CH172929A - Verfahren und Einrichtung zur Verhinderung der Eisbildung und der Ansammlung von Schnee bei Geleiseanlagen, insbesondere Weichen. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Verhinderung der Eisbildung und der Ansammlung von Schnee bei Geleiseanlagen, insbesondere Weichen.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Verhinderung der Eisbildung und der Ansammlung von Schnee bei Geleiseanlagen; insbesondere Weichen. Die Eisbildung an Geleiseanlagen und die Ansammlung von Schnee auf denselben kann unter Umständen ernsthafte Betriebs störungen verursachen, insbesondere die Funktion der Weichen beeinträchtigen. Man hat sich zunächst mit der Anwendung von Salz und, weil dieses die Rostbildung an den Eisenteilen der Anlage begünstigt, bei spielsweise von Pottasche in fester Form oder konzentrierter Lösung bedient. Abge sehen davon, dass der Erfolg dieser Mittel von der manuellen Zuverlässigkeit des Per sonals abhängig ist, sind die Spezialmittel verhältnismässig teuer. Es sind ferner eine Reihe verschiedener Verfahren und Einrich tungen bekannt geworden, um eingefrorene oder verschneite Weichen durch Auftauung freizulegen, beispielsweise mit Hilfe von an die Anlageteile anzuschliessenden Heizelemen- ten. A11 diesen Verfahren haftet der Nach teil an, dass sie erst zur Anwendung und Wirkung gelangen, wenn die Vereisung be reits eingetreten und möglicherweise bereits eine Betriebsstörung verursacht ist. Zudem behindern die in der Regel an den Schienen zu befestigenden Einrichtungen für die Dauer des Auftauprozesses den Betrieb. Zweckdien licher sind deshalb Einrichtungen, welche die Eisbildung überhaupt nicht aufkommen lassen, beispielsweise der Einbau von Heizspiralen unter die Weiche. Derartige Installationen sind indessen, weil sie in den Bahnkörper eingebaut werden müssen, verhältnismässig teuer und stellen eine für die Sommersaison überflüssige Komplizierung der Anlage dar. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Verhinderung der Eisbildung und der Ansammlung von Schnee bei Geleise anlagen, insbesondere Weichen, darin beste hend, dass jeweilen vor Eintritt der Winter saison in die zu schützenden Anlageteile eine zur Befestigung an denselben eingerichtete mobile Heizvorrichtung eingebaut und nach Ablauf der Wintersaison wieder abmontiert wird, und eine Einrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens, bestehend aus- einem zwi- schen die Geleise einbaubaren Metallrahmen als Heizkörper und einem den Heizstrom liefernden Transformator, an dessen Sekundär stromleitung der Heizkörper anschliessbar ist. Der Heizkörper besteht zweckmässig aus einem Rahmen aus gut wärmeleitendem Ma terial von hohem elektrischen Widerstand, beispielsweise Rundeisen, Bandeisen, per foriertem Blech, der derart bemessen und konstruiert ist, dass er zwischen die Geleise montiert und bei Nichtbedarf wieder abmon tiert werden kann. Die Bauform im einzelnen ergibt sich aus derjenigen der zu schützen den Anlageteile. Zweckmässig wird sie so gewählt, dass sie in der Höhenlage möglichst wenig Platz in Anspruch nimmt und sich möglichst eng an die Konstruktionsteile der zu schützenden Anlageteile anschmiegt. Zur Vermeidung von Rostbildung kann nicht rostendes Material verwendet werden. Der Heizkörper kann auch einer rostschützenden Oberflächenbehandlung, beispielsweise der Galvanisierung, unterworfen werden. Die Strom- und wärmeleitenden Teile der Heizvorrichtung können ganz oder zum Teil mit einer Isolation umgeben werden, bei spielsweise in einer solchen Form, dass die Isolation auf die Leiter achsial oder radial aufgeschoben werden kann. Wird für den Heizkörper beispielsweise Material verwendet, das Bandform besitzt, so kann die Isolation einen U.förmigen Querschnitt aufweisen, so dass dieselbe von der Seite auf den Leiter geschoben werden kann. Wird diese Isolation in verhältnismässig kurzen Stücken ausge führt, so können die Enden der U-Schenkel einander etwas genähert sein, so dass das Isolationsstück als Klammer wirkt. Ausser der Sekundärleitung des Trans formers können auch einzelne Teile des Heiz körpers aus Kupfer hergestellt sein.. Der Transformator kann als Stufentrans- former ausgebildet sein und einen Sekundär strom von so niederer Spannung liefern, (beispielsweise 5 bis 30 Volt), dass eine Ge fährdung von Personen nicht zu befürchten ist. Die Amperezahl wird zweckmässig je nach Umständen zwischen 50 und 200 gewählt. Wo die Verhältnisse dies zweckmässig er scheinen lassen, können mehrere zu schützende Anlageteile, beispielsweise mehrere Weichen, an einen einzigen Transformator angeschlos sen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Verhinderung der Eisbil dung und der Ansammlung von Schnee bei Geleiseanlagen, insbesondere Weichen, da durch gekennzeichnet, dass jeweilen vor Ein tritt der Wintersaison in die zu schützenden Anlageteile eine zur Befestigung an densel ben eingerichtete, mobile Heizvorrichtung eingebaut und nach Ablauf der Wintersaison wieder abmontiert wird. PATENTANSPRUCH II Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch 1, gekennzeichnet durch einen zwischen die Geleise einzubauen den Metallrahmen als Heizkörper und einen den Heizstrom liefernden Transformator, an dessen Sekundärstromleitung der Heizkörper angeschlossen ist. UNTERANTTSPRüCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Transfor- rner ein Stufentransformator ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Heizkörper aus Eisen besteht. 3. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Heizkörper aus Rundeisen besteht. 4. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Heizkörper aus Bandeisen besteht. 5. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Heizkörper aus perforiertem Material besteht. 6.Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Heizkörper wenigstens zum Teil aus nichtrostendem Material besteht. 7. Einrichtung nach Patentanspruch Il, da durch gekennzeichnet, dass der Heizkörper wenigstens zum Teil galvanisiert ist. B. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass wenigstens einzelne Teile des Heizkörpers aus Kupfer bestehen. 9. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass wenigstens einzelne Teile des Heizkörpers mit einer Isolation versehen sind. 10. Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolation vom Heizkörper trenn bar ist. 11.Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 9 und 10, dadurch ge kennzeichnet, dass die Isolation eine dem Leiterquerschnitt entsprechende Form besitzt, und dass sie auf den Heizkörper aufgeklemmt bezw. von demselben ent fernt werden kann. 12. Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteransprüchen 9, 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierklammer U-förmigen Querschnitt aufweist.
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1934
- 1934-01-06 CH CH172929D patent/CH172929A/de unknown
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