Verfahren und Einrichtung zur Unterdrückung von störenden Geräuschen beim Empfang elektrischer Wellen. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung zur Unterdrückung störender Geräusche, welche zum Beispiel automatisch in ihrer Lautstärke geregelten Empfängern elektrischer "Vrellen auftreten können, wenn die Intensität der empfangenen Zeichen unter einen bestimmten Wert sinkt, wobei in diesem Falle die Emp findlichkeit .der Gesamtanordnung extrem hoch sein würde.
Die erfindungsgemässe Aufgabe wird da durch gelöst, dass zwei Verstärkungsrecrelun- z# <B>g</B> n in dem Gerät vorgesehen sind, von denen e t' die eine, welche die Hochfrequenzverstärkung beeinflusst, dann gesteigert wird, wenn die durch die Gleichrichtung erzeugte Spannung abnimmt, während die andere, nämlich die Hörfrequenzverstärkung, verringert wird, zum Beispiel auf Null gebracht wird, wenn die durch die Gleichrichtung erzeugte mitt lere Spannung unter einen vorbestimmten Wert fällt.
Die Erfindung kann vorzugsweise, muss jedoch nicht notwendigerweise, bei Radio empfängern mit der üblichen Lautstärke- regelung angewendet werden, bei der die Hochfrequenzverstärkung in Übereinstim mung mit der Durchschnittsintensität auto matisch geregelt wird.
In der Zeichnung, die zwei Ausführungs beispiele einer Einrichtung gemäss der Er findung darstellt, ist Fig. 1 eine vereinfachte schematische Schaltung der ersten Ausführungsform; Fig. ?a, 9b 9e, 9d 2)e und 21 stellen die Arbeitsweise der Schaltung nach Fig. 1 dar; Fig. 3 ist ein Schaltschema einer zweiten, praktischeren Ausführung der vorliegenden Erfindung; Fig. 4 dient zur Erläuterung der Ab schneideniveauregelung.
Die Schaltung nach Fig. 1 enthält einen Radiofrequenzverstärker 11, der zur Verstär kung der ankommenden Zeichen dient und dem Eingangskreis des Zweielektrodendetek- tors 12 die verstärkten Zeichen aufdrückt. Das gleichgerichtete Zeichen wird dann durch den Hörfrequenzverstärker 13 verstärkt. Die Verstärkung des gleichgerichteten Zeichens wird mittelst einer Geräuschunterdrückungs- röhre 14 beeinflusst, deren Arbeitsweise nach folgend erklärt wird.
Der Eingangskreis der R.adiofrequenzver- stärkerröhre 11 enthält einen abgestimmten Kreis 15, und der Ausgangskreis dieses Ver stärkers enthält die Ausgangsselbstinduktion 20, die mit der Selbstinduktion des ab gestimmten Eingangskreises 21 des Detektors 12 induktiv gekoppelt ist. Der Detektor ausgangskreis enthält den Gitterableitungs- widerstand 22, der durch den 23 überbrückt wird.
Der Gitterableitungswiderstand 22 und der Kondensator 23 sind so dimensioniert, dass die Röhre 12, die als Zweielektroden röhre geschaltet ist, als "Spitzen"-Detektor arbeitet.
Ein Ende des Widerstandes 22 ist über den Widerstand 24 mit dem abgestimmten Kreis 15 des Radiofrequenzverstärkers 11 verbunden. Der Ausgangskreis des Verstär kers 11 ist durch die Hochspannungsquelle 25 vervollständigt; eineVorspannungsbatterie 30 ist vorgesehen, um, wie später erklärt werden wird, dem Gitter der Röhre die ge eignete Vorspannung zu geben. Die gleich gerichteten Zeichen werden dem Verstärker 13 über den Kopplungskondensator 31 und den Widerstand 32 zugeführt. Der @Span- nungsabfall längs eines Teils dieses Wider standes 32 wird dem Gitter der Verstärker röhre 13 aufgedrückt.
Der Verstärker 13 ist mit einer Gittervorspannungsquelle 35 und mit einem Ausgangskreis versehen, der die Selbstinduktion 36 und die Hochspannungs duelle 37, die dadurch mit der Anode der Röhre 13 verbunden ist, enthält. Die Selbst induktion 36 ist mit der .Selbstinduktion 38, deren Zuführungen 39 mit einem Laut sprecher oder mit dem Eingangskreis eines weiteren Röhrenverstärkers verbunden sein können, induktiv gekoppelt.
Die an dem Widerstand 2? auftretenden Spannungs schwankungen werden direkt dem Gitter der Geräuschunterdrückungsröhre 14 zugeführt, deren Ausgangskreis den unterhalb des Ab griffes 34 liegenden Teil des Widerstandes 32 enthält. Eine Spannungsquelle 33 ist zur Erzeugung des Anodenpotentials für die Anode der Röhre 14 vorgesehen.
Die Geräuschunterdrückungsröhre soll einen hohen Verstärkungsfaktor und einen scharfen untern Knick in ihrer Gitterspan nungs-Anodenstromcharakteristik haben, .da mit eine verhältnismässig kleine Änderung der Gitterspannung eine entscheidende Ände rung im Anodenstrom verursacht. Eine Röhre der Type 224 wird für diesen Zweck genügen. Das Schirmgitter einer solchen Röhre bietet ein hinreichendes Mittel zur Beeinflussung des "Abscheideniveaus", wie später erklärt werden wird.
Die von der Geräuschunterdrückungsröhre -gesteuerte Röhre, in diesem Fall die Hör frequenzverstärkerröhre 13 soll einen genü gend hohen Verstärkungsfaktor haben, damit geringe Änderungen der negativen Gittervor- spannung die Röhre so vorspannen, dass keinerlei Anodenstrom mehr fliesst. Eine für diesen Zweck geeignete Röhre ist die Type 227.
Die Kondensatoren, .durch welche die Kreise 15 und 21 abgestimmt werden, können elektrisch gleich und so verbunden sein, dass sie gleichzeitig bedient werden, wie es durch die punktierten Linien, mit denen sie in Fig. 1 verbunden sind, angedeutet ist: Im Betrieb wird die Hochfrequenzver- stärkerröhre 11 mittelst der Spannungsquelle 30 so vorgespannt, dass sie ihre maximale Empfindlichkeit hat, wenn kein Zeichen vor handen ist.
Eine Zunahme des mittleren Stromes im Gitterableitungswiderstand 22 verursacht am Gitter der Röhre 11 eine nega- tivere Vorspannung in bezug auf die Kathode und setzt infolgedessen die Verstärkung des Hochfrequenzverstärkers herab.
Werdendem Eingangskreis des Detektors 12 keine oder nur schwache Radiofrequenz zeichen zugeführt, so wird das Gitter der Cleräuschunterdrückungsröhre 14 im wesent lichen das gleiche Potential haben wie ihre Kathode. Infolgedessen wird ein maximaler Anodenstrom durch den untern Teil des Widerstandes 32 fliessen. Dadurch erhält der Punkt 31- und das Gitter des Hörfrequenz verstärkers 13 eine Vorspannung, die so weit unter der normalen Vorspannung, die durch.
die Vorspannungsquelle 35 erzeugt wird, liegt, dass kein Anodenstrom in der Röhre 13 fliesst und somit keine Übertragung durch diese Röhre stattfindet, trotzdem bei schwa: eben ankommenden Radiofrequenzzeichen die Spannung am Punkt 34 durch den gleich gerichteten Strom, der durch den Kopplungs kondensator 31 und den Widerstand 32 fliesst, schwankt.
Wenn anderseits dem Detektor durch clen Verstärker 11 ein über einem gewissen Ni veau liegendes Zeichen aufgedrückt wird, nimmt der mittlere .Strom durch den Wider stand 22 zu, und damit wird die mittlere Spannung an seinem untern Ende nega tiver. Der Anodenstrom der Geräuschunter drückungsröhre 14 nimmt ab, wodurch die Spannung an dem Punkt 34 ansteigt und von einem gewissen Wert an es gestattet, dass die Röhre 13 als Hörfrequenzverstärker clgr ihr durch den Kopplungskondensator zu geführten Zeichen arbeitet.
Wenn irgendein wesentliches Zeichen vor handen ist, so ist der mittlere Strom durch den Gitterableitungswiderstand 22 hinrei chend hoch, um den Anodenstrom in der Röhre 14 abzusperren. Infolge !der automa tischen Verstärkungsregelung der Röhre 11 erhält der Punkt 14 eine im wesentlichen konstante negative Vorspannung.
Die Geräuschunterdrückungsröhre muss nicht unbedingt auf die Röhre 13 wirken, sie kann die Verstärkung irgendeiner Röhre regeln, die derjenigen folgt, die die Unter drückungsröhre speist. So kann sie zum Bei spiel den Zwischenfrequenzverstärker, don zweiten Detektor oder eine beliebige Hör frequenzverstärkerstufe eines Superhetero- dyneempfängers beherrschen, Um die Wirkung der gerade beschrie benen Schaltung noch etwas eingehender zu erklären, müssen die Fig. 2a bis 21 betrachtet werden.
In Fig.2a stellt die Ordinate die Radiofrequenzspannung im Eingangskreis des Verstärkers 11 (Fig. 1) dar, während auf der Abszisse die Frequenz aufgetragen ist, auf die der Eingangskreis 15 abgestimmt wird. Kurve 40a stellt die Spannung dar, die dem Gitter der Röhre 11 zugeführt wird, wenn der Eingangskreis auf die Über tragungsfrequenz 40 eines Zeichens, das mit mittlerer Intensität empfangen wird, ab gestimmt wird.
Kurve 41a und 42a stellen <B>0*</B> eicherweise die Gitterspannungen der Röhre 11 dar, wenn der Kreis 15 auf .die Frequen zen 41 und 42 von Zeichen, die mit geringer, respektive hoher Intensität empfangen wer den, abgestimmt wird. Kurve 43a gibt die Spannung wieder, die der Röhre 11 auf Grund von atmosphärischen Streustörungen, Röhrengeräuschen und dergleichen durch etwa vorangehende Verstärkerstufen auf gedrückt wird.
Fig. 2b zeigt eine Kurve 44b, die die Radiofrequenzverstärkung in der Röhre 11 darstellt, wenn die Kreise 15 und ,21 über den Frequenzbereich der Fig. 2a abgestimmt werden. Die Teile 43b, die wesentlich gleich förmige Radiofrequenzverstärkung zeigen, beben den Verstärkungsgrad des Grund geräusches an, das durch die Kurve 43a in Fig. 2a gezeigt ist.
Die Teile der Kurve 44b, die mit 40.b, 41b und 42b bezeichnet sind, geben die Abnahme der Radiofrequenzver- stärkung an, wenn die Kreise 15 und 21 auf die Zeichenfrequenzen 40, 41 und 42 resp. abgestimmt werden.
In Fig. <B>9,e</B> stellt die Kurve 40e die Ein gangsspannungen der Röhre 13 dar. Die Teile 43c sind die Eingangsspannung, die von der Verstärkung des durch Kurve 43a dargestellten Grundgeräusches herrührt. Die Teile 40e, 41e und 42e sind die Spitzenspan nungen, die beim Empfang der Stationen 10, 41 und 42 erzeugt werden. Die punktierte Kurve 47 stellt den Mittelwert der Span nungen dar, die quer zu dem Gitterableite- widerstand 22 bestehen. Kurve 47' gibt den Spannungsmittelwert an, der typisch für ein wesentlich höheres Grundgeräuschniveau ist, wie später erklärt werden wird.
Wie oben auseinandergesetzt, wird die Röhre 14 immer dann, wenn die Spannung an dem Widerstand #2.2 über einen bestimm ten, vorgegebenen Wert hinaus zunimmt (was durch eine Abnahme der Radio-- frequenzverstärkung an dem Punkt 45 in Fig. 2b angezeigt wird, vorausgesetzt, dass die greise von links nach rechts abgestimmt werden), so vorgespannt werden, dass ihr Anodenstrom abgeschnitten wird, wodurch das Abschneide-Vorspannpotential am Gitter der Röhre 13 verschwindet.
Dies führt dann zu einer Hörfrequenzverstärkung der Röhre 13, wie in Fig. 2d angedeutet, in der die Teile 40d, 41d und 42d die Hörfrequeriz- verstärkung darstellen, die entsteht, wenn die Empfängerkreise über die Frequenzen der Zeichen 40, 41 und 42 abgestimmt werden. Es ist zu bemerken, dass die Flanken der Kurven, die zum Beispiel durch 45d resp. 46d bezeichnet sind, einen steilen Abfall haben.
Diese rasche Änderung in der Verstärkung tritt dann auf, wenn der Mittelwert der Detektorspannung an dem Widerstand 22 durch Werte hindurchgeht, die in Fig. 2c durch 45e resp. 46c angedeutet werden. Zwi schen.diesen Punkten der Kurve 47 wird dem Detektorkreis ein Zeichen von verhältnis mässig gleichförmiger Intensität aufgedrückt.
Fig. 2e gibt die kombinierte Verstärkung der Röhren 11 und 13 an. Die Kurve 40e besteht aus dem Teil 40'e, der vom steilen Anstieg in der Hörfrequenzverstärkung her rührt, dem Einschnitt 40b, veranlasst durch die Abnahme in der Radiofrequenzverstär- kung, wie sie in Fig. 2b angedeutet ist, und dem Teil 40"e, der von der Abnahme in der Hörfrequenzverstärkung herrührt.
Die Hörfrequenz-Ausgangsleistung des Empfängers ist durch die Kurven 401 resp. 41f resp. 421 in Fig. .2? angedeutet, die die Gesamtausgangsleistung darstellen, wenn auf die Frequenzen der Zeichen 40 resp. 41 resp. 42 abgestimmt wird, Wie bereits bemerkt, kann der Punkt, an dem die Röhre 14 so vorgespannt ist, dass kein Anodenstrom fliesst und dadurch die Blockierungsspannung der Röhre 13 auf gehoben wird, leicht mit der Hand so ein gestellt werden,
dass mehr oder weniger von dem Geräusch abgeschnitten werden kann. Eine Ausführung dieser Einrichtung kann durch Verwendung einer Schirmgitter röhre als Geräuschunterdrückungsröhre 14 und eines einstellbaren Schirmgitterpotentials erhalten werden. Durch diese Anordnung kann das Abschneiden des Anodenstromes so eingestellt werden, dass die an dem Wider stand 2.2 zur Ingangsetzung der Hörfrequenz verstärkung benötigte Spannung in Abwesen heit eines Zeichens nicht erhalten wird.
Eine Schaltung zur Erzielung dieser Wir kung ist in Fig. 3 .dargestellt. Gleiche Teile wie in Fig. 1 sind in Fig. 3 mit den gleichen Bezeichnungen versehen. Indessen stellt diese Zeichnung ein Schaltschema dar, bei dem eine gemeinsame Kraftversorgungsquelle vor gesehen ist. In dieser Schaltung ist eine Reihe von Widerständen zwischen die Hoch spannungszuleitungen gelegt, deren negatives Ende durch 49, und deren positives Ende durch 50 dargestellt ist. Die Erdleitung des Apparates ist mit einem mittleren Punkt 51 verbunden.
Die Vorspannung zwischen dem Gitter und der Kathode der Röhre 11 wird durch den Teil des Widerstandes 22, der zwischen dem Punkt '22' und dem rechten Ende des Widerstandes liegt, durch den Widerstand 9 und den Widerstand zwischen den Punkten 49 und 51 bestimmt. Wenn kein Zeichen empfangen wird, wird der durch den Widerstand zwischen 49 und 51 fliessende Strom die Ruhegittervorspannung erzeugen. Die zur automatischen Lautstärkeregelung erforderliche Vor spannung wird durch den aber den Widerstand 22 fliessenden gleich gerichteten Strom erzeugt.
Die Gittervor- spannung der Röhre 14 wird mittelst des ganzen Widerstandes 22 erhalten. Ein Widerstand 17 liegt in der Gitterzuleitung der Röhre 14, um zu verhindern, dass R.adio- frequenzzeichen dem Gitter der Röhre 14 aufgedrückt. werden; ein Überbrückungs kondensator 1.8 dient demselben Zweck.
Ein Radiofrequenz-Überbrückungskondensator 55 ist auch zwischen das untere Ende des ai>- gestimmten Kreises 15 und die Kathode der Röhre 11 geschaltet. Das Schirmgitterpo4j -n- tial der Röhre 14 kann nach Wunsch durch den veränderlichen Kontakt 52 auf dgm Widerstand zwischen den Punkten 51 und 53 eingestellt werden. Der Kontakt zwischen der Anodenzuführung der Röhre 14 und der Gitterzuführung der Röhre 13 ist, wie durch 34' angedeutet, veränderlich gemacht.
wodurch die Lautstärke des Empfängers v)u Hand geregelt werden kann. Die Anode n kreise der Röhren 14 und 13 enthalten die Widerstände 28 resp. 48, um die Poten tiale dieser Elektroden geeignet einstellen zu können. Geeignete Radiofrequenz-Über- brückungskondensatoren 27 und 29 sind gleichfalls quer zu diesen Widerständen vor gesehen.
Der Abgriff 22' am Widerstand 22 kann auch mit vorausgehenden Hochfrequenzver- ctärkerröhren verbunden sein, um auf Wunsch eine automatische Verstärkungsregelung auch solcher Röhren zu gestatten. Die Schaltung nach Fig.3 ist in erster Linie dazu be stimmt, den Zwischenfrequenzverstärker und zweiten Detektor eines Superheterodyne- Radioempfängers zu umfassen, in welchem Fall die Kreise 15 und 21 auf die Zwischen frequenz abgestimmt und weitere Ra.dio- frequenzverstärkerröhren und eine erste De tektorröhre vorgesehen werden,
deren Gitter- vorspa.nnungen durch die Verbindung mit dem Abgriff 22" des Widerstandes 22 autt-)- matisch geregelt werden.
Der hohe Verstärkungsfaktor der Schirm gitter-Geräuschunterdrückungsröhre ermög licht es, dass eine kleine Veränderung in der mittleren Spannung an dem Gitterableitungs- widerstand eine grosse Veränderung im Anodenstrom bewirkt und deshalb eine grosse Änderung in der Vorspannung des Hör frequenzverstärkers. Auf diese Weise wird bei kleiner Änderung der erforderlichen Spannung über den Gitterableitungswider- stand der Hörfrequenzverstärker scheinbar ein- und ausgeschaltet, wenn der Apparat langsam über ein Zeichen abgestimmt wird.
Die Arbeitsweise der Geräuschunter- drückungseinrichtung, die der wichtigste Teil ist, in dem Fig. 3 von Fig. 1 abweicht, wird nun beschrieben. Nimmt man in bezug auf Fig.2c an, dass die Abschneidewirkung bei 0,3 Volt liegt, angedeutet durch 45c', so steigt das Geräuschniveau über 0,3 bis 47'. Dann würde die Geräuschunter drückungs- röhre so vorgespannt, dass der Anodenstrom abgeschnitten wird, und der Hörverstärker würde arbeiten.
Es ist also wünschenswert, dass die Empfindlichkeit der Abschneide regelung auf zum Beispiel 0;6 Volt abnimmt, wie durch 45c angedeutet. Um dies zu er reichen, kann die Schirmgitterspannung von Hand auf 2,4 Volt durch Betätigung des veränderlichen Kontaktes 52 erhöht werden, was zum Beispiel bei einem Schirmgitter verstärkungsfaktor von 8 dann eine um 0,8 Volt höhere negative Gittervorspannung notwendig macht, um die Abschneidung der Unterdrückungsröhre und die Einschaltung des Hörverstärkers zu betätigen.
Dann wer den, obgleich die mittlere Spannung an dem Gitterableitungswiderstand 22! jene durch die Kurve 47' dargestellte ist, bei der Abstim mung zwischen den Zeichen die Grund geräusche vollkommen unterdrückt sein.
Zur weiteren Erklärung der Arbeitsweise der Abschneideniveauregelung dient Fig. 4, die eine Überlastungscharakteristik eines Radioempfängers mit automatischer Laut stärkeregelung zeigt. Die Ordinaten sind Ausgangsspannungen vom Hörverstärker, und die Abszissen stellen die in die Antenne ein fallenden Zeichen in Hicrovolt dar. Die Kurve 60 gibt die Gesamtcharakteristik des Empfängers, wenn er bei höchster Empfind lichkeit arbeitet, wieder. Diese Kurve ist bei geräuschausgefilterter Ausgangsleistung auf genommen. Die Kurve 60' ist der Teil der Ausgangsleistung, der von den innern Ge räuschen herrührt, die in Kurve 60, aus gefiltert waren.
Die Kurve 60" gibt die ge samte Ausgangsspannung, die vom Zeichen und von den innern Geräuschen herrührt, wieder.
Die Kurve 61 zeigt den Ausgang des Hörverstärkers, wenn der Apparat mit gerin gerer Empfindlichkeit arbeitet, wie es zum Beispiel bei Ortsempfang der Fall sein würde. Die Empfindlichkeit des Empfängers ist dann, wie angedeutet, so herabgesetzt, dass keine Geräuschkomponente im Aus gang ist, die dem innern Geräusch zuzu schreiben ist.
Die Kurve 60-60"-62 zeigt den Aus gang eines Empfängers mit Geräuschunter drücker und Abschneideniveau-Regelungsein- richtung, etwa für das praktisch niedrigste Abschneideniveau. Dieses Niveau ist in die sem Beispiel so gewählt worden, dass das Ergebnis einen Hörfrequenzausgang ergibt, der halb Geräusch und halb Zeichen ist, unter der Annahme der idealsten atmosphä rischen Bedingungen mit absoluter Freiheit von atmosphärischen Störungen.
Dies ent spricht den Bedingungen, .die zu der Kurve 47 in Fig. 2c führen, wo der Abstand zwi schen der Grundlinie und den zwischen den Zeichen liegenden Kurventeilen den Hör frequenzeingang, der von den innern Ge räuschen herrührt, darstellt. Diese Bedin gungen geben eine Empfindlichkeit von un gefähr 4 Microvolt. Wenn jedoch die Zeichen frequenz unter den Punkt 63 fällt, der un gefähr 3 Microvolt entspricht, wird der Ge räuschunterdrücker arbeiten, und die ge steuerte Röhre wird keinen Zeichenausgang gestatten.
Wenn das Geräuscheinga.ngsniveau auf etwa 2011Zicrovolt zunimmt, was durch Punkt 64 angedeutet ist, wodurch ein Hörfrequenz eingang entsprechend Kurve 47' in Fig.2c gegeben wird, kann das Abschneideniveau bis zum Punkt 65 durch Einstellung des Ab schneideniveaureglers erhöht werden;
wenn dann ein empfangenes Zeichen stärker ist als etwa 30 Microvolt, was einen Hörfrequenz eingang entsprechend Kurventeil 45e in Fig.2c bewirkt, wird ein Hörfrequenzaus- gang entsprechend Kurve 60-6.6 erhalten werden.<B>SO</B> wie die Zeichen unter 30 Micro- volt fallen, wird der Hörverstärker dem. Lautsprecher keine Zeichen mehr übertragen.
Auf diese Weise wird, wenn ein 100 Micro- voltzeichen empfangen -wird, die Ausgangs spannung des Lautsprechers 200 Volt, wie durch 6 7 angedeutet, betragen. Anderseits würde bei einfachem Ortsempfang unter den gleichen Bedingungen die Ausgangsspannung für ein gleich starkes Zeichen weniger als 50 Volt, wie durch den Punkt 68 angedeutet, betragen.
In gleicher Weise kann, wenn das räuschniveau höher ist, der Abschneide niveauregler so betätigt werden, dass ein Zeichen von 100 Microvolt, durch 69 an gedeutet, nötig ist, damit die Unterdrückungs röhre dieWiedergabeapparatur zum Arbeiten bringt. Der Empfänger würde dann entspre chend Kurve 60 -70 arbeiten.
Die Verbindung von der Anode der Ge- räuschunterdrückungsröhre 14 zu dem Wider stand 32 kann bei irgendeinem gewünschten Punkt des Widerstandes erfolgen, beispiels weise kann der Anschluss an das obere Ende gelegt werden, obgleich die gezeigte Anord nung, bei der der Anschluss an den regel baren, zum Eingangskreis der nächsten Röhre 13 führenden Abgriff 3 4 sich als vollständig zufriedenstellend erwiesen hat, dank der Tat sache, dass der Teil des Widerstandes 32, der im Gitterkreis der Röhre 13 und Anoden kreis der Röhre 14 liegt, zunimmt, wenn der Regler auf eine höhere Ausgangslautstärke eingestellt ist,
wodurch die Abschneidevor- spannung am Gitter der Röhre 13 zunimmt, da erhöhte Unterdrückung benötigt wird.
Es ist wünschenswert, dass die Eingangs kreise eines Empfängers, der eine Geräusch- unterdrückungseinrichtung mit Niveauregler enthält, eine gleichförmige Leistung geben, da sonst der Niveauregler verändert werden müsste, wenn .der Empfänger über seinen Bereich abgestimmt wird.
Die Arbeitsweise der Schaltung in Fig. 3 ist in allen andern Gesichtspunkten der in Fig. 1 gleich.