CH172779A - Eisenlegierung zum Herstellen rostfreier, säure- und hochhitzebeständiger Gegenstände. - Google Patents
Eisenlegierung zum Herstellen rostfreier, säure- und hochhitzebeständiger Gegenstände.Info
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Description
Eisenlegierung zum Herstellen rostfreier, säure- und hochhitzebeständiger Gegenstände Zur Herstellung von Gegenständen, die nicht rostend, hochhitze- und säurebeständig sein sollen, werden bisher Eisen-Chrom- und Eiseri-Chrom-Nickellegierurigen mit je nach den Bedingungen wechselnden Chrom- und Nickelgehalten verwendet. Die Technik ver tritt noch heute die Einsicht, dass als Träger der diese Legierungen kennzeichnenden Eigen schaften, ausschliesslich oder doch in aus schlaggebendem Masse das Chrommetall an zusprechen sei. Die Erfahrung und vielfache Untersuchungen haben dabei ergeben, dass die Wirkung des Chromzusatzes in ursäch lichem Zusammenhang mit dem Kohlenstoff gehalt der Legierungen steht.
Man weiss bei spielsweise, dass in einer Chrorngnsslegierung durch einen Kohlenstoffgehalt von 1% etwa 10 % des Chromanteils der Grundmasse ent- zogen werden und erst der über 100o hin ausgehende Chromanteil auf ihre Rost-, Säure- und Hitzebeständigkeit wirkt.
Des weiteren ist aber nach den bisherigen Er kenntnissen auch bei niedrigstem Kohlenstoff- Behalt, etwa bei einer Stahllegierung von <B>0,050</B> /o C, ein ganz bestimmter Chromzuschlag zur Erzielung der beschriebenen Wirkungen erforderlich und gehören mindestens 13 % Chrom dazu, solche Legierungen im ver güteten und polierten Zustande rostbeständig, über 15'/o Chrom, um sie hinreichend säure beständig zu machen.
Bei den normalen Eisen-Chromlegierungen lässt die Postbestän- digkeit mit einem über 0,4% ansteigenden Kohlenstoffgehalt sprunghaft nach und es gehören erhebliche Chrommengen dazu, um den Abfall auszugleichen.
Die vorliegende Erfindung geht im Ge gensatz zu der bisherigen Praxis nun von der Erkenntnis aus, dass es möglich sein muss, eine nichtrostende, säure- und hitzebe ständige Stahl- und Gusslegierung jedweden Kohlenstoffgehaltes mit weit niedrigeren Chromgehalten herzustellen als bisher, wenn es gelingt, die die Wirkung des Chroms hemmende Karbidbildung zu verhindern.
Das ist nach der Erfindung durch einen Molyb- dänzusehlag möglich, der je nach dem Ver wendungszweck und dem Kohlenstoffgehalt der Legierung 5 bis 20% betragen soll. In diesen Grenzen wirkt der Molybdänzusatz verdichtend auf das grobkristalline Gefüge der Chromstähle oder des Chromgusses, er unterbindet die Bildung von Chromkarbiden, verhindert den Entzug des Chroms aus der Grundmasse und schafft so die Korrosions beständigkeit, Hitzebeständigkeit und Rost sicherheit von Legierungen,
die allein nach ihrem Chromgehalt diese Eigenschaften nicht aufweisen würden. Ein Molybdä nzusatz von 5 bis 20 0% ist also in der Lage, das Chrom in diesen Grenzen bei den bisher bekannten Chromlegierungen zu ersetzen und einen Chromstahl schon mit Chromgehalten unter 13'/o im polierten, mit Chromgehalten über 15')/o aber auch bereits im rohen und unbe arbeiteten Zustande rostsicher zu machen.
Ein gemäss der Erfindung hergestellter Chrom guss mit beispielsweise einem Kohlenstoff gehalt von etwa 10% ist bei einem Chrom- gehalt von 4 bis 6% durch den Zuschlag von 5 bis 7% Molybdän im polierten Zustande genau so rostsicher wie eine be kannte reine Chromnickellegierung,
die bei 18 bis 20 % Cr und 8 % N i auch mit einem C-Gehalt von 0,05 bis 1% noch vergütet und poliert werden muss.
Mit steigendem Chromgehalt verbessern sich naturgemäss die Eigenschaften der Eisen-Chrom-Molybdän- legierung, ein Molybdänzuschlag von 5 bis 20 % macht die jetzt bekannten reinen Eisen-Chromlegierungen jedweden Kohlen stoffgehaltes damit für weit höhere Ansprüche als bisher geeignet.
So wird beispielsweise die Vergiessbar- keit dieser Legierungen durch das Molybdän so verbessert, dass es gelingt, Scheren mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,6 % im Ge- wicht von 10 gr ohne Lunkerstellen zu giessen. Gegenstände, für die eine hohe Hitzebestän digkeit gefordert wird und solche, .die neben dieser Hitzebeständigkeit auch korrosionsfest sein sollen, werden mit Erfolg aus der neuen Legierung hergestellt.
Dünnwandige Econo- miserrohre,Überhitzerschutzplatten fürDampf- kessel sind je nach den Bedingungen mit Cr-Gehalten bis zu 35 % und Molybdän- gehalten bis zu 20 % auch bei erhöhten Kohlenstoffgehalten in höchster Hitze
säure- und laugenbeständig. Ein bedeutender Vor zug der neuen Eisen-Chrom-Molybdänlegie- rung ist ihre gute Bearbeitungsmöglichkeit. Trotz höchster Brinellhärte sind die ge schmiedeten oder gegossenen Czegenstände schon mit gewöhnlichen Schnelldrebstählen zu bearbeiten; was besonders dann von grösster Bedeutung ist, wenn diese Gegen stände zur Erhöhung oder Herstellung ihrer Rostsicherheit poliert werden müssen.
Zur weiteren Verbesserung ihrer Eigen schaften kann die neue Legierung auch einen Nickelgehalt von 1 bis 30'/o haben; sie ist je nach den Bedingungen aber auch ohne diesen Nickelzuschlag zu erschmelzen. Durch Nickel wird die Festigkeit und von einem bestimmten Gehalt ab auch die Dehnung der Legierung günstig beeinflusst. Natürlich können auch noch andere der bekannten Elemente hinzulegiert werden.
Von beson derem Einfluss ist dabei der Siliziumgehalt, der von 0,1 % bis zu 12 % ansteigen kann. Er befördert je nach seiner Höhe die Be arbeitungsfähigkeit und Verschleissfestigkeit, dann aber auch die Widerstandsfähigkeit der Legierung gegen heisse Schwefel- und Salzsäure.
Aus der neuen Legierung können sowohl gewalzte, geschmiedete oder ähnlich ver formte, als auch gegossene Gegenstände her gestellt werden, dabei soll je nach dem Ver wendungszweck der Kohlenstoffgehalt 0,1 bis 3%, der Molybdängehalt 5 bis 201)/o und der Chromgehalt 1 bis 35% betragen. Um Gegenstände herzustellen, die im rohgegosse nen oder gewalzten Zustande absolut rostfrei sein sollen,
ist ein höherer Molybdän- und Chromgehalt erforderlich als bei nur im polierten Zustande rostsicheren Gegenständen. Bei letzteren kommt man schon mit einem Chromgehalt von unter 13% und einem Molybdängehalt bis zu 10%, bei gegebenen- falls einem Nickelgehalt von 8 bis 20_0/0 aus.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Eisenlegierung zum Herstellen rostfreier, säure- und hochhitzebeständiger Gegenstände, dadurch gekennzeichnet, dass sie 0,1 bis V /o Kohlenstoff, 1 bis 351/o Chrom und 5 bis 201/o Molybdän enthält. UNTERANSPRüCHE: 1. Eisenlegierung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen Nickelgehalt von 1 bis 30 0/0. 2. Eisenlegierung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen Siliziumgehalt von 0,1. bis 12 %. 3.Eisenlegierung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen Nickelgehalt von 1 bis 30'/o und einen Siliziumgehalt von 0,1 bis 12 %. 4. Eisenlegierung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass sie einen Chromgehalt von 1 bis 1311/o hat, um zur Herstellung von Gegenständen, die im blanken Zustande absolute Rostsicherheit, hohe Verschleiss festigkeit, Laugen- und Zunderbeständig- keit aufweisen, verwertbar zu sein. 5.Eisenlegierung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass sie einen Chromgehalt von 15 bis 35/o hat, um zur Herstellung von Gegenständen, die schon im rohen Zu stande absolute Rostsicherheit aufweisen, verwertbar zu sein.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE172779X | 1932-11-24 | ||
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1209756B (de) * | 1960-11-28 | 1966-01-27 | Union Carbide Corp | Eisenlegierung zum Aufschweissen, Aufspritzen oder Aufgiessen |
| DE1288793B (de) * | 1960-11-28 | 1969-02-06 | Union Carbide Corp | Verschleissfeste Eisenlegierung |
-
1933
- 1933-11-21 CH CH172779D patent/CH172779A/de unknown
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