CH173522A - Metalldampfentladungsgefäss. - Google Patents

Metalldampfentladungsgefäss.

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CH173522A
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Industrie Elin Akt Elektrische
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Elin Ag
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J13/00Discharge tubes with liquid-pool cathodes, e.g. metal-vapour rectifying tubes
    • H01J13/02Details
    • H01J13/22Screens, e.g. for preventing or eliminating arcing-back

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  • Physical Vapour Deposition (AREA)

Description


      111etalldampfentladungsgefäss.       Es werden für eine ganze Reihe von  Zwecken Entladungsgefässe verwendet, bei  denen zumindest Teile der     Entla;dungsstrek-          ken    aus Isoliermaterial, und zwar vorzugs  weise Glas vorgesehen sind. Es ist nun eine  bei solchen Gefässen     bekannte    Erscheinung,  dass sich die der     Entladungsstrecke    zugekehr  ten Teile der isolierenden Begrenzungsflächen  elektrisch aufladen.

   Diese     Aufladunb    ist von  den verschiedensten Umständen abhängig und  verstärkt sich insbesondere bei länger in Be  trieb befindlichen Gefässen aus verschiedenen  Ursachen, wie zum Beispiel zerstäubtes       Elektrodenmaierial,    chemische Veränderung  in der Oberfläche infolge der andauernden  Erwärmung, Verdampfen der letzten mikros  kopischen Flüssigkeitshaut und anderes mehr.  Diese     Aufladungserscheinungen,    häufig als  Wandladungen bezeichnet, beeinflussen oft in  sehr störender Weise die Gasentladung und  bewirken unter Umständen ein Unbrauchbar  werden des Gefässes.

      Um die ganz willkürlich verlaufenden  Rufladungen     wenigstens        teilweise    zu beherr  schen, wurden bereits     verschiedene    Massnah  men vorgeschlagen. Eine der bekanntesten ist  die     Anordnung    eines mehr oder weniger brei  ten, leitenden Belages an der     Aussenseite    der  isolierenden Begrenzung der Lichtbogen  strecke, wie sie zum Beispiel bei     Q,uecksilber-          blasgleichrichtern    an den einzelnen Anoden  armen häufig     angewendet    werden und als       "Flackerbänder"    oder     "Flackerbeläge"    be  kannt sind.

   Diese Beläge sind mit den kor  respondierenden Elektroden verbunden und  bewirken auf     kapazitivem    Wege eine     teil-          weise    Neutralisation der     innern    Wandladun  gen. Der grosse     Nachteil    dieser Anordnungen  liegt in der hohen Beanspruchung des Wand  materials, die bereits bei Spannungen von we  nigen tausend Volt zu Durchschlägen und da  mit Zerstörung der Gefässe führen kann.  



  Verschiedene weitere Vorschläge sehen in  der durch isolierende Wände (Arme) begrenz-           ten    Entladungsstrecke verschiedene metalli  sche Gebilde in Form von Gittern, Hohl  zylindern vor. Abgesehen von den bedeuten  den Komplikationen, die .diese geschilderten  Anordnungen in konstruktiver Hinsicht er  geben, weisen dieselben folgende zwei we  sentliche Mängel auf.  



  Es lassen sich nur im Vergleich zur ge  samten     Gasentladungsstrecke    relativ kurze       Einbauten    vorsehen, so dass also nur auf die  sen kurzen Teil der Einfluss der Wandladung  auf die     Entladung    verhindert wird und     andar-          seits    bleiben die Wände auch an den Stellen,  wo die Entladung wohl abgeschirmt ist, von  den Beeinflussungen durch Wandlungen  nicht frei.  



  Schliesslich sind auch bereits Anordnun  gen bekannt, bei denen einzelne Teile der  durch isolierende Wände begrenzten Ent  ladungsstrecke durch metallische Zylinder  oder Rohre ersetzt sind. Auch bei diesen An  ordnungen     lassen    sich nur auf dieser Strecke  die Wandladungen beseitigen; es ergibt sich  aber die von jedem Glasfachmann sehr ge  fürchtete Verwendung von umfangreichen  Rohrdichtungen, die sowohl in vakuumtech  nischer, als auch in mechanischer Hinsicht für  .die Verwendung von solchen Gefässen sehr  hindernd ist.  



  Erfindungsgemäss werden bei Gas- oder       Metalldampfentladungsgefässen    aus Isolier  material mit. einer beliebigen Anzahl von  Elektroden, bei     welchen.    die     Entladungsstrek-          ken    zu den einzelnen Elektroden wenigstens  zum Teil getrennt in     sogenannten    "Armen"  verlaufen, .die geschilderten Nachteile da  durch vollständig vermieden, dass die Innen  seiten der einzelnen Arme zum überwiegen  den Teil mit einem zusammenhängenden, je  doch von den andern Armen getrennten lei  tenden Belag versehen werden, wobei diesem  auf galvanischem Wege ein vorgeschriebenes       Potential    gegenüber den einzelnen Elektroden  aufgedrückt wird.  



  Die spezielle Ausführung bei einem     Q,ueck-          silberdampf-Glasgleichrichter    mit flüssiger  Kathode zeigt     Fig.   <I>la.</I> G ist das bekannte  Glasgefäss mit .der Kathode     K,    das je nach    der Phasenanzahl entsprechend     viele    Anoden  arme     Aa    besitzt. In .den Anodenarmen ist. in  bekannter Weise der Unterarm über die An  satzstelle des Oberarmes zu einem Saug  stutzen     Ss    verlängert. Ober- und Unterarm  werden nun erfindungsgemäss. zwischen den  beiden Grenzen h und 2 mit einer vollständig  zusammenhängenden dünnen Metallschicht  überzogen (in der Zeichnung angedeutet  durch     XXX   <B>...</B> ).

   Einen Querschnitt durch  den Oberarm in der Richtung 0-P zeigt       F'ig.        1b,    woraus ebenfalls das unmittelbare  Anliegen des Belages an der Gefässwand  und der Zusammenhang der Belegung er  sichtlich ist.  



  Bei Anwendung .der Erfindung ist es klar,  dass im Gegensatz zu den eingangs beschrie  benen Anordnungen, wo in Teilen der ganzen  Entladungsstrecke zusätzlich metallische Kon  struktionselemente eingebaut     werden,    jetzt  eine willkürliche Bildung von Wandladungen  in dem ganzen Bereich der     Gasentladungs-          strecke,    wo der Belag auf .der isolierenden Be  grenzungsfläche vorgesehen ist, unmöglich  gemacht wird, so dass in der     Gasentladungs-          strecke    einwandfreie, definierte Verhältnisse  vorliegen.

   Es hat sich im Wege von Unter  suchungen gezeigt, dass das besondere Kenn  zeichen von     Gasentladungsgefässen    aus Iso  liermaterial die .elektrische Trennung der  einzelnen Elektroden von     einander,    dann  nicht im geringsten verändert wird, wenn da  für Sorge getragen wird, dass     zwischen    den  einzelnen Belägen mit verschiedenem     Po-          tential    den jeweiligen     Spannungen    entspre  chend, unbelegte Zwischenstücke zwischen  geschaltet werden. In     Fig.    la wirkt .der nicht  belegte Teil zwischen 1 und 1' als isolieren  des     Zwischenstück.     



  Zur Vermeidung des Einflusses der  Wandladungen isolierender Zwischenwände  können nicht nur die Trennwände zwischen  verschiedenen Elektroden, sondern auch die  gelegentlich zur     Unterteilung    der ein und  derselben Elektrode zugehörenden Gasstrecke  vorgesehenen Trennwände mit einem elek  trisch leitenden, mit dem Belag der Begren  zungswand verbundenen Belag versehen wer-      den. Eine diesbezügliche Ausführung zeigt       Fig.   <I>2a</I> im Längsschnitt und     Fig.   <I>2b</I> im  Querschnitt.

   Im Oberarm eines analog nach       Fig.    la angenommenen     Gleichrichtergefäss'es     sind mehrere (hier drei Rohrstücke     ri,   <I>r2,</I>     r3)     aus Isoliermaterial,     achsparallel    zum     Lieht-          bogenweg    eingesetzt, die durch     fabrikatorisch     leicht     herstellbare        Zwischenstücke        ti,   <I>t2,</I>     t3     mit der Wand des Oberarmes verbunden sind.

    Sowohl die Zwischenstücke, als auch .die     Iso-          lierrohre        ri    bis     r3    sind mit einem zusammen  hängenden metallischen Belag versehen.  



  Bei der praktischen     Ausführung    derarti  ger Beläge ist in ganz besonderem Masse ihre  Widerstandsfähigkeit und Dauerhaftigkeit  von Bedeutung. Infolge der hohen Tempera  tur in den Entladungsstrecken ist die Gefahr  sehr gross, dass der leitende Belag von den  Substanzen in der     Gasentladungsstrecke,        .das     sind vor allem Quecksilber oder Quecksilber  dampf oder irgendwelche Füllgase, angegrif  fen und zerstört wird. Ausserdem ist dafür  Sorge zu tragen, dass der Belag während des  Betriebes keine Gasreste     abgibt,    .die den Be  trieb des Entladungsgefässes stören können.  



  Für die Ausführung der Beläge haben  sich zwei     Möglichkeiten    ergeben, die allen  vorgenannten     Bedingungen    entsprechen. Der  eine Weg besteht darin, den Belag durch  Quecksilber zu bilden, indem man bei Ge  fässen, die mit einer     Quecksilberdampfatmo-          spähre    arbeiten, während des     Herstellungsvor-          l;anges    der Gefässe die zur     Belagbildung    in  Aussicht genommenen Wandflächen entspre  chend behandelt.     so,dass    sich an diesen Teilen       ein    Belag aus kondensiertem Quecksilber bil  det.

   Die in Frage kommenden Partien der  Glasoberfläche werden zu diesem Zweck in  erhitztem .Zustande der     Einwirkung        einer     Gasatmosphäre ausgesetzt.  



  Das andere Verfahren beruht darauf, .den       Belag    durch     Zerstäubung    auf elektrischem  Weg herzustellen. Hier ist     insbesonders    die  sogenannte     kathodische        Zerstäubung    von Be  deutung, bei der ein in das Entladungsgefäss  gebrachter Metall- oder     Kohlekörper    durch       Jonenbombardement    zerstäubt wird und die  von dem     Körper    abgesprengten Teilchen zum    Niederschlag auf die Isolierwände gebracht  werden.  



  Je nach dem     Verwendungszweck    kann es  unter Umständen erwünscht sein, die Vor  gänge in der Gasstrecke durch Metallbeläge  nicht abzublenden, um den Lichtbogen be  trachten zu können,     bezw.        -den        Lichtaustritt;     nicht zu behindern. In solchen Fällen erwei  sen sich dünne, nur einige Moleküle starke  Metallbeläge, wie sie     insbesonders    aus Platin  und Eisen hergestellt werden können, als be  sonders zweckmässig.    Von der Herstellung des Belages ganz  unabhängig, aber für die sichere Wirkung der  Anordnung von grosser Bedeutung, ist die  Frage der Zuleitung der     ,Spannung    zu den  Belägen, um denselben das gewünschte Po  tential aufdrücken zu können.

   Bei .der prak  tischen Erprobung der Erfindung hat es  sich als zweckmässig erwiesen, die Zulei  tung durch kleine, zusätzliche     Quecksilber-          elektroJen    durchzuführen, die so ausgebildet  sind, dass zwischen der Wand dieser Queck  silberelektrode und dem Belag der Gas  entladungsstrecke eine leitende Brücke be  steht, die in gleicher Weise wie der übrige  Belag hergestellt werden kann. Diese An  ordnung im     Saugstutzen    des rechten Anoden  armes ist in     Fig.        la    angedeutet.

   Hier ist ein  kleiner     Stutzen    s mit einer Hilfselektrode c  angebracht, der ebenfalls mit einem metalli  schen Belag versehen ist, welcher mit dem  übrigen Belag des Armes in Zusammenhang  steht und mit     Quecksilber    gefüllt ist. Die An  ordnung im Saugstutzen     rSs    weist den Vorteil  auf, dass durch das hier kondensierende Queck  silber der Hilfsstutzen s dauernd mit Queck  silber gefüllt ist. Es ist aber     belanglos,    wenn  eine solche Quecksilberelektrode an irgend  einem übrigen Teil des Armes angesetzt wird.  Eine andere. Variante zeigt     Fig.        2a,    wo. die  Stromzuführung über e, z, und einen federn  den Ring f erfolgt.  



  Es hängt von der jeweils in Aussicht ge  nommenen besonderen Wirkung des Belages  ab, in welcher Weise das Potential demselben  aufgedrückt wird. Handelt es sich darum,      bloss den störenden     Einfluss    der Wandladungen  auf die     Gasentladungsstrecke    und das damit  bedingte sogenannte "Flackern der Ent  ladung" zu verhindern, so genügt die Ver  bindung des Belages über die vorerwähnte  Hilfselektrode     unter    Zwischenschaltung eines       entsprechend        hochohmigen    Widerstandes, mit  einer Hauptelektrode.  



  Es ist     bekannt,        Apparate,    die mit Metall  Jampf-Entladungsgefässen arbeiten, dadurch  zu steuern, dass durch geeignete, besondere  Einbauten vor den Elektroden der     Gasent-          ladungsstrecke,    sogenannte     Steuergitter,        ilas     Einsetzen der Gasentladung beliebig ver  zögert werden kann, wenn man dem Steuer  gitter ein entsprechendes     Potential,        meist    ne  gativ, gegenüber der Kathode der Entladung  aufdrückt. Erst wenn man das Potential der  Steuerelektrode über einen gewissen Wert       steigert,    kann die Entladung einsetzen.

   Es       können        nun    die für die     Vermeidung    der       Wandladungsbildung    vorgesehenen metalli  schen Beläge auch gleichzeitig für diese Steue  rung herangezogen werden, indem man das  Potential der Beläge derart beeinflusst, dass  ,die Beläge     bis    zum     Zündmoment    der Ent  ladungsstrecke als Steuergitter, während der       Brennzeit    jedoch als Belag zur Behinderung  .der     Wandladungsbildung    wirkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Metalldampfentladungsgefäss aus Isolier material mit einer beliebigen Anzahl von Elektroden, bei welchem die Entladungsstrek- ken zu den einzelnen Elektroden wenigstens zum Teil getrennt in sogenannten Armen ver laufen, dadurch gekennzeichnet, dass jede .der Innenseiten der einzelnen Arme zum über wiegenden Teil mit einem zusammenhängen den, jedoch von den andern Armen getrenn ten leitenden Belag versehen ist, wobei diesem auf galvanischem Wege ein vorgeschriebenes Potential gegenüber den einzelnen Elektroden aufgedrückt wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Metalldampfentladungsgefäss nach Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ,der Belag aus einer dünnen Quecksilber haut besteht. 2. Metalldampfentladungsgefäss nach Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Belag aus einer dünnen Platinschicht besteht. 3. Metalldampfentladungsgefäss nach Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der leitende Belag durchsichtig bezw. durchscheinend ist.
    I. MetalldampfentlaJungsgefäss nach Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Potential des Belages unter Zwischen schaltung von Vorwiderständen von der zugehörigen Elektrode abgenommen wird. 5. Metalldampfentladungsgefäss nach Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, .dass zur Steuerung der Entladung das Poten tial des Belages in bezug auf die Kathode positiv oder negativgemacht werden kann.
    6. Metalldampfentladungsgefäss nach Patent anspruch I, wobei zu den einzelnen Elek troden führende -Arme ihrerseits wieder in der ganzen Länge oder zum Teil durch Zwischentrennwände aus Isoliermaterial in mehrere parallele Strombahnen unterteilt sind, dadurch gekennzeichnet, dass diese Zwischentrennwände in gleicher Weise, wie .die Innenseite der Arme, mit einem leitenden Belag überzogen sind, der mit einem Wandbelag in Verbindung steht. PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung des Ent ladungsgefässes mit .den metallischen Belägen nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch die Anwendung der sogenannten kathodischen Zerstäubung.
CH173522D 1934-01-20 1934-01-20 Metalldampfentladungsgefäss. CH173522A (de)

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