CH173032A - Antriebsvorrichtung für Zwirnmaschinen. - Google Patents

Antriebsvorrichtung für Zwirnmaschinen.

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CH173032A
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Conraed Houck Wilhelm
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Conraed Houck Wilhelm
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      Antriebsvorrichtwig    für Zwirnmaschinen.    Bei den bekannten Zwirnmaschinen, wel  che speziell in der     Kunstseiden-Industrie     verwendet werden, wird die     Aufwickelspule          mittelst    Antriebswalzen angetrieben.

   Zwi  schen Antriebswalzen und     Aufwickelspulen     entstehen Schlüpfe, was eine ungleiche     Pa-          denauflauf-Gesehwindigkeit    mit sieh bringt,       Und    es entstellt dadurch eine ungleiche       Zwirnung    des Fadens.     Cxanz    besonders tritt  dies bei     Aufwickelspulen    mit ungleichen  Durchmessern, wie konische Spulen     ete.,    auf.

    Hierzu kommen nicht nur die ungleichen       Fadenauflauf-Geschwindigkeiten    pro     Faden-          tührerhub,    sondern auch noch die entstehen  den Reibungen der     Aufwiekelspule    am klei  nen     unc,    grossen Durchmesser der Spule auf  der Antriebswalze. Zu den entstehenden Auf  lauf- und     Zwirn-Ungenauigkeiten    kommt noch  das Aufrauhen des Fadens an den beiden       Spulenenden,    welches durch die verschieden  entstehenden Gegenreibungen zwischen An  triebswalze und der     Aufwickelspule    mit un  gleichen     Durchmessern    entsteht.

      Bei den entstehenden     Fadenbrüchen    läuft  die     Aufwickelspule    auf der Antriebswalze  weiter, bis dieselben durch die Arbeiterin  entdeckt werden. Dadurch, dass die Antriebs  walze einige Zeit auf derselben Wicklungs  lage der Spule wirkt,     werden    auch Wick  lungslagen auf der Spule verdorben.  



  Die vorliegende     Erfindung    betrifft eine  Antriebsvorrichtung für Zwirnmaschinen, bei  welchen die     Aufwickelspulen    direkt, also  ohne Antriebswalzen angetrieben werden  und beruht darauf, dass zur Erreichung eines  konstanten Fadeneinzuges     Ausgleichgetriebe     vorgesehen sind, die zentral von einem be  sonderen     Vorschubgetriebe    gesteuert werden,  dem aber selbst wieder die jeweilige stufen  lose Verlangsamung des Drehzahlreglers zu  geteilt wird, so dass die Verstellung des  Ausgleich- und des     Vorschubgetriebes    nicht  konstant, sondern beständig stufenlos abneh  mend erfolgt, dass ausserdem aber das eine  oder das andere der     Ausgleichgetriebe    aus  geschaltet werden kann,

   uni Einzugsspulen      in verschiedener Form herstellen zu kön  nen.  



  Der direkte Antrieb der Spule kann     mit-          telst    Zahn- oder     Friktionsrädern    vollzogen  werden, wobei jedoch zur Erzielung einer  gleichmässigen     Fadenauflauf-Geschwindigkeit     bei wachsendem     Spulendurchmesser    eine  selbsttätig     gesteuerte;    entsprechende Um  drehungsverlangsamung des direkten Spulen  antriebes von einer Antriebszentrale getätigt  wird.  



  Bei Herstellung von Spulen mit unglei  chen Durchmessern, beispielsweise konische  Kreuzspulen, verändert sich die zwangsläufig  übertragene Umlaufgeschwindigkeit pro     Fa-          denführerhub,    und zwar ist die Umlaufs  und     Fadenführergeschwindigkeit    am grossen       Spulendurchmesser    der konischen Spule am  kleinsten, jedoch wächst dieselbe während  eines     Fadenführerhubes        allmählieli        und    Um  laufs- und     Fadenführergeschwindigkeit    wer  den am kleinsten     Durchmesser    der Spule am  grössten.

   Durch die drei zwangsläufig ver  bundenen Elemente, Antriebsverlangsamung  bei wachsendem     Spulendurchmesser,    sowie  veränderliche Umlaufs- und     Fadenführerge-          schwindigkeit    pro     Fadenführerhub    wird eine  absolut konstante     Fadenauflaufgeschwindig-          keit    auf der     Aufwickelspule,    sowie eine  genaue     Zwirnbildung    im direkten Arbeits  gange beim     Zwirnprozess    erzielt.  



  Werden beispielsweise Spulen reit abge  schrägten Wicklungsenden hergestellt, so tritt  zu den     vorbeschriebenen    Elementen ein dem       Spulenkonus    und der     Abschrägung    der  Wicklungsenden entsprechend in sich ver  stellbares     Unrundgetriebe    in     Tätigkeit,    denn  durch die     Abschrägung    der Wicklungsenden  verändert sich auch die     Konizität    der Spule.  Durch diese Vorrichtung wird ebenfalls wie  der eine konstante     Fadenauflaufgeschwindig-          keit    erzielt.  



  Die     Zeichnungen    stellen eine beispiels  weise Ausführungsform der Erfindung dar  und zeigt       Fig.    1 eine Ansicht der Antriebsvorrich  tung nebst einer Zwirnstelle,         Fig.    2 eine Seitenansicht der zentralen  Steuerung der     Ausgleichstellen,          Fig.    3 das     Ungleichmässigkeitsgetriebe    in  Ansicht,       Fig.    4 die Umlaufschleife des Ungleich  mässigkeitsgetriebes im Schnitt,       Fig.    5 das     Vorschubgetriebe    in Ansieht.

         Fig.    6 das     Vorschubgetriebe    im Schnitt,       Fig.    7 bis 10 verschiedene Aufmachun  gen der Einzugsspule.  



       Mittelst    Riemen oder Motor erfolgt der  Antrieb der Zwirnmaschine über einen stu  fenlosen     Drebzahlregler    1 und     Rädervorge-          lege    2 auf die Wellen 3 und 4, welche  durch die Scheiben der Umlaufscheibe 5 und  6 gekuppelt sind. Die Achse der Welle 3  ist gegenüber derjenigen von 4 versetzt, so  dass die Welle 4 ungleichmässig gedreht  wird. Durch das auf der Welle 4 sitzende  Doppelzahnrad 7 und die Zahnräder 8 und  9 wird der     Fadenführerexzenter    10 angetrie  ben, durch den der Schwinghebel 11 bewegt  wird, an dem die Stange für den Faden  führer 12     angelenkt    ist.

   Die Drehung der  Welle 4 wird weiter durch die Zahnräder 7,  13, 14, 15 und 16 auf die Einzugsspule 17  übergeleitet. Der Schwinghebel 11 ist auf  der Welle 18 und diese wieder selbst im  Lager 19 leicht drehbar gelagert.  



  Am Ende der Welle 18 ist ein     Vorsehub-          getriebe        V    aufgelegt, das vom Schwinghebel  11 durch Klinkenschaltung gedreht wird und  die Welle 18 antreibt. Mit der Welle 18 ist  das Kegelrad 21 verbunden, in welches die  Kegelräder 22, 23 und 24 eingreifen. Die       Vorschubbewegung    der Welle 18 wird somit  auf die Spindel 25, 26 und     die    Welle 27  übertragen und bewirkt einerseits eine Ver  stellung der     Spindelmuttern    28 und 29, an  derseits eine Drehung der Welle 27, durch  welche die stufenlose Verstellung des Dreh  zahlreglers 1 erfolgt. Die Spindel 25 ist im  Schwinghebel 11 eingebaut.

   Eine Verstellung  der     Spindelinutter    28 hat somit eine Hub  verkürzung des     Fadenfübrers    12 zur Folge.  Die     Spindelmutter    29 ist im     Doppelhebe130     gelagert und bewirkt beim Drehen der      Spindel 26 ein Abdrehen des Doppelhebels  30     uni    den Zapfen 31, welcher ortsfest im  Maschinengestell gelagert ist.  



  Im kurzen Ende des Doppelhebels 30  ist die Welle 3 gelagert, die vom Räder  vorgelege 2 angetrieben wird und an dessen  einem Ende die Umlaufschleife 5 des     Iln-          gleichmässigkeitsgetriebes,        Fig.3    und 4, be  festigt ist. In die Nute der Umlaufschleife  greift der Stein der Kurbelscheibe 6 ein,  so dass die Welle 4, auf der die Kurbel  scheibe 6 festgemacht ist, beim Drehen der  Welle 3 mitgenommen werden kann, aber  ungleichmässig gedreht wird, da die Achsen  beider Wellen ungleich hoch gelagert sind.  



  Das in     Fig.    6 und 6 gezeichnete Vor  schubgetriebe ist ein sogenanntes Reduk  tionsgetriebe mit Umlaufrädern, das eine sehr  weitgehende Reduktion des Jeweiligen Schalt  winkels ermöglicht. 33 und 34 sind die  Schalträder, welche durch die am Schwing  hebel 11 angebrachten Schaltklinken 35 in  Drehung versetzt werden. 36 ist ein     Abdeck-          segment,    durch das der Schaltwinkel nach  Bedarf eingestellt werden kann. In jedem  Schaltrad sind Umlaufräder mit gleichen  Zähnezahlen 37 und 38 gelagert und fest  miteinander verbunden. Das innere Rad 37  greift in ein auf den Naben der Schalträder  33 und 34 gelagertes Zahnrad 39 ein, wel  ches durch ehre Sperrscheibe 40 am Drehen  verhindert wird.

   Das Rad 38 am Schaltrad  33 greift in ein lose auf der Welle 18 ge  lagertes Zahnrad 41 ein, auf     dessen    langer  Nabe das Schaltrad 33 lose gelagert ist.  Ausserdem ist dieses Zahnrad mit dem  Schaltrad 34 durch eine     Klauenkupplung    ge  kuppelt. Eine Feder 43; welche zwischen  dem Zahnrad 41 und dem Lager 42 einge  legt ist, wirkt kraftschlüssig auf die Zahn  kupplung. Das im Schaltrad 34 gelagerte  Zahnrad 38 greift in das Zahnrad 44 ein,  das allein fest mit der Welle 18 verbunden  ist.

   Die Zahnräder 41 und 44 haben     gleiehe     Zähnezahlen, während das feststehende Zahn  rad 39 um einen Zahn nach oben oder unten  abweicht.     Grreift    die Schaltklinke 35 im    Schaltrad 33 ein, so wird bei     jeder        Umdre.          hung    des Schaltrades infolge der Zahndiffe  renz zwischen Rad 39 und 41 letzteres um  einen Zahn verschoben. Dieses wiederholt  sich in gleicher Weise beim Schaltrad 34,  das mit dein Zahnrad 41 gekuppelt ist, nur  dass die reduzierte Schaltbewegung durch das  Zahnrad 44 auf die Welle 18 übertragen  wird.

   Die Wirkungsweise dieses Antriebes  ist folgende:  Beispielsweise wird eine konische Kreuz  spule 17 mit beidseitig abfallenden Enden, wie  in     Fig.    1 gezeichnet, hergestellt, wobei der  Antrieb der Einzugsspule nicht durch Auf  lage auf einer Reibwalze, sondern durch  Zahnrad oder Reibantrieb erfolgen soll, so     sind,     um der Bedingung eines konstanten Faden  einzuges zu genügen, Ausgleiche in den An  triebsorganen nötig, die die Drehzahlen ent  sprechend der     Konizität    und denn zuneh  menden Durchmesser der Spule, sowie den  kontaktabnehmenden Hub des Fadenführers  regeln.  



  Von dem konstant drehenden Motor er  folgt der Antrieb der Maschine über den  stufenlosen Drehzahlregler 1, das     Rädervor-          gelege    2 auf die Wellen 3 und 4. Welle 3  ist im Hebel 30 gelagert, der um den Zap  fen 31     schwirrgt    und dessen langer Arm  durch die     Spindelmutter    29 gehalten wird.  Die Welle 4 dagegen ist ortsfest im Ma  schinengestell gelagert. Beide Wellen sind  gegen einander versetzt eingestellt und durch  das     Ungleichmässigkeitsgetriebe    der Umlauf  schleife     ä    und der Kurbelscheibe 6 gekup  pelt.

   Die Welle 4 erhält dadurch eine un  gleichmässige Drehung, die durch Verstellen  der     Spindelmutter    29 derart geregelt werden  kann, dass bei der Ankunft des Fadenführers  12 am kleinen Durchmesser der Spule, die  Welle 4 am schnellsten und umgekehrt am  langsamten läuft, wenn der Fadenführer 12  am Fusse der Spule angelangt ist. Da der       Fadenführeregzenter    10 ebenfalls von der  Welle 4 angetrieben wird, überträgt sich die  ungleichmässige Bewegung auch auf den Gang  des Fadenführers 12. Spule und Fadenführer  sind derart zu einander eingestellt, dass deren      Beschleunigung und Verzögerung im gleichen  Rhythmus erfolgt.  



  Gleichzeitig mit dem Aufbau der Spule  erfolgt eine Verstellung der     Ausgleichgetriebe     <I>A, B,</I> C durch das     Vorschussgetriebe    V, und  zwar derart, dass die der Welle 18 erteilte       Vorschubbewegung    durch Kegelräder 21, 22,  23 und 24 auf die Spindeln 25, 26 und die  Welle 27 übertragen wird. Mit der Zunahme  der Einzugsspule 17 ändert das Verhältnis  der Durchmesser     a    und<I>b.</I> Im gleichen Ver  hältnis muss die Ungleichmässigkeit der Dre  hung der Welle 4 zurückgehen, was durch       Abwärtsstellen    der im Hebel 30 gelagerten       Spindelmutter    29 und somit Verringerung  des Achsenabstandes der Wellen 3 und 4  erreicht wird.

   Gleichzeitig erfolgt auch eine  Rückstellung der     Spindelmutter    28, welche  im Schwinghebel 11 gelagert ist. Dadurch  wird der Hub des Fadenführers 12 ständig  vermindert, was zur Bildung der beidseitig  abfallenden Enden beiträgt. Um mit dem  zunehmenden Durchmesser der Einzugsspule  17 auch die Einzugsgeschwindigkeit des Fa  dens konstant zu halten, ist die Welle 27,  die ebenfalls eine Drehung- vom Vorschub  getriebe     V    erhält, mit der     Verstellwelle    des  stufenlosen Drehzahlreglers 1 verbunden, was  zur Folge hat, dass die Drehzahl der Ab  gangswelle ständig stufenlos entsprechend  der Zunahme des Durchmessers der Einzugs  spule 17 vermindert wird.  



  Es ist von ganz besonderer Wichtigkeit  für den Aufbau der Einzugsspule, dass die       Verstellung    der     Ausgleichgetriebe   <I>A, B, C</I>  nicht konstant, sondern beständig abnehmend  erfolgt, was dadurch erreicht wird, dass das       Vorschubgetriebe    V, durch welches die Ver  langsamung des Drehzahlreglers 1 erfolgt,  vom Schwinghebel 11 angetrieben wird, und  diesem selbst wieder die jeweilige Verlang  samung von Drehzahlregler 1 über Welle 3  und 4 und Exzenter 10 zugeteilt wird.  



  Um Einzugsspulen nach     Fig.    7 herzustel  len, muss das     Ausgleichgetriebe    C für die Ver  stellung des     Fadenführerhubes    stillgesetzt  werden, während für die Form nach     Fig.8     das     Ungleichmässigkeitsgetriebe   <I>B</I>     (Fig.    3 und    4)     stillzusetzen    und so einzustellen ist, dass  die Achsen der Wellen 3 und 4 zusammen  treffen und die Welle 4 gleichmässig gedreht  wird.

   Werden die     Ausgleichgetriebe    C und B  aber zusammen in der     vorbesebriebenen     Weise ausgeschaltet, können zylindrische  Kreuzspulen oder Randspulen nach     Fig.    9  und 10 hergestellt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Antriebsvorrichtung für Zwirnmaschinen, bei denen die Aufwickelspulen direkt, also ohne Walzen angetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erreichung eines konstanten Fadeneinzuges Ausgleichgetriebe vorgesehen sind, die zentral von einem be sonderen Vorschubgetriebe gesteuert werden, dem aber selbst wieder die jeweilige stufen lose Verlangsamung des Drehzahlreglers zu geteilt wird, so dass die Verstellung der Aus gleich- und des Vorschubgetriebes nicht kon stant, sondern beständig stufenlos abneh mend erfolgt, dass ausserdem aber das eine oder andere der Ausgleicbgetriebe ausge schaltet werden kann, um Einzugsspulen in verschiedener Form herstellen zu können.
    UNTERANSPRüCHE 1. Antriebsvorrichtung für Zwirnmaschinen nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass, um konische Kreuzspulen herstellen zu können, das eine der Aus gleichgetriebe als Unregelmässigkeitsge triebe mit veränderlicher Exzentrizität ausgebaut ist, bei der Anfertigung von zylindrischen Kreuzspulen aber auf gleich mässigen Gang eingestellt werden kann. 2. Antriebsvorrichtung für Zwirnmaschinen nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass für die Verstellung der Aus gleichgetriebe ein Vorschub-Reduktions- getriebe mit Umlaufrädern vorgesehen ist. 3.
    Antriebsvorrichtung für Zwirnmaschinen nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das eine oder andere der Ausgleichgetriebe ausgeschaltet werden kann, um Einzugsspulen in verschiedenen Aufmachungen herstellen zu können.
CH173032D 1932-09-09 1933-09-07 Antriebsvorrichtung für Zwirnmaschinen. CH173032A (de)

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