CH173405A - Verfahren zur Herstellung von Flüssigkeiten und Pasten von hoher Kapillaraktivität, insbesondere von hohem Netz-, Wasch-, Reinigungs-, Emulgier- und Dispergiervermögen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Flüssigkeiten und Pasten von hoher Kapillaraktivität, insbesondere von hohem Netz-, Wasch-, Reinigungs-, Emulgier- und Dispergiervermögen.

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CH173405A
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Cie G M B H Henkel
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Henkel & Cie Gmbh
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  Verfahren zur Herstellung von Flüssigkeiten und Pasten von hoher       Kapillaraktivität,    insbesondere von hohem Netz-, Wasch-,     Reinigungs-,        Emulgier-          und        Disper        gierv    er mögen.    Es ist bekannt, dass die technische Ver  wendung von Seifen in hartem Wasser inso  fern auf Schwierigkeiten stösst, als die     Car-          bonsäuren    durch die in dem harten Wasser  enthaltenen     Erdalkalisalze    als unlösliche Ver  bindungen ausgefällt werden.  



  Es wurde nun gefunden, dass man Flüs  sigkeiten und Pasten von hoher     Kapillarakti-          vität,    insbesondere von hohem Netz-, Wasch-,       Reinigungs-,        Emulgier-    und     Dispergiervermö-          gen    herstellen kann, wenn man bei der Her  stellung dieser Flüssigkeiten und Pasten an  Stelle von Seifen als     kapillaraktive    Mittel  höhere organische     aliphatische    Säuren, die  eine mindestens einmal durch mindestens ein  mehrwertiges heterogenes Atom mit     gerad-          zahliger    Wertigkeit unterbrochene Kohlen  stoffkette aufweisen,

   wobei mit der     Carboxyl-          gruppe    ein niederer     aliphatischer    Rest ver  bunden bleibt, während an dem der     Carboxyl-          gruppe    entgegengesetzten Ende der Kette    ein höherer     aliphatischer        bezw.        cycloalipha-          tischer    Rest mit mindestens 8 zusammen  hängenden     Kohlenstoffatomen    verbleibt,     bezw.     Salze solcher Säuren, verwendet.     Säuren    mit  einmaliger Unterbrechung der Kohlenstoff  kette können durch die allgemeine Formel  R. X.

   R'.     COOH    illustriert werden, wobei  R einen höheren     aliphatischen        bezw.        cyclo-          aliphatischen    Rest, R' einen niederen     ali-          phatisehen    Rest und     g    mindestens ein mehr  wertiges heterogenes Atom mit     geradzahliger     Wertigkeit bedeutet. ' Eine Säure mit zwei  maliger Unterbrechung der     Kohlenstoflkette     kann durch die Formel R.     g    . R".     g    . R'.

         COOH    veranschaulicht werden, wobei R,     g     und R' die oben angegebene Bedeutung ha  ben, während R" einen     Alkylenrest    bedeutet.  



  Als Beispiel für den Fall einer einmaligen  Unterbrechung der     Kohlenstoffkette    durch  zwei mehrwertige heterogene Atome mit     ge--          radzahliger    Wertigkeit können die     Disulfide;         die die Gruppierung -S . S- enthalten, als  Beispiel     für.den    Fall einer mehrmaligen Un  terbrechung die durch höhere     aliphatische          Alkyloxyalkyloxyreste    substituierten niederen       aliphatischen        Karbonsäuren    angeführt wer  den.

   Als Beispiel einer Säure mit einem  höhere     cycloaliphatischen    Rest sei eine     Gly-          kolsäure,    die mit dem durch Reduktion von  Harzsäure erhältlichen Harzalkohol     veräthert     ist, erwähnt.  



  Die genannten Verbindungen sind in be  merkenswertem Masse gegen die Härtebildner  des Wassers, insbesondere gegen die Kalk  salze, beständig. Sie eignen sich     dabei-    aus  gezeichnet zur Verwendung als     kapillaraktive     Mittel, insbesondere Netz-, Wasch-,     Reini-          gungs-,        Ernulgier-    und     Dispergiermittel.     



  Der höhere     aliphatische        bezw.        cycloali-          phatische    Rest (R in den obigen Formeln)  kann gesättigter oder ungesättigter Natur  sein. Er kann beispielsweise aus dem     Dode-          cyl-    oder     Tetradecylrest    oder dergleichen be  stehen.  



  Der niedere     aliphatische    Rest (R' in den  obigen Formeln) kann beispielsweise von dem  Methan-,     Äthan-Propanrest    oder dergleichen  gebildet werden.  



  Es sollen vornehmlich niedere     aliphatische          Carbonsäuren,    die durch höhere     aliphatische          Alkylogy-,        Alkylmercapto-oder        Alkylsulforryl-          reste    substituiert sind, als     kapillaraktive    Mit  tel verwendet werden.  



  Neben den genannten     Carbonsäuren    sind  für die gleichen Verwendungszwecke auch  deren     Substitutionsprodukte    hervorragend ge  eignet. In den vorstehend angegebenen all  gemeinen Formeln können daher sowohl R  als R' durch Gruppen, wie     Oxygruppen,     Äthergruppen,     Estergruppen    und dergleichen  substituiert sein.  



  Diese Verbindungen können, wie gefun  den wurde, vorteilhaft überall da zugesetzt  werden, wo die     kapillaraktiven    Eigenschaften  von Flüssigkeiten, insbesondere wässerigen  Flüssigkeiten, erhöht werden sollen. Beson  ders ausgeprägt treten die vorteilhaften Ei  genschaften) der genannten Stoffe bei Erwär  mung der Flüssigkeiten hervor.    Vorzugsweise lassen sich die löslichen  Salze der genannten Verbindungen, z. B. die  Natrium-, Kalium-,     Triäthanolaminsalze    und  dergleichen für die angegebenen Zwecke ver  wenden.  



  Die nach dem vorliegenden Verfahren  hergestellten     Flüssigkeiten    und Pasten kön  nen infolge ihrer     kapillaraktiven    Eigenschaf  ten beispielsweise zur Schaumerzeugung, zum       Emulgieren,        Dispergieren,        Peptisieren,    Egali  sieren, Imprägnieren, Stabilisieren, Lösen,  Verteilen und dergleichen, in den verschie  densten Industrien verwendet werden. Sie  lassen sich z. B. in der Leder-, Pelz- und  insbesondere in der Textilindustrie bei den  verschiedenartigsten     Arbeitsverfabren    verwen  den.  



  Die genannten     Stoffe    zeigen ihre Wirk  samkeit auch im Gemisch mit andern Stoffen  ausser Wasser, so können z. B. Flotten her  gestellt werden, die ausser den genannten  Stoffen auch andere Zusätze, z. B. alkalische  Mittel,     Perverbindungen    und dergleichen ent  halten.    <I>Beispiele:</I>    1.

   Den üblicher) Behandlungsflotten zum  Waschen,     Vornetzen,    sowie     Beuchen    von Tex  tilien wird als Seifenersatz das     Natriumsalz     der     Dodecylmer-captoessigsäure    in geeigneten  Konzentrationen zugesetzt.     Man    hat dabei  nicht nötig, enthärtetes Wasser zu verwen  den, sondern kann mit gewöhnlichem Fabrik  wasser arbeiten, ohne befürchten zu müssen,  dass die Ware infolge Bildung störender Kalk  salze     fleckig    oder streifig wird. In gleicher  Weise kann die genannte Verbindung zur  Herstellung eines Bades zum     Färben    von  Baumwolle verwendet werden.  



  In ähnlicher Weise wie das     Natriumsalz     der     Dodecylmercaptoessigsäure        können    auch  die löslichen Salze folgender Stoffe verwen  det werden.-     Dodecylsulfonylessigsäure,        Dode-          cyloxyäthoxyessigsäure,    ferner die     Oxyessig-          säure,    die mit dem durch Reduktion der       Kokosnussölfettsäuren    erhältlichen Alkohol  gemisch     veräthert    ist.

   Dieses Verbindungs  gemisch wird     beispielsweise    nach an sich      bekannten Verfahren durch Umsetzung der  aus den     Kokosriussölfettalkoholen,    Formalde  hyd und Salzsäure erhältlichen     Chlormethyl-          äther    mit     Cyankali    und anschliessende     Ver-          seifung    des entstehenden     Nitrilgernisches    ge  wonnen. In gleicher Weise können auch  entsprechende andere     Verbindungen    benutzt       werden.     



  2. 28 Teile     Carrageenschleim    (1 : 19) wer  den mit 35 Teilen reinem Glyzerin unter  Erwärmen auf etwa 80   C gemischt. In  diesem Gemisch werden 7 Teile eines Ge  misches     derNatriurnsalze    von     Octyloxyäthoxy-          essigsärrre,Decyloxyäthoxyessigsäure    und     Do-          decyloxyäthoxyesaigsäure    gelöst, dann 30 Teile  reines gefälltes     Calciumkarkonat    unter dauern  dem Rühren langsam eingetragen und abge  kühlt.

   Vor dem Abfüllen wird das     Gemisch     in üblicher Weise mit Pfefferminzöl und       Menthol    versetzt.     Man    erhält auf diese Weise  eine neutrale Zahnpasta von vorzüglichen  Eigenschaften.  



  3. 10 Gewichtsteile eines Gemisches der       Natriumsalze    von     Octyloxyäthoxyessigsäure,          Decyloxyäthoxyessigsärire    und     Dodecyloxy-          äthoxyessigsäure    werden in 90 Teilen Wasser  gelöst und mit Portugal parfümiert. Man  erhält auf diese Weise ein ausgezeichnetes,  gut schäumendes Haarwaschmittel.  



  4. 70 Gewichtsteile     Natriummetasilikat     werden mit 30 Gewichtsteilen des Natrium  salzes einer     Glykolsäure,    die mit dem durch  Reduktion von Harzsäure erhältlichen Harz  alkohol     veräthert    ist, versetzt und die erhal  tene     Mischung    als netzendes Stabilisierungs  mittel einem Bleichbad von geeigneter Kon  zentration zugesetzt. Dieses Bad kann man  zum Bleichen von Baumwollgarn verwenden.  Die     oxydative    Wirkung des Bleichmittels  erfolgt über die ganze Faserfläche gleichzei  tig und gleichmässig.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Flüssig keiten und Pasten von hoher Kapillaraktivi- tät, insbesondere von hohem Netz-, Wasch-, Reinigungs-, Emulgier- und Dispergiervermö- gen, dadurch gekennzeichnet, dass man als kapillaraktive Mittel höhere organische ali- phatischeSäuren die eine mindestens einmal durch mindestens ein mehrwertiges heteroge nes Atom mit geradzahliger Wertigkeit un terbrochene Kohlenstoffkette aufweisen,
    wo bei mit der Carboxylgruppe ein niederer ali- phatischer Rest verbunden bleibt, während an dem der Carboxylgruppe entgegengesetz ten Ende der Kette ein höherer aliphatischer bezw. cycloaliphatischer Rest mit mindestens 8 zusammenhängenden Koblenstoffatomen ver bleibt, bezw. lösliche Salze solcher Säuren verwendet. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man lösliche Salze der durch höhere Alkyloxyreste substituier ten niedern aliphatischen Karbonsäuren verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man lösliche Salze der durch höhere Alkylmercaptoreste sub stituierten niederen aliphatischen Karbon säuren verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nran lösliche Salze der durch höhere Alkylsulforrylreste sub stituierten niedern aliphatischen Karbon- säuren verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man lösliche Salze der durch höhere Alkyloxyalkyloxyreste substituierten niederen aliphatischen Kar bonsäuren verwendet.
CH173405D 1932-12-07 1933-10-20 Verfahren zur Herstellung von Flüssigkeiten und Pasten von hoher Kapillaraktivität, insbesondere von hohem Netz-, Wasch-, Reinigungs-, Emulgier- und Dispergiervermögen. CH173405A (de)

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