CH173605A - Auslösevorrichtung an Druckluftbremsen. - Google Patents

Auslösevorrichtung an Druckluftbremsen.

Info

Publication number
CH173605A
CH173605A CH173605DA CH173605A CH 173605 A CH173605 A CH 173605A CH 173605D A CH173605D A CH 173605DA CH 173605 A CH173605 A CH 173605A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
pressure
nozzle
piston
control chamber
spaces
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellschaf Knorr-Bremse
Original Assignee
Knorr Bremse Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Knorr Bremse Ag filed Critical Knorr Bremse Ag
Publication of CH173605A publication Critical patent/CH173605A/de

Links

Landscapes

  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)

Description


      Auslösevorrichtung    an     Druchluftbremsen.       Die Erfindung (Erfinder: Dr.     Ing.    Fried  rich Hildebrand,     Berlin-Lankwitz    und Dr.  Ernst Müller,     Berlin-Karlshorst)    bezieht sich  auf eine     Auslösevorrichtung    an Druckluft  bremsen, durch die in bekannter     Weise    die  mit Druck gefüllten Räume der Bremsvor  richtung entlüftet werden können, was bei  spielsweise für die Durchführung des     Ran-          gierdienstes    erforderlich ist.  



  Es sind derartige     Auslösevorrichtungen     für eine oder mehrere     Druckluftkammern    be  kannt, bei .denen die Entlüftungsventile durch  einen dem Druck dieser Kammern ausgesetz  ten Kolben offen gehalten werden, bis die  Entlüftung durchgeführt ist. worauf sich die  Ventile wieder schliessen.  



  Bei diesen bekannten Bremsvorrichtungen       besteht    ein Missstand darin, dass der Abschluss  der zu entlüftenden Räume     bereits    erfolgt,  wenn die Federkraft, die den Kolben, der das       Offnen    und Offenhalten der     Auslöseventile       verursacht, belastet, bei der Abnahme des auf  diesem Kolben lastenden Druckes grösser ge  worden ist als jener. Infolge dieser Erschei  nung werden alle Räume oder einzelne der  selben nicht völlig entlüftet, sondern es bleibt  ein Restdruck in ihnen zurück.  



  Bei gewissen Bremseinrichtungen ist     das     Vorhandensein dieses Restdruckes von Nach  teil, weil dadurch das vollständige Lösen ver  hindert werden kann     bezw.    weil eine Ver  schiebung gewisser Steuerteile durch diesen  Restdruck in eine Lage erfolgen kann, bei  der das     Wiederauffüllen    der Bremse in  Frage gestellt wird.  



  Dies zu vermeiden, ist Zweck     und    Auf  gabe .der     Auslösevorrichtung    nach der Er  findung.  



  Zur Durchführung dieses Zweckes wird  eine Steuerkammer, deren Druck den Kolben  veranlasst, die     Entlüftungsventile    der Aus  lösevorrichtung offen zu halten, erst bei der           Einleitung    der Entlüftung mit einem der     zir     entlüftenden Räume in Verbindung gesetzt  und infolge der Bemessung ihrer     Auslass-          öffnung    länger     unter    Druck gehalten als die  zu entlüftenden Räume.  



  Dabei kann der Steuerkammer die Druck  luft über ein     Ventil,    das als     Rückschlagventil     ausgebildet sein kann, zugeführt werden. Die  Entlüftung der für das      ffenhalten    der Aus  lassventile massgeblichen Steuerkammer kann  unabhängig von der Entlüftungsöffnung der  übrigen Druckräume durch eine besondere  Düse erfolgen, wobei .die Entlüftungsdüse der  Steuerkammer durch ein entweder vom Druck  einer der zu entlüftenden Räume oder vom  Staudruck des ausströmenden Druckmittels  im Sinne des Schliessens der Entlüftungsdüse  der Steuerkammer     beaufschlagtes    Absperr  organ überwacht werden kann.  



  Beiliegende Zeichnung zeigt verschiedene  Ausführungsbeispiele dieser     Auslösevorrich-          tÜng.     



  Bei der Ausführungsform nach     Fig.    1 be  findet sieh im Gehäuse 1 der     Auslösevorrich-          tung    das mit einer Schliessfeder belastete Ent  lüftungsventil 2, .das die Verbindung des von  den zu entlüftenden Räumen her kommenden  Kanals 7 mit der     Auslassöffnung    8 über  wacht.

   Es wird durch den Kolben 3 gesteuert,  der durch den Hebel 4     mittelst    der zu den  Fahrzeugseiten geführten Handzüge 5 und 6  im Sinne des     Anhebens    des Ventils 2: betätigt  werden     kann.    Der Kolben 3 sowie .sein Füh  rungsansatz besitzt     eine    Bohrung, in der sich  ein mit leichter Belastungsfeder versehenes       Rückschlagventil    9     befindet,    das sieh beim  Anheben des     Ventils    2 öffnet, um den ober  halb des Kolbens 3 infolge der Drosselwir  kung der Düse :8 sich     bildenden,Staudruck    in  der Steuerkammer 15 unterhalb des Kolbens  3 eintreten zu lassen.

   Diese     Steuerkammer          unterhalb    des Kolbens $ steht durch eine  Düse 10 mit der Aussenluft     in    Verbindung,  die so bemessen ist, dass sieh nach dem Schlie  ssen des Ventils     --9    die     Entlüftung    der Steuer  kammer 15     innerhalb    eines Zeitabschnittes  vollzieht, innerhalb dessen mit Sicherheit die    an den Kanal 7 angeschlossenen Druckräume  der Bremseinrichtung entlüftet sind.  



  Die Ausführungsform der Vorrichtung  nach     Fig.    2 zeigt     gegenüber    derjenigen nach       Fig.    1 nur einen geringen Unterschied inso  fern, als das Ventil 2 mit einem den Durch  lass drosselnden Ansatz oder Bund 11 ver  sehen ist.

   Hierdurch wird es möglich, die an  den Kanal 7 angeschlossenen Räume kurz  zeitig zu entlüften, ohne dass der Kolben 3  in Wirksamkeit     tritt.    Wird der Kolben 3       mittelst    des Hebels 4 nur so weit angehoben,  dass der Bund 11 nur einen schmalen Ring  spalt im     Ventildurchlass    freigibt, der kleiner  ist als die     Auströmdüse    8, so bildet sieh über  dem Kolben 3 kein das     Rückschlagventil    9  öffnender Staudruck. Infolgedessen schliesst  sieh das Ventil 2 sogleich     wieder,    wenn der  Handzug freigelassen wird.  



  Erst wenn der Kolben 3 so hoch gehoben  wird, dass der Bund 11 aus dem     Ventildurch-          lass    vollständig heraus     tritt,    tritt die bei der  Ausführungsform nach     Fig.    1 erläuterte Wir  kung ein.

   Die Ausführungsform der     Auslöse-          vorriehtung    nach     Fig.    3     gestattet    im wesent  lichen die gleiche Betriebsweise,     wie    diejenige  nach     Fig.    2;

   jedoch ist bei dieser ein besonde  res     Ventil    13 vorgesehen, das den Zutritt der  Druckluft aus ,dem Kanal 7 zu der .Steuer  kammer 15 unterhalb des Kolbens 3 über  wacht und dessen Spindel kürzer ist als die  jenige des Entlüftungsventils 2, und das da  her erst geöffnet wird, wenn der Kolben 3       mittelst    .des Hebels 4 so hoch angehoben wird,  dass auch die Spindel des Ventils 13 von ihm  berührt wird, wohingegen das Entlüftungs  ventil 2 zugleich zu Beginn der Kolbenbe  wegung geöffnet wird.  



  Wird der Kolben 3 nur .so weit ange  hoben, dass er das Ventil 2, nicht aber das  Ventil 18 öffnet, so bleibt die Steuerkammer  15 unter dem Kolben 3 druckfrei und das  Entlüftungsventil 2 schliesst sieh sogleich  wieder, wenn der am Hebel 4 angreifende  Handzug freigegeben wird.  



  Wird jedoch der Kolben 3 so weit ange  hoben, dass er     beide    Ventile öffnet, so gelangt  Druckluft über das     Ventil        1,3    und das Rück-           schlagventil    9 in die Steuerkammer 15 unter  dem Kolben 3 und hält diesen fest.  



  Bei dieser Ausführungsform ist noch ein  Ventil 14 vorgesehen, das in bekannter Weise  eine rasche, willkürliche Entlüftung der  unterhalb des Kolbens 3 befindlichen Steuer  kammer 15 zulässt und damit die Unterbre  chung des     Auslösevorganbes    ermöglicht.  



       Fig.    4 zeigt, in welcher Weise man die  Entlüftungsventile anordnen kann, wenn  beim Vorhandensein mehrerer zu entlüftender  Räume es aus irgend welchen Gründen vor  teilhaft erscheint, für einzelne dieser Räume  besondere Entlüftungsventile anzuwenden,  was etwa. mit Rücksicht auf die     Einhaltung     einer bestimmten Zeitfolge bei der Entlüf  tung der Räume erwünscht sein kann.

   Hier  bei ist es wegen des Verhältnisses der Ent  lüftungsdüse 10 zum Inhalt -der unter dem  Kolben 3 befindlichen     Steuerkammer    15  keineswegs notwendig, den zuletzt zu ent  lüftenden Raum zur Entnahme des Steuer  druckes für den Kolben 3 heranzuziehen, son  dern die Auswahl kann nach andern Gesichts  punkten, etwa mit Rücksicht auf günstige  Lage, kurze, einfache Verbindung usw. er  folgen.

      Bei den     vorbeschriebenen    Ausführungs  formen wird der     Auslass    aus der Steuerkam  mer 15 unterhalb des Kolbens 3 nicht über  wacht, d. h. man muss dieser Steuerkammer  eine gewisse Grösse geben, wenn man die Ge  währ haben will, dass die Entlüftung der mit  Druck gefüllten Räume der Bremseinrichtung  mit     Sieherheit    bis zur völligen Entleerung  durchgeführt wird. Lassen räumliche Ver  hältnisse einen grösseren     Steuerbehälter    nicht  zu, so     lä.sst    sich eine Verminderung der Ab  messungen der Vorrichtung dadurch herbei  führen,     dass    man die     Auslassdüse    10 durch  ein     Abschlussorgan    überwacht.

    



  Eine Ausführungsform dieser Art ist in  der     Fig.    5 veranschaulicht. Vor der Düse 10       befindet    sich beispielsweise eine Membran 14 ',  die auf der der Düsenmündung gegenüber  liegenden Seite durch den Staudruck     beauf-          schlagt    wird, der sich beim     (Offnen    des Ven-         tils    2 oberhalb des Kolbens 3 bildet. Hier  durch wird erreicht, dass die Düse 10 erst       freigegeben:    wird, wenn der Staudruck nahe  zu     verschwunden    ist.  



  Man kann auch den Raum links von der  Membran 14 mit einem der zu entlüftenden  Räume verbinden, dann     wird    die     Membran     jeweils mit dem in diesem Raum herrschen  den Druck     beaufschlagt    und die Düse 10 erst  freigegeben, wenn der zu entlüftende Raum  nahezu druckfrei ist.

Claims (1)

  1. PATENTAi\TSPRUCH Auslösevorrichtung an Druckluftbremsen, bei der wenigstens ein die zu entlüftenden Räume mit der Aussenluft verbindendes Ven til .durch einen Kolben offen gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuer kammer (15), deren Druck den Kolben (3) veranlasst, die Entlüftungsventile offen zu halten, erst bei der Einleitung der Entlüftung mit einem der zu entlüftenden Räume in Ver bindung gesetzt wird und infolge der Be messung ihrer Auslassöffnung länger unter Druck gehalten wird als die zu entlüftenden Räume.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Auslösevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuer kammer (15) die Druckluft über ein Rück schlagventil (9) zugeführt wird. 2. Auslösevorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Entlüftung .der für das Offenhalten der Auslassventile massgeb lichen Steuerkammer (1,5) unabhängig von ,der Entlüftungsöffnung der übrigen Druckräume durch eine besondere Düse (10) erfolgt.
    3. Auslösevorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, dass die Entlüf tungsdüse (10) der Steuerkammer (15) durch ein vom Druck einer der zu ent lüftenden Räume im Sinne des Schliessens vier Düse (10) beaufschlagtes Abschluss- organ (14') überwacht wird. 4.
    Auslösevorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, .dass die Entlüf tungsdüse (10) durch ein vom Staudruck des zuströmenden Druckmittels im Sinne des Schliessens der Düse (10) beaufschlag- tes Abschlussorgan (14') überwacht wird.
CH173605D 1933-02-17 1933-12-09 Auslösevorrichtung an Druckluftbremsen. CH173605A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE173605X 1933-02-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH173605A true CH173605A (de) 1934-11-30

Family

ID=5690948

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH173605D CH173605A (de) 1933-02-17 1933-12-09 Auslösevorrichtung an Druckluftbremsen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH173605A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE707873C (de) Selbsttaetige Verteil- und Regelvorrichtung fuer Druckmittelbremsen fuer Fahrzeuge
CH173605A (de) Auslösevorrichtung an Druckluftbremsen.
DE585283C (de) Ausloesevorrichtung fuer Druckluftbremsen
EP0431383A1 (de) Gleitschutzventil für druckluftgebremste Fahrzeuge
DE922525C (de) Hydraulischer Grubenstempel
DE2946657A1 (de) Betriebsbremsbeschleuniger fuer indirekte druckluftbremsen von schienenfahrzeugen
AT139913B (de) Auslösevorrichtung für Druckluftbremsen.
DE704748C (de) Rohrbruchsicherung fuer unter Vordruck stehende Druckfluessigkeitsanlagen, insbesondere Druckfluessigkeitsbremsen fuer Fahrzeuge
DE337094C (de) Sicherheitsbremse oder vereinigte Sicherheitsmanoevrierbremse fuer Foerdermaschinen
DE758839C (de) UEberdrucksicherheitsventil
DE931333C (de) Druckmittelgesteuertes Anhaenger-Bremsventil zur direkten und indirekten Anhaengerbremsung
DE964508C (de) Dreidrucksteuerventil fuer Druckluftbremsen, insbesondere von Schienenfahrzeugen
DE487184C (de) Ventil zur Regelung des Luftdurchflusses durch eine Leitung
AT80861B (de) Druckluftbremse für Födermaschinen. Druckluftbremse für Fördermaschinen.
AT213950B (de) Dreidrucksteuerventil für Druckluftbremsen, insbesondere von Schienenfahrzeugen
DE276669C (de)
DE705229C (de) Geraet zum Umfuellen eines Betriebsmittels von hohem Druck in Gefaesse mit niedrigerem Druck
DE353018C (de) Sicherheitsventil mit Hochhubkolben
AT83452B (de) Übertragungsventil für durchgehende Bremsen.
AT131178B (de) Entlüfungsventil für das Lösen von Druckluft- od. dgl. Bremsen, insbesondere für Fahrzeugbremsen.
DE571454C (de) Vorrichtung zur Beschleunigung des Fuellens und zur Verhuetung des UEberladens der Bremsleitung von Druckluftbremsen
CH364552A (de) Uberwachungseinrichtung für Schnellbremsbeschleuniger
AT106521B (de) Einrichtung zum stufenweisen Lösen von Einkammerdruckluftbremsen.
AT120937B (de) Führerbremsventil.
AT251820B (de) Atmungsventil für membrangesteuerte Gasdruckregler