CH173208A - Verfahren und Einrichtung zur Unterdrückung von störenden Geräuschen beim Empfang elektrischer Wellen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Unterdrückung von störenden Geräuschen beim Empfang elektrischer Wellen.

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CH173208A
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  Verfahren und Einrichtung zur Unterdrückung von störenden Geräuschen  beim Empfang elektrischer Wellen.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein Verfahren und eine Einrichtung zur  Unterdrückung störender Geräusche, welche  zum Beispiel automatisch in ihrer Lautstärke  geregelten Empfängern elektrischer     "Vrellen     auftreten können, wenn die Intensität der  empfangenen Zeichen unter einen bestimmten  Wert sinkt, wobei in diesem Falle die Emp  findlichkeit .der Gesamtanordnung extrem  hoch sein würde.  



       Die    erfindungsgemässe Aufgabe wird da  durch gelöst, dass zwei     Verstärkungsrecrelun-          z#     <B>g</B>     n    in dem Gerät vorgesehen sind, von denen       e    t'  die eine, welche die     Hochfrequenzverstärkung          beeinflusst,    dann gesteigert wird, wenn die  durch die Gleichrichtung erzeugte Spannung  abnimmt, während die andere, nämlich die       Hörfrequenzverstärkung,    verringert     wird,     zum Beispiel auf Null gebracht wird, wenn  die durch die Gleichrichtung erzeugte mitt  lere Spannung unter einen vorbestimmten  Wert fällt.

      Die Erfindung kann vorzugsweise, muss  jedoch nicht notwendigerweise, bei Radio  empfängern mit der üblichen     Lautstärke-          regelung    angewendet werden, bei der die       Hochfrequenzverstärkung    in Übereinstim  mung mit der     Durchschnittsintensität    auto  matisch geregelt wird.  



  In der Zeichnung, die zwei Ausführungs  beispiele einer Einrichtung gemäss der Er  findung darstellt, ist       Fig.    1 eine vereinfachte     schematische     Schaltung der ersten Ausführungsform;       Fig.        ?a,        9b        9e,        9d        2)e    und 21 stellen die  Arbeitsweise der Schaltung nach     Fig.    1 dar;       Fig.    3 ist ein Schaltschema einer zweiten,  praktischeren Ausführung der vorliegenden  Erfindung;       Fig.    4 dient zur Erläuterung der Ab  schneideniveauregelung.  



  Die Schaltung nach     Fig.    1 enthält einen       Radiofrequenzverstärker    11, der zur Verstär  kung der     ankommenden    Zeichen dient und      dem Eingangskreis des     Zweielektrodendetek-          tors    12 die verstärkten Zeichen aufdrückt.  Das gleichgerichtete Zeichen wird dann durch  den     Hörfrequenzverstärker    13 verstärkt. Die  Verstärkung des gleichgerichteten Zeichens  wird mittelst einer     Geräuschunterdrückungs-          röhre    14 beeinflusst, deren Arbeitsweise nach  folgend erklärt wird.  



  Der Eingangskreis der     R.adiofrequenzver-          stärkerröhre    11 enthält einen     abgestimmten     Kreis 15, und der Ausgangskreis dieses Ver  stärkers enthält die     Ausgangsselbstinduktion     20, die mit der Selbstinduktion des ab  gestimmten Eingangskreises 21 des Detektors  12 induktiv gekoppelt ist. Der Detektor  ausgangskreis enthält den     Gitterableitungs-          widerstand        22,        der        durch        den     23     überbrückt     wird.

   Der     Gitterableitungswiderstand    22 und  der Kondensator 23 sind so dimensioniert,  dass die Röhre 12, die als Zweielektroden  röhre geschaltet ist, als     "Spitzen"-Detektor     arbeitet.  



  Ein Ende des Widerstandes 22 ist über  den Widerstand 24 mit dem abgestimmten  Kreis 15 des     Radiofrequenzverstärkers    11  verbunden. Der Ausgangskreis des Verstär  kers 11 ist durch die Hochspannungsquelle  25 vervollständigt;     eineVorspannungsbatterie     30 ist vorgesehen, um,     wie    später erklärt  werden wird, dem Gitter der Röhre die ge  eignete     Vorspannung    zu geben. Die gleich  gerichteten Zeichen werden dem Verstärker  13 über den Kopplungskondensator 31 und  den Widerstand 32 zugeführt. Der     @Span-          nungsabfall    längs eines Teils dieses Wider  standes 32 wird dem Gitter der Verstärker  röhre 13 aufgedrückt.

   Der Verstärker 13 ist  mit einer     Gittervorspannungsquelle    35 und  mit einem Ausgangskreis versehen, der die       Selbstinduktion    36 und die Hochspannungs  duelle 37, die dadurch mit der Anode der  Röhre 13     verbunden    ist, enthält. Die Selbst  induktion 36 ist mit der     .Selbstinduktion    38,  deren Zuführungen 39 mit einem Laut  sprecher oder mit dem Eingangskreis eines  weiteren Röhrenverstärkers verbunden sein       können,        induktiv    gekoppelt.

   Die an dem    Widerstand 2? auftretenden Spannungs  schwankungen werden direkt dem     Gitter    der       Geräuschunterdrückungsröhre    14 zugeführt,  deren Ausgangskreis den unterhalb des Ab  griffes 34 liegenden Teil des Widerstandes  32 enthält. Eine Spannungsquelle 33 ist zur  Erzeugung des Anodenpotentials für die  Anode der Röhre 14 vorgesehen.  



  Die     Geräuschunterdrückungsröhre    soll  einen hohen Verstärkungsfaktor und einen  scharfen untern Knick in ihrer Gitterspan  nungs-Anodenstromcharakteristik haben, .da  mit eine verhältnismässig kleine Änderung  der Gitterspannung eine entscheidende Ände  rung im Anodenstrom verursacht. Eine Röhre  der Type 224 wird für diesen Zweck genügen.  Das Schirmgitter einer solchen Röhre bietet  ein hinreichendes Mittel zur Beeinflussung  des     "Abscheideniveaus",    wie später erklärt  werden wird.  



  Die von der     Geräuschunterdrückungsröhre     -gesteuerte Röhre, in diesem Fall die Hör  frequenzverstärkerröhre 13 soll einen genü  gend hohen Verstärkungsfaktor haben, damit  geringe     Änderungen    der     negativen        Gittervor-          spannung    die Röhre so vorspannen,     dass     keinerlei Anodenstrom mehr fliesst. Eine  für diesen Zweck geeignete Röhre ist die  Type 227.  



  Die Kondensatoren,     .durch    welche die  Kreise 15 und 21 abgestimmt werden, können  elektrisch gleich und so     verbunden    sein, dass  sie gleichzeitig bedient werden,     wie    es durch  die     punktierten    Linien, mit denen sie in       Fig.    1     verbunden    sind, angedeutet ist:  Im Betrieb wird die     Hochfrequenzver-          stärkerröhre    11 mittelst der     Spannungsquelle     30 so vorgespannt, dass sie ihre     maximale     Empfindlichkeit hat, wenn kein Zeichen vor  handen ist.

   Eine Zunahme des     mittleren          Stromes    im     Gitterableitungswiderstand    22  verursacht am Gitter der Röhre 11     eine        nega-          tivere        Vorspannung    in bezug auf die Kathode  und setzt infolgedessen die Verstärkung des       Hochfrequenzverstärkers    herab.  



  Werdendem Eingangskreis des Detektors  12 keine oder nur schwache Radiofrequenz  zeichen zugeführt, so wird das     Gitter    der           Cleräuschunterdrückungsröhre    14 im wesent  lichen das gleiche Potential haben wie ihre  Kathode. Infolgedessen wird ein maximaler  Anodenstrom durch den untern Teil des  Widerstandes 32 fliessen. Dadurch erhält der  Punkt     31-    und das Gitter des Hörfrequenz  verstärkers 13 eine     Vorspannung,    die so weit  unter der normalen     Vorspannung,    die durch.

    die     Vorspannungsquelle    35 erzeugt wird,  liegt, dass kein Anodenstrom in der Röhre 13  fliesst und somit keine Übertragung durch  diese Röhre stattfindet, trotzdem bei     schwa:          eben    ankommenden     Radiofrequenzzeichen    die  Spannung am Punkt 34 durch den gleich  gerichteten Strom, der durch den Kopplungs  kondensator 31 und den Widerstand 32 fliesst,  schwankt.  



  Wenn anderseits dem Detektor     durch        clen     Verstärker 11 ein über einem     gewissen    Ni  veau liegendes Zeichen aufgedrückt wird,  nimmt der mittlere .Strom durch den Wider  stand 22 zu, und damit wird die mittlere  Spannung an seinem untern Ende nega  tiver. Der Anodenstrom der Geräuschunter  drückungsröhre 14 nimmt ab, wodurch die  Spannung an dem Punkt 34 ansteigt und von  einem gewissen Wert an es gestattet, dass  die Röhre 13 als     Hörfrequenzverstärker        clgr     ihr durch den Kopplungskondensator zu  geführten Zeichen     arbeitet.     



  Wenn irgendein wesentliches Zeichen vor  handen ist, so ist der mittlere Strom durch  den     Gitterableitungswiderstand    22 hinrei  chend hoch, um den Anodenstrom in der  Röhre 14 abzusperren. Infolge !der automa  tischen Verstärkungsregelung der Röhre 11  erhält der Punkt 14 eine im wesentlichen  konstante negative     Vorspannung.     



  Die     Geräuschunterdrückungsröhre    muss  nicht     unbedingt    auf die Röhre 13 wirken,  sie kann die Verstärkung irgendeiner Röhre  regeln, die derjenigen folgt, die die Unter  drückungsröhre speist. So kann sie zum Bei  spiel den     Zwischenfrequenzverstärker,        don     zweiten Detektor oder eine beliebige Hör  frequenzverstärkerstufe eines     Superhetero-          dyneempfängers    beherrschen,    Um die Wirkung der gerade beschrie  benen Schaltung noch etwas eingehender zu  erklären, müssen die     Fig.    2a bis 21 betrachtet  werden.

   In     Fig.2a    stellt die Ordinate die       Radiofrequenzspannung    im Eingangskreis  des Verstärkers 11     (Fig.    1) dar, während auf  der Abszisse die Frequenz aufgetragen ist,  auf die der Eingangskreis 15     abgestimmt     wird. Kurve 40a stellt die Spannung dar, die  dem Gitter der Röhre 11 zugeführt wird,  wenn der Eingangskreis auf die Über  tragungsfrequenz 40 eines Zeichens, das mit  mittlerer Intensität empfangen wird, ab  gestimmt wird.

   Kurve 41a und 42a stellen  <B>0*</B>     eicherweise    die Gitterspannungen der Röhre  11 dar,     wenn    der Kreis 15 auf .die Frequen  zen 41 und 42 von Zeichen, die mit geringer,  respektive hoher Intensität     empfangen    wer  den, abgestimmt wird. Kurve 43a gibt die  Spannung wieder, die der Röhre 11 auf  Grund von atmosphärischen     Streustörungen,     Röhrengeräuschen und dergleichen durch  etwa vorangehende     Verstärkerstufen    auf  gedrückt wird.  



       Fig.    2b zeigt eine Kurve 44b, die die       Radiofrequenzverstärkung    in der Röhre 11  darstellt, wenn die Kreise 15 und ,21 über  den Frequenzbereich der     Fig.    2a abgestimmt  werden. Die Teile     43b,    die wesentlich gleich  förmige     Radiofrequenzverstärkung    zeigen,  beben den Verstärkungsgrad     des    Grund  geräusches an, das durch die Kurve 43a in       Fig.    2a gezeigt ist.

   Die Teile der Kurve 44b,  die mit     40.b,    41b und 42b bezeichnet sind,  geben die Abnahme der     Radiofrequenzver-          stärkung    an, wenn die     Kreise    15 und 21 auf  die Zeichenfrequenzen 40, 41 und 42     resp.     abgestimmt werden.  



  In     Fig.   <B>9,e</B> stellt die Kurve 40e die Ein  gangsspannungen der Röhre 13 dar. Die  Teile 43c sind die Eingangsspannung, die  von der Verstärkung des durch Kurve 43a  dargestellten Grundgeräusches herrührt. Die  Teile 40e,     41e    und     42e    sind die Spitzenspan  nungen, die beim Empfang der Stationen     10,     41 und 42 erzeugt werden. Die     punktierte     Kurve 47 stellt den     Mittelwert    der Span  nungen dar, die quer zu dem Gitterableite-      widerstand 22 bestehen. Kurve 47' gibt den  Spannungsmittelwert an, der typisch für ein  wesentlich höheres     Grundgeräuschniveau    ist,       wie    später erklärt werden wird.

    



  Wie oben     auseinandergesetzt,    wird die  Röhre 14 immer dann, wenn die Spannung  an dem Widerstand     #2.2    über einen bestimm  ten, vorgegebenen Wert hinaus zunimmt  (was durch eine Abnahme der     Radio--          frequenzverstärkung    an dem Punkt 45 in       Fig.    2b angezeigt wird, vorausgesetzt, dass  die     greise    von links nach rechts abgestimmt  werden), so vorgespannt werden, dass ihr  Anodenstrom     abgeschnitten    wird, wodurch  das     Abschneide-Vorspannpotential    am Gitter  der Röhre 13 verschwindet.

   Dies     führt    dann  zu einer     Hörfrequenzverstärkung    der Röhre  13, wie in     Fig.        2d    angedeutet,     in    der die  Teile 40d, 41d und 42d die     Hörfrequeriz-          verstärkung    darstellen, die entsteht, wenn die  Empfängerkreise über die Frequenzen der  Zeichen 40, 41 und 42     abgestimmt    werden.  Es ist zu bemerken, dass die Flanken der  Kurven, die zum Beispiel durch 45d     resp.    46d  bezeichnet sind, einen steilen Abfall haben.

    Diese rasche Änderung in der     Verstärkung          tritt    dann auf, wenn der     Mittelwert    der       Detektorspannung    an dem     Widerstand    22  durch Werte hindurchgeht, die in     Fig.    2c  durch     45e        resp.    46c angedeutet werden. Zwi  schen.diesen Punkten der     Kurve    47 wird dem       Detektorkreis    ein Zeichen von verhältnis  mässig gleichförmiger     Intensität    aufgedrückt.  



       Fig.        2e    gibt die kombinierte Verstärkung  der Röhren 11 und 13 an. Die Kurve 40e  besteht aus dem Teil 40'e, der vom steilen       Anstieg    in der     Hörfrequenzverstärkung    her  rührt, dem     Einschnitt    40b,     veranlasst    durch  die Abnahme in der     Radiofrequenzverstär-          kung,    wie sie in     Fig.    2b angedeutet ist, und  dem Teil 40"e, der von der Abnahme in der       Hörfrequenzverstärkung    herrührt.  



  Die     Hörfrequenz-Ausgangsleistung    des  Empfängers ist durch die Kurven 401     resp.          41f        resp.    421 in     Fig.        .2?    angedeutet, die die       Gesamtausgangsleistung    darstellen, wenn auf  die Frequenzen der Zeichen 40     resp.    41     resp.     42 abgestimmt wird,    Wie bereits bemerkt, kann der Punkt, an  dem die Röhre 14 so vorgespannt ist, dass  kein Anodenstrom fliesst und dadurch die       Blockierungsspannung    der Röhre 13 auf  gehoben wird, leicht mit der Hand so ein  gestellt werden,

       dass    mehr oder weniger  von dem Geräusch     abgeschnitten    werden  kann. Eine Ausführung dieser Einrichtung  kann durch Verwendung einer Schirmgitter  röhre als     Geräuschunterdrückungsröhre    14  und eines einstellbaren     Schirmgitterpotentials     erhalten werden. Durch diese Anordnung  kann das Abschneiden des Anodenstromes so  eingestellt werden, dass     die    an dem Wider  stand 2.2 zur     Ingangsetzung    der Hörfrequenz  verstärkung benötigte Spannung in Abwesen  heit eines Zeichens nicht erhalten     wird.     



  Eine Schaltung zur Erzielung dieser Wir  kung ist in     Fig.    3     .dargestellt.    Gleiche Teile  wie in     Fig.    1 sind in     Fig.    3 mit den gleichen  Bezeichnungen versehen. Indessen stellt diese  Zeichnung ein Schaltschema dar, bei dem  eine gemeinsame     Kraftversorgungsquelle    vor  gesehen ist. In dieser Schaltung ist eine  Reihe von Widerständen zwischen die Hoch  spannungszuleitungen gelegt, deren negatives  Ende durch 49, und deren positives Ende  durch 50 dargestellt ist. Die Erdleitung des  Apparates ist mit einem mittleren Punkt 51  verbunden.

   Die     Vorspannung    zwischen dem  Gitter und der Kathode der Röhre 11 wird  durch den Teil des Widerstandes 22, der  zwischen dem Punkt '22' und dem rechten  Ende des Widerstandes liegt, durch den  Widerstand 9 und den Widerstand     zwischen     den Punkten 49 und 51 bestimmt. Wenn kein  Zeichen empfangen wird,     wird    der durch den  Widerstand     zwischen    49 und 51 fliessende  Strom die     Ruhegittervorspannung    erzeugen.  Die zur automatischen     Lautstärkeregelung     erforderliche Vor     spannung    wird durch     den     aber den Widerstand 22 fliessenden gleich  gerichteten Strom erzeugt.

   Die     Gittervor-          spannung    der Röhre 14 wird     mittelst    des  ganzen Widerstandes 22 erhalten. Ein  Widerstand 17 liegt in der Gitterzuleitung  der Röhre 14, um zu verhindern, dass     R.adio-          frequenzzeichen    dem Gitter der Röhre 14      aufgedrückt. werden; ein Überbrückungs  kondensator 1.8 dient demselben Zweck.

   Ein       Radiofrequenz-Überbrückungskondensator    55  ist auch zwischen das untere Ende des     ai>-          gestimmten    Kreises 15 und die Kathode der       Röhre    11 geschaltet.     Das        Schirmgitterpo4j -n-          tial    der Röhre 14 kann nach Wunsch durch  den veränderlichen Kontakt 52 auf     dgm     Widerstand zwischen den Punkten 51     und     53 eingestellt werden. Der Kontakt zwischen  der Anodenzuführung der Röhre 14 und der       Gitterzuführung    der Röhre 13 ist, wie  durch 34' angedeutet, veränderlich gemacht.

    wodurch die Lautstärke des Empfängers     v)u     Hand geregelt werden kann. Die Anode n  kreise der Röhren 14 und 13 enthalten die  Widerstände 28     resp.    48, um die Poten  tiale dieser     Elektroden    geeignet einstellen  zu können. Geeignete     Radiofrequenz-Über-          brückungskondensatoren    27 und 29     sind     gleichfalls quer zu diesen Widerständen vor  gesehen.  



  Der Abgriff 22' am Widerstand 22 kann  auch mit vorausgehenden     Hochfrequenzver-          ctärkerröhren    verbunden sein, um auf Wunsch  eine automatische Verstärkungsregelung auch  solcher Röhren zu gestatten. Die Schaltung  nach     Fig.3    ist in erster Linie dazu be  stimmt, den     Zwischenfrequenzverstärker    und  zweiten Detektor eines     Superheterodyne-          Radioempfängers    zu umfassen, in welchem  Fall die Kreise 15 und 21 auf die Zwischen  frequenz abgestimmt und weitere     Ra.dio-          frequenzverstärkerröhren    und eine erste De  tektorröhre vorgesehen werden,

   deren     Gitter-          vorspa.nnungen    durch die Verbindung mit  dem Abgriff 22" des Widerstandes 22     autt-)-          matisch    geregelt werden.  



  Der hohe Verstärkungsfaktor der Schirm  gitter-Geräuschunterdrückungsröhre ermög  licht es, dass eine kleine Veränderung in der  mittleren Spannung an dem     Gitterableitungs-          widerstand    eine grosse Veränderung im  Anodenstrom bewirkt und deshalb eine grosse  Änderung in der     Vorspannung    des Hör  frequenzverstärkers. Auf diese Weise wird  bei kleiner Änderung der erforderlichen  Spannung über den Gitterableitungswider-    stand der     Hörfrequenzverstärker    scheinbar  ein- und ausgeschaltet, wenn der Apparat  langsam über ein Zeichen     abgestimmt    wird.  



  Die Arbeitsweise der     Geräuschunter-          drückungseinrichtung,    die der     wichtigste    Teil  ist, in dem     Fig.    3 von     Fig.    1 abweicht, wird  nun beschrieben. Nimmt man in bezug auf       Fig.2c    an, dass die     Abschneidewirkung    bei  0,3 Volt liegt,     angedeutet    durch 45c', so  steigt das Geräuschniveau über 0,3 bis 47'.  Dann würde die Geräuschunter     drückungs-          röhre    so vorgespannt, dass der Anodenstrom  abgeschnitten wird, und der Hörverstärker  würde arbeiten.

   Es ist also     wünschenswert,     dass die Empfindlichkeit der Abschneide  regelung auf zum Beispiel 0;6 Volt abnimmt,  wie durch 45c angedeutet. Um dies zu er  reichen, kann die     Schirmgitterspannung    von  Hand auf 2,4 Volt durch Betätigung des  veränderlichen Kontaktes 52 erhöht werden,  was zum Beispiel bei einem Schirmgitter  verstärkungsfaktor von 8 dann eine um  0,8 Volt höhere negative     Gittervorspannung     notwendig macht, um die     Abschneidung    der  Unterdrückungsröhre und die     Einschaltung     des Hörverstärkers zu betätigen.

   Dann wer  den, obgleich die mittlere     Spannung    an dem       Gitterableitungswiderstand    22! jene durch die  Kurve 47' dargestellte ist, bei der Abstim  mung zwischen den Zeichen die Grund  geräusche vollkommen unterdrückt sein.  



  Zur weiteren Erklärung der Arbeitsweise  der     Abschneideniveauregelung    dient     Fig.    4,  die eine     Überlastungscharakteristik    eines  Radioempfängers mit automatischer Laut  stärkeregelung zeigt. Die Ordinaten sind  Ausgangsspannungen vom     Hörverstärker,    und  die Abszissen stellen die in die Antenne ein  fallenden Zeichen in     Hicrovolt    dar. Die  Kurve 60 gibt die Gesamtcharakteristik des  Empfängers, wenn er bei höchster Empfind  lichkeit arbeitet, wieder. Diese Kurve ist bei  geräuschausgefilterter     Ausgangsleistung    auf  genommen. Die Kurve 60' ist der Teil der  Ausgangsleistung, der von den innern Ge  räuschen herrührt, die in Kurve 60, aus  gefiltert waren.

   Die Kurve 60" gibt die ge  samte Ausgangsspannung, die vom Zeichen           und    von den innern Geräuschen     herrührt,     wieder.  



  Die Kurve 61 zeigt den Ausgang des  Hörverstärkers, wenn der Apparat mit gerin  gerer Empfindlichkeit arbeitet, wie es zum  Beispiel bei Ortsempfang der Fall sein  würde. Die Empfindlichkeit des Empfängers  ist dann, wie angedeutet, so herabgesetzt,  dass keine Geräuschkomponente im Aus  gang ist, die dem innern Geräusch zuzu  schreiben ist.  



  Die Kurve     60-60"-62    zeigt den Aus  gang eines Empfängers mit Geräuschunter  drücker und     Abschneideniveau-Regelungsein-          richtung,    etwa für das praktisch niedrigste       Abschneideniveau.    Dieses Niveau ist in die  sem Beispiel so gewählt worden, dass das  Ergebnis einen     Hörfrequenzausgang    ergibt,  der halb Geräusch und halb Zeichen ist,  unter der Annahme der idealsten atmosphä  rischen Bedingungen mit     absoluter    Freiheit  von atmosphärischen Störungen.

   Dies ent  spricht den Bedingungen, .die zu der Kurve  47 in     Fig.    2c führen, wo der Abstand zwi  schen der Grundlinie und den zwischen den  Zeichen liegenden Kurventeilen den Hör  frequenzeingang, der von den innern Ge  räuschen herrührt, darstellt. Diese Bedin  gungen geben eine Empfindlichkeit von un  gefähr 4     Microvolt.    Wenn jedoch die Zeichen  frequenz unter den Punkt 63 fällt, der un  gefähr 3     Microvolt    entspricht, wird der Ge  räuschunterdrücker arbeiten, und die ge  steuerte Röhre wird keinen Zeichenausgang       gestatten.     



  Wenn das     Geräuscheinga.ngsniveau    auf  etwa     2011Zicrovolt    zunimmt, was durch Punkt  64 angedeutet ist, wodurch ein Hörfrequenz  eingang entsprechend Kurve 47' in     Fig.2c     gegeben wird, kann das     Abschneideniveau          bis    zum Punkt 65 durch Einstellung des Ab  schneideniveaureglers erhöht werden;

   wenn       dann    ein empfangenes Zeichen     stärker    ist als  etwa 30     Microvolt,    was einen Hörfrequenz  eingang entsprechend Kurventeil 45e in       Fig.2c    bewirkt, wird ein     Hörfrequenzaus-          gang    entsprechend Kurve     60-6.6        erhalten     werden.<B>SO</B> wie die Zeichen unter 30 Micro-         volt    fallen, wird der     Hörverstärker        dem.     Lautsprecher keine Zeichen mehr übertragen.

    Auf diese Weise wird, wenn ein 100     Micro-          voltzeichen    empfangen     -wird,    die Ausgangs  spannung des Lautsprechers 200 Volt, wie  durch 6 7 angedeutet, betragen. Anderseits  würde bei einfachem Ortsempfang unter den  gleichen Bedingungen die Ausgangsspannung  für ein gleich starkes Zeichen weniger als  50 Volt, wie durch den Punkt 68 angedeutet,  betragen.  



  In gleicher Weise kann, wenn das       räuschniveau    höher ist, der Abschneide  niveauregler so betätigt werden, dass ein  Zeichen von 100     Microvolt,    durch 69 an  gedeutet, nötig ist, damit die Unterdrückungs  röhre     dieWiedergabeapparatur    zum Arbeiten  bringt. Der Empfänger würde dann entspre  chend Kurve 60 -70 arbeiten.  



  Die Verbindung von der Anode der     Ge-          räuschunterdrückungsröhre    14 zu dem Wider  stand 32 kann bei irgendeinem gewünschten  Punkt des Widerstandes erfolgen, beispiels  weise kann der Anschluss an das obere Ende  gelegt werden, obgleich die gezeigte Anord  nung, bei der der     Anschluss    an den regel  baren, zum     Eingangskreis    der nächsten Röhre  13 führenden Abgriff 3 4 sich als vollständig  zufriedenstellend erwiesen hat, dank der Tat  sache, dass der Teil des Widerstandes 32, der  im Gitterkreis der Röhre 13 und Anoden  kreis der Röhre 14 liegt, zunimmt, wenn der  Regler auf eine höhere Ausgangslautstärke  eingestellt ist,

   wodurch die     Abschneidevor-          spannung    am Gitter der Röhre 13 zunimmt,  da erhöhte Unterdrückung benötigt wird.  



  Es ist wünschenswert, dass die Eingangs  kreise eines Empfängers, der eine     Geräusch-          unterdrückungseinrichtung    mit Niveauregler  enthält, eine gleichförmige Leistung geben,  da sonst der Niveauregler verändert werden  müsste, wenn .der Empfänger über seinen  Bereich abgestimmt wird.  



  Die Arbeitsweise der Schaltung in     Fig.    3  ist in allen andern Gesichtspunkten der in       Fig.    1 gleich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Unterdrückung von stö renden Geräuschen beim Empfang elek trischer Wellen, die hochfrequent ver stärkt. gleichgerichtet und in Hörfre- quenzzeiehen umgewandelt werden, wor auf diese Hörfrequenzzeichen verstärkt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochfrequenzverstärkung gesteigert wird, wenn die durch die Gleichrichtung er zeugte Spannung abnimmt und die Hör frequenzverstärkung verringert wird.
    wenn die durch die Gleichrichtung er zeugte mittlere Spannung unter einen be stimmten Wert fällt. II. Einrichtung in Empfängern für elek trische Wellen zur Ausübung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine besondere 'Ge- räuschunterdrückungsröhre eine ihr nach folgende Röhre der Empfangsschaltung so steuert, dass diese unwirksam wird. wenn die Intensität der empfangenen Zeichen unter einen vorbestimmten Wert fällt. UNTERANSPR(lCHE: 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass aus dem Aus gangskreis der Geräuschunterdrüch-ungs- röhre durch den in ihm fliessenden Gleich strom die Steuerelektrode der gesteuerten Röhre ihre Vorspannung erhält und Mit tel vorgesehen sind, durch die der Ge- rä.uschunterdrückungsröhre eine mit der Stärke der empfangenen Zeichen so sich ändernde Gittervorspannung aufgedrückt wird, dass zunehmende Zeichenstärke zu nehmende negativeVorspannung in ihrem Gitterkreis erzeugt,
    wobei bei Sinken der Intensität der empfangenen Zeichen unter einen vorbestimmten Wert die Vorspan- nung der Steuerelektrode der von der Geräuschunterdrückungsröhre gesteuerten Röhre so weit negativ wird, da.ss letztere unwirksam wird.
    ?. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeieh- net, dass die Geräuschunterdrückungs- röhre einen hohen Verstärkungsfaktor be sitzt, so dass kleine Änderungen ihrer Gittervorspannung grosse Änderungen ihres Anodenstromes veranlassen. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleichrichter der Empfangsschaltung die dem Gitter der Geräuschunterdrückungsröhre auf gedrückte Vorspannung, die sich mit der Stärke der Empfangszeichen ändert, lie fert und dass. die von der Geräuschunter drückungsröhre gesteuerte Röhre zur Hörfrequenzverstärkung dient. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass der Ausgangskreis des Gleichrichters sowohl mit dem Eingangs kreis der Geräuschunterdrückungsröhre, als auch mit dem Eingangskreis der von der Geräuschunterdrückungsröhre ge steuerten Röhre gekoppelt ist. 5. Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteransprüchen 1 bis 4, .dadurch ge kennzeichnet, dass die von der Geräusch unterdrückungsröhre gesteuerte Röhre bis zum Abschneiden ihres Anoden stromes vorgespannt wird, wenn die emp fangenen Zeichen unter einen vorbestimm ten Wert fallen. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Hochfrequenzver- stärker vorgesehen ist, dessen Verstär kung sich automatisch umgekehrt mit der Stärke der Empfangszeichen ändert, wo bei die Wiedergabe von Geräuschen unter einer vorbestimmten, minimalen Zeichenstärke verhindert wird, trotzdem die Verstärkung des Hochfrequenzver- stärkers ihr Maximum bei Abwesenheit von Empfangszeichen haf. 7.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, da.ss in einer aus Hoch frequenzverstärker, Detektor, -Geräusch unterdrückungsröhre und Hörfrequenz- verstärker bestehenden Empfangsschal tung der Detektor einerseits automatisch die Verstärkung des Hochfrequenzver- stärkers regelt und anderseits mit der Geräuschunterdrückungsröhre und dem Hörfrequenzverstärker so verbunden ist,
    dass trotz der Einstellung der Hoch frequenzverstärkung auf ein Maximum bei Abwesenheit von Zeichen die Zeichen wiedergabe durch den Hörfrequenzver- stärker verhindert wird. B. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Regelung der Ver stärkung des Hochfrequenzverstärkers und der Eingangsspannung der Geräusch unterdrückungsröhre im Ausgangskreis des Detektors ein Widerstand eingeschal tet ist. 9.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 bis 8, dadurch ge kennzeichnet, dass im Ausgangskreis der Geräuschunterdrückungsröhreein Wider stand eingeschaltet ist, durch ,den deren Ausgangsstrom fliesst und der die Vor spannung für die Hörfrequenzverstärker- röhre liefert, so dass bei abnehmender Gleichstromkomponente der Detektions- spannung und damit zunehmendem Aus gangsstrom durch den Widerstand der Hörfrequenzverstärker bis zu dem Punkt vorgespannt wird, bei dem sein Anoden strom abgeschnitten wird. 10.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 bis 9, dadurch ge kennzeichnet, dass der Eingangskreis der Hörfrequenzverstärkerröhre eine beson dere, von der durch den Widerstand aus dem Ausgangskreis der Geräuschunter drückungsröhre unabhängige Vorspan- nung für seine Steuerelektrode enthält. 11.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 bis 10, dadurch ge kennzeichnet, dass der Detektor ein Diodendetektor ist, dessen Anode und Kathode durch einen hohen Widerstand mit parallel geschaltetem Kondensator verbunden sind und in dessen Verbin- dung mit dem Hörfrequenzverstärker ein Kondensator eingeschaltet ist. 12.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 bis 11, dadurch ge kennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, durch welche die Wirkung der Geräuschunterdrückungsröhre auf ein be stimmtes "Abschneide"-Niveau eingestellt werden kann, so da.ss nur empfangene Zeichen, die über einer bestimmten Inten sität liegen, wiedergegeben werden. 13.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 bis 12, dadurch ge kennzeichnet, dass als ein in Unter anspruch 12 genanntes Mittel eine Schirmgitterröhre als Unterdrückungs röhre eingeschaltet ist, deren Schirm- gitterpotential zwecks Regelung des "Ab- scheide"-Niveaus einstellbar ausgebildet ist. 14.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 bis 18, dadurch ge kennzeichnet, dass die als Unterdrückungs röhre dienende Schirmgitteiröhre zwecks Einstellung des Schirmgitterpotentials einen regelbaren Widerstand zwischen dem Schirmgitter und dem Eingangs kreis aufweist. 15.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Regelung der Hörfrequenzverstärkung durch die Erzeugung einer Vorspannung an der Steuerelektrode der Hörfrequenzverstär- kerröhre erfolgt und diese Vorspannung durch das gleichgerichtete Zeichen so ge regelt wird, .dass immer, wenn die mitt lere, gleichgerichtete Spannung unter einen bestimmten Wert fällt, die Ver- stärkerröhre so vorgespannt wird, dass ihr Anodenstrom unterbrochen wird.
    1(i. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 15, dadurch bekennzeich- net, dass der Grad der Hochfrequenz- und der Hörfrequenzverstärkung in Ab hängigkeit von der Gleichstromkompo nente der detektierten Signalspannung, aber entgegengesetzt zueinander geregelt wird. . 17. Verfahren nach Patentanspruch I, bei dem die Hochfrequenzzeichen zur Erzeu gung einer Spannung mit Hörfrequenz- und Gleichstromkomponente gleichge richtet werden, dadurch gekennzeichnet.
    daB die Hörfrequenzkomponente durch die Hörfrequenzverstärkerröhre verstärkt und letztere so vorgespannt wird, dal3. ihr Anodenstrom immer dann abgeschnitten wird, wenn die Gleichstromkomponente der gleichgerichteten Spannung unter einen vorher gewählten Betrag fällt.
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