CH172869A - Einbettmasse für zahnärztliche Zwecke. - Google Patents
Einbettmasse für zahnärztliche Zwecke.Info
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Description
Einbettmasse für zahnärztliche Zwecke. Einbettmassen für zahnärztliche Zwecke bestehen bekanntlich im wesentlichen aus einem Gemenge von Gips und Quarz. Von einer guten derartigen, besonders für den Goldguss geeigneten Masse wird ausser grosser Mahlfeinheit zur Erzielung glatter Oberflä chen verlangt: 1. Möglichst grosse Expansionsfähigkeit, sowohl beim Abbinden der mit Wasser in üblicher Weise angerührten Masse, wie auch beim Erhitzen der Einbettform, um die un vermeidliche Goldkontraktion auszugleichen, und 2.
Genügend grosse Härte der Einbettform, insbesondere im gebrannten Zustande, um beim Einschiessen des schweren, flüssigen Goldes Abbröckeln und Deformieren der Einbettform zu vermeiden.
Beide Eigenschaften gleichzeitig erfüllen die aus den bisher bekannten Einbettmassen des Handels hergestellten Formen nur sehr unvollkommen. Die thermische Expansion lässt sich zwar durch Erhöhen des Quarzge haltes stark vergrössern, doch wird dadurch die Festigkeit der Einbettform stark herab gesetzt. Umgekehrt wirkt eine Erhöhung des Gipsgehaltes, durch die eine grössere Festig keit erzielt wird, auf die Grösse der thermi schen Expansion ungünstig.
Es ist daher bis jetzt ohne Zuhilfenahme besonderer, umständ licher Massnahmen, wie Ausnutzung der Wachsexpansion durch Warmeinbettung un möglich gewesen, einwandfreie und unbe schädigte Güsse, die die durch die Kontrak tion des Giessmaterials bedingten Abweichun gen vom Modell nicht aufweisen; zu erhalten.
Es wurden nun Zusatzstoffe zu den Quarz und Gips enthaltenden Einbettmassen gefunden, durch welche Einbettformen mit erhöhter Festigkeit bei äusserst grossem Ex- parisionseffekt erhalten werden können.<B>Diese</B> Zusatzstoffe sind organische Stoffe, und zwar sind besonders wirksam freie organische Säuren, wie Zitronensäure, Weinsäure, Oxal- säure, $enzoesäure und Kohlehydrate, wie Zucker und Stärke.
Der Grund für diese auf fallende Erscheinung ist wohl der, dass sich aus den organischen Stoffen und dem Kal zium enthaltenden Bestandteil der Einbett masse beim Entstehen und Erhitzen der Einbettform Kalziumverbindungen bilden, die der Form grosse Härte geben und die Ex pansion günstig beeinflussen.
Durch genaues Dosieren dieser organi schen Stoffe, sowie anderer bekannter be schleunigender oder verzögernder Zusätze, lässt sich die Abbindezeit der Masse leicht nach Belieben einstellen.
Besonders günstige Werte für Festigkeit und Expansion werden erhalten, wenn an Stelle des für diese Zwecke üblichen Ala- bastergipses ganz oder zum Teil ein Halb hydratgips mit besonders hohen Werten für Schüttgewicht und Einstreumenge verwendet wird.
Diese Erfindung bildet eine weitere starke Verbesserung in dem für die zahnärztliche Praxis wichtigen Material der Einbettmassen, da nunmehr leicht einwandfreie und unbe scbädigte Güsse, die die durch die Kontrak tion des Gussmaterials bedingten Abwei chungen vom Modell praktisch nicht mehr aufweisen, erzielt werden können.
<I>Beispiel 1:</I> Man mischt etwa 30 Gewichtsteile eines guten Halbhydratgipses mit 65 Gewichts teilen feingemahlenem Quarzsand, 0,2 Ge- wichtsteilen Zitronensäure, 0,2 Gewichtsteilen Oxalsäure und 0,1 Gewichtsteil Kaliumsulfat gut zusammen und erhält so ein Material, das günstige Abbindezeit, grosse Festigkeit der aus der Masse hergestellten Form in ge branntem Zustande und höchste Expansions fähigkeit aufweist.
<I>Beispiel 2:</I> An Stelle der organischen Säuren und des Kaliumsulfates werden bei sonst gleicher Zusammensetzung wie in Beispiel 1 1,5 Ore- wichtsteile Kartoffelstärke und 0,2 Gewichts teile Kaliumsulfat zugesetzt, wodurch eine Einbettmasse mit ähnlichen Eigenschaften wie gemäss Beispiel 1 erhalten wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einbettmasse für zahnärztliche Zwecke, die eine durch grosse Härte in gebranntem Zustande und grosse Expansion ausgezeich nete Einbettform liefert, dadurch gekenn zeichnet, dass sie mindestens einen organi schen Stoff neben Quarz und Gips enthält: DNTERANSPRüCHE 1. Einbettmasse nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie organische Säuren neben Quarz und Gips enthält. 2. Einbettmasse nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie Kohlehy drate neben Quarz und Gips enthält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE172869X | 1932-12-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH172869A true CH172869A (de) | 1934-10-31 |
Family
ID=5690506
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH172869D CH172869A (de) | 1932-12-01 | 1933-11-22 | Einbettmasse für zahnärztliche Zwecke. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH172869A (de) |
-
1933
- 1933-11-22 CH CH172869D patent/CH172869A/de unknown
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