Sieherheitskontakt-Einrichtung an Schachttiiren elektrisch gesteuerter Aufzüge. Bei elektrisch gesteuerten Aufzügen sind an den Schachtzugängen Kontakte erforder lich, welche bei offenen Türen die Inbetrieb setzung des Aufzuges verhindern.
Zu diesem Zwecke sind Kontakte gebaut worden, deren Kontaktbrücke am Türflügel montiert ist, während die beiden Pole, die bei geschlossener Türe durch die Brücke ver bunden werden, am Türpfosten angebracht sind. Diese Kontakte sind an sich sehr ein fach, haben aber den Nachteil, dass sie be- rührbar und willkürlich, z. B. mit einem Stück Draht ete. überbrückt werden können. Zudem werden sie ausserhalb des Türschlosses sepa rat montiert, was eine zusätzliche Leitungs führung erfordert. Es gibt auch Kontakte, welche im Türsehloss untergebracht sind, und auf mechanische Weise, z.
B. durch eine Türklappe mit der Türe zwangläufig in Ver bindung stehen. Diese Lösung bietet volle Gewähr für sicheres Arbeiten des Kontaktes, ist dagegen teuer in der Ausführung, weil diese immer der Konstruktion der Türen ent sprechend gestaltet werden muss.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Sicherheitskontakteinriehtung; bei welcher der bewegliche Steuerkontaktteil mit einem Gesperre verbunden ist, das Zuhal- tungslamellen besitzt, die zweckmässigerweise im beweglichen Türteil untergebracht sind und durch Einschieben eines in der Form ihnen angepassten Gegenstückes betätigt wer den können, worauf der Steuerkontakt ge schlossen werden kann.
Die bestimmte Form dieses Gegenstückes, sowie die entsprechende Beschaffenheit des Gesperres machen bei offener Türe das Schliessen des Steuerkon taktes von Hand, beziehungsweise eine Über brückung des Kontaktes unmöglich, so dass sich die Anbringung von Türklappen und ge sondert angebrachten Vorsteuerkontakten er übrigt. Damit werden auch gesonderte Zu leitungen zu den Vorsteuerkontakten über flüssig.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. Fig. 1, 2, 3 und 4 zeigen das Kontakt- gesperre in Verbindung mit dem Steuerkon- takt, wobei in Fig. 1 der Steuerkontakt in unterbrochener Stellung gesperrt dargestellt ist; Fig. 2 stellt eine Seitenansicht des Ge- sperres dar; Fig. 3 zeigt den geschlossenen Steuerkontakt bei eingeführtem Schlüssel, Fig. 4 den eingeführten Schlüssel;
Fig. 5, 6 und 7 zeigen schematisch die Anordnung der Kontakte mit dem Kontakt gesperre, nebst den Riegeln im Schlosskasten eines zweiteiligen Türschlosses in den ver schiedenen Betriebsstellungen, und zwar: Fig. 5 bei offener Türe, Fig. 6 bei geschlossener, jedoch noch nicht verriegelter Türe, Fig. 7 bei geschlossener und verriegelter Türe.
Das Kontaktgesperre besitzt drei Lamellen a, b und c, die auf einem gemeinsamen Dreh zapfen g nebeneinander gelagert sind und um diesen Zapfen schwingen. Die Lamelle c weist eine Verlängerung nach unten auf, welche den Drehzapfen f für einen Sperr hebel d trägt. Dieser Hebel ist durch ein Gelenk lt mit dem Schaft F der Brücke<I>B</I> eines im Kontrollstromkreis liegenden Steuer kontaktes T verbunden und wird durch den festen Zapfen e in einem Schlitze so gehalten, dass er eine Schwingbewegung ausführen muss, wenn die Lamelle c bewegt wird.
Die Lamellen a und b weisen an der Peripherie radiale Einschnitte l auf, die so gegenein ander versetzt sind, dass die Lamellen a und b in ihrer Ruhelage (Fig. 1) ein .Eingreifen des Hebels<I>d</I> in die Einschnitte<I>l</I> verhindern, bei passender Verschiebung durch einen ent sprechenden Schlüssel r aber so eingestellt werden, dass die Einschnitte Z ein Eingreifen des Hebels d und damit auch eine Betäti gung der Kontaktbrücke B gestatten.
Das Kontaktgesperre kann statt zwei Sperrlamellen a und b nur eine oder aber mehr als zwei solche besitzen, wobei der Schlüssel r- entsprechend der Lamellenzahl abgestuft wird. Statt auf einen Drehzapfen g können die Lamellen in Geradführungen ge lagert sein.
In der Schlosshälfte I, welche an dem Türflügel montiert wird, ist die Schlossfalle P gelagert, welche bei geschlossener Türe in an sich bekannter Weise durch eine Feder in dem Gegenschloss II gehalten wird und mit einem Griff ix verbunden ist, durch den sie zurückgezogen werden kann. Ferner ent hält die Schlosshälfte I den als Schlüssel ausgebildeten Riegel r, welcher mit einem Wechselhebel zv gelenkig verbunden ist, der um einen Zapfen o schwingen kann und mit einem Gleitstück i ebenfalls gelenkig verbun den ist.
Die Schlosshälfte II enthält den Steuerkontakt T und einen durch sein Schliessen den Vorsteuerstromkreis unter brechenden Lichtkontakt L mit der gemein samen Brücke B, das durch die Lamellen a, b und c gebildete Kontaktsperre G, das durch eine Verbindungsstange V mit dem Schaft F der Kontaktbrücke B verbunden ist. Ferner den Riegel B, der durch Feder 8 gegen das Gleitstück i geschoben wird, so dass der Schlüsselriegel r gegen das Gesperre G ge stossen wird.
Der Riegel B wird durch eine nicht dargestellte elektrisch betätigte Ent- riegelungsgleitbahn in an sich bekannter Art gesteuert. Er ist am einen Ende konisch geformt, so dass er beim Einriegeln der Türe auf einen Bolzen H, der auf der Verbin dungsstange F' sitzt, auflaufen und so den Kontakt T zwangsweise unterbrechen kann.
Ein Winkelhebel .K dient als Verbindungs glied zwischen der Scblossfalle P und dem Lichtkontakt L. Die eingeschobene Schloss falle P (Fig. 6) drückt den Winkelhebel .g gegen den Brückenschaft F, jedoch nur so weit, dass der Lichtkontakt L unterbrochen werden kann, ohne Einfluss auf den Steuer kontakt T, der mit dem Lichtkontakt zwi schen den üblichen (nichtgezeichneten) Steuer sicherungen parallel in den Steuerstromkreis des Aufzuges geschaltet ist.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtungen ist folgende: Die Schachttüre sei geöffnet. Die ent sprechende Tage der Kontaktbrücke B und der Riegel zeigt Fig. h. Darnach ist T unter brochen, L geschlossen, der Kontrollstrom- kreis somit unterbrochen, ebenso der Vor- steuerkreis, die Besetztlampen brennender Aufzug ist in Ruhe.
Wird nun die Türe in die Falle gelegt (Fig. 6), so drückt die Schlossfalle P auf den Winkelhebel K und dieser unterbricht den Kontakt L, wodurch die Vorsteuerung vor bereitet wird.
Wird nun durch einen (nicht gezeichneten), z. B. in der Kabine angeordneten Druckknopf der Vorsteuerkreis geschlossen, so lässt die oben erwähnte Entriegelungsgleitbahn den Riegel B im Schloss vorschieben. Dieser stösst gegen das Gleitstück i und überträgt die Bewegung über den Wechselhebel ic und den Schlüsselriegel r auf das Gesperre G und den Kontakt T, welcher dabei am Schluss der Bewegung geschlossen wird. Damit ist der Kontrollstromkreis geschlossen und der Aufzug fährt an.
Wird das Zielstockwerk angefahren, so unterbricht der übliche, nicht dargestellte Stockwerkschalter die Vorsteuerung, wodurch der Aufzug zur Ruhe kommt, die Entriege- lungsgleitbahn in die Entriegelunsstellung fällt und den Riegel R aus der" Stellung Fig. 7 in die Stellung Fig. 6 schiebt, wodurch der Kontakt T unterbrochen wird.