CH172982A - Einrichtung zum Anlocken und Vertilgen von fliegenden und kriechenden Kleinlebewesen. - Google Patents

Einrichtung zum Anlocken und Vertilgen von fliegenden und kriechenden Kleinlebewesen.

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CH172982A
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Description


  



  Einrichtung zum Anlocken und   Vertilgen von fliegenden    und kriechenden Kleinlebewesen.



   Es sind Einrichtungen zum   Anlocken    und Vertilgen von Kleinlebewesen bekannt, bei welchen diese mittelst eines an der Ein richtung vorgesehenen, geruchverbreitenden    Lockmittels      angelockt    und durch die glühende
Drahtwicklung eines   Widerstandskorpers,    beispielsweise eines Heizkörpers, getötet wer den. Ebenso sind Einrichtungen bekannt, bei denen blanke, frei gespannte, unter Span nung stehende DrÏhte mit einigen Milli metern Abstand   voneiiiander    angeordnet sind, durch welche die   Kleinlebewesen    bei   Berüh-    rung durch den elektrischen Strom getötet werden.

   Mit diesen Vertilgungsarten ist der
Nachteil verbunden, dass ein Verkohlen der    Kleinlebewesen    stattfindet, wodurch ein unangenehmer Geruch verbreitet wird, so dass die Verwendung dieser Einrichtungen für den Gebrauch im Haushalt nicht in Frage kommt. Ferner sind diese   VerniehtungsarWen    feuergefÏhrlich, da die glühenden Reste der   getöteten    Lebewesen zu Boden fallen oder f r einige Zeit als Funken in der Luft bleiben und dadurch mit entzündbaren Stoffen in Be rührung zu kommen vermögen.



   Den Gegenstand der vorliegenden Erfin dung bildet nun eine Einrichtung zum An locken und Vertilgen von fliegenden und    kriechenden      Kleinlebewesen, bei der    die vorerwähnten Nachteile dahinfallen, die also eine   geruchlose,    nicht feuergefährliche Vertilgung der   Kleinlebewesen    gestattet.



   Diese Einrichtung eignet sich zum Ge  brauch    im Haushalt, in Stallungen und bei Möglichkeit der Beschaffung elektrischer Energie, zur Aufstellung in sumpfigen Gegenden, lÏngs   Wasserläufen,    und vor allem in   moskitoreichen      Gegenden, wie    den Tropen.



     Gemma,    der Erfindung ist zwischen zwei Elektroden eine stromführende, ein Potentialgefälle aufweisende, körperliche Fläche, die aus   vegetabilischen,    animalischen, minera  lischen    oder aus künstlich zusammengesetzten Stoffen bestehen kann, vorhanden, die mit einer die Lebewesen, wie Moskitos, Flie gen, Ameisen, Reptilien usw. anlockenden, einen Elektrolyten bildenden Tinktur   behan-    delt ist.



   Auf der beiliegenden Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des   Erfindungsgegen-    standes schematisch dargestellt, wobei Fig. 1 und Fig.   2    das erste und zweite Beispiel in Ansicht, Fig.   3    das dritte Beispiel im Verti  kalschnitt    und Fig.   4    das vierte Beispiel in Ansicht und teilweisem Schnitt   veranschau-    lichen.



   Beim Beispiel nach Fig.   1    sind längs der Ränder eines mit einer gut stromleitenden Flüssigkeit getränkten Gewebe-, beispielsweise Dochtstreifens   1    an eine Stromquelle anschlieBbare Drähte 2 (Elektroden) befestigt, zum Beispiel eingenäht. Die durch den getränkten   Gewebestreifen    gebildete Bespannung (körperliche Flache) 3 zwischen den Leitern (Elektroden) besitzt ein Poten  tialgefälle,    dessen angelegte Spannung je nach dem gewünschten Spannungsgefälle unter passender Wahl von StromstÏrke, Abstand der Leiter voneinander und der Zusammensetzung der Tränkflüssigkeit   (Elektro-    lyt) gewählt werden muss.

   Als Tränkflüssigkeit können mit Wasser oder Íl verdünnte Salz-oder Schwefelsäure und zur Erreichung einer Lockwirkung eine Mischung dieser Flüssigkeiten mit   Moschusöl oder Äther    Verwendung finden. Die die Bespannung   berüh-    renden Lebewesen, wie Moskitos, Fliegen und andere Insekten, Ameisen oder kIeine Wassertiere, bleiben daran hÏngen und werden infolge der durch sie abgegriffenen Potentialdifferenz   augenblicklich getötet. a    sind Eförmige Einfassungsstücke aus   nichtleiten-    dem Material, und b bezeichnet ein zur Aufnahme der ablaufenden   Tränkflüssigkeit    bestimmtes Gefäss.



   Durch Fig. 2 ist eine zum Beispiel durch Wechselstrom   gespiesene    Einrichtung dargestellt. Die abwechselnd durch die   versehie-    denpoligen Leiter gebildeten   schraubenförmi-    gen Windungen 4 erstrecken sich über die ganze Länge der Bespannung 5. Ihre gegenseitigen Abstände sind abhängig von der Wahl der Stromstärke und der   Zusammen-    setzung des Elektrolyten. Die angestrebte Wirkung auf die   Kleinlebewesen    ist dieselbe wie die beim Beispiel nach Fig.   1      beschrie-      bene.      b    bezeichnet wiederum das Aufnahme  ogefäss    für die ablaufende Flüssigkeit.



   Die Einrichtungen nach Fig.   1    und   2    können unter besonderer Anpassung in Grösse der Anlage auf dem Boden stehend oder über demselben schwebend angebracht sein. Die am Boden vorgesehene Einrichtung kann zur   Anlockung    und Vernichtung von Ameisen,   Heuschrecken,    KÏfern und dergleichen, in der Nähe von Wasser zur   Vertilgung    von Schnecken, Reptilien und   Wassertieren    dienen ; mit der schwebend angeordneten Einrichtung sollen vor allem Moskitos, aber auch   andere Mückenarten,    ferner Fliegen, Spinnen und dergleichen angelockt und   vertilgt wer-    den.

   Die Fläche der wirkenden Bespannung kann gewölbt oder gebrochen sein und Hohlkugel-, Zylinder-, Kegel-, Prismen-, Pyramiden-oder andere Form aufweisen.



   Die Ausführungsform nach Fig. 3 zeigt eine schwebende Anordnung einer Vertil  gungseinrichtung.    An ein Lampenfassungsstück 6, das durch ein Kabel 7 mit der elektrischen Stromquelle verbindbar ist, ist ein   Abzweigorgan 8 angeschraubt,    das den Träger f r eine Glühbirne 9 bildet. Die Fassung g 6 trägt ferner isoliert eine mit Flansch versehene Scheibe 10, an der eine Tragstange   11    mittelst Trägern 12 befestigt ist. Die Tragstange 11 trägt ein korbartiges Gerippe aus Isoliermaterial, bestehend unter anderem aus einem weiteren obern Ring 13 und einem engeren untern Ring 14.

   Beide Ringe weisen, in gleichen Abständen über den Umfang verteilt,   Lappenpaare    15 auf, an welchen Streben 16 mittelst Schrauben befestigt sind. c ist ein innerer, zum Ring 13 konzentrisch angeordneter Ring zur Führung der Scheibe 10. Den Boden des Gerippes bildet eine Schale 17 zur Aufnahme einer Lockflüssigkeit oder von mit solcher getränkten   Schwäm-    men 18. Die Tragstange besitzt am   untern    Ende Gewinde, und es wird der ganze Gerippebau durch eine Mutter 19 in der Gebrauchslage gest tzt. Vom Abzweigorgan 8 gehen die durch Wechselstrom gespiesenen   verschiedenpoligen    Leiter 20 und 21 in horizontalen und parallelen Windungen um die Streben des Gerippes, welche Streben R. innen 22 zur Führung f r die Leiter aufweisen.



  Ein imprägniertes Gewebe 23 umzieht das   @    korbartige Gerippe. Ein   dochtähnlich      flous-    sigkeitssaugender   Gewebestreifen 24    ist am obern Gewebesaum befestigt und dient zur langsamen und gleichmässigen Abgabe von den Elektrolyten bildender Flüssigkeit, die sich  ber die durch die   Gewebeflächen    gebildete Bespannung verteilt. Das Ganze ist durch ein Gitter 25 eingefasst, das eine den Zutritt der durch den Geruch   angelockter    In  sekten    gestattende Maschenweite besitzt und das am Randflansch eines das korbartige Gerippe überspannenden Deekels 26 angehängt ist, und welches bezweckt, die allfällig durch Reste der getöteten Lebewesen be  sehmutzte    Bespannung vor Sicht zu verbergen.

   Am   untern      Gitterrand    ist ein BehÏlter
27, zum Beispiel aus Glas, zur Aufnahme einer Flüssigkeit, zum Beispiel Wasser, leieht   loubar    befestigt. Mittelst des Tragringes 28 kann die Einrichtung an einem Haken oder dergleichen aufgehÏngt werden.



  Als das korbartige Gerippe   umspannendes    Gewebe wird vorteilhaft ein   Seidengewebe    verwendet, weil dieses zufolge seiner Eigen  scliaft.    aus der Luft   Feuchtigkeit anzu-    saugen, die Imprägnierungsflüssigkeit am längsten behält. Doch konnte auch ein an  deres vegetabilisches    oder animalisches Gewebe, auch Papier oder Pergament. an Stelle des   Seidengewebes    treten. Als gut leitende   Imprägnierungsflüssigkeit kann    mit Wasser oder Öl verdünnte   Salz-oder    Sehwefelsäure Verwendung finden.

   Der   Imprägnierungs-       fiüssigkeit    wird mit Vorteil Moschus¯l beigemischt, damit die Tiere durch den Geruch   angelockt    werden. Es genügt, von Zeit zu Zeit den Gewebestreifen 24 wieder mit der
Tinktur zu tränken und zu erwärmen, um dauernd ein Niedersteigen der Flüssigkeit und dadureli die benötigte Feuchtigkeit des
Gewebes zu erhalten. Wie bei den Beispielen nach Fig. 1 und   2,    soll die Mischung der den Elektrolyten bildenden Fl ssigkeit der Spannung an den Leitern angepasst sein. Je gr¯¯er die Spannung gewählt wird, desto weiter kann der Abstand der Windungen der Leiter sein und umgekehrt.



   Die am Gewebe   haftende Lock-und Leit-    flüssigkeit   lockt    die   Kleinlebewesen    an die Einrichtung. Durch das Gitter 25 gelangen sie an das Gewebe 23, wo sie eine Zeitlang hängenbleiben getötet werden und in den Behälter   27 fallen.    Bei Nacht wird die   Loek-    wirkung durch die eingeschaltete Lampe 9 erhöht, wobei die durch den   Glühkörper aus-       gestrahlte Wärme auf die angesammelte    Tinktur im   Gewebestreifen    24 einwirkt und diese flüssig macht. Zwecks Entleerung und Reinigung muss der Behälter 27 abgenommen und die Mutter 19 gelöst werden, worauf das korbartige Gerippe   samt Bespannung heraus-    genommen werden kann.



     Fig.-l zeigt eine Einrichtung,    bei welcher an Stelle des Gitters 25 cin Mantel d mit jalousieartigen   Ausbauten    e vorgesehen ist.



  Die durch den Geruch   angelockten    Tiere gelangen durch die Schlitzöffnungen f ins Innere des Gehäuses und an die Bespannung.



   Sind die FlÏchen der Bespannung sehr gross, kann zur Erreichung der nötigen Starrheit des Bespannungskörpers unter das imprägnierte Gewebe Glas, Asbestschiefer oder dergleichen gelegt werden. Ferner kann   das Potentialfeld    an Körpern aus Glas, Asbestschiefer,   Holzstoff    und dergleichen erzeugt werden, weun diese Materialien mit einer den Elektrolyten bildenden   Flüssig-    keitsschicht überzogen sind.



   Die vorbesehriebene Einrichtung k¯nnte auch an ein   Gleichstromnetz    angeschlossen sein.



   Um die eigentliche Einrichtung vor Witterungseinflüssen zu schützen, kann der Deckel 26 mit seinem Rand  ber die Netzoder   Manteleinfassung    vorstehend, also genü  gend gross, gemacht    werden.



   Die Einrichtung kann auch in verschiedenen andern Ausführungsformen gebaut werden und ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen beschrÏnkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Einrichtung zum Anlocken und Vertilgen von fliegenden und kriechenden Kleinlebe- wesen, dadurch gekennzeichnet, da¯ zwischen zwei Elektroden eine stromführende, ein elektrisches Potentialgefälle aufweisende kör- perliche Fläche vorhanden ist, die mit einer die Lebewesen, wie Moskitos, Fliegen, Ameisen, Reptilien usw. anziehenden, einen Elektrolyten bildenden T@nktur behandelt ist.
    UNTERANSPRUCHE : 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da¯ der Stoff der mit ; Tinktur behandelten Spannungsfläche um ein stabiles Gerippe aus nichtleitendem Material gespannt ist, wobei in abwech- selnden parallelen Windungen die ver- schiedenpoligen Leiter (Elektroden) in den Stoff eingelegt sind.
    2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das umspannte Ge rippe zum Aufhängen eingerichtet ist, einen Lockmittelbehälter besitzt, dass im Innern des ersteren eine Glühlampe an geordnet ist, und da¯ dieser Körper von einem Gitter umschlossen ist, an dem ein Aufnahmebehälter für Flüssigkeit hängt, das Ganze zum Zwecke, die Kleinlebe- wesen mit dem Lichteffekt und der Lock masse durch das Gitter gegen die Um spannung zu locken, die getöteten Lebe wesen in den Behälter fallen zu lassen und die Umspannung vor Sicht zu schützen.
    3. Einrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet. daB zwecks ständiger Feuchthaltung der mit Tinktur getränkten Spannungsfläche der obere Saum derselben mit einem docht artigen Gewebestreifen belegt ist, der bei Erwärmung selbsttätig Tinktur abgeben soll.
    4 Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, daB der Stoff für die Be spannung des Gerippes mit Tinktur ge tränktes Seidengewebe ist.
    5. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dal3 das Gerippe von einem jalousieartige Íffnungen auf weisenden Mantel eingeschlossen ist.
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