Schäl- und Schleifmaschine für Getreide aller Art, sowie auch für Hülsenfrüchte. Die Erfindung betrifft eine Schäl- und Schleifmaschine für Getreide aller Art, sowie auch für Hülsenfrüchte, mit einem gegenüber einer Schleiffläche feststehenden oder rotie renden Zellenfeld. Bei bekannten Maschinen dieser Art ist es nur möglich, die Zellen auf der Schleifscheibe tangential zu .deren Naben umfang einzustellen, wodurch wohl die Fördergeschwindigkeit der Körner beliebig geregelt werden kann, jedoch keineswegs das Zellenfeld mit seinen Druckkörpern zur Schleiffläche nachgestellt werden kann.
Es muss daher für den Fall, dass die Abnützung der Schleiffläche und der Längskanten der Zellenwände des Zellenfeldes durch das Scheuern der Körner ein(-,n Grad erreicht, bei welchem die Körner zwischen den abgenütz ten Zellenkanten und der Schleiffläche in folge der auftretenden Klemmwirkung zer quetscht werden, die Maschine auseinander genommen und diese Teile ersetzt oder neu einander angepasst werden. Ausserdem stehen die Schleiffläche und das Zellenfeld unter der Einwirkung eines starken Saugwindes, wel cher die durch die Zentrifugalwirkung hoch geschleuderten Schalenteilchen und der gleichen getrennt von dem geschälten Gut absaugen soll.
Dadurch, dass sowohl .der Ein lauf, wie auch der Auslauf für das körnige Gut zwei grosse Ansaugtrichter bilden und ausserdem die Schleiffläche grösstenteils frei von der Aussenluft umspült wird, sind zum Absaugen der Schalenteilchen sehr starke Ex haustoren zur Erzeugung einer wirksamen Saugwirkung erforderlich, wodurch unnötig viel Kraft verbraucht wird.
Der Erfindung liegt nun der Gedanke zugrunde, den Schleifkörper, das Zellenfeld und die Druckkörper zueinander verstellbar anzuordnen und in einem mit einem verstell- und regelbaren Lufteintritt versehenen, mit einem Sauger in Verbindung stehenden Unterdruckraum einzubauen. Durch diese er findungsgemässe Ausgestaltung der Maschine ist es möglich, das Zellenfeld je nach der Abnützung der Schleiffläche nachzustellen, wie auch den Abstand der Druckkörper der Zellenkanäle von der Schleiffläche stets ge nau nachzuregulieren.
Durcb. die Anordnung des Schleifkörpers und des Zellenfeldes in einem Unterdruck raum ist zum Absaugen der gelösten Schalen teilchen nur mehr ein Luftstrom von geringer Stärke erforderlich. Durch Verstellen der Lufteintrittsöffnung ist es möglich, den Luftstrom an derjenigen Stelle des Zellen feldes im Unterdruckraum einzuführen, wel che für das Absaugen am günstigsten sich er weist.
Der Unterdruck in .dem dicht geschlos senen Unterdruckraum wird auch nicht durch den Getreideein- bezw. -auslauf gestört, da die Körner im vollen Kanalquerschnitt zu- und abströmen und die eventuell mitgehenden Luftteilchen beim Eintritt in den Unter druckraum sofort abgesaugt werden. Es wird daher infolge der möglichst weitgehenden Ab schliessung des die Schleiffläche und das Zellenfeld einschliessenden Gehäuses die bis her bei den bekannten .derartigen Maschinen auftretende äusserst kraftraubende Falschluft ausgeschaltet und die richtige Führung des Saugstromes erreicht.
In der Zeichnung sind mehrere Ausfüh rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
In den Fig. 1 und 2 ist eine Maschine mit einem innerhalb eines feststehenden, kegel- stumpfförmigen Schleifkörpers rotierenden Zellenfeld im Längsschnitt und in zwei ver schiedenen Querschnitten nach den Linien -.-B und C-D der F'ig. 1 veranschaulicht.
Das zweite Ausführungsbeispiel der Maschine zeigt die Fig. 3 im Längsschnitt mit einem auf einer horizontalen Achse ruhenden Schleifkörper. Die Fig. 4 stellt eine Maschine mit einem rotierenden Schleifkörper im Längsschnitt dar, und die Fig. 5 veranschau licht eine Ausführungsform von mit Druck körpern ausgestatteten Leisten im teihveisen Schnitt und im grösseren Massstab.
Fig. 6 zeigt die eine Hälfte einer Maschine mit einem scheibenförmigen Schleifkörper im Längsschnitt. Die Fig. 7 und 8 veranschau lichen eine Ausführungsform der Druck- körper in zwei zueinander senkrechten An sichten bei geschnittener Tragleiste und die Fig. <B>9</B> und 10 zeigen das Zellenfeld im Längsschnitt und in Draufsicht. Die Fig. <B>11</B> . 12, 13 und 14 zeigen Zellenlamellen des Zellenfeldes in Stirnansicht, Draufsicht. Seitenansicht und im Querschnitt nach der Linie<B>E -F</B> der Fig. 12.
Die Fig. 1 und 2 zeigen einen hohlkegel- stumpfförmigen Schleifkörper 1, in welchem ein auf einer Welle 2 sitzendes Zellenfeld rotiert. Der das Gehäuse bildende Schleif körper 1 weist an seinen beiden Stirnseiten einerseits eine Kappe 3, anderseits eine Stirn wand4 auf, welche beide die Lager 7 für die Welle 2 tragen. An der Kappe 3 ist der Ein lauftrichter 10 für das Getreide angeordnet und die andere Stirnwand ist mit dem Ablauf 13 ausgestattet.
Das Zellenfeld ist als eine von zwei auf der Welle 2 sitzenden, scheiben förmigen Trägern 5, 6 getragene Trommel ausgebildet, welche aus nebeneinander in gleichen Zwischenräumen angeordneten, im Querschnitt U-förmigen Zellenkörpern 8 be steht, deren freie Längskanten mit geringem Spiel über die Schleiffläche bewegt werden. Jeder Zellenkörper 8 bildet einen rinnen artigen Zellenkanal 8a, dessen eine Wand an dem im Bereiche der Kappe 3 zu liegen kom menden Ende länger als die andere Wand ausgebildet ist, so dass die in der Kappe 3 sich unten anhäufenden Körner bei der Dre hung des Zellenfeldes von den längeren Zellenwänden erfasst und in die Zellenkanäle 8a geschaufelt werden.
Bei rascher Drehung der Trommel werden die in den Zellenkanälen 8a (Schälkanäle) befindlichen Körner durch Anschleudern an die Schleiffläche 1 geschält. Da dies jedoch kein gleichmässig gutes Schäl resultat ergeben würde, sind in den Zellen kanälen 8a Druckkörper 9 vorgesehen, welche aus in der Richtung zum grösseren Trommel durchmesser sich dachziegelartig übergreifen den, U-förmig gebogenen Federzungen 9 be stehen. Diese Federn 9 drücken die Körner einzeln oder in geringer Anzahl gegen die Schleiffläche 1, so dass sie während ihres durch die Drehung des Zellenfeldes bewirkten Abwälzens auf der Schleiffläche 1 über den ganzen Umfang von der Schale befreit wer den.
Zum Schälen von elliptischen Körnern sind die Federzungen 9 an ihrer wirkenden Fläche wellenförmig oder schwach gekröpft ausgebildet, um durch ein wechselseitig er folgendes Wiegen der Körner das Schleifen über deren ganze Umfläche sicherzustellen.
Der Durchmesser des Konus der Schleif fläche 1 nimmt bei diesem Beispiel in der Richtung der Körnerbewegung gesehen zu, so dass die in den Zellenkanälen 8a (Schäl kanälen) befindlichen Körner infolge der zu nehmenden Umfangsgeschwindigkeit des Zel lenfeldes rasch dem Auslauf zu bewegt wer den.
Zwischen den Zellenkörpern 8 befinden sich Längsspalten 8b (Absaugkanäle) (Fig. 2), durch welche ein Saugluftstrom zum sofortigen Absaugen der abgelösten Schalen geleitet wird. Zu diesem Zweck sind an der Kappe 3 mehrere durch einen Schieber 33 be liebig regelbare, in mehreren zur Achse kon zentrischen Kreisbogen angeordneten Luft eintrittsöffnungen 3' vorgesehen, und an der Stirnwand 4 ist ein Saugkanal 12. angeordnet, der durch Öffnungen 1.1 mit dem Innenraum des luftdichten Gehäuses 1 in Verbindung steht.
Durch Saugen wird zuerst in dem Ge häuseraum 1 ein Unterdruck .erzeugt und das Zellenfeld 8 durch ein beliebiges An triebmittel in Drehung versetzt. Der durch das stetig nachströmende körnige Gut abge dichtete Einlauf 10 lässt keine, oder nur wenig Luft in das Gehäuse ein, so dass der zum Absaugen der sich beim Schleifen von den Körnern lösenden Schalen erforderliche Luftstrom je nach Freigabe der verschieden angeordneten Lufteintrittsöffnungen 3' durch den Schieber 33 einreguliert werden kann.
Die Schalen werden hierbei durch die Off- nun-en 11 in den Saugkanal 1? abgeführt, -ährend das geschälte körnige Gut nach dem Verlassen der Zellenkanäle,8a in den Bereich von auf einem vom Zellenfeld lösbaren Ring angeordneten Schläger 15 kommt, welche mit dem Zellenfeld rotieren und die Körner zum Befreien .der Keime und Spitzen in be kannter Weise gegen die Schleiffläche 1 schleudern. Aus :dem Bereiche der Schläger 15 gelangen die Körner samt den Keimen und Spitzen durch den Ablauf 13 in einen nicht dargestellten Keimabscheider, welcher die letzte Reinigung nach dem Schälen der Körner vornimmt.
Zum Nachstellen des Zellenfeldes und der Druckkörper relativ zur Schleiffläche ist bloss eine Verschiebung der Welle 2' und da mit des Zellenfeldes erforderlich. Im rich tigen Abstand des Zellenfeldes 8 von der Schleiffläche 1 wird die Welle 2 durch eine auf ihr sitzende Mutter gegen unbeabsichtigte Verschiebung gesichert. Je nach der Art des zu schälenden Gutes und der Ausführungs form der Druckkörper 9 kann -der Durch messer der Schleiffläche 1 entweder in der Richtung der Körnerbewegung oder in ent gegengesetzter Richtung zunehmen. In dem einen Falle wird die Körnerbewegung be schleunigt, in dem andern Falle verzögert.
Zur gleichmässigen Verteilung des kör nigen Gutes und um zu vermeiden, dass ein zelne Körner in die von den Zellenkörpern 8 gebildeten ,Spalten 8b (Absaugkanäle) fal len, ist am Träger 5 des Zellenfeldes eine mit Lochungen versehene Scheibe 14 vorgesehen, die den Saugwind, jedoch nicht die Körner durchlässt.
In Fig. 3 der Zeichnung ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes gegenüber dem Beispiel gemäss Fig. 1 und 2 bedeutend detaillierter dargestellt.
Auf der in Lagern 16 eines Gestelles 17 rotierenden, gegen Verschiebung gesicherten Welle ? ist der kegelstumpfförmige Schleif körper 1 befestigt, dessen Durchmesser in der Richtung der Körnerbewegung zunimmt. Das Zellenfeld 8, welches entgegengesetzt dem Drehsinne des Schleifkörpers 1 umläuft, um gibt diesen mit. geringem Spiel und besteht aus besonders ausgebildeten Zellenkörpern 8, die mittelst Lappen 8e (Fig. 12) in Kreis nuten 18 von Lagerscheiben 5, 6 stecken, mit welchen sie zu einer Trommel vereinigt dreh bar auf der Welle 2 angeordnet sind.
Inner- halb der von den Zellenkörpern 8 gebildeten Trommel ist der Schleifkörper 1 samt der Welle 2 zum Einstellen seiner Schleiffläche relativ zum Zellenfeld achsial verschiebbar. Die Welle 2 ist zu diesem Zweck mit Gewin den versehen, auf welchen neben den Lagern 16 angeordnete, sich gegenseitig sichernde Muttern und Gegenmuttern 40, 41 sitzen. Durch diese Muttern kann sowohl der Schleif körper 1 achsial verschoben, als auch an den Lagern 16 in seiner jeweiligen Lage in ach- sia.ler Richtung gesichert werden.
Die Zellenkörper 8 des Zellenfeldes sind bei diesem Ausführungsbeispiel nicht als eine einen Schälkanal 8a darstellende Rinne aus gebildet, sondern bestehen aus je zwei im Ab stand voneinander angeordneten, entsprechend der Konizität der Schleiffläche zusammen laufenden Wänden, die an den Enden durch Lappen 8e miteinander verbunden sind und zwischen sich einen oben und unten offenen Kanal 8b einschliessen (siehe Fig. 11 bis 14).
Dieser Kanal dient als Absaugkanal, wäh rend die Schälkanäle des Zellenfeldes durch die kanalartigen Zwischenräume 8a der durch die abstehenden Lappen 8e in gleichen Ab ständen nebeneinander in den Kreisnuten der Lagerscheiben 5, 6 steckenden, nebeneinander liegenden Zellenkörper :8 gebildet werden. In die Schälkanäle 8a greifen die Druckkörper 9 ein.
Damit in die Absaugkanäle 8b der Zellenkörper 8 auf der Einlaufseite des Schälgutes keine Körner einfallen und der Unterdruck in diesen Kanälen erhalten bleibt, sind die Zellenkörper 8 mit Deckflächen 8c versehen, die sich bis über die Mantelfläche des Schleifkörpers erstrecken und die Ab saugkanäle 8b gegen den Körnereinlauf ab decken. Die Wände der Zellenkörper 8 sind in der Mitte noch durch einen Steg 8d mit einander verbunden, der nicht über die ganze Kanalhöhe reicht, sondern unten einen Spalt freilässt.
Zum radialen Verstellen der Zellenkörper 8 sind in :den Lagerscheiben 5, 6 mehrere konzentrisch angeordnete Kreisnuten 18 von verschiedenem Durchmesser vorgesehen, die so aufeinander abgepasst sind, dass beim Ver- setzen der Zellenkörper 8 in die jeweils klei neren Kreisnuten wieder je ein geschlossenes, trommelartiges Zellenfeld mit jeweils ge ringerer Zellenkörperanzahl gebildet wird, so dass zwei oder drei Zellenkörper des ursprüng lichen Zellenfeldes infolge des verringerten Umfanges sich nach dem Versetzen der Zellenkörper 8 auf den kleineren Nutenkreis erübrigen.
Das radiale Verstellen der Zellen körper 8 kommt jedoch nur in Betracht, wenn die Abnützung des Schleifkörpers 1 durch dessen achsiale Verschiebung nicht mehr korrigiert werden kann. Es sind daher die Kreisnuten 18 des Zellenfeldes ihrem Durch messer nach so bemessen, dass jeweils ein voller Einstellbereich des Schleifkörpers zwi schen jeder Kreisnut liegt. Es kann daher sowohl der Schleifkörper durch achsiale Ver schiebung zum Zellenfeld, als auch dieses zum Schleifkörper durch radiales Versetzen auf den kleineren Durchmesser in den nächst kleineren Einstellbereich des Schleifkörpers leicht angepasst werden, so dass eine grösst mögliche Ausnützung des Schleifkörpers 1 gewährleistet ist.
Die Druckkörper 9 jedes Schälkanals 8a sind auf einer Leiste 19 angeordnet lind be stehen, wie beim Beispiel gemäss Fig. 1, 2 aus U-förmig gebogenen Federzungen. Die Leisten 19 werden von zwei Ringen 20 ge tragen, auf welchen sie mittelst in Ringnuten 20' verstellbarer Schrauben zu den Zellen kanälen in Richtung des Ringumfanges ein stellbar sind.
Die Ringe 20 sind auf den Lagerscheiben 5 und 6 achsial verschiebbar gelagert und ermöglichen eine Parallelver schiebung der Druckkörper in der Richtung der Zellenkanäle 8a zwecks Einstellung ihrer Druckflächen zur Schleiffläche. Die Ver schiebung der Druckkörper 9 erfolgt durch einen an dem einen Ring angreifenden Spindel trieb. Dieser besteht aus einer in das Gestell 17 einschraubbar gelagerten Spindel 21, auf welcher eine Mutter 2,2 sitzt.
An der Mutter 22 greift ein am Gestell<B>17</B> gelagerter zwei armiger Nebel 23 an, dessen zweiter Arm durch einen Lenker 24 mit einem Schleifring 25 verbunden ist, der in eine Ringnute einer mit dem Ring 2'0 durch Arme 26 verbunde nen Nabe 2'7 eingreift. Die Nabe 27 ist auf einer Hülse 28 verschiebbar gelagert, zu wel cher die Nabe der Lagerscheibe 6 ausgebildet ist. Durch Verdrehen der Schraubenspindel 21 mittelst eines Handrades 29 verschwenkt die Mutter 22 den Hebel 23 und verschiebt dadurch die Ringe 20 samt den auf ihnen befestigten Federzungen 9 in der einen oder andern Richtung.
Das trommelartige Zellenfeld wird von einem Gehäuse 30 umschlossen, das gegen über den aus ihm beiderseits herausragenden Ringen 20 vollkommen abgedichtet ist. Das Gehäuse 30 ist mit einem Absaugtrichter 31 für die Schalen und einem Ablauf 32 für das geschälte körnige Gut ausgestattet.
Die Tragscheibe 5 des Zellenfeldes weist mehrere Öffnungen 34 auf, welche einen von einer feststehenden, den Einlauftrichter 10 tragenden Tellerscheibe 35 gebildeten Hohl raum mit dem Innenraum des Zellenfeldes verbinden. Die Tellerscheibe 35 ist gegenüber der Tragscheibe 5 ebenfalls durch eine ela stische Wulst 36 abgedichtet, so dass beim Absaugen sowohl in dem Gehäuse, als auch in dem Raum innerhalb des Zellenfeldes in folge des durch das ständig nachfliessende körnige Gut angefüllten Einlauftrichters 1.0 und Auslaufes 32 ein Unterdruck entsteht.
Durch diesen Unterdruck im Saugraum einer seits und mehreren an verschiedenen Stellen des Gehäuses angeordneten, einzeln durch Klappen abdeckbaren oder gemeinsam durch einen Schieber 33 regelbaren Lufteintritts- Öffnungen 30' anderseits ist es möglich, die Sehalenteilchen schon mit' einem leichten Luftstrom von der Schleiffläche an der je weils günstigsten Stelle des Zellenfeldes ab zusaugen und dadurch die Schleiffläche stets rein und scharf zu erhalten.
Zur Sicherung des Unterdruckes in dem Gehäuse 30 sind sowohl im Einlauftrichter 10, als auch im Auslauf Klappen 10' bezw. 32' vorgesehen, welche durch das Gewicht der nachströmenden Körner geöffnet, durch die Saugwirkung im Unterdruckraum jedoch geschlossen werden.
Bei dieser Maschine, deren Zellenfeld durch die Zahnräder 37, 38 und die Riemen scheibe 39 in dem Drehsinne des Schleif körpers 1 entgegengesetztem Sinne angetrie ben wird, können daher sowohl der Schleif körper durch Längsverschiebung zum Zellen feld 8, als auch das Zellenfeld 8 durch radiale Versetzung der Zellenrinnen zur Schleiffläche eingestellt werden, wobei aber die Druck körper 9 der Zellenkanäle 8a gemeinsam und unabhängig vom Zellenfeld zur Schleiffläche einstellbar sind.
Eine im Prinzip dem vorstehend geschil derten Ausführungsbeispiel ähnliche Ausfüh rungsform des Erfindungsgegenstandes zeigt die Fig. 4, welche eine Maschine mit einem mit einer vertikalen Welle rotierenden, gegen die Richtung der Körnerbewegung im Durch messer zunehmenden Schleifkörper 1 in einem feststehenden Zellenfeld darstellt. Das Zellen feld ist wie im vorhergehenden Beispiel be schrieben ausgebildet und ebenfalls gegen über der Schleiffläche in konzentrischen Nuten 118 der auf der Welle 2 gelagerten Tragscheiben 5, 6 radial verstellbar.
Auch die auf Leisten 19 befestigten Druckkörper 9 sind mittelst zweier auf den Lagerscheiben 5, 6 verschiebbar gelagerter Ringe 20 achsial verschiebbar. Die Verstellung der Ringe 20 er folgt durch mehrere in Gewindemuttern 22 des einen Ringes 20 eingreifende Spindeln 221, welche durch ein Kettengetriebe 42, 43, 44 gleichzeitig mittelst eines Handrades 29 an getrieben werden können.
Das ganze Zellen feld ist von einem luftdichten Gehäuse 30 eingeschlossen, das im Bereiche des Zellen feldes an geeigneten Stellen des Gehäuse mantels mehrere Lufteintrittsöffnungen 30' aufweist, welche durch einen gemeinsamen Schieber 33 abdeckbar und regelbar sind. Sie können auch einzeln durch verstellbare Klappen abgedeckt werden.
Zur Sicherung der Saugwirkung im Zellenfeld sind die die Absaugkanäle 8b bildenden Zellenkörper 8 (Fig. 11, 12) in diesem Beispiel nicht nur an der Einlaufseite mit Decken<B>8e,</B> sondern auch an der Auslaufstelle durch den untern Rand der Schleiffläche des Schleifkörpers 1 übergreifende Decken 8f (strichpunktiert an gegeben), abgedeckt, so dass die Falschluft weder vom Einlauf noch vom Auslauf des Getreides in die Absaugkanäle -8b ,des Zellen feldes eindringen kann.
Diese Wirkung wird noch durch die im Auslauf 32 vorgesehene Klappe 32' unterstützt.
Gegenüber dem Lufteintritt ist im Ge häuse 30 ein Absaugkanal 31 zum Ableiten der Schalen und dergleichen mittelst des Saugwindes vorgesehen. Die geschälten Kör ner fallen durch Öffnungen 45 der untern Tragscheibe 6 in den Bereich von durch die Welle 2 in Umdrehung versetzten Schlägern 15, welche die Körner von den Keimen und Spitzen befreien. Von hier werden die Körner samt den Keimen und Spitzen durch den Ablauf 32 in einen Keimabscheider (nicht gezeichnet) abgeleitet.
Zwecks Einstellens ;des Schleifkörpers ruht seine Welle 2 in einem vertikal ver schiebbaren Stützlager 4,6, das mittelst zweier an einem das Stützlager untergreifenden Wagebalken 47 angreifenden Schrauben 48 des Gehäuses auf die erforderliche Höhe ein stellbar ist.
Die Druckkörper 9 bestehen in diesem Falle aus einzelnen, die ganze Breite der Schälkanäle 8a einnehmenden, dicht nebenein ander angeordneten Klötzchen 9 (Fig. 5) mit unebener Druckfläche, von denen jedes mit einem Bolzen 50 in einer einem Schälkanal zugeordneten Leiste 19 verschiebbar gelagert ist und unter der Wirkung einer Feder 52 ständig gegen die Schleiffläche gedrückt wird. Ein am Bolzen 50- vorgesehener Stift 53 hält das Klötzchen entgegen ' der Wirkung der Feder in der Grenzlage fest.
Zum Schutze gegen Verstauben sind die Federn 52 mit einem elastischen Schlauchstück 54 aus Leder, Gummi oder dergleichen von der Leiste 19 bis zum Klötzchen abgedeckt. Am Anfang jeder Klötzchenreihe ist eine U-för- mig zurückgebogene, an der Stirnseite des Ringes 20 anliegende Feder 55 sowohl zum Abdichten des Kanals, als auch zum Erleich tern des Körnereinlaufes auf der Leiste 19 vorgesehen. Das letzte Klötzchen jeder Reihe trägt noch eine Federzunge 56, deren umge bogenes Ende an der Innenseite eines Deck ringes 57 (Fig. 4) anliegt, welcher zum Ab decken der untern Kanalenden dient, in ausser.
angeordneten Ausnehmungen der Zellen körper 8 festsitzt und samt dem Zellenfeld auf ;der untern Tragscheibe 6 aufruht. Die Schälkanäle 8a sind dadurch gegen die Ab saugseite vollkommen abgedeckt, so dass die von der rotierenden Schleiffläche in die Ab saugkanäle 8b des Zellenfeldes getragenen Schalen nach dem Absaugen nicht mehr mit dem geschälten Gut in Berührung kommen.
Das ;Schälen .der Körner und Absaugen. der Schalen erfolgt bei dieser mit einem durch die Riemenscheibe 58 angetriebenen Schleifkörper ausgestatteten Maschine auf die gleiche Art wie bei der vorbeschriebenen Maschine. Auch sind sowohl der Schleif körper 1, als auch das Zellenfeld zueinander und die Druckkörper zur Schleiffläche auf die gleiche, im vorhergehenden Beispiel be schriebene Art einstellbar. Die Leisten 19 der Abdeckungen 9 können ausserdem noch so wie die Zellenkanäle in konzentrischen Nuten ihrer Lagerringe 20 auch radial verstellbar sein und statt aus Klötzchen auch aus Feder zungen bestehen.
Die Maschine kann auch so ausgebildet sein, dass statt dem Schleifkörper das Zellen feld angetrieben wird, oder es können sowohl der Schleifkörper und das Zellenfeld in ein ander entgegengesetztem Drehsinne ange trieben werden.
Zum Schluss sei noch ein in ;den Fig. 6 bis 10 veranschaulichtes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes beschrieben, das in folge der konstruktiven Durchbildung seiner Einzelteile deren mehrmalige Verwendung durch Versetzen ermöglicht.
Bei diesem Ausführungsbeispiel wird ein scheibenförmiger Schleifkörper 1 von der Welle 2 in Umdrehung versetzt. Knapp über dem Schleifkörper ist das Zellenfeld fest stehend angeordnet, dessen tangential zur Schleifscheibennabe verlaufende Zellenkörper aus einzelnen Lamellen<B>89</B> bestehen, die parallel nebeneinander liegen und in diesem Falle je zwei Schälkanäle 8a bilden, in welche die später ausführlich beschriebenen Druckkörper 9 eingesetzt sind.
Die Lamellen 8g, welche aus Spezialstahl bestehen und mit den einen Enden in passenden Ausnehmungen eines auf der Unterseite des ringförmigen Einfüllschachtes 59 angebrachten Ringes 68 (Fig. 6, 9) stecken, ruhen mit ihren andern Enden auf einer Ringplatte 60 des Gehäuses 66 hochkantig auf und werden durch auf letzterer angebrachte Backen 69' seitlich fest gehalten. Auf den Backen 69' leicht abnehm bar befestigte Deckbleche 70 hindern die Lamellen<B>89</B> am Hochschwenken, so dass das ganze Zellenfeld in einer durch die Ring platte 60 gebildeten Ebene mit geringem Spiel über der Schleiffläche des Schleif körpers 1 festgehalten wird.
Zwischen den von je drei Lamellen 8g gebildeten Zellen körpern befinden sich die Absaugkanäle 8h (Fig. 10), welche gegen den Einfüllschacht 59 durch die zusammenstossenden Zellen lamellen<B>89</B> und vor dem am Rande der Schleiffläche befindlichen Ablauf .71 für die Getreidekörner durch die die Schleifscheibe übergreifenden Backen 69' abgedichtet wer den.
Die Stirnseiten (Fig. 9) der Backen 69 sind nach oben abgeschrägt und dienen als Ablenkflächen für die von der Schleiffläche hochgeschleuderten Schalenteilchen. Diejeni gen Lamellen, an deren Längskanten sich die Körner beim Wandern über die Schleiffläche abwälzen, können in vier Lagen in das Zellen feld eingesetzt werden, so dass die vier Längs kanten jeder Lamelle als Walzkanten aus- nützbar sind.
In den von den Lamellen 8e- gebildeter. Schälkanälen 8a sind die auf Leisten 19 an geordneten Druckkörper 9 eingesetzt. Die Leisten 19 der Druckkörper werden mit ihrem einen Ende auf der Seite des Einfüll- schachtes 59 von Tragstücken 62 gehalten, welche gemeinsam in einem vertikal zur Schleiffläche verstellbaren Einstellring 63 eingesetzt sind. Auf der andern Seite hin gegen sind die Leisten mit als federnde Zun gen ausgebildeten Enden versehen, die mit- telst segmentartigen .Spannbacken 64 auf den Deckblechen 70 festgehalten werden.
Die Tragstücke 6,2 passen genau in die Mhäl- kanäle 8 und schliessen diese bis auf einen ge ringen, ungefähr eine Kornstärke betragen den Spalt dicht ab. Durch diese Tragstücke 62 wird somit nicht nur wie beim Ablauf 71 durch die die Schleiffläche übergreifenden Backen 69 das Eindringen der Falschluft in das Zellenfeld durch den Einfüllschacht 59 vermieden, sondern auch die zu schälenden Getreidekörner nur einzeln oder in einer eine Kornstärke dicken Schicht in die .Schälkanäle 8 des Zellenfeldes eingelassen.
Die federnde Ausbildung der Leisten 19 hat einerseits den Zweck, die Druckkörper 9 durch Verstellen des Einstellringes 68 von der Schleiffläche mehr oder weniger abzu heben, anderseits die ganze Leiste 19 für den Druck der sich in den Schälkanälen 8 even tuell stauenden Körner nachgiebig zu ma chen.
Das innenseitig erfolgende Einstellen der Leisten 19 hat nicht nur den Zweck, die Druckkörper zur Schleiffläche nachzustellen, sondern auch sie in eine bestimmte Neigungs lage zur Ebene der Schleifscheibe zu bringen, bei welcher ein gleichmässiges Wälzen der Körner trotz der gegen den Umfang der Schleiffläche zunehmenden Umfangsge- schuTindigkeit zu erreichen ist. Die Druckkörper 9 dieser Maschine sind ebenfalls wieder verwendbar, in dem nach er folgter Abnützung einer ihrer Kanten eine bisher unbenützte Kante in Arbeitsstellung gebracht werden kann.
Sie sind aus diesem Grunde nicht als Federzungen oder als unter Federwirkung stehende Klötzchen ausgebil det, sondern als rahmenartige, stahlharte Druckkörper 9 (Fig. 7, 8), die zu einer ge schlossenen Reihe auf der ihre Rahmenöff nungen durchsetzenden Leiste 19 in einer Ebene angeordnet und infolge ihrer glatten Berührungsflächen unabhängig voneinander vertikal zur Schleiffläche verschiebbar sind. Diese Druckkörper 9 passen genau in die Schälkanäle 8a hinein und werden von deren Wänden<B>89</B> bei ihrer Vertikalverschiebung geführt.
Diese Vertikalverschiebung .der in einer Ebene auf der Leiste 19 hängenden Druckkörper 9 erfolgt entgegen der Wirkung eines Gummischlauches h5, welcher unter der Leiste 19 in den Rahmenöffnungen der Druckkörper 9 mit einiger Vorspannung steckt und diese gegen die Schleiffläche zu drücken sucht.
Um die elastische Wirkung des Gummi schlauches 6.5 zu erhöhen, kann .die Leiste 19 an ihrer Unterseite mit Spitzen, wie in Fig. 8 durch die Linie 61 angedeutet ist, ausge stattet sein. Die gleiche Ausbildung könnten auch die untern Auflagerflächen der Rahmen ausschnitte für den Gummischlauch 65 auf weisen, oder es könnte auch letzterer als ein voller elastischer Gummistab ausgebildet sein und mit Kanten, Spitzen oder dergleichen nur gegen eine oder gegen seine beiden Auflage flächen drücken.
Die Druckkörper 9, die mit ihren Seiten flächen dicht aneinandergleiten, bilden für das innen angeordnete elastische Organ 65 einen Schutz gegen Verschmutzen desselben durch Staub oder dergleichen. Bei Aufrecht erhaltung dieser Abdichtung können die Druckkörper 9 an den Seitenflanken auch Aussparungen aufweisen (Fig. 7), so dass nicht nur an Material gespart, sondern auch die Gleitfähigkeit der Druckkörper infolge der verringerten Reibung erhöht wird.
Jeder Druckkörper 9 hat zwei Druck flächen 9a und 9b (Fig. 7, 8), welche ent weder eben wie gezeichnet, bombiert oder aber gewellt, abgeschrägt oder beliebig anders geformt sein können und von denen jeweils nur eine als Druckfläche wirksam ist. Diese bombierten Druckflächen werden unter dem elastischen Druck der Körper 65 gegen die Schleiffläche 1 gedrückt.
Durch das Fort wälzen der Körner an den Kanalwandungen entsteht aber eine Keilwirkung, derzufolge die Druckkörper entgegen der Wirkung des elastischen Organes 65 angehoben werden und mit ihren bombierten Druckflächen 9a die Körner beim Weiterwälzen wiegen und auch um ihre Längsachse verdrehen. Durch diese Ausgestaltung der Druckflächen ist es mög- lieh, auch lange ovale Körner bis zu den En den über den ganzen Umfang abzuschleifen. Bei Abnützung der Druckflächen 9a in der einen Bewegungsrichtung können die Druck körper 9 entweder durch blosses Versetzen derselben Druckfläche 9a, oder durch Um stellen der Druckkörper um 1$0 auf die Druckfläche 9b in vier verschiedenen Lagen verwendet werden.
Das ranze Zellenfeld der Ausführungs form nach Fig. 6 bis 10 wird von dem auf der ringförmigen Lagerplatte 60 ruhenden Gehäuse 66 eingeschlossen, das im Bereiche der Druckkörper 9 einen grösseren, mit einer Absaugöffnung 72 versehenen, ringförmigen Hohlraum aufweist, welcher durch sowohl in der Nähe des Getreideeinlaufes 59, als auch am Getreideauslauf 71 angeordnete, durch Schieber 33 regelbare Lufteintrittsöffnungen 67 mit der Aussenluft in Verbindung gebracht werden kann.
Die Lufteintrittsöffnungen 6 7 können hierbei entweder diametral gegenüber der Luftabsaugstelle 72 über dem Zellenfeld angeordnet sein und dadurch der Saugluft in zwei entgegengesetzt fliessenden Strömen über das Zellenfeld geleitet werden, oder es können Ansaug- und Absaugöffnungen nebenein ander in den Hohlraum des Gehäuses 66 mün den und durch eine Scheidewand (nicht ge zeichnet) voneinander getrennt sein.
Bei letz terer Anordnung streicht ein Luftstrom über das Zellenfeld von der Einlassöffnung 67 zur Auslassöffnung 72. Durch Anordnen mehrerer einzeln oder gemeinsam regelbarer Luftein- trittsöffnungen 67 an verschiedenen Stellen des Gehäuses über dem Zellenfeld kann der Luftstrom über das ganze Zellenfeld oder nur über eine Teilfläcbe desselben geleitet wer den, so dass sowohl der Unterdruck, als auch die Intensität des Saugstromes im Bereiche des Zellenfeldes regelbar und der Lufteintritt verstellbar ist.
Das Absaugen der von den in den abge deckten Kanälen 8a sich wälzenden Körner abgelösten Schalen erfolgt durch die zwischen den Zellen befindlichen Luftkanäle 8h (Fig. 10). durch welche die Schalenteilchen infolge der durch die Drehung der Schleifscheibe 1 hervorgerufenen Zentrifugalkraft in den Saugraum hochgeschleudert und von dem Luftstrom abgeführt werden. Durch die Ab deckung des Getreideein- und Auslaufes mit- telst der Tragstücke-62, der Lagerbacken 69 und der Spannbacken 64 im Zellenfeld wird das Eindringen von Falschluft in .den Saug raum um ein beträchtliches Mass verringert.
Diese Abdichtung wird auch durch die Abnützung .des Schleifkörpers 1 nicht herab gesetzt, da dieser wie im letzten Beispiel samt seiner Welle 2 zum Zellenfeld nachstellbar ist.
Nach Abfallen der geschälten Körner vom Rande des Schleifkörpers gelangen sie durch den Ablauf 71 in eine Spitzvorrichtung (nicht dargestellt), welche die Körner in an sich be kannter Weise von den Keimen und Spitzen befreit.
Zu diesen in der Zeichnung veranschau lichten und vorstehend beschriebenen Aus führungsbeispielen des Erfindungsgedankens sei ausdrücklich bemerkt, dass die konstruk tiven Einzelheiten jeder Ausführungsform sich nicht nur ausschliesslich auf das jeweils angegebene Ausführungsbeispiel beschrän ken, sondern auch bei den Konstruktionen der andern Ausführungsbeispiele anwendbar sind. So können z. B. die Maschinen der Fig. 1, 3, 4 und 6 mit irgend einem der in den veranschaulichten Ausführungsbeispielen dargestellten Zellensystem oder einem be liebigen der angegebenen Druckkörper ver sehen sein.