CH173562A - Anordnung zur Erzeugung von Kippschwingungen bei Fernsehanordnungen. - Google Patents
Anordnung zur Erzeugung von Kippschwingungen bei Fernsehanordnungen.Info
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Description
Anordnung zur Erzeugung von Kippschwingungen bei Fernsehanordnungen. Bei Verwendung zur Erzeugung eines Fernsehzeilenrasters zeigen die bisher be kannten Kippschaltungen den Nachteil, dass ein Teil der Rücklauflinie im Zeilenraster deutlich sichtbar wird und demzufolge die Bildwirkung wesentlich stört. Besonders stö rend ist, daB der sichtbare Teil der Rücklauf linie um so weiter in das Bildfeld hineinragt, je. niedriger die - im Interesse der Betriebs sicherheit und der Lebensdauer möglichst niedrig zu bemessende - Kippspannung wird. In Fig. 1 ist eine Spannungszeitkurve eines Kippgenerators dargestellt, deren Ver lauf für fast alle Kippschwingungsgenerato- ren mit spannungsabhängigen Entladungs ventilen typisch ist, a ist der ansteigende Ast der Kurve, b der Zündpunkt. In b setzt die Entladung mit einer grossen Entladungs stromstärke steil im scharfen Winkel zur Ladekurve schlagartig ein. Der Verlauf der Entladung ist durch den Kurvenzweig c dar- gestellt; er zeigt gegen Ende der Entladung eine stark nachlassende Entladungsgeschwin digkeit. Dieses Phänomen ist meist durch die Spannungsabhängigkeit der Entladungs stromstärke verursacht, kommt aber auch zum Beispiel bei Bogenentladungen durch Rekombinationsträgheiten der Bogenionen zu stande. Während nun der obere Teil der Ent ladungskurve e kaum sichtbar ist, wird der untere Teil c infolge der verringerten Wan derungsgeschwindigkeit des Bildpunktes deutlich sichtbar. Ein derartiges Fernseh- zeilenra.ster mit dem störenden Rücklauf linienteil c für den Bildwechsel ist in der Fig. 2 dargestellt. Gegenstand der Erfindung ist eine An ordnung, durch welche es ermöglicht wird, den sichtbaren Teil der Rücklauflinie aus dem eigentlichen Bildfelde herauszuverlegen. Dies kann dadurch erreicht werden., dass zwischen Generator und Verbraucher ein Übertragungsorgan angeordnet wird, dessen Leitwert für die im Zündpunkte b der Lade kurve (Fig. 1) aus geprägt auftretende Hoch frequenz (welche etwa hundertmal grösser ist als die Frequenz .der Aufladung) grösser ist als sein Leitwert für die Aufladungsfrequenz. Dadurch wird erreicht, dass der unsichtbare Teil e .der Entladungskurve über das Bildfeld hinausschlägt und der störende sichtbare Teil e aus dem Bild herausfällt. Dieser - nun mehr ausserhalb des Bildes befindliche Teil der Rücklauflinie kann durch Anwen dung einer geeigneten Blende ohne Schwie rigkeiten abgeblendet werden, ohne dass Teile des eigentlichen Bildes abgeschirmt sind. Selbstverständlich können an Stelle des einen Übertragungsorganes zwei verschiedene Or gane verwendet werden, von denen das eine einen grösseren Leitwert für die Hochfrequenz aufweist. Ein allgemeines Ausführungsbeispiel die ser Art ist in der Fig. 3 beispielsweise dar gestellt. Darin bedeutet 1 den Aufladewider- stand, 2 den Kippkondensator und 3 die CTlimmlampe. Zwischen dem Kippgenerator und dem Verbraucher 4 sind die beiden Über tragungsorgane 5 und 6 angeordnet, von denen der eine einen höheren Leitwert für die Hochfrequenz als für die Aufladefre- quenz aufweist, während beim andern das Gegenteil der Fall sein kann. Eine einfache Ausführungsform der er findungsgemässen Anordnung ist in der Fig. 4 beispielsweise dargestellt. Die Blinkschaltung ist durch die Ele mente 1, 2 und 3 angedeutet. Die beiden parallel geschalteten, frequenzabhängigen Übertragungsorgane bestehen aus einem Hochohmwiderstand 5 von zirka 0,5 Megohm und einem kleinen Kondensator 6 von zirka 100 cm. Es entsteht dann tatsächlich der Nurvenverlauf c' von Fig. 1, weil für die langsamen Frequenzen eine Spannungsteilung im Verhältnis der beiden Ohmschen Wider stände 4 und 5 erfolgt, während für die Hochfrequenzkomponente der Zündphase eine solche Spannungsteilung durch den Konden sator 6 aufgehoben wird. Der weitere Ver lauf der Entladungskurve ist durch die Ent- Ladung des kleinen Kondensators 6 über den Widerstand 4 und 5 bestimmt. Die Ent ladung verläuft aperiodisch, hat ungefähr die in Fig. 1 dargestellte Form (a-e-c'-a) und kann durch geeignete Bemessung der Zeit konstanten von 5, 6 und 4 beliebig geregelt werden. Eine weitere Ausführungsform der Erfin dung ist in Fig. 5 dargestellt. Bei dieser An ordnung ist das Übertragungsorgan derart ausgestaltet, dass die Übertragung vom Kipp generator auf den Verbraucher 4 für Nieder frequenz gleich 1, für Hochfrequenz aber besser als 1 ist. Man kann dies praktiseh durch einen Hochfrequenztransformator 5 er reichen, sobald der Widerstand des Verbrau chers 4 grösser ist als der Widerstand im Entladungskreis 2, 5, 3. Über ein pseudo abgestimmtes Spulenpaar 5 kommt dann die Hochfrequenzkomponente mit einer Span nungssteigerung herüber. Der Verlauf der Entladungskurve weicht von den in Fig. 1 dargestellten unbedeutend ab. Er kann oszil- latorisch sein, kann aber auch leicht, z. B. durch Dämpfungswiderstände, in einen ape- riodischen Verlauf verwandelt werden. Selbstverständlich stellen die Anordnun gen gemäss Fig. 4 und 5 nur Ausführungs beispiele dar. Es ist ohne weiteres möglich, unter Verwendung des Prinzipschemas nach Fig. 3 weitere gleichwertige Schaltungen an zugeben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Erzeugung von Kipp schwingungen bei Fernsehanordnungen, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um den sichtbaren Teil der Rücklauf linie aus dem eigentlichen Bildfeld heraus zuverlegen. UNTERANSPRÜCHE: 1. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Kippgenera tor und Verbraucher Übertragungsmittel vorgesehen sind, welche die im Zünd- moment ausgeprägt auftretende Hochfre quenz gegenüber allen tiefen Frequenzen bevorzugt übertragen.?. Anordnung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Generator und Verbraucher Spannungsteiler vorgesehen sind, welche die Hochfrequenzkomponenten des obern Knicks der Kippkurve besser übertragen als alle tiefen Frequenzen. 3. Anordnung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Generator und Verbraucher zwei Übertragungsorgane angeordnet sind, von denen das eine einen grösseren Leit wert für Hochfrequenz und das andere einen grösseren Leitwert für niedrige Fre quenzen aufweist. 4.Anordnung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet. dass zwischen Generator und Ver braucher zwei Widerstände vorgesehen sind, von denen der mit dem Verbraucher in Reihe liegende durch einen Kondensa- tor überbrückt ist. Anordnung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Generator und Verbraucher ein Übertragungsorgan angeordnet ist, des sen Übertragung für Niederfrequenz gleich 1, für Hochfrequenz aber besser als 1 ist.Anordnung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 5, dadurch gekenn zeichnet, dass ein Hochfrequenztransforma- tor vorgesehen ist, welcher eine Span nungssteigerung der Hoehfrequenzkompo- nente bewirkt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE173562X | 1932-09-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH173562A true CH173562A (de) | 1934-11-30 |
Family
ID=5690928
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH173562D CH173562A (de) | 1932-09-24 | 1933-09-14 | Anordnung zur Erzeugung von Kippschwingungen bei Fernsehanordnungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH173562A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE755117C (de) * | 1936-09-15 | 1951-07-26 | Fernseh Gmbh | Anordnung zur Erzeugung einer Anodenspannung fuer Elektronen-strahlroehren durch Gleichrichtung einer zur elektromagnetischen Strahlablenkung dienenden Kippschwingung |
-
1933
- 1933-09-14 CH CH173562D patent/CH173562A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE755117C (de) * | 1936-09-15 | 1951-07-26 | Fernseh Gmbh | Anordnung zur Erzeugung einer Anodenspannung fuer Elektronen-strahlroehren durch Gleichrichtung einer zur elektromagnetischen Strahlablenkung dienenden Kippschwingung |
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