Falzziegel. Bei Falzziegeln macht sich der Nachteil, dass die zur Ableitung des Schweisswassers dienenden Rinnen auch zur Aufnahme der Fälze dienen, dadurch bemerkbar, dass die Rinnen sich in kurzer Zeit verstopfen und bei Frost vereisen, so dass das Schweisswasser nicht mehr durch die Rinnen abgeleitet wird, sondern unter den Ziegeln in das Dachholz gelangt und dort eine grosse Clefahr für Fäulnisbildung bedeutet.
Diese Fäulnisgefahr wird dadurch vergrössert, dass die Falzziegel den Dachlatten nach ihrer ganzen Breite und die obern Ziegelreihen den untern mit ihren Enden voll aufliegen, wodurch ein Zu rückschweissen des zwischen den Ziegeln sich bildenden Schweisswassers nach dem Ziegel kopf stattfindet und über diesen hinaus fäulniserregend in das Dachholz eindringt.
Gegenstand der Erfindung ist ein Falz ziegel, durch welchen diese .Nachteile be hoben werden. Derselbe zeichnet sich andern gegenüber dadurch aus, dass der Ziegel an seiner einen Längsseite einen zu überdecken den und an seiner andern Längsseite einen zu untergreifenden Verbindungsteil aufweist, welche Verbindungsteile derart mit Falzteilen und mit je einer Nute zur Bildung einer Schweisswasserrinne aasgerüstet sind, dass, bei in Reihen nebeneinander verlegten Zie geln, die ineinandergreifenden, je zwei neben- eiuanderliegende Ziegel verbindenden Falz teile den Zugang zu der Schweisswasserrinne von aussen her verhindern,
und - dass ferner der Ziegel an seiner obern und untern Auf lagestelle mit Mitteln versehen ist, die zur Lüftung dienen. Zweckmässigerweise können die Ziegel auf ihrer Oberfläche gegen deren oberes Ende hin eine Querrippe tragen, durch welche eine Rückschweissung des Schweiss-. wassern nach oben verhindert wird.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeich nung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt und es zeigt: Fig. 1 eine Dachpartie in Ansicht mit Falzziegeln nach der Erfindung, Fig. 2 und 3 Schnitte nach den Linien A-A bezie hungsweise B-B der Fig. 1, Fig.4 eine Vorderansicht, Fig. 5 eine Rückansicht und Fig. 6 eine Draufsicht auf das Ausführungs beispiel und Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie 0-C der Fig. 5.
Der Falzziegel 1 weist eine Nase 2 auf, mittelst welcher er an den von den Dach sparren getragenen Dachlappen 3 in Reihen <I>a, b</I> aufgehängt ist, wobei das untere Ende der Ziegel der obern Reihe a das Kopfende der Ziegel der untern Reihe b jeweils über greift und die Ziegel der obern Reihe um die Hälfte ihrer Breite zu den Ziegeln der untern Reihe versetzt sind.
Der Ziegel 1 weist an den Längsrändern Verbindungsteile 4, 5 auf von annähernd der halben Dicke der Ziegel. Der rechtsseitige Verbindungsteil 4 (Fig. 4, 6) ist der gegen die Dachlatten gerichteten Unterseite und der Verbindungsteil 5 der nach aussen ge richteten Oberseite des Ziegels angeschlossen, so dass der letztere bei in Reihen verlegten Ziegeln den ersteren überdeckt. Der Teil 4 ist mit zwei Nuten 6, 7 und der Teil 5 mit einem Kamm 8 und einer Nute 9 versehen.
Dabei ist der Kamm längs dem Rande des Teils 5 und die Nute innerhalb des Kammes angeordnet, so dass bei übereinandergelegten Teilen der Kamm 8 in die innere Nute 6 zu liegen kommt und so eine Verbindung zwischen zwei nebeneinanderliegenden Zie geln hergestellt wird. Die Nute 9 kommt dabei über die Nute 7 zu liegen, so dass eine offene Rinne für den Abzug des Schweiss wassers gebildet wird, durch welche aber auch die Dachluft hindurchstreichen kann.
Zum Auflegen des Ziegels auf der Dach latte ist dessen Kopfende auf der Unterseite mit Längsrippen 10 ausgestattet, so dass er nicht mit seiner ganzen Breite der Dachlatte aufliegt und die Dachluft zwischen Ziegel und letztere eintreten kann. Das untere Ende des Ziegels 1 ist auf der Unterseite mit einer breiten Nute 11 versehen und in der Nähe des Kopfendes des Ziegels ist auf dessen Oberseite eine Querrippe 12 angebracht.
Beim Bedecken des Daches kommt nun das unter der Nute 11 liegende Ende der Ziegel der obern Ziegelreihe a unterhalb der Querrippe 12 auf das Kopfende der Ziegel der untern Ziegelreihe b aufzuliegen und die Höhe der Querrippe 12 ist kleiner als die Tiefe der Quernute 11, so dass die Dachluft nicht nur in den über der Querrippe 12 liegenden Teil, sondern auch in den unter dieser liegenden Teil der Quernute 11 eindringen kann.
Infolge der Anordnung der Quernute 11 wird auch allfällig auf der Unterseite des Dachziegels gebildetes .Schweisswasser mittelst der Quer nute auf die nächstuntern Ziegel abgeleitet und insbesondere wird in die Auflagestelle der obern Ziegel auf den untern eingetretene Feuchtigkeit oder dort gebildetes Schweiss wasser durch die Quernute verhindert,
über den Kopf des Ziegels zurückzuschweissen und dort in das Holzwerk des Daches einzutreten. Infolge der verhältnismässig kleinen Auflage fläche der obern Ziegel auf den untern ist die Bildungsmöglichkeit von Schweisswasser an sich schon wesentlich beschränkt und das Schweisswasser kann auf der Oberfläche der Ziegel höchstens bis zur Querrippe 12 zurück schweissen, unterhalb welcher es sich sammelt und nach unten abläuft.
Besonders vorteilhaft erweist sich aber die Anordnung einer Quernute 11 beim Ver legen der letzten, obern Ziegelreihen. Bekannt lich können bei der letzten obern Ziegelreihe meist keine ganze Ziegel Verwendung finden, indem die Teilung für die Daehlatten nie genau stimmt. Die Ziegel müssen vielmehr meistens durch Abschrotten verkürzt werden, was Zeit- und Arbeitsverlust bedingt. Indem nun hier die Ziegel an ihrer Unterseite mit breiten Nuten 11 versehen sind, wird er möglicht die Abstände der Dachlatten inner halb gewisser Grenzen, das heisst innerhalb einer Grösse, welche um die Breite der Quer rippe 12 kleiner ist als die Breite der Nute 11 zu verändern. Es kann somit z.
B, der Ab stand der letzten vier Dachlatten so bestimmt werden, dass sie in unter sich gleichem, dem Abstand zwischen den übrigen Dachlatten aber verschiedenen Abstand so befestigt werden, dass die letzten vier Dachziegelreihen in An schluss an den First ohne Abschrotten gelegt werden können, @ wobei in der noch zu be deckenden Fläche die Ziegel einander mehr oder weniger übergreifen als auf dem übrigen Dach. Damit wird jedoch eine bessere Be festigung der obersten Reihen Ziegel erreicht und ein mangelhaftes Sitzen derselben und undichte Dachstellen und dergleichen ver mieden.
Das Einführen des Kammes 8 in die Nute d. dient nicht nur der Verbindung nebenein- anderliegender Ziegel, sondern es wird infolge der Anordnung des Kammes längs des äussern Randes des Teils 5 und das Eingreifen des Kammes 8 in die Nute 6 gleichzeitig ein derartiger Abschluss gegen das Eindringen von Russ, Staub und andern Gegenständen durch die zwischen den Ziegeln der gleichen Reihe gebildeten Fugen 13 gebildet, dass ein Verstopfen der durch die Nuten 7 und 9 gebildeten, dem Schweisswasserabzug die nenden Rinne nicht stattfinden kann, während ein Vereisen dieser Rinnen durch in diese eintretende Dachluft vermieden wird'.
Interlocking tiles. In the case of interlocking tiles, the disadvantage that the channels used to drain the weld water are also used to hold the rabbets becomes noticeable in that the channels clog up in a short time and freeze up in the event of frost, so that the weld water is no longer drained through the channels. but gets under the bricks in the roof wood and there means a big clefahr for rot formation.
This risk of putrefaction is increased by the fact that the rabbet tiles fully rest on the roof battens along their entire width and the upper rows of tiles on the bottom with their ends, as a result of which the weld water that forms between the tiles is welded back to the tile head and beyond this, causing putrefaction into the Roof wood penetrates.
The subject of the invention is a folding bricks through which these disadvantages are lifted. The same is distinguished from others by the fact that the brick has a connecting part to be covered on its one long side and a connecting part to be gripped under on its other long side, which connecting parts are equipped with folded parts and each with a groove to form a welding water channel that, at tiles laid next to each other in rows, the interlocking seam parts connecting two adjacent tiles each prevent access to the welding water channel from the outside,
and - that the brick is also provided at its upper and lower support location with means that are used for ventilation. The bricks can expediently carry a transverse rib on their surface towards their upper end, through which a back welding of the welding. water up is prevented.
The subject of the invention is shown in the drawing tion in an embodiment and it shows: Fig. 1 shows a roof section in view with interlocking tiles according to the invention, Fig. 2 and 3 sections along the lines AA or BB of Fig. 1, Fig.4 a Front view, FIG. 5 is a rear view and FIG. 6 is a plan view of the embodiment, and FIG. 7 is a section along the line 0-C of FIG. 5.
The interlocking tile 1 has a nose 2 by means of which it is suspended from the roof tabs 3 carried by the rafters in rows a, b, the lower end of the tiles of the upper row a being the top of the tiles the lower row b overlaps and the bricks of the upper row are offset by half their width to the bricks of the lower row.
The brick 1 has connecting parts 4, 5 on the longitudinal edges of approximately half the thickness of the brick. The right-hand connecting part 4 (Fig. 4, 6) is connected to the underside directed against the roof battens and the connecting part 5 of the outwardly directed upper side of the tile, so that the latter covers the former when the tiles are laid in rows. Part 4 is provided with two grooves 6, 7 and part 5 with a comb 8 and a groove 9.
The comb is arranged along the edge of the part 5 and the groove inside the comb, so that when the parts are placed one on top of the other, the comb 8 comes to rest in the inner groove 6 and thus a connection between two adjacent tiles is established. The groove 9 comes to rest over the groove 7 so that an open channel is formed for the extraction of the sweat water, but through which the roof air can also pass.
To place the tile on the roof batten, its head end is equipped on the underside with longitudinal ribs 10 so that it does not rest with its entire width of the roof batten and the roof air can enter between the tile and the latter. The lower end of the brick 1 is provided with a wide groove 11 on the underside and a transverse rib 12 is attached on its upper side in the vicinity of the head end of the brick.
When covering the roof, the end of the tiles of the upper row of tiles a lying under the groove 11 comes to rest below the transverse rib 12 on the head end of the tiles of the lower row of tiles b and the height of the transverse rib 12 is smaller than the depth of the transverse groove 11, so that the roof air can penetrate not only into the part lying above the transverse rib 12, but also into the part of the transverse groove 11 lying below it.
As a result of the arrangement of the transverse groove 11, any sweat water formed on the underside of the roof tile is also diverted by means of the transverse groove to the next lower tile and, in particular, moisture that has entered the support point of the upper tile on the lower or sweat water formed there is prevented by the transverse groove,
To weld back over the head of the tile and enter the woodwork of the roof there. As a result of the relatively small contact area of the upper brick on the lower one, the possibility of formation of sweat water is already substantially limited and the sweat water can weld back on the surface of the brick at most as far as the transverse rib 12, below which it collects and runs downwards.
But the arrangement of a transverse groove 11 proves to be particularly advantageous when laying the last, upper rows of bricks. As is well known, in the last upper row of bricks it is usually not possible to use whole bricks because the pitch for the battens is never exactly right. Rather, the bricks usually have to be shortened by scrapping, which causes loss of time and work. By now here the bricks are provided on their underside with wide grooves 11, it is made possible the spacing of the battens within certain limits, that is, within a size that is the width of the cross rib 12 is smaller than the width of the groove 11 to change. It can thus z.
B, the distance between the last four roof battens can be determined in such a way that they are fixed at the same distance from each other, but different from the distance between the other roof battens, so that the last four rows of roof tiles can be placed next to the ridge without scrapping, @ where in the area still to be covered, the tiles overlap each other more or less than on the rest of the roof. This, however, a better fastening of the top rows of brick is achieved and poor seating of the same and leaky roof spots and the like avoided ver.
The introduction of the comb 8 into the groove d. serves not only to connect adjacent bricks, but due to the arrangement of the comb along the outer edge of the part 5 and the engagement of the comb 8 in the groove 6, such a seal against the ingress of soot, dust and other objects is achieved the joints 13 formed between the bricks of the same row are formed so that clogging of the channel formed by the grooves 7 and 9, the welding water drainage cannot take place, while these channels are prevented from icing up due to the roof air entering them '.