CH173300A - Verfahren zur Darstellung eines herzwirksamen Glucosides. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung eines herzwirksamen Glucosides.Info
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07J—STEROIDS
- C07J19/00—Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 by a lactone ring
- C07J19/005—Glycosides
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Description
Verfahren zur Darstellung herzwirksamen eines Glucosides. Im Hauptpatent isst ein Verfahren zur Darstellung eines herzwirksamen Glucosides beschrieben. Das vorliegende Verfahren betrifft die Darstellung von bereits aus der Literatur be kannten Digitoxin und ist dadurch gekenn zeichnet, dass man Desacetyldigilanid A (Helv. Chim. Acta. Bd. 96, Seite 1395 ff.), wel- (clies identisch ist mit dein genuinen Purpu- reaglucosid d und erhalten werden kann durch schonende Extraktion der Blätter von Digitalis purpurea oder Entacetylieren von Lanataglucosid A der Einwirkung eines zuckerabspaltenden Enzyms unterwirft. Zur Ausführung diese Verfahrens kann als Ausgangsprodulkt reines oder noch Ballast stoffe enthaltendes Desaeetyldigilanid A, welches zum Beispiel nach irgend einem Ver fahren aus Digitalis purpurea isoliert oder durch Desacetylierung von genuinem Lanata- glucosid A dargestellt wurde, verwendet wer den. Man kann auch den partiellen enzyma tischen Abbau des Glucosides ohne dessen Extraktion aus der Droge nach dem vor- liegenden Verfahren vornehmen und das ent standene Digitoxin darauf auf irgend eine Art extrahieren. Auch kann man frische Blätter von Digitalis purpurea mit einem den Zelltod herbeiführenden und gleichzeitig die Fäulnis verhindernden Medium, wie Essig ester oller Chloroform, stehen lassen, und nachdem die enzymaische Abspaltung der Glucose aus dem genuinen Purpureaglu- cosid A erfolgt ist, das gebildete Digitoxin auf bekannte Weise extrahieren. <I>Beispiel 1:</I> 70 kg frische Blätter von Digitalis pur- purea werden fein zerkleinert, mit Essigester überschichtet und so drei bis vier Tage lang der Einwirkung de. in der Droge enthaltenen Enzyms unterworfen. Dann werden 8 kg fein pulverisiertes Ammonsulfat zugesetzt, die Hasse gut vermischt. und ausgepresst. Der Pressrückstand wird mit Essigester erschöp fend extrahiert, wobei der zuerst verwendete Essigester mitverwendet wird. Der Essig esterextrakt wird filtriert und im Vakuum völlig eingedampft. Der Rückstand wird mit Äther extrahiert, wobei Digitoxin in Lösung geht. Nach dem Filtrieren wird die äthe- rischeLösung im Vakuum völlig eingedampft und der Rückstand mit Petroläther ge waschen. Der ungelöst gebliebene Anteil wird in zwei Litern eines Gemisches von Methanol- Wasser 1 : 1 gelöst und mit einem unlöslichen Gerbstoffällungsmittel behandelt. filtriert und dlas Filtrat im Vakuum vom Methyl alkohol befreit. Hierbei scheidet sich das rohe Digitoxin aus, wird filtriert und mit wenig Methanol aufgenommen, wobei ein Teil des Digitoxins als weisser Niederschlag aus fällt. Dieser Teil wird durch Filtration ab getrennt und aus Alkohol-Wasser umkristal lisiert. Aus der methylalkoholischen Mutter lauge wird ein weiterer Teil des Digitoxins durch Wasserzusatz ausgefällt, wenn nötig gereinigt durch Umfällen aus Chloroform mit Petroläther und nochmalige Behandlung mit Gerbstoffällungsmitteln, eventuell Ent- färbung mit Tierkohle, dann umkristallisiert aus verdünntem Alkohol. Beispiel 2: 2 gr des entacylierten Lanatagluco- sides A, dargestellt nach dem Verfahren der Patentschrift Nr. 171174, welches mit dem genuinen Purpureaglucosid A iden tisch ist, gelöst in 800 cm3 Alkohol, wer den mit 1 kg fein zerkleinerten, frischen Blättern von Digitalis purpurea vermischt und zwei bis drei Tage lang stehen gelassen, filtriert und der Rückstand mit Alkohol- Waeser 1 : 1 erschöpfend nachgewaschen. Das klare Filtrat. (zirka drei Liter) wird dreimal mit je drei Liter Äther und die ver einigten Ätherauszüge mit 600 cm3 Wasser ausgeschüttelt. Nach dem Trennen der Schichten wird die ätherische Lösung im Vakuum völlig eingedampft, der Rückstand in zwei Litern eines Gemisches von Methanol- Wasser 1 : 1 gelöst und mit unlöslichem Gerbstoffällungsmittel behandelt. Dann wird filtriert, nachgewaschen und das Fil trat im Vakuum vom Methylalkohol befreit. Hierbei scheidet sich das um 1 Molekül Glu cose ärmere Digitoxin ans.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Digitoxin. dadurch gekennzeichnet, dass man das Des- acetyldigilanid A der Einwirkung eines zuckerabspaltenden Enzyms unterwirft. Das bereits aus der Literatur bekannte Digitoxin soll in der Therapie Verwendung finden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man zer kleinerte Blätter von Digitalis purpurea bei Gegenwart von Wasser mit einem Extraktionsmittel stehen lässt, bis die enzymatische Gilucoseabspaltung aus dem Desacetyldigilanid A erfolgt ist.?. Verfahren gemäss Patentanspruch. da durch gekennzeichnet, dass man frische Blätter von Digitalis purpurea mit einem den Zelltod herbeiführenden und gleich zeitig die Fäulnis verhindernden Medium überachichtet und nachdem die Glucose abspaltung aus dem Desacetyldigilanid .1 erfolgt ist, das entstandene Digitoxin aus dem Reaktionsgemisch extrahiert. B.Verfahren gemäss Patentanspruch, da: durch gekennzeichnet, dass man Blätter von Digitalis purpurea als Ausgangspro dukt verwendet. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das reine genuine Purpureaglucosid A als Aus gangsprodukt verwendet.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH166354T | 1932-07-22 | ||
| CH173300T | 1932-07-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH173300A true CH173300A (de) | 1934-11-15 |
Family
ID=25718286
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH173300D CH173300A (de) | 1932-07-22 | 1932-07-22 | Verfahren zur Darstellung eines herzwirksamen Glucosides. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH173300A (de) |
-
1932
- 1932-07-22 CH CH173300D patent/CH173300A/de unknown
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