CH172859A - Entladungsapparat mit Quecksilberdampffüllung und mit einer fremdgeheizten Glühkathode mit hoher Stromdichte. - Google Patents
Entladungsapparat mit Quecksilberdampffüllung und mit einer fremdgeheizten Glühkathode mit hoher Stromdichte.Info
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Description
Entladungsapparat mit Quecksilberdampffüllnng und mit einer fremdgeheizten Glühkathode mit hoher Stromdichte. Bei Inbetriebsetzung eines Entladungs apparates mit Quecksilberdampffüllung und mit einer fremdgeheizten Glühkathode mit hoher Stromdichte (5 A/cm 2), insbesondere aus dem kalten Zustand heraus, ist die durch die Fremdheizung erzeugte Dampf- d-Mhte in der Nähe der Glühkathoden sehr klein. Infolge der kleinen Dampfdichte ist aber die Erzeugung positiver Jonen so ge ring, dass die negative Raumladung an der Kathode nicht kompensiert wird, der Span nungsabfall wird also bei grossen Strom dichten sehr hoch.
Anderseits erzeugt die grosse Stromdichte ein heftiges Jonenbom- bardement, wodurch die aktive Schicht der Glühkathode rasch zerstört wird. 'Hau muss also vor Inbetriebsetzung eines Hochstrom glühkathodenapparätes abwarten, bis die Dampfdichte in der Nähe der Kathode den Wert erreicht hat, dass der Fntladungsappa- rat mit den erforderlichen Strömen ohne GeAhrdung der Glühkathode belastet wer den kann.
Es muss also dafür gesorgt werden, dass in der Umgebung der Glühkathode eine Dampfdichte solcher Grösse vorhanden ist, dass die Glühkathode vor Zerstörungen ge schützt ist, wobei aber im übrigen Gefässteil die Dampfdichte wesentlich geringer zu halten ist. Zur Erreichung dieses Zweckes und um die Anlasszeit zu verkürzen, hat man bereits vorgeschlagen, die Glühkathode in unmittelbarer Nähe eines Quecksilbersumpfes anzuordnen und diesen durch die Fremd heizung der Glühkathode zu heizen.
Ferner ist es bekannt, ausserhalb des Entladuügs- gefässes einen Quecksilberbehälter anzuord nen, der beheizt wird und mit dem Queck- silbersumpf im Gefässinnern kommuniziert, und von dem aus die Glühkathode mittelst eines Rohres beblasen wird.
Die erstgenannte Einrichtung genügt nicht zur Erzielung des angestrebten Zweckes. Die bekannte Einrichtung für Blas Anblasen der Glühkathode mit Quecksilberdampf hat den Nachteil, dass der Dampf ungleichmässig über die Kathode verteilt wird; an der vom Blasstrom getroffenen Stelle der Glüh- kathode herrscht hierbei die grösste Dampf konzentration. Da die Entladung vorzugs weise an der Stelle grösster Dampfdichte an setzt, wird also die Glühkathode an dieser Stelle stark belastet und rasch zerstört.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Entladungsapparat mit Quecksilberdampf füllung und mit einer fremdgeheizten Glühkathode mit hoher Stromdichte, wo bei in unmittelbarer Nähe der Glühkathode durch dauernde Zufübrung eines Queck- silberdampfstromes eine grosse Dampfdichte erzeugt wird, und bei dem die geschilderten Nachteile dadurch beseitigt werden, dass der Kathodenkörper als Brause für den Queck silberdampf ausgebildet ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der Erfindung schematisch unter Weglassung der für das Verständnis der Er findung unwesentlichen Konstruktionsteile an einem Entladeapparat mit Metallgehäuse dargestellt.
Mit a ist das Eisengehäuse des Entlade gefässes bezeichnet, das in der bei Gleich- richtern. bekannten Weise einen Queck silbersumpf b an der tiefsten Stelle des Ge häuses enthält und in den am Gehäuse kon densiertes Quecksilber zurückfliesst. Die Glühkathode e besteht aus einem schwer schmelzbaren aktivierten Körper, (z. B.
Graphit, Molybdän, Wolfram etc.) der Reiz spirale d, dem Eisenbolzen g mit breitem Kopfteil für die Stromzufuhr und dem Ab leitungsbolzen h. Letztere sind durch den Quecksilbersumpf und das Metallgehäuse isoliert hindurchgeführt und gegen das Ge häuse abgedichtet.
Das beheizbare Queck silbergefäss i ausserhalb des Entladungs gefässes steht mit dem Quecksilbersumpf durch das Rohr k in kommmunizierender Verbindung und über die Rohre m, n. mit der Längsbohrung t im Glühkathodenkörper c.
Mit 2c sind den Glühkathodenkörper quer durchsetzende Bohrungen bezeichnet, die mit der Längsbohrung t in Verbindung stehen und in beliebiger Anordnung auf der Mantelfläche des Glühkathodenkörpers oder einem Teil desselben endigen, so dass die Glühkathode die Form einer Brause erhält. Das Rohr rt. aus Quarz steht mit dem Eisen rohr<B>in</B> in längsbeweglicher Verbindung, so dass ein Bruch des Quarzrohres infolge von Wärmedehnungen vermieden ist.
Mit o ist ein Einsatz im Quecksilbersumpf b bezeich net, der das Eindringen von Schmutzteil chen in das Gefäss i verhindert.<I>p</I> ist die Heizspirale für letzteres. r ist ein Ab- scheider für Quecksilbertropfen aus dem im Gefäss i erzeugten Quecksilberdampfstrom. Dieser Abscheider kann auch in der Leitung in liegen und gegebenenfalls ein Sieb sein.
Der durch Beheizung des Quecksilbers im Gefäss i erzeugte Quecksilberdampf ge langt über die Rohre -m, n in die Bohrung t der Glühkathode c und strömt über die Querbohrungen u wie aus einer Brause her vor, so dass die Glühkathode auf der mit Bohrungen -u versehenen Oberfläche mit einer gleichmässigen Quecksilberdampfwolke eingehüllt ist. Die Anzahl der Querboh rungen u und ihre Neigung zur Längsboh rung t kann beliebig gewählt werden.
Man kann den Querbohrungen bei Verwendung einer stehenden Glühkathode eine gegen den Fuss geneigte Richtung geben, wie darge stellt.
Die Glühkathode gemäss der Erfindung kann in gleicher Weise bei ein- oder mehr- anodigen Entladungsapparaten verwendet werden, die sowohl ein Eisengehäuse, wie beim Ausführungsbeispiel, als auch ein Glasgehäuse besitzen können.
Durch die Ausbildung der Glühkathode als Brause für den Quecksilberdampf wird demnach eine gleichmässige Dampfdichte um die Kathode herum erzeugt, so dass die Emission ebenfalls gleichmässig auf der Kathodenfläche ist. Die Belastung der Ka thode ist also an allen Stellen gleichmässig, so dass die Lebensdauer der Glühkathode und damit des Entladeapparates erhöht ist.
Zur Verbesserung der Blasung ist es zweckmässig, dass das Rückführungsrohr k vom Quecksilbersumpf zum heizbaren Quecksilberbehälter i eine solche Höhe hat, dass ein Quecksilberdampfdruck von einigen Zentimeter Höhe erzielt werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Entladungsapparat mit Quecksilberdampf- füllung und mit einer fremdgeheizten Glüh- kathode mit hoher Stromdichte, wobei in un mittelbarer Nähe der Glühkathode durch dauernde Zuführung eines Quecksilber dampfstromes eine grosse Dampfdichte er zeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Kathodenkörper als Brause für den Quecksilberdampf ausgebildet ist. UNTERANSPRüCHE 1. Entladungsapparat nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass der Ka thodenkörper eine Längsbohrung besitzt, und dass mit der Längsbohrung Querboh rungen in Verbindung stehen, die auf der Mantelfläche des Kathodenkörpers verteilt enden. 2.Entladungsapparat nach Unteranspruch 1 mit stehender Kathode, dadurch ge kennzeichnet, dass die Querbohrungen gegen den Kathodenfuss geneigt gerichtet sind. 3. Entladungsapparat nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsbohrung im Glühkathodenkörper über ein Rohr mit einem ausserhalb des Entladungsapparates liegenden beheizten Quecksilberbehälter in Verbindung steht, der mit einem Quecksilbersumpf im Ent- ladegefäss über ein Rücklaufrohr kom muniziert..1. Entladungsapparat nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass im beheiz ten Quecksilberbehälter oder in der Zu leitung zum brausenartigen Glühkatho- denkörper Abscheider für Quecksilber tropfen angebracht sind. 7: Entladungsapparat nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Tropfenscheider ein Metallsieb ist. 6. Entladungsapparat nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rück laufrohr eine solche Höhe hat, dass ein Quecksilberdampfdruck von einigen Zen timetern Höhe erzielt werden kann.7. Entladungsapparat: nach Patentanspruch mit Eisengehäuse, dadurch gekennzeich net, dass sowohl die Glühkathode als auch die Zuführungen zur Heizwicklung der selben gegen das Gehäuse und den Queck silbersumpf isoliert und gegen das Ge häuse vakuumdicht hindurchgeführt sind.
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