CH173404A - Verfahren zur Herstellung von Flüssigkeiten und Pasten von hoher Kapillaraktivität, insbesondere von hohem Netz-, Wasch-, Reinigungs-, Emulgier- und Dispergiervermögen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Flüssigkeiten und Pasten von hoher Kapillaraktivität, insbesondere von hohem Netz-, Wasch-, Reinigungs-, Emulgier- und Dispergiervermögen.

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CH173404A
CH173404A CH173404DA CH173404A CH 173404 A CH173404 A CH 173404A CH 173404D A CH173404D A CH 173404DA CH 173404 A CH173404 A CH 173404A
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Cie G M B H Henkel
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Henkel & Cie Gmbh
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  Verfahren zur Herstellung von Flüssigkeiten und Pasten von hoher     Kapillaraktivität,     insbesondere von hohem Netz-, Wasch-,     Reinigungs-,        Emulgier-    und     Dispergiervermögen.       Es wurde gefunden, dass die löslichen  Salze der     Sulfonierungsprodukte    des     Glycerin-          monododecyläthers    ausgezeichnet zur Her  stellung von Flüssigkeiten und Pasten von  hoher     Kapillaraktivität,    insbesondere von  hohem Netz-, Wasch-,     Reinigungs-,

          Emulgier-          und        Dispergiervermögen    dienen können. Eine  solche Verbindung besitzt beispielsweise die  Formel       Ci2H2rä    - 0     #        CH2        #    OH<B>(OH)</B>     #        CH2    .

   0     #        S0aNa.     Diese Verbindungen können dadurch gewonnen  werden, dass man den     Glycerinmonododecyl-          äther    mit     sulfonierend    wirkenden Mitteln  behandelt und das     Sulfonierungsprodukt    mit  alkalischen Stoffen, wie Natronlauge, Soda  und dergleichen, neutralisiert.  



  Als Salze sollen vorzugsweise die Alkali  salze, sowie die     Ammoniumsalze    oder deren  organische     Substitutionsprodukte    verwendet  werden.  



  Die Verwendung der löslichen Salze der       Sulfonierungsprodukte    des Glycerinmonodo-         decyläthers    weist hier gegenüber der Ver  wendung gewöhnlicher Seifen und Seifen  ersatzstoffen mannigfache Vorzüge auf. Die  Salze geben beispielsweise mit den Härte  bildnern des Wassers keine unangenehmen  Niederschläge, so dass die so gefürchtete Kalk  seifenbildung vollkommen vermieden wird.  Sie geben einen beständigen, sehr dichten  Schaum, sind bereits in kaltem Wasser gut  löslich und besitzen vorzügliche Reinigungs  wirkung. Ebenso hervorragend ist ihre Netz  wirkung.  



  Die Verwendung der mit den genannten  Verbindungen hergestellten Flüssigkeiten und  Pasten kann überall da erfolgen, wo bisher  Seifen benutzt wurden. Infolge ihrer fast  neutralen Reaktion können sie mit Vorteil  zur Behandlung empfindlicher     Stoffe    benutzt  werden.  



  Die nach dem vorliegenden Verfahren  hergestellten Flüssigkeiten und Pasten können  beispielsweise zur Schaumerzeugung, zum       Emulgieren,        Dispergier    en, Imprägnieren, Pep-           tisieren,    Stabilisieren, Egalisieren, Verteilen,  Lösen und dergleichen verwendet werden.  



  Infolge der vielseitigen Verwendungs  möglichkeiten der Seife ist es unmöglich,  die einzelnen Verwendungsmöglichkeiten der  neuen Flüssigkeiten und Pasten erschöpfend  aufzuzählen.  



  Für den sachverständigen Fachmann ge  nügt die vorstehend genannte neue Erkennt  nis und die daraus gewonnene Arbeitsregel,  dass überall da, wo bisher Seifen benutzt  wurden, die aus den Salzen der     Sulfonierungs-          produkte    des     Glycerinmonododecyläthers    her  gestellten Flüssigkeiten und Pasten mit Vor  teil verwendet werden können.  



  Die genannten Flüssigkeiten und Pasten  zeigen auch bei einem Gehalt an andern       Stoffen,    ausser Wasser, ihre vorzügliche Wirk  samkeit. So können z. B. Flotten hergestellt  werden, die ausser Wasser und den genannten       Stoffen    auch andere saure, neutrale und alka  lische     Stoffe    enthalten. : die Gegenwart von  Elektrolyten, wie Kalk, Magnesia oder andern  Härtebildnern ist hierbei nicht störend.

   Sie  können sowohl für sich allein, als auch im  Gemisch mit andern Netz-, Wasch-,     Reini-          gungs-,        Emulgier-    und     Dispergiermitteln    an  gewendet werden; ferner können den genann  ten Flüssigkeiten und Pasten beispielsweise       Perverbindungen,    wie     Perborate,        Persulfate,          Perkarbonate    zugesetzt werden, ferner alka  lische Mittel, wie Soda,     Trinatriumphosphat,     Wasserglas, Borax, oder neutrale Mittel, wie  Natriumsulfat, oder auch saure Mittel, wie  saures Natriumsulfat.  



  Auch können Lösungsmittel, wie orga  nische     gohlenwasserstoffe,    Alkohole und der  gleichen, oder auch Uresse oder     Pankreatin     zugesetzt werden.  



  An Stelle der Salze der     Sulfonierungs-          Produkte    des     Glycerinmonododecyläthers    kann  man auch die Salze des überwiegend aus  diesen bestehenden     Sulfonierungsproduktes     anwenden, das bei der     Sulfonierung    eines  Gemisches von höheren     Glycerinmonoalkyl-          äthern,    wie es bei der     Verätherung    eines  überwiegend den     Dodecylalkohol    enthaltenden    Gemisches höherer Fettalkohole mit Glycerin  gewonnen wird.  



  Die löslichen Salze der     Sulfonierungspro-          dukte    des     Glycerinmonododecyläthers    können  für sich oder im Gemisch mit andern Zusatz  stoffen in fester Form, z. B. in Pulver-,     Flok-          ken-,    Stück- oder Nudelform, in den Verkehr  gebracht werden und zur Herstellung von  Flüssigkeiten und Pasten von hoher Kapillar  aktivität gemäss der vorliegenden Erfindung  verwendet werden. Sie können aber auch  bereits in Flüssigkeiten gelöst oder in     Pasten-          und    Creme-Form, wie beispielsweise in kos  metischen Präparaten, Poliermitteln, Seifen  cremen und dergleichen, in den Verkehr  kommen.  



  Unter anderem eignen sie sich zur Her  stellung von     pastenförmigen    Zahnreinigungs  mitteln, Rasiermitteln, Haarwaschmitteln und  dergleichen.  



  <I>Beispiele:</I>  1. Vermischt man 7 Teile des     Natrium-          salzesdes        Sulfonierungsproduktes    des     Glycerin-          monododecyläthers    mit einem Gemisch von  28 Teilen     Carrageenschleim    (1: 19) und 35  Teilen reinem Glycerin in der Wärme und  verrührt dieses Gemisch mit 30 Teilen ge  fälltem     Calciumkarbonat,    so erhält man eine  ausgezeichnete Zahnpaste, die man noch mit       Pfeffermünzöl    und Menthol parfümieren kann.  



  2. Eine wässerige Lösung des Natrium  salzes des     Sulfonierungsproduktes    des     Glyce-          rinmonododecyläthers,    die in passender Weise  parfümiert sein kann, stellt ein ausgezeich  netes Haarwaschmittel dar.  



  ' 3. 50 Gewichtsteile eines Gemisches der       Natriumsalze    der     Sulfonierungsprodukte    von       Glycerinmonooctyl-,        decyl-,        dodecyl-,        tetra-          decyl-,        hexadecyl-    und     octadecyläther,    in dem  das     Sulfonierungsprodukt    des     Glycerinmonodo-          decyläthers    überwiegt, werden mit 20 Ge  wichtsteilen Glaubersalz und 30 Gewichts  teilen Borax gemischt.  



  Die wässerige Lösung dieses Gemisches  stellt ein ausgezeichnetes Waschmittel mit  vorzüglichem Reinigungsvermögen dar; sie  liefert einen sehr beständigen Schaum.      Das Reinigungsmittel ist insbesondere zur  Reinigung von Wolle und daraus hergestellten       Stoffen    geeignet.  



  4. 100 Gewichtsteile eines aus der Fabri  kation breiartig anfallenden,     glaubersalzhal-          tigen    Gemisches der     Natriumsalze    der     Sul-          fonierungsprodukte    von     Glycerinmonododeeyl-,          tetradecyl-,        hexadecyl-    und     octadecyläthei"    in  dem das     Sulfonierungsprodukt    des     Glyceriri-          monododecyläthers    überwiegt, werden mit  etwa 10 Gewichtsteilen Wasser versetzt.

   Das  Gemisch wird unter Druck in einer     Zer-          stäubungstrockenanlage    versprüht und ge  trocknet. Man erhält ein voluminöses, leicht       schüttbares,    nicht zusammenbackendes Pro  dukt, das sich in Wasser schnell und klar  löst.     Gewünschtenfalls    kann man dem Gemisch  auch vor der Trocknung noch Salze, wie Borax  und dergleichen, zumischen. Die wässerige  Lösung besitzt ein vorzügliches Reinigungs  vermögen.  



  Die mit den genannten Mitteln herge  stellten Flüssigkeiten können in warmem  oder kaltem Zustand Verwendung finden.  



  Es ist bekannt, dass die Schwefelsäure  ester des Glycerins sich sehr leicht zersetzen.  Es war daher in hohem Masse überraschend,  dass die Salze der     Sulfonierungsprodukte    des       Glycerinmonododecyläthers        auchin    der Wärme  sehr beständig sind und die geschilderte vor  zügliche     Seifenersatzwirkung    besitzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Flüssig keiten und Pasten von hoher Kapillaraktivität, insbesondere von hohem Netz-, Wasch-, Rei- nigungs-, Emulgier- und Dispergiervermögen, dadurch gekennzeichnet, dass man als kapillar aktive Mittel lösliche Salze der Sulfonierungs- produkte des Glycerinmonododecyläthers ver wendet. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man neben den lös lichen Salzen der Sulfonierungsprodukte des Glycerinmonododecyläthers noch alka lische Mittel verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass xnan als alkalisches Mittel Borax verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentenspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Salz des überwiegend aus dem Sulfonierungsprodukt des Glycerinmonododecyläthers bestehen den Sulfonierungsproduktes anwendet, das bei der Sulfonierung eines Gemisches von höheren Glycerinmonoalkyläthern, wie es bei der Verätherung eines überwiegend den Dodecylalkohol enthaltenden Ge misches höherer Fettalkohole mit Glycerin gewonnen wird, entsteht.
CH173404D 1932-12-16 1933-10-19 Verfahren zur Herstellung von Flüssigkeiten und Pasten von hoher Kapillaraktivität, insbesondere von hohem Netz-, Wasch-, Reinigungs-, Emulgier- und Dispergiervermögen. CH173404A (de)

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