CH173111A - Gegentaktverstärkereinrichtung. - Google Patents

Gegentaktverstärkereinrichtung.

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CH173111A
CH173111A CH173111DA CH173111A CH 173111 A CH173111 A CH 173111A CH 173111D A CH173111D A CH 173111DA CH 173111 A CH173111 A CH 173111A
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Jacques Numans Johannes
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Jacques Numans Johannes
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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03FAMPLIFIERS
    • H03F3/00Amplifiers with only discharge tubes or only semiconductor devices as amplifying elements
    • H03F3/20Power amplifiers, e.g. Class B amplifiers, Class C amplifiers
    • H03F3/22Power amplifiers, e.g. Class B amplifiers, Class C amplifiers with tubes only

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  • Power Engineering (AREA)
  • Amplifiers (AREA)

Description


  Gegentaktverstärkereinrichtung.    Vorliegende Erfindung betrifft eine     Ge-          gentaktverstärkereinrichtung    zur praktisch  verzerrungsfreien Verstärkung elektrischer  Schwingungen mit auf dem untern Teil der  Steuercharakteristik arbeitenden Entladungs  röhren.  



  Es hat sich in der Praxis herausgestellt,  dass bei derartigen Verstärkern wider Erwar  ten sehr starke Verzerrungen auftreten, die  o gross sind, dass die Verstärker in die Praxis  keinen Eingang gefunden haben, obwohl der  mit ihnen erzielbare Wirkungsgrad erheblich  höher sein kann als bei Einstellung auf den  mittleren Teil der Kennlinien.  



  Die Erfindung hat zum Zweck, die Ver  zerrung, welche bei auf den untern Teil der  Kennlinien eingestellten Gegentaktverstär  kern auftritt, zu vermindern, wobei auch  noch andere Vorteile erzielt werden.  



  Es hat sich gezeigt, dass der grössere Teil  der praktisch auftretenden Verzerrungen  durch Abweichungen der     Anodenspannung     von demjenigen Wert verursacht wird, auf  den diese Spannung im nichtgesteuerten Zu-    stand des Verstärkers eingestellt ist. Weiter  hat sich ergeben, dass diese Abweichungen  durch den innern Widerstand und andere  Eigenschaften des Speisegerätes verursacht  werden, und zwar auf Grund der Tatsache,  dass bei solchen Verstärkern der Anoden  gleichstrom infolge der Aussteuerung zu  nimmt, und zwar um so mehr, je .stärker die  Aussteuerung wird.  



  Bei Anwendung zum Beispiel eines     Netz-          anschlussgerätes    für die Speisung der Ano  denkreise kann die Spannung um etwa 40  bis<B>50%</B>     sinken,    wenn der Verstärker ge  steuert wird.  



  Es mag als bekannt vorausgesetzt wer  den, dass bei     elektrischen    Apparaten eine sehr  starke     Spannungsabnahme    bei zunehmender  Belastung im allgemeinen eine     unerwünschte     Erscheinung darstellt, und zwar, weil da  durch die zur Verfügung .stehende Spannung  und somit die maximale Energie herabgesetzt  wird. Aus diesem Grunde liegt es gewisser  massen auf der Hand, zu versuchen, die Span  nungsabnahme innerhalb bestimmter Grenzen      zu halten.

   Man geht damit aber nicht wei  ter als zum Beispiel bis 15 %o, da eine weitere  Verbesserung ausserordentliche Komplikatio  nen und hohe Kosten mit sich bringen  würde, welche durch die mit ihnen erreich  bare Zunahme der vom Verstärker abgege  benen Wechselstromleistung nicht gerecht  fertigt sind, da Energieunterschiede von so  gar 50 ö mit dem Ohr kaum wahrnehmbar  sind. Man hat sieh aus diesem Grunde mit  Spannungssenkungen von einigen Zehn Pro  zenten begnügt.  



  Jetzt hat sich ergeben, dass unter solchen  Umständen starke Verzerrungen auftreten;  das Auffallende ist dabei, dass sehr geringe  Abweichungen der Anodenspannung schon  sehr erhebliche Verzerrungen zufolge haben.  Bisher war es nicht bekannt, dass diese star  ken Verzerrungen im wesentlichen durch die  Spannungssenkungen verursacht werden;  man hat die Verzerrung andern Ursachen  zuogese hrieben, unter anderem den     Krümmun-          ,gen    der Kennlinien, gewissen Unsymmetrien    der Entladungsröhren usw. Es wurden daher  keine Massnahmen getroffen, um die Span  nungsabnahme so gering zu halten, wie sie  zur Vermeidung von Verzerrungen nötig ist.

    Eine solche Spannungsabnahme, die oft be  reits bei einigen Prozenten störend ist, wird  in manchen Fällen schon     bei    Anwendung  einer Batterie zur Speisung der Anodenkreise  auftreten. Je nach der Abnutzung der Bat  terie und der Zunahme des innern Wider  standes wird die Verzerrung stärker sein,  auch wenn die Spannung durch Zuschaltung  mehrerer Zellen auf den richtigen Wert     zu-          riickgebraebt    wird.  



  ssei Verstärkern, welche auf den mittleren  Teil der Kennlinien eingestellt sind (wie es  bisher allgemein der Fall war), haben selbst  verhältnismässig starke Veränderungen der  Anodenspannung keine Verzerrungen zu  folge. Infolgedessen liegt es nicht auf der  Hand, die Ursache der Verzerrung eines Ver  stärkers in den Eigenschaften des Speise  gerätes zu suchen.  



  Bei Verstärkungen welche auf den un  tern Teil der Kennlinien eingestellt sind, hat    aber die Abnahme der mittleren Anodenspan  nung zur Folge, dass die Röhren für einen  erheblichen Teil der zugeführten Steuerspan  nung     sozusagen    ausser Betrieb gesetzt wer  den, so dass dieser Teil der Steuerspannung  nicht verstärkt wird. In den verstärkten  Schwingungen fehlen dadurch Teile, welche  in der Steuerspannung vorkommen; hier  durch entsteht eine sehr starke Verzerrung.  



  Diese Erscheinung soll anhand der     Fig.    1  und der Kennlinien nach     Fig.    2 erläutert  werden.  



       Fig.    1 stellt seinen Gegentaktverstärker  allgemein üblicher Schaltung dar. Der Ver  stärker     besteht    aus den Röhren 1 und 2, dem  Eingangstransformator 3, mit Hilfe dessen  die Steuerschwingungen den Gittern der  Röhren 1 und 2 zugeführt werden, und dem  Ausgangstransformator 4, welcher die Ano  denkreise der Röhren mit der Belastungs  impedanz 7 koppelt. Die Anodenspannung  wird von einem Speisegerät 6 geliefert. Mit  Hilfe der Batterie 5 wird die negative     Git-          tervorspannung    so eingestellt, dass die Röh  ren 1 und 2 auf den untern     Teil    ihrer Kenn  linien eingestellt sind, z.

   B.     auf    den     Punkt          T'"    der Kurve 8 in     Fig.    2. Der von jeder der  Röhren     aufgenommene    Anodengleichstrom  beträgt dabei     1o.     



  Es wird nun angenommen, dass mit Hilfe  des     Eingangstransformators    3 den     Gittern     eine     sinusförmige    Wechselspannung zuge  führt wird, welche durch die Kurve 11 der       Fig.    2 dargestellt ist. Wenn die Anoden  spannung vollkommen konstant bleibt,     wird     der Punkt P, der die momentane Gitterspan  nung zum     Ausdrueli:    bringt, sich über die  Kurve 8 mit     Po    als     Bezugspunkt    hin-     und     herbewegen. Der Punkt     Po    wird als     "Ar-          beitspunkt"    bezeichnet.  



  Der Anodenstrom der Röhren 1 wird sich  dann gemäss Kurve 12 verändern und der  Anodenstrom der Röhre 2 gemäss Kurve 13.  Der resultierende Strom durch die Primär  wicklung des Transformators 4 der     Fig.    1  verläuft dann gemäss Kurve 14 der     Fig.    2  und ist durch     Addierung    der     Kurven    12 und  13 erzielt worden (die Kurven 14, 17 und 18      sind in einem kleineren Massstab dargestellt  als die Kurven 12 und 13). Die Verzerrung  wird in diesem Fall nur sehr gering sein.  Dieser Zustand tritt aber in Wirklichkeit  nicht auf.  



  Aus den Kurven 12 und 13 ergibt sich,  dass während der Steuerung der     mittlere     Anodenstrom jeder der beiden Röhren I1 be  trägt. Das Speisegerät muss somit einen  mittleren Strom 2f1 liefern. Infolgedessen  wird die Anodenspannung sinken, so dass der  Punkt P in Wirklichkeit nicht die Kennlinie  g durehläuft, sondern eine Kennlinie, die der  niedrigeren Anodenspannung entspricht.  



  Wenn die Spannungsabnahme infolge der  Zunahme des mittleren Anodenstromes zum  Beispiel 10% beträgt, wird der Punkt P die  Kennlinie 9 durchlaufen. Da die negative  Gittervorspannung unverändert geblieben ist,  ist P1 der neue Arbeitspunkt, das heisst der  Bezugspunkt, um den der Punkt P über die  Kurve 9 oszilliert. Der Anodenstrom der Röhre  1 wird sieh dann nach der Kurve 15 verän  dern und der Anodenstrom der Röhre 2 nach  der Kurve 16. Der resultierende Strom in  der Primärwieklung des Transformators 4  wird in diesem Fall durch die Kurve 17     dar-          g    r e Stellt, und es ist ohne weiteres ersichtlich,  dlass diese Kurve nur noch sehr wenig mit  der Kurve 11 der Steuerwechselspannung  übereinstimmt. Die Kurve 18 zeigt, wie die  verstärlkten Ströme hätten aussehen müssen.

    wenn sie nicht verzerrt wären. Hieraus er  gibt sich, dass die Verzerrung, welche durch  die Abnahme der Anodenspannung verur  sacht wird, viel stärker ist als diejenige, wel  che zum Beispiel aus den Krümmungen der  untern Teile der Röhrenkennlinien herrührt.  



  Eine solche starke Verzerrung ergibt sich  offenbar, wenn der Arbeitspunkt P1 links  vom .,Absperrpunkt" A" zu liegen kommt,       (las    heisst links von dem Punkt, bei dem der  Anodenstrom unter dem Einfluss der nega  tiven Gitterspannung gerade verschwindet.  Der Arbeitspunkt befindet sich dann in  einem Gebiet, in dem das Gitter keine Steuer  wirkung mehr auf den Anodenstrom ausübt.    Gemäss der Erfindung wird nun die oben  beschriebene, sehr starke Verzerrung verhin  dert, indem man dafür sorgt, dass der Ar  beitspunkt jeder Röhre auch während der  Steuerung immer innerhalb desjenigen Ge  bietes bleibt, in dem das     Gitter    noch eine  gehörige     Steuerwirkung    auf den Anoden  strom ausübt.  



  Das kann unter anderem dadurch erreicht       Werden,    dass dafür gesorgt wird, dass auch  während der Steuerung die Anodenspannung  nicht zu stark sinkt. In der Praxis hat sich  herausgestellt, dass eine     Spannungsabnahme     von nur einigen Prozenten schon eine unzu  lässige Verzerrung verursachen kann. Eine  Zunahme der Anodenspannung verursacht  keine Verzerrung. Da es sehr schwierig ist,  die Anodenspannung vollkommen konstant  zu halten, wird man es oft vorziehen, sie bei  Abnahme des Stromes ansteigen zu lassen,  und zwar weil dann keine grosse Genauigkeit  beachtet zu werden braucht.  



  Das     Konstanthalten        bezw.        Zunehmenlas-          sen    der Anodenspannung kann nach verschie  denen. bekannten Verfahren erzielt werden,  die im allgemeinen dadurch gekennzeichnet  sind, dass das Speisegerät 6 Mittel aufweist,  welche eine kompensierende Wirkung aus  üben, das heisst, welche der     Spannungs-          abiiahme    infolge der Belastungszunahme  (welche an sich wieder durch die Zunahme  der Steuerspannung verursacht wird) ent  gegenwirken. Auch eine     Überkompensierung     ist möglich.

   Man kann die kompensierende  Wirkung in bekannter Weise von dem vom  Speisegerät zu liefernden     Strom    selbst ab  leiten, wie es weiter unten beispielsweise er  läutert werden wird. Man kann aber die  kompensierende Wirkung auch unmittelbar  von den zu verstärkenden oder schon ver  stärkten Schwingungen ableiten, indem diese  auf eine im Speisegerät vorgesehene Regel  vorrichtung einwirken, gegebenenfalls nach  dem sie durch Gleichrichtung in eine Gleich  spannung oder einen Gleichstrom übergeführt  worden sind.  



       Fig.    3 stellt ein Speisegerät mit Gleich  richtern dar, das in erfindungsgemässen Ein-      richtungen benutzt werden kann. Die Ano  denspannung für die Gleichrichterröhren 19  und 20 wird von einem Transformator 21  erzeugt. Die Kathoden werden mit dem  Transformator 22 geheizt. In Reihe mit der  Primärwicklung des Transformators 21 sind  zwei Drosselspulen 23 und 24 vorgesehen,  die je mit einer Hilfswicklung versehen sind.  Diese Hilfswicklungen sind im Vergleich zu  den Hauptwicklungen gegeneinander geschal  tet und befinden sich im Gleichstromkreis  des Speisegerätes. Infolge der Gegenschal  tung werden in diesem Kreise somit keine  Wechselspannungen erzeugt.

   Die Hilfswick  lungen dienen gleichzeitig als Glättungen  oder Beruhigungsspulen und wirken dazu  mit den Glättungskondensatoren 25 und 26  zwecks Abflachung des gelieferten     Gleich-          siromes    zusammen. Je nach der Zunahme  des vom Speisegerät abgenommenen Gleich  stromes werden die Eisenkerne der Drossel  spulen 23 und 24 gesättigt, so dass ihre  Selbstinduktion abnimmt. Dadurch hat die  Spannung zwischen den Klemmen des Trans  formators 21 die Neigung zuzunehmen, und  man kann es nun so einrichten, dass die vom  Speisegerät erzeugte Gleichspannung kon  stant bleibt oder sogar zunimmt, wenn der  abgenommene Gleichstrom ansteigt.  



  Wenn also gemäss einem Ausführungs  beispiel der Erfindung der Speiseapparat 6  in Fig. 1 beispielsweise wie in Fig. 3 kon  struiert ist, dann kann also erreicht werden,  dass die Anodenspannung bei zunehmender  Steuerung sich nicht oder kaum senkt, so dass  keine oder nur eine geringe Verschiebung  des Arbeitspunktes auf der Steuercharak  teristik der Entladungsröhren 1 und 2 statt  findet. Eine mit dem beschriebenen Apparat  verbundene Schwierigkeit besteht darin, dass  er ziemlich kostspielig wird. Die Vorteile  des geringeren Anodenstromverbrauches in  folge der Einstellung der Gegentaktröhren  auf den untern Teil ihrer Kennlinien werden  von den strengen Anforderungen, die zur  Erzielung einer hinreichend geringen Ab  nahme der Anodenspannung zu stellen sind,  praktisch wieder aufgehoben.

      Eine weitere     Schwierigkeit    ist die, dass  die Kompensierung oft nicht genügend rasch  arbeitet, besonders im Zusammenhang mit  der verhältnismässig erheblichen Zeitkon  stante des Apparates. Die Selbstinduktion  der Drosselspulen 23 und 24 ist unter ande  rem die Ursache, dass bei plötzlich erhöhter  Stromabnahme der Kondensator 26 nicht ge  nügend rasch     wieder    aufgeladen wird, so  dass die Anodenspannung doch noch einige  Augenblicke unter den zulässigen Wert ab  fällt. Bei plötzlicher starker Zunahme der  Steuerung (wie sie in der Musik vorkommen  kann), entsteht dann bisweilen doch noch  kurzzeitig eine unzulässige Verzerrung.  



  Die Verzerrung infolge der Abnahme der  Anodenspannung kann auch dadurch verhin  dert werden, dass nicht die Spannungs  abnahme selbst vermieden wird, sondern dass  die Folgen dieser Abnahme kompensiert       @@-erden,    was sieh dadurch erzielen lässt, dass  die negative     Gittervorspannung    entsprechend  der Abnahme der Anodenspannung herab  gesetzt     wird,    so dass .der Arbeitspunkt der  beiden Gegentaktröhren doch auf der     ge-          ,N        ünschten    Stelle bleibt.  



  Die Verminderung der negativen     Gitter-          vorspannung    lässt sich mit einer zusätzlichen  Gitterspannung erzielen, welche der negativen       Gittervorspannung    entgegenwirkt. In dem in       Fig.    4 dargestellten Ausführungsbeispiel der  Erfindung wird mit Hilfeeines Transforma  tors 27 und eines Gleichrichters 28 ein klei  rer Teil der vom Verstärker abgegebenen  Energie gleichgerichtet und mit dem Kon  densator 30 geglättet, und die so erzielte  Gleichspannung wird. in Reihe mit der     Git-          tervorspannungsbatterie    5 an den Widerstand  29 gelegt, und zwar in Gegenschaltung zu  der Batteriespannung.

   Es reicht zu diesem  Zweck aus, nur eine halbwellige Gleichrich  tung anzuwenden, wie sie in der Zeichnung  dargestellt ist. Indessen ist auch die doppel  wellige Gleichrichtung möglich; sie hat den  bekannten Vorteil einer leichteren     Glättung     der erzeugten Gleichspannung.  



  Die durch den Gleichrichter 28 gleich  gerichteten Schwingungen kann man auch      von den unverstärkten Schwingungen statt  von den verstärkten Schwingungen (wie es  in Fig. 4 der Fall ist) ableiten. Die Schwie  rigkeit ist dann aber natürlich, dass man  weniger Energie zur Verfügung hat. Aus  diesem Grunde ist die in Fig. 4 dargestellte  Einrichtung vorzuziehen.  



  Das Übersetzungsverhältnis des Transfor  mators 27 und der Wert des Widerstandes 29  richten sich nach den Eigenschaften des  Speisegerätes 6, das heisst nach der Span  nungsabnahme dieses Gerätes. Da der Strom  in der Primärwicklung des Transformators  27 dem Strom in der Primärwicklung des  Ausgangstransformators 4 proportional ist  und letzterer wieder dem von dem Speise  gerät 6 gelieferten mittleren Anodenstrom  proportional ist, ist die zusätzliche Steue  rung, welche am Widerstand 29 entsteht, im  wesentlichen proportional dem mittleren  Strom, welchen das Speisegerät 6 zu liefern  hat. Diese Verhältnisse machen es sehr  leicht, die Folgen der unerwünschten Span  nungsabnahme zu kompensieren und deren  Grösse ungefähr dem Betrage des von dem  Speisegerät gelieferten Stromes proportional  zu halten.

   Eine Überkompensierung lässt sich  nach dieser Schaltung sehr leicht erzielen.  



  Es ist möglich, die Zeitkonstante des  Gleichrichterkreises mit dem Kondensator 30  kleiner als die Zeitkonstante der Glättungs  elemente des Speisegerätes 6 zu wählen, so  dass die Kompensierung der Gittervorspan  nung unter allen Umständen genügend rasch  erfolgt. Aus diesem Grunde hat die Schal  tungsanordnung nach Fig. 4 bestimmte Vor  teile gegenüber der Anwendung eines Speise  gerätes nach Abb. 3. Ein weiterer Vorteil  liegt darin, dass in Fig. 4 das Speisegerät 6  mit sehr geringen Kosten konstruiert wer  den kann, weil es nicht mehr den sehr hohen  Anforderungen hinsichtlich der geringen  Spannungsabnahme zu genügen hat.  



  Die Verbesserung, welche sich mit einer  solchen zusätzlichen Steuerung, die im Ver  gleich zu der bereits vorhandenen negativen  Gittervorspannung nur verhältnismässig ge-    ring ist, erzielen lässt, ist, wie die Versuche  gezeigt haben, recht bemerkenswert.  



  Die Wirkung der eben beschriebenen Ein  richtung weicht vollkommen von der Ein  richtung nach der britischen Patentschrift  Nr. 355346 ab. Tatsache ist, dass die eben  beschriebene Einrichtung vorteilhaft auf     Sy-          sf.eme    gemäss der     britischen    Patentschrift       angewendet    werden kann. In diesem Fall  sind zwei Stromkreise mit Gleichrichtern vor  handen. Jeder dieser     Gleichrichterkreise    hat  seine eigene Funktion; die Wirkungen der  beiden     Gleichrichterkreise    haben nichts mit  einander zu tun.

   Sowohl die     Einstellung    wie  die Anforderungen, denen die beiden     Gleich-          ri        chterkreise    zu genügen haben, sind eben  falls durchaus verschieden.  



  Eine     negative    Gitterspannung, welche  Entsprechend der Abnahme .der Anodenspan  nung vermindert wird, kann auch dadurch  erzielt werden, dass die negative     Gittervor-          spannung    unmittelbar von der Anodenspan  nung selbst abgeleitet     (bezw.    von dieser ge  steuert) wird, beispielsweise gemäss .dem in       Fig.    5 dargestellten Ausführungsbeispiel der  Erfindung. Dort ist an das Anodenspeise  gerät 6 ,eine im Verhältnis zu den Gegentakt  röhren 1 und 2 verhältnismässig kleine     Oszil-          1 torröhre    31 mit einem     Schwingungskreis    33  angeschlossen.

   Die Röhre 31 erzeugt Schwin  gungen einer vorzugsweise hohen Frequenz.  Diese     Schwingungen    werden mit Hilfe der       S        S        pule        34,        welche        mit        der        Spule        des        greises          33    gekoppelt ist, abgenommen und mit Hilfe  des Gleichrichters 28 und des     Kondensators     30 gleichgerichtet und geglättet, so dass am  Widerstand 29 eine Gleichspannung entsteht.

    Diese Gleichspannung bildet die zusätzliche  negative     Gittervorspannung    für die Gegen  taktröhren 1 und 2.  



  Wenn die Spannung des Speisegerätes 6       abnimmt,    wird auch die Amplitude der  Schwingungen des     Hilfsoszillators    31 abneh  men und infolgedessen auch die zusätzliche  negative     Gittervorspannung    für die Röhren 1  und 2, so dass diese immer auf den erwünsch  ten Teil ihrer Kennlinien eingestellt bleiben.      Es ist sehr leicht, auf diese Weise den  erwünschten Zusammenhang zwischen der  Spannungsabnahme des Speisegerätes und  der Abnahme der negativen Gittervorspan  nung zu erzielen.

   Es lassen sich verschiedene  Verhältnisse erreichen, indem ausser der nach       obigen        Ausführungen    erzeugten     Gittervor-          spannung    noch eine Batterie 5 vorgesehen  wird, welche mitwirkend oder gegenwirkend  geschaltet ist.  



  Es können auch die Schaltungen nach  Fig. 4 und Fig. 5 miteinander vereinigt wer  den, indem die gemäss Fig. 4 erzielte, gleich  gerichtete Spannung den Oszillator gemäss  Fig. 5 steuert. In diesem Fall kann man den  Oszillator statt mit dem Speisegerät 6 auch  mit einer andern Stromquelle speisen, wozu  gegebenenfalls die Batterie 5 dienen kann.  Diese Einrichtung hat aber die Schwierig  keit, dass sie verhältnismässig kompliziert ist,  obwohl mit ihr unter bestimmten Umständen  wichtige Vorteile erreicht werden können.  



  Auch die Einrichtungen nach Fig. 3 und  4. können kombiniert werden, indem der ge  mäss     Fig.    4 erzielte Gleichstrom die Hilfs  wicklungen der Regeldrosselspulen 23 und 24  beeinflusst (gegebenenfalls unter Zwischen  schaltung eines Verstärkers). Statt der Dros  selspulen können auch andere Regelvorrich  tungen Anwendung finden.  



  Obwohl die Beschreibung übersichtlich  keitshalber von der Anwendung von Ent  ladungsröhren mit elektrischer Steuerung  ausgeht, können auch Entladungsröhren mit  magnetischer Steuerung angewendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gegentaktverstärkereinrichtung zur prak tisch verzerrungsfreien Verstärkung elektri scher Schwingungen, mit auf dem untern Teil der Steuercharakteristik arbeitenden Ent ladungsröhren, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, welche verhindern, dass im gesteuerten Zustand des Verstärkers der Arbeitspunkt jeder einzelnen Röhre in ein Gebiet der Steuercharakteristik verlegt wird, in dem die Steuerspannung keine oder praktisch keine Steuerwirkung mehr ausübt. UNTERANSPRMHE: 1. Gegentaktverstärkereinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um eine infolge Zunahme des Anodenstromes, eintretende Anodenspannungssenkung aufzuheben oder zu beschränken. 2.
    Gegentaktverstärkereinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, mit einem Anodenspeisegerät, dadurch ge kennzeichnet, dass die Mittel, durch welche eine Anodenspannungssenkung aufgehoben oder beschränkt wird, im Anodenspeise gerät selbst vorgesehen sind. 3. Gegentaktverstärkereinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass dem Anoden speisegerät eine Regelvorrichtung zugeord net ist, welche durch die verstärkten oder zu verstärkenden Schwingungen gesteuert wird. 4.
    Gegeutaktverstärkereinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gittervorspannung des Verstärkers in Abhängigkeit von der Anodenspannung geändert wird, und zwar derart, dass die Gittervorspannung eine positive Zunahme erfährt, wenn die Anodenspannung sinkt. 5. Gegentaktverstärkereinrichtung nach Pa- tentanspruch,dadurch gekennzeichnet, dass sich die Gittervorspannung in Abhängig keit von der .Steuerung ändert, und zwar derart, dass die Gittervorspannung eine positive Zunahme erfährt, wenn die :Steue rung zunimmt.
    G. Gegentaktverstärkereinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass den Gittern der Entladungsröhren eine Hilfsspannung zu geführt wird, welche durch Gleichrich tung eines Teils der zu verstärkenden bezw. verstärkten .Schwingungen erhalten wird.
    7. Gegentaktverstärkereinriehtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Gittervor- spannung, welche ganz oder teilweise durch Gleichrichtung und Abflachung der Schwingungen eines Hilfsoszillators erhal ten wird, durch die Anodenspannung des Verstärkers beeinflusst wird, indem die Anodenspannung dieses Hilfsoszillators der Anodenstromquelle des Verstärkers entnommen wird. B.
    Gegentaktverstärkereinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 5, ge kennzeichnet dadurch, dass die Gittervor- spannung, welche ganz oder teilweise durch Gleichrichtung und Abflachung der Schwingungen eines Hilfsoszillators erhal ten wird, durch die zu verstärkenden oder schon verstärkten Schwingungen des Ver stärkers beeinflusst wird, indem mindestens ein Teil dieser Schwingungen gleich berichtet und mit der derart erhaltenen Spannung der Hilfsoszillator beeinflusst wird.
CH173111D 1933-09-08 1933-09-08 Gegentaktverstärkereinrichtung. CH173111A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE960644C (de) * 1952-07-06 1957-03-28 Siemens Ag Leistungsverstaerker, insbesondere in B- oder AB-Schaltung, mit Erzeugung der Gittervorspannung aus dem Netz

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE960644C (de) * 1952-07-06 1957-03-28 Siemens Ag Leistungsverstaerker, insbesondere in B- oder AB-Schaltung, mit Erzeugung der Gittervorspannung aus dem Netz

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