CH172972A - Vorrichtung zur Feststellung des Formzustandes von menschlichen und tierischen Körperteilen, insbesondere der menschlichen Füsse. - Google Patents

Vorrichtung zur Feststellung des Formzustandes von menschlichen und tierischen Körperteilen, insbesondere der menschlichen Füsse.

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CH172972A
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Description


  Vorrichtung zur Feststellung des Formzustandes von menschlichen und tierischen  Körperteilen, insbesondere der menschlichen Füsse.    Um geeignete Mittel anwenden zu kön  nen zur Abhilfe bezw. Linderung der stark  verbreiteten Fussleiden, soweit es sich um  Abweichungen des Fusses von der Normal  form handelt, ist in erster Linie ein richtiges  Feststellen der Art des Fussleidens notwen  dig.

   Dies ergibt die Aufgabe, die vielen  verschiedenen     Punkte    des Fusses in ihrer ge  genseitigen     räumlgehen    Entfernung sowohl  in der horizontalen, als auch in der senk  rechten Richtung einwandfrei festzulegen,  um erkennen zu können, worin die Abwei  chung des Fusses von der Normalform liegt;  aus diesen Ergebnissen werden die für die  Korrektur oder     Linderung    zu ergreifenden  Massnahmen abgeleitet (Schuheinlagen, Fuss  bandagen, orthopädischer Schuh;     eventuell     aktive Fusstherapie). Es bleibt dabei noch  die Frage offen, ob die Formwiedergabe bei  belastetem oder unbelastetem Fuss gemacht  werden soll.  



  Bis jetzt bediente man sich hauptsächlich  zweier Verfahren, nämlich    1. des Abdruckverfahrens     mittelst    eines  dünnen. mit einem Auftrag versehenen  Gummiblattes, und  2. des Gipsabdruckes.  



  Das Abdruckverfahren wird gewöhnlich  bei einseitig belastetem Fuss vorgenommen,  der Gipsabdruck bei belastetem oder unbe  lastetem Fuss.  



  Für die zuverlässige     Beurteilung    der  Fussbeschaffenheit ist     neben    der     Feststellung     der vorhandenen Formabweichung die Fest  stellung des funktionellen     Schwächegrades     von entscheidender Bedeutung für die Beur  teilung der Heilungsmöglichkeiten     und    The  rapiemassnahmen, was die Festlegung der  Fusspunkte und deren Höhendifferenzen bei       unbelastetem    und bei belastetem Fuss bedingt.  



  Das erwähnte     Abdruckverfahren    hat den  grossen Nachteil, dass bei ihm nur jene Punkte  des Fusses bestimmt werden, die beim Auf  treten die Grundfläche berühren, wogegen  alle andern Punkte unberücksichtigt     bleiben,     diese aber für die Festlegung der Entfer-      nung zur Grundfläche von ausschlaggeben  der, und zwar von formentscheidender Bedeu  tung sind. Aber auch jene Punkte, die sich  beim     Abdruckverfahren    abzeichnen, sind in  Wirklichkeit in ihrer wahren Höhenlage ganz  verschieden.

   Die liefst gelegenen Punkte, die  bei einem natürlichen     Abdruckverfahren    sich  beim Auftreten     immer    noch weiter senken  würden, werden von der unnachgiebigen  Grundfläche aufgehalten, die höher ge  legenen Punkte schliessen sich beim Auf  treten zur gleichen Ebene auf.     Eine    Dif  ferenzierung der Höhenlage dieser Punkte  ist somit bei diesem Verfahren unmöglich.  



  Zudem spielt bei diesem Verfahren die  Stärke des Auftrages auf dem Gummi  blatt eine grosse Rolle, indem eine unter  schiedliche Bestreichung ganz unterschied  liche Abdrücke zur Folge hat, und dieses  Abdruckverfahren lässt keinerlei     exakten,    das  heisst messbare Vergleiche zwischen unbe  lastetem und belastetem Fusse zu. Es ergibt  sich, dass dieses Abdruckverfahren für die  wirkliche Formfestlegung des Fusses viel zu  primitiv ist, indem es auf zu viel willkür  lichen Annahmen beruht.  



  Wesentlich genauer ist der Gipsabdruck,  jedoch hat dieses Verfahren den Nachteil,  dass es umständlich und demgemäss teuer ist  und zudem nur durch den geübten Fachmann  sachgemäss ausführbar ist; bei nicht völliger  Beherrschung der Technik, bei Unruhe des  Patienten usw. können grobe Fehler unter  laufen. Weitere Unzugänglichkeiten er  geben sich durch den häufig notwendig wer  denden Versand der Gipsabdrücke.  



  Der Gipsabdruck kann bei unbelastetem  oder belastetem Fuss     ausgeführt    werden, was  aber insofern nicht viel nützt, als keine Mög  lichkeiten gegeben sind zur Bestimmung der  Höhenunterschiede der wichtigen Einzel  punkte der Abdrücke.  



  Um diese Nachteile zu beseitigen, besitzt  die den Gegenstand des Hauptpatentes bil  dende     Vorrichtung    zur Feststellung des  Formzustandes von menschlichen und tieri  schen Körperteilen, insbesondere der mensch  lichen Füsse, eine Vielzahl zueinander pa-    rallel verschiebbarer Fühlerstifte mit keil  förmigen Flachmessern, die bei Gleichlage  der Stiftköpfe in der Ausgangsebene über  einem zur Aufnahme einer Stanzunterlage  dienenden Matrizentisch in gleichem Abstand  stehen. Zweckmässigerweise haben die Flach  messer unsymmetrische Keilform und kön  nen durch ihnen gemeinsame Hilfsmttel       zwangläufig    aus der     Schneidlage    wieder zu  rückbewegt werden.  



  Diese Vorrichtung ermöglicht bei zuver  lässiger Wirkungsweise die einwandfreie  Festlegung, zum Beispiel der Fusspunkte     in     ihrer gegenseitigen räumlichen Lage und  ihrer. unterschiedlichen Höhenlage bei unbe  lastetem und bei belastetem Fusse auf     Stanz-          unterlagen;    die Lage und Länge der jeweils       mittelst    der Flachmesser auf den     Stanzunter-          lagen    erzeugten Einschnitte     bezw.        linearen     Strecken, auf Grund welcher die Unter  schiedlichkeit der Höhenlage der festgelegten  Punkte messbar ist, lassen den Formzustand  der abgefühlten Flächen klar erkennen, wie  ohne weiteres verständlich ist.

   Dabei     ist    die  Handhabung der Vorrichtung sehr     einfach     und es können die die Fussabdrücke darstel  lenden     Stanzunterlagen    zwecks     Verwertung     einem Fachgeschäfte, zum Beispiel einem  orthopädischen Schuster,     einem    Schuhge  schäft, einem Sanitätsgeschäft, einem     Ortho-          päd    oder dergleichen     übergeben    werden.  



  Eine weitere     Ausbildungsart    dieser Vor  richtung gemäss dem Hauptpatent ist nun da  durch geschaffen, dass dieselbe gemäss der  Erfindung zur     zwangläufigen    Zurückbewe  gung der Flachmesser aus der Schneid  lage ein an den     Fühlerstiften    wirksames ver  schiebbares     Rückführelement    aufweist,     mit-          telst    welchem die     Fühlerstifte        und    somit  auch die Flachmesser jeweils in die Ruhe  lage zurückbewegt werden können.  



  Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus  führungsbeispiel des Erfindungsgegenstan  des.  



       Fig.    1 zeigt dasselbe im     Längsschnitt;          Fig.    2 ist ein Querschnitt nach der Linie       II        II    der     Fig.    1;      Fig. 3 zeigt einen teilweisen Seitenriss zu  Fig. 2,  Fig. 4 einen teilweisen Grundriss mit teil  weisem Schnitt zu Fig. 1,  Fig. 5 einen Teilaufriss;  Fig. 6 und 7 dienen zur Erklärung der  Bewegungsweise der Messer;  Fig. 8 und 9 stellen einen Aufriss und  einen Grundriss zur Erläuterung eines zu  sätzlichen Hilfsteils dar;  Fig. 10 dient zur Erläuterung der Wir  kungsweise der Messer;

    Fig. 11 und 12 zeigen die     Stanzunter-          lage    mit auf Grund ausgeführter Aufnah  men eingezeichneten Fussbildern, und  Fig. 13 und 14 dienen weiteren Erklärun  gen in bezug auf die Auswertung der     mit-          telst    der Messer in der Stanzunterlage er  zeugten Einschnitte.  



  Es bezeichnet 1 die in grosser Anzahl  vorhandenen aufrechten Fühlerstifte, welche  in gleichmässigem Abstand voneinander  durch zwei feste übereinander angeordnete  wagrechte Platten 2 und 3 (Fig. 1 bis 3)  längsverschiebbar geführt sind. Am untern  Ende der Stifte 1 sind keilförmige, zuein  ander gleichgerichtete Flachmesser 5 be  festigt, welche sich in Ruhelage über dem  zur Aufnahme einer blattartigen     Stanzunter-          lage    dienenden Spalt 9 oberhalb des Ma  trizentisches befinden.

   Der Matrizentisch  besitzt einzelne Stäbe 30, die mit ihren En  den derart auf untern Tragleisten 31 und       32    befestigt sind, dass zwischen den     Stäben     30 je ein Schlitz für den Durchtritt einer  zugeordneten Reihe von     Messern    5 gebildet  ist. Auf diesen Matrizentisch ist eine     Stanz-          unterlage    33 aufgelegt, welche durch einen  Mündungstrichter 34 in den Spalt 9 hinein  geschoben worden ist, welcher mit Hilfe  einer obern Reihe von Stäben 35 gebildet ist,  die wie die erwähnten Stäbe 30 distanziert,  an zwei obern Tragleisten 36 und 37 ange  ordnet sind und somit den Messerreihen  Durchgang gewähren.

   Der Spalt 9 ist     hinten     durch eine der Stanzunterlage 33 als An  schlag dienende Schiene 38 (Fig. 1) be  grenzt, während zwei seitliche Schienen 39    (Fig. 2) der Stanzunterlage 33 beim Ein  schieben als Führung dienen ebenso bei dem  nach der Stanzarbeit vorzunehmenden Her  ausziehen der Stanzunterlage 33.  



  Soll beispielsweise die Form einer Fuss  fläche unter Körperlast auf der     Stanzunter-          lage        wiedergegeben    werden, dann stellt die  betreffende Person den abzufühlenden     Fuss     in das Feld der Fühlerstifte 1.

   Die berühr  ten Fühlerstifte 1 werden dann nach Mass  gabe der Fussflächenform in ihren Führungen  abwärts bewegt, wobei die Messer 5 dem  gemäss mehr oder weniger tief in die in den  Spalt 9 eingeschobene Stanzunterlage ein  dringen und in     derselben    entsprechende Ein  schnitte erzeugen,       Zwischen    den zur Führung der Fühler  stifte 1 dienenden festen Platten 2 und 3  befindet sich eine     ebenfalls        wagrechte    und  von den     Fühlerstiften    1     durchsetzte    Hilfs  platte 40, welcher die Aufgabe zukommt,

   die       Fühlerstifte    und damit die Messer 5 nach der       Stanzarbeit    jeweils     zwangläufig    in die Aus  gangslage     bezw.        in    die Ruhelage zurück zu  bewegen. Zu diesem Zwecke ist die Hilfs  platte<B>40</B> an den beiden Längsseiten mit je  zwei     Führungsstiften    41 ausgerüstet, welche  in     .Leitschlitze    42 fassen, die an einer     hoch-          kannt    gestellten Schiene 43.     bezw.    44 vorge  sehen sind.

   Die beiden Schienen 43 und 44  sind für sich     zwischen    Winkel 45 verschieb  bar geführt, die an den festen     Platten.    2  und 3 angebracht sind. An ihrem rück  wärtigen Ende sind die beiden Schienen 43  und 44 durch einen Bolzen 46     miteinander          verbunden,    so dass ein einziger     Gleitkörper     gebildet ist.

   Der Bolzen 46, welcher auf  seinen abgesetzten Enden     Distanzierhülsen     47     (Fig.    4) trägt, ist an zwei Armen 48 an  geordnet, die     Bestandteile    eines Deckels 49  bilden und auf einer gemeinsamen Achse 50  sitzen, welche. dem am vordern mit     einem     Handgriff 51     versehenen    Deckel 49 als  Schwenkachse dient. Der erwähnte Verbin  dungsbolzen 46 liegt in Schlitzen 52     (Fig.1)     der Arme 48, so dass beim     Verschwenken    des  Deckels 49     eine        Relativbewegung    zwischen  diesen Schlitzen 52 und dem Bolzen 46 unter      Verschiebung der Schienen 43 und 44 ein  tritt.

   Die Achse 50 des Deckels 49 liegt in  Haltern 53, welche am festen Teil der ein  Gehäuse 54     aufweisenden    Vorrichtung an  gebracht ist.  



  Wenn der Deckel 49 zwecks Überdeckens  des freien Endes der Fühlerstifte 1 aus der  in Fig. 1 in vollen Linien gezeichneten  Offenstellung in die strichpunktiert angedeu  tete Schliessstellung verschwenkt, das heisst  zugeklappt wird,     dann    werden die Schienen  43 und 44 in der eingezeichneten Pfeilrich  tung verschoben. Hierbei werden die Füh  rungsstifte 41 in den Leitschlitzen 42 der  Schienen 43 und 44 aufwärts bewegt, was  eine entsprechende Aufwärtsbewegung der  Hilfsplatte 40 zur Folge hat. Die mittelst  ihres Anschlages auf der Oberseite der Hilfs  platte 40 aufsitzenden Fühlerstifte 1 werden  hierbei in die Ruhelage angehoben, in wel  cher die Messer 5 den Spalt 9 vollständig  frei lassen. Alsdann wird die Stanzunterlage  33 in den Spalt 9 eingeschoben, worauf der  Deckel 49 in Offenstellung verschwenkt wird.

    Dabei werden die Schienen 43 und 44 zur  früheren Richtung entgegengesetzt verscho  ben, wobei die Hilfsplatte 40 sich dement  sprechend abwärts bewegt. Demzufolge wer  den die Fühlerstifte 1 von der Hilfsplatte  40 freigegeben und setzen sich mit ihren Mes  sern 5 auf die Stanzunterlage 33, wie aus  Fig. 6 ersichtlich ist. Bei Belastung der  Fühlerstifte 1 werden die betreffenden Mes  ser 5 in die Stanzunterlage 33 einschneiden  (Fig. 7).

   Um den Einschnitt der keilförmi  gen Flachmesser in die Stanzunterlage  jeweils als     Nullpunkt    der linearen Aufzeich  nung dauernd zu erhalten und für die Aus  wertung der     Aufzeichnungen    benützen zu  können, sind die Flachmesser als unsymme  trische Keile gestaltet, und zwar schliessen  die in Betracht kommenden zwei Schneid  kanten der Messer 5 zusammen einen Winkel  von 45   ein, so dass das einzelne Messer ein  gleichschenkliges, rechtwinkliges Dreieck dar  stellt.

   Dies ergibt den Vorteil, dass die     mit-          telst    der einzelnen Messer, deren Schneid  kante 10 (Fig. 3) zur senkrechten Bewe-    gungsbahn der Messerspitze gleichgerichtet  ist, in der Stanzunterlage 33 erzeugten Ein  schnitte in der Länge genau der Senkhöhe  bezw. dem Hub der betreffenden Messar  entsprechen, so dass auf der Stanzunterlage  unmittelbar die Differenz der Höhenlage  der einzelnen Flächenpunkte in bezug auf  die Ausgangsebene der Köpfe der Fühler  stifte 1 festgelegt ist, also ein Umrechnen  wegfällt.  



  Es sei dies anhand der teilweise sche  matischen Fig. 10 näher erläutert, in wel  cher das links veranschaulichte schraffierte       rechtwinklige    Dreieck mit den zwei gleich  langen Katheten a ein Messer in Ruhelage  darstellt; es ist dabei der Einfachheit wegen  angenommen, die die Länge eines Fühler  stiftes darstellende Strecke F1 - P1 ent  spreche der Länge der einzelnen Kathete a.  M bedeutet die senkrechte Projektion des  Fühlerstiftes auf die Stanzunterlage. Das  in     Fig.    10 rechts gezeichnete gleiche Drei  eck zeigt das Messer     in    Schnittlage. Es ist  hier angenommen, der     Fusspunkt        F1    habe  sich durch den Druck des     Fusses    bis<I>zu F,</I>  gesenkt.

   Demgemäss' haben sich der Fühler  stift und das Messer um die Strecke s in  bezug auf die     wagrechten    Linien     F,.-F,          bezw.    P und     S    gesenkt, von denen die letzte  die     Stanzunterlage    darstellt, welche infolge  dessen vom Messer um diese     Tiefenstrecke        S          durchstossen    wurde.

   Die durch das Messer  in der     Stanzunterlage    erzeugte Einschnitt  strecke     So-Sl    entspricht der schon erwähn  ten Strecke s, während die Strecken b den  jetzigen Höhenabstand des gesenkten Fuss  punktes in bezug auf die     Linie    P angeben.  Der Abstand von dem zum voraus auf der       Stanzunterlage        festlegbaren    Punkt M zum  zugekehrten Ende des Einschnittes ent  spricht somit der wirklichen Höhe des be  treffenden     Fusspunktes.    Infolgedessen kann  auf der     Stanzunterlage    die Höhenlage der  aufgenommenen einzelnen Fusspunkte un  mittelbar abgelesen werden.  



  Nach Durchführung einer Aufnahme       verschwenkt    man den Deckel 49 in die  Schliessstellung, wobei durch die Hilfsplatte      40 in früher beschriebener Weise die ge  senkten Fühlerstifte 1 zwangläufig wieder  aufwärts in ihre Ruhelage bewegt werden.  Da beim Niederdrücken der Fühlerstifte 1  keine Federkraft, sondern lediglich der ge  ringe Widerstand der papierdünnen     Stanz-          unterlage    33 zu     überwinden    ist, lassen sieh  entsprechend genaue Aufzeichnungen auf  den Stanzunterlagen herstellen.

   In der  Ruhelage der Fühlerstifte 1 ragen die Mes  ser 5 gemäss Fig. 7 und 8 mit ihrer Schneid  spitze in die zwischen den Stäben 35 ge  bildeten     Schlitze,    welche ihnen als Führung  beim Verschieben der im Querschnitt runden  Fühlerstifte 1 dienen.  



  Gemäss Fig. 8 und 9 ist auf die obere       feste    Platte 2 ein Anschlagwinkel 56 lose  derart in das Feld der Fühlerstifte 1 ge  setzt, dass er mit seinen zwei Schenkeln an  zwei entsprechenden Reihen von Fühler  stiften ansteht. An den beiden Schenkeln  des Anschlagwinkels 56 ist je ein in einen  Längsschlitz des betreffenden Schenkels  greifender Index 57 bezw. 58 verschiebbar.  Dieser Anschlagwinkel 56 kann zur Be  stimmung der Lage des Fusses im Feld der  Fühlerstifte verwendet werden, wobei     mit-          telst    der verschiebbaren Indices 57 und 58  die     hintere    und eine seitliche Berührungs  stelle des Fusses mit dem Anschlagwinkel  56 festgelegt werden kann.

   Dadurch ist es  möglich, ein und denselben Fuss in belie  biger Wiederholung in die gleiche Lage in  bezug auf das Feld der Fühlerstifte zu brin  gen, was den Vergleich der auf den verschie  denen Stänzunterlagen mittelst der Messer 5  erzeugten Einschnitte bezw. Bilder verein  facht.  



  Die in Fig. 11 und 12 auf die     Stanzunter-          lage    33 eingezeichneten Fussbilder betreffen  ein und denselben Fuss, der in Fig. 11. un  belastet und in Fig. 12 belastet wiederge  geben ist; zwecks Wiedergabe des unbe  lasteten Fusses auf der Stanzunterlage setzt  sich die betreffende Person zum Beispiel auf  einen Stuhl, so dass sie den Fuss leicht auf  die Fühlerstifte der erläuterten Einrichtung  aufsetzen kann.

   Die Stanzunterlage 33 be-    sitzt eine durch unterbrochene Querlinien 63  angegebene Einteilung, und zwar entspre  chen die     Mittelpunkte    dieser     Linienelemente     nach ihrer Anzahl und gegenseitigen Distan  zierung genau den     bei        eingeschobener    Stanz  unterlage darüber liegenden Fühlerstiften  bezw. Fussdruckpunkten und den im Gehäuse  54 vorhandenen, zu genannten Linien quer  liegenden Reihen von Messern 5. Die Mittel  punkte dieser Linienelemente entsprechen den  in Fig. 10 angegebenen Punkten M zum Ab  lesen der Höhenlagen von aufgenommenen  Fusspunkten.  



  In. Fig. 11 und 12 sind der besseren  Übersicht wegen keine Messereinschnitte in  die Stanzunterlage eingezeichnet; die auf  Grund der Messereinschnitte zu den Grund  linien 63 sich ergebenden, querlaufenden Kur  ven sind nur teilweise eingezeichnet. Diese  Kurven, welche     mit    den Grundlinien 63 und  der     Fussumrisslinie    zusammen die senkrecht  schraffierten Flächen     einschliessen,    haben von  Grundlinie zu     Grundlinie    einen ganz ver  schiedenen Verlauf.

       In.    der den unbelasteten  Fuss wiedergebenden     Fig.    11 zeigt sich zwi  schen den Flächen<I>A</I> und<I>B</I> ein Umschlagen  der stärksten Neigung von der     innern    auf  die     äussere    Seite des     Fusses.    Die schräg  schraffierte     Mittelfläche    C zeigt die bei  leichtem Auftreten den Boden wirklich be  rührende Fussfläche eines durchgesenkten  Fusses.

   Die in dieser     Mittelfläche    C punk  tierte     Mittellinie    D     ist    die     Verbindungslinie     der innen liegenden     durchgesenkten    Punkte  des Fusses und gibt den Verlauf der wirk  liehen     Fussaxe    an.

   Die den belasteten Fuss  wiedergebende     Fig.    12 zeigt die     Umknickung     des     Fusses    an der gleichen Stelle in noch aus  gesprochenerem Masse;     charakteristisch    ist  hier insbesondere die     Seitenneigung    der     Fuss-          fläche    bei     E.    Das Bild zeigt     einen    Spreizfuss,  wie er durch vorzugsweise     tangenhale    Be  anspruchung des Fusses, zum Beispiel beim  Tennisspiel,     mit    viel seitlichem Hin- und  Herlaufen entstanden ist.  



  Ein Beispiel bezüglich der Höhenlagen  von aufgenommenen     Fusspunkten    zeigt       Fig.    13, in welcher .die Punkte     M,        M;,    den      vorerwähnten Mittelpunkten (M) der Linien  elemente der Stanzunterlage entsprechen  und somit der senkrechten Projektion der  Fühlerstifte. Die Punkte 81-S5 entsprechen  dem einen Ende von fünf Messerschnitten.  Die Strecke M1-S1 ist die wirkliche Höhe  des über M1 bestimmten Fusspunktes; die  Differenz 80-S1 entspricht der wirklichen  Senkung des Fühlerstiftes. Faktisch sind  damit in der Querrichtung bezw. in der  ganzen Fussbreite von M1-M5 alle Punkte  des Fusses bestimmt.

   Frägt man zum Bei  spiel nach der Höhe eines dazwischen lie  genden Punktes, zum Beispiel Punkt x,  dann verbindet man die Punkte S1-S4 und  zieht über Mx die Senkrechte; der Schnitt  punkt Sx ergibt die Höhenlage des gesuch  ten Punktes     MS.     



  Die Aufnahmen erlauben noch eine an  dere sehr wertvolle Auswertung. Wenn  man die Aufnahmepunkte gleicher Höhen  lage der verschiedenen, zueinander parallelen  Querlinien miteinander verbindet, wie dies  in den Fig. 11 und 12 mit den Nullpunk  ten geschehen ist, so erhält man eine Relief  karte des     Fusses,    ähnlich der einer topogra  phischen Reliefkarte. Diese Möglichkeit  ist insofern von Wichtigkeit, als das Studium  des Verlaufes der Höhenlinien, ihrer Brei  tenfelder     und    allfälliger     Ausladungen    oder  Einknickungen dem Fachmann erlauben,  jede funktionelle oder pathologische Beson  derheit des Fusses zu erkennen.  



  In Fig. 14 ist eine besonders charak  teristische Reliefkarte des Fusses dargestellt.  In diese Reliefkarte sind zur Veranschauli  chung aller Möglichkeiten auch noch die  Querprofile mit eingezeichnet worden; c be  zeichnet die Messereinschnitte.  



  Die Relieflinie d schliesst alle Punkte ein,  die 0 mm vom Boden entfernt sind, indem  die betreffenden Messereinschnitte ihre maxi  male Länge haben; die Relieflinie e ver  bindet alle Punkte von 3 mm Höhenabstand;  die     Relieflinie    f verbindet alle     Punkte    von  5 mm Höhenabstand; die Relieflinie g ver  bindet alle Punkte von 9 mm Höhenabstand;    die Relieflinie h     verbindet    alle Punkte von  l¸ cm Höhenabstand.  



  Hieraus geht hervor, dass mit einem Fuss  abdruckapparat gemäss der Erfindung Mög  lichkeiten der graphischen Fussaufnahme  geschaffen wurden, wie sie bisher noch nicht  bestanden haben.  



  Es ist klar, dass die Vorrichtung gemäss  der Erfindung in Einzelheiten noch anders  gestaltet sein kann, als anhand der gegebenen  Beispiele erläutert worden ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Feststellung des Form zustandes von menschlichen und tierischen Körperteilen, insbesondere der menschlichen Füsse, nach dem Patentanspruch des Haupt patentes, dadurch gekennzeichnet, dass zur zwangläufigen Zurückbewegung der Flach messer aus der Schneidlage ein an den Füh lerstiften wirksames verschiebbares Rück führelement vorgesehen ist, mittelst welchem die Fühlerstifte und somit auch die Flach messer jeweils in die Ruhelage zurückbewegt werden können. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass, nachdem die Fühlerstifte mittelst des Rückführelemen- tes in die Ruhelage zurückbewegt worden sind, das Rückführelement für sich ent gegengesetzt zur erwähnten Bewegung verschoben werden kann zwecks Freigabe der Fühlerstifte, so dass die Flachmesser frei auf eine auf dem Hatrizentisch bereit gelegte Stanzunterlage aufstehen können.
    2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass das Rückführ- element der Fühlerstifte an einem Gleit- körper derart verschiebbar geführt ist, dass es durch Verstellung des Gleitkörpers nach Erfordernis verschoben werden kann.
    ä. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, .dass der Gleitkör- per mit einem zum Überdecken des freien Endes der Fühlerstifte dienenden ver- schwenkbaren Deckel eines Gehäuses der- art gekuppelt ist, dass beim Aufklappen des Deckels das Rückführelement die Fühlerstifte freigibt,
    wogegen beim Zu klappen des Deckels die Fühlerstifte durch das Rückführelement in die Ruhe lage verschoben werden. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch, mit keilförmigen Flachmessern, deren eine Schneidkante parallel zum Weg der Fühlerstifte liegt, dadurch gekennzeich net, dass die die Keilform bildenden zwei Schneidkanten der Flachmesser unter einem Winkel von 45 zueinanderstehen, so dass die mittelst der Messer in der Stanzunterlage erzeugten Einschnitte in der Länge dem Messerhub entsprechen. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen in das Feld der Fühlerstifte einsetzbaren Anschlagwinkel zur Bestimmung der Lage des Fusses in bezug auf das Feld der Fühlerstifte.
    6. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, .dass an den beiden Schenkeln des Anschlagwinkels verschieb bare Indices angeordnet sind, um Berüh rungsstellen des Fusses mit dem Anschlag winkel festlegen zu können.
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