, Drogen usw., ver mittelst einer Batterie von hintereinanderge- schalteten Extraktoren, dadurch gekennzeich net, dass jeder Extraktor mit einer Umwälz- einrichtung versehen ist, mittelst welcher die Flüssigkeit im Oberteil des Extraktors ange saugt und unter einen Filterboden desselben wieder hineingedrückt werden kann.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Extraktorenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im Innern der Extraktoren oben ein oder mehrere Filterelemente (13, 13a) eingebaut sind, welche mit dem Saugrohr einer Umwälz- pumpe (11) in Perbindung stehen, und dass getrennt von diesen Filterelementen im Unterteil Filterelemente (14,14a) vorgese hen sind, welche an den Siebboden (4) angeschlossen sind.
    2. Extraktorenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere vom Oberteil derExtraktoren nach unten ragende Filterelemente (15, 15a) am obern Ende mit der Saugleitung einer Um wälzpurnpe (11) in Verbindung stehen und am untern Ende mit einem Absperrorgan (16) versehen sind, zum Zwecke, einerseits beim Umwälzen der Flüssigkeit durch Schliessen desselben ein über den ganzen Extraktor gleichmässiges Absangen der Flüssigkeit zu erzielen,- anderseits durch Öffnen desselben ein rasches Abfliessen der Brühe zu ermöglichen.
    3. Extraktorenanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass das Absperrorgan (18 bezw. 21) am untern Ende des eingebauten Filter elementes (17) in einem innerhalb der Extraktoren liegenden Rohr vorgesehen ist, das mit dem Flüssigkeitsraum unter dem Siebboden (4) in Verbindung steht. 4. Extraktorenanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass das Absperrorgan (18 bezw. 21) am untern Ende des eingebauten Filterelementes (17) in einem ausserhalb der Extraktoren liegenden Rohr vorge sehen ist, das mit dem Flüssigkeitsraum unter dem Siebboden (4) in Verbindung steht.
    5. Extraktorenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Filterelemente (22) am untern Ende an ein gemeinsames, innerhalb derExtraktoren liegendes Ringrohr angeschlossen sind, welches über ein Absperrorgan (24) in dem Flüssigkeitsraum unter dem Siebboden (4) der Extraktoren mündet. 6. Extraktorenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Filterelemente (22) am untern Ende an ein gemeinsames, ausserhalb der Extrak- toren liegendes Ringrohr angeschlossen sind, welches über ein Absperrorgan (24) in dem Flüssigkeitsraum unter dem Sieb boden (4) der Extraktoren mündet.
    7. Extraktorenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Eitrak- toren derart durch Verbindungsleitungen (1011) untereinander verbunden sind, dass während des Umwälzens ein Überdrücken der Flüssigkeit von einem Extraktor zum nächsten geschehen kann.
    B. Extraktorenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Überdrück- leitungen (10u) an den Druckstutzen von Umwälzpumpen (11) angeschlossen sind, so dass die Föderung der Flüssigkeit zum nächsten Extraktor durch diese besorgt wird. 9. Extraktorenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umwälz- einrichtungen in Pumpen bestehen, die Anschlüsse (26 und 27) aufweisen.
    10. Extraktorenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umwälz- einrichtung jedes Extraktors auch mit dem Unterteil des nächsten Extraktors in Verbindung steht.
CH172722D 1932-09-03 1933-09-02 Extraktorenanlage, insbesondere zum Auslaugen von Pflanzenstoffen, wie Gerb- und Farbhölzern, Rinden, Früchten, Tabak, zuckerhaltigen Stoffen, Kräutern, Drogen usw. CH172722A (de)

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