CH173648A - Verfahren zur Herstellung feuerfester Gegenstände. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung feuerfester Gegenstände.

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CH173648A
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Aktiengesellschaft Rober Bosch
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Bosch Robert Ag
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  Verfahren zur Herstellung feuerfester Gegenstände.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung feuerfester Gegen  stände, insbesondere elektrischer Isolatoren.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung ist  dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein  hochfeuerfester Stoff mit Hilfe eines     Sinte-          rungsmitt:els,    das nach Art     geglühter        Zeolithe     zusammengesetzt ist, gebrannt wird. Das  neue Verfahren ist in bezug auf die Art  der zu verwendenden hochfeuerfesten     Stoffe     nicht beschränkt.

   Von geeigneten hochfeuer  festen Ausgangsstoffen seien nur genannt:  Silikate, wie zum Beispiel     Sillimanit,    Oxyde,  wie zum Beispiel     Korund,        Magnesiumoxyd.     Chromoxyd, und Karbide, wie zum Beispiel       Siliziumkarbid.    Ein feuerfester Gegenstand  gemäss der Erfindung besteht im wesent  lichen aus einem oder mehreren hochfeuer  festen Stoffen.  



  Es ist bekannt, hochfeuerfeste Stoffe  unter Verwendung von sogenannten     Fluss-          mitteln    durch Brennen zu Gegenständen zu       verarbeiten.    Als bekannte     Flussmittel    sind    Alkali- und     Erdalka.lisilikate,    wie zum Bei  spiel Feldspat, oder andere, meist kiesel  säurehaltige Verbindungen, die leicht schmel  zen oder mit andern     Massebestandteilen     leichtschmelzende Verbindungen eingehen, zu  nennen.

   Diese     Flussmittel    haben im all  gemeinen einen äusserst ungünstigen Einfluss  auf die Eigenschaften des mit ihrer Hilfe       gebrannten,Gegenstandes    in bezug auf Feuer  festigkeit,     Temperaturwechselbeständigkeit,     Isolierfähigkeit bei hohen     Temperaturen    und  anderes mehr.  



  Um diesen Nachteilen zu begegnen, hat  man vorgeschlagen, auf jedes     Flussmittel    zu  verzichten und hochfeuerfeste Stoffe, wie  zum Beispiel     gorund,    lediglich durch die  Einwirkung von Wärme zu sintern und so  zu Körpern von bestimmter Form zu ver  arbeiten. Die zu solcher     Sinterung    erforder  lichen Temperaturen liegen jedoch sehr hoch,  die Verformung der Massen ist schwierig, das  Verfahren daher     wirtschaftlich    und technisch  unbefriedigend.

        Demgegenüber lassen sich gemäss der Er  findung in wirtschaftlich und technisch be  friedigender Weise     feuerfeste    Gegenstände  dadurch herstellen, dass mindestens ein hoch  feuerfester Stoff mit Hilfe eines     Sinterungs      mittels, das nach Art geglühter     Zeolithe    zu  sammengesetzt ist, gebrannt     wird.    Durch  dieses Verfahren werden die Nachteile ver  mieden, die den     mittelst    den bekannten     Fluss-          mitteln    hergestellten     Gegenständen    anhaften.  



  Das neue Verfahren kann dadurch aus  geführt werden,     dass    mindestens ein hoch  feuerfester Stoff mit mindestens einem natür  lichen     Zeolith    oder künstlich hergestellten       Permutit    aufbereitet, alsdann verformt und  gebrannt wird. .  



  Ferner kann der hochfeuerfeste Stoff  auch mit solchen Gemischen     aufbereitet    wer  den, die während des     Brennvorganges    ein       Sinterungsmittel,    das nach Art geglühter       Zeolithe    zusammengesetzt ist, bilden. Ge  gebenenfalls kann auch ein Gemisch von  Stoffen     zugegeben    werden, das während des  Brennvorganges mit einem Teil des hoch  feuerfesten Stoffes     unter    Bildung eines     zeo-          lithischen        Sinterungsmittels    reagiert.  



  Es ist oft von Vorteil, die     Zeolithe    oder       Permutite    zu glühen, bevor sie mit dem  hochfeuerfesten Stoff vermischt werden, so  dass die hochfeuerfesten Stoffe mit     geglüh-          ten        Zeolithen    oder     Permutiten    aufbereitet,  alsdann in üblicher Weise verformt und ge  brannt werden. Die gleiche Wirkung wird  erzielt, wenn die hochfeuerfesten Stoffe mit  einem Produkt von der Zusammensetzung  eines geglühten     Zeolithen,    das aus einem     @Ge-          misch,    von. Stoffen durch Glühen gewonnen  worden ist,     aufbereitet,    verformt und ge  brannt werden.

    



  Von     besonderem        Vorteil    für Erzeugnisse,  bei denen es auf     Temperaturwechselbestän-          digkeit,    mechanische Festigkeit und     Isolier-          fähigkeit    bei hohen Temperaturen ankommt.

    hat sich     erwiesen,        Korund    als hochfeuer  festen Stoff zu nehmen und mit Hilfe  eines     zeolithischen        Sinterungsmittels,    bei dem  der Anteil an austauschbaren     Alkalioxyden       durch     Erdalkalioxyde,    vorzugsweise     Magne-          siumoxyd,    und gegebenenfalls ein Teil der  Kieselsäure durch     Titanoxyd    ersetzt ist, zu  feuerfesten Gegenständen zu brennen.  



  Bei allen genannten Ausführungsformen  des Verfahrens gemäss der Erfindung hat  sich ein -Zusatz von bis 20     Gewichtsteilen     des     zeolithischen        Sinterungsmittels    auf 80       Gewichtsteile    mindestens eines hochfeuer  festen Stoffes als besonders geeignet gezeigt.  



  Wenn man     Korund    als hochfeuerfesten  Stoff wählt, ergibt sich als günstigstes Ge  wichtsverhältnis der Bestandteile 20 bis  Teile     zeolithisches        Sinterungsmittel    auf 80  bis 97 Teile     Korund.     



  Die hervorragende     Wirkung    der     Sinte-          rungsmittel,    die nach Art geglühter     Zeolithe     zusammengesetzt sind, beruht wahrscheinlich  auf der grossen     Reaktionsfähigkeit    der       Zeolithe    und     Permutite,    die auch im ver  glühten Zustand die Austauschbarkeit der  Basen (Alkali- und     Erdalkalioxyde)    bei  behalten. Die     zeolithischen        Sinterungsmittel     wirken während des     Brennvorganges    sehr  intensiv auf die Kristallflächen des feuer  festen Stoffes ein.

   Diese werden     aufgerauht     und die einzelnen Kristalle des hochfeuer  festen Stoffes durch die erstarrende Masse  des     Sinterungsmittels    miteinander     verkittet.     Die erstarrte Masse des     zeolithischen        Sinte-          rungsmittels    stellt keinen störenden Be  standteil im fertigen Erzeugnis dar. Viel  mehr haben Gegenstände gemäss der Erfin  dung annähernd die gleichen vorzüglichen       Eigenschaften,    wie die hochfeuerfesten Stoffe  selbst, und sind sogar Gegenständen aus rei  nen, gesinterten     hoehfeuerfesten    Stoffen in  mancher Hinsicht überlegen.  



  Die nach den Verfahren gemäss der Er  findung hergestellten Gegenstände     gestatten     auf Grund ihrer     physikalischen,    chemischen  und mechanischen Eigenschaften eine äusserst       vielseitige    und nach vielen     Richtungen    hin       vorteilhafte    Anwendung. Sie finden vorzugs  weise zu elektrischen     Isolatoren    aller Art  Verwendung, die     vorwiegend    aus     Korund     bestehenden Verfahrenserzeugnisse insbeson  dere zu     Zündkerzenisolatoren.         Das neue Verfahren ist leicht durchführ  bar.

   Da alle andern Massnahmen sich von  den üblichen nicht unterscheiden, erscheint       l(-diglich    die Gewinnung des     zeolithischen          Sinterung        smittels    erwähnenswert, die au  zwei Ausführungsbeispielen erläutert sei.  



  1. Künstliche     Permutite    werden her  gestellt aus Gemischen, die nach Art und  Menge der Einzelbestandteile so zusammen  gesetzt sind,     da.ss    das gebrannte Gemisch  durch Behandlung mit Wasser in     Permutit     übergeführt wird, also in eine Verbindung       zc:

  olithischer        Zusammensetzung    vom Typus  x     Mol        Si02        #1        Mol        A1203        #1        Mol        Na20#y        Mol        H20     In dieser Formel bedeutet x eine     beliebige     ganze Zahl, während y eine beliebige Zahl.  die nicht notwendig eine ganze sein muss,  darstellt.

   Dabei kann die Kieselsäure     (SiOj     durch äquivalente Mengen     Titanoxyd        (Ti02)     und     Natriumoxyd        (Na20)    durch äquivalente  Mengen irgendeines Alkali- oder     Erdalkali-          oxyds    .ersetzt werden.  



  Um zu einem     Permutit    zu gelangen, stellt  man zuerst ein Gemisch her, das nach dem  Brennen der obigen Formel, unter Ausschluss       des    Wassers, entspricht, schmilzt das Ge  nfisch, zerkleinert das aus der Schmelze er  starrte Glas und behandelt es mit Wasser.  Dabei entsteht unter Aufnahme von Wasser  ein     Permutit.    Der so hergestellte     Permutit     kann direkt als Bindemittel verwendet wer  den. Vorzugsweise wird der     Permutit    vor  der Verwendung gelinde     calciniert.    Der oder  die hochfeuerfesten Stoffe werden alsdann  mit dem     geglühten        Permutit    aufbereitet, ver  formt und gebrannt.  



  Einen günstigen Versatz für die Herstel  lung feuerfester Gegenstände gemäss der Er  findung stellt die Kombination     Korund    und  ein nach den     eben    angegebenen Regeln herzu  stellender     Calciumpermutit    dar, und zwar  mit den Gewichtsanteilen  92 %     Korund     8 %     Calciumpermutit.     



  2. Es werden Gemische hergestellt, die  nach Art und Menge der Einzelbestandteile    so zusammengesetzt sind, dass sie während  des Brennvorganges eine Zusammensetzung  nach Art geglühter     Zeolithe    annehmen. Wie  diese Gemische beschaffen sein müssen, er  gibt sieh ohne weiteres aus der bei Beispiel 1  erwähnten Formel. Mit Hilfe eines solchen  Gemisches wird der hochfeuerfeste Stoff auf  bereitet, verformt und gebrannt.  



  Ein vorteilhaft anzuwendendes Gemisch  dieser Art besteht beispielsweise aus    5,0 Gewichtsteilen     Calciumaluminatglas,     geschmolzen aus 62,00 Gewichtsteilen  Kreide und 38,00 Gewichtsteilen A120:  2,2 Gewichtsteilen     Lithiumkarbonat     7,8     Gewichtsteilen        Zettlitzer    Kaolin  15,0 Gewichtsteile.  



  Diese 15     Gewichtsteile    Gemisch werden  zusammen mit 85 Gewichtsteilen     Korund    zu  einem feuerfesten Gegenstand gebrannt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung feuerfester Gegenstände, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein hochfeuerfester Stoff mit Hilfe eines Sinterungsmittels, das nach Art geglühter Zeolithe zusammengesetzt ist, ge brannt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mindestens ein hochfeuerfester Stoff mit mindestens einem Zeolith aufbereitet, alsdann ver formt und gebrannt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mindestens ein hochfeuerfester Stoff mit mindestens einem Permutit aufbereitet, alsdann ver formt und gebrannt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mindestens ein hochfeuerfester Stoff mit einem Ge misch von Stoffen, das während des Brennvorganges ein zeolithisches Sinte- rungsmittel bildet, aufbereitet, alsdann verformt und gebrannt wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mindestens ein hochfeuerfester Stoff mit einem Ge- miseb. von Stoffen, das während des Brennvorganges mit einem Teil des hochfeuerfesten Stoffes unter Bildung eines zeolithischen Sinterungsmittels rea giert, aufbereitet, alsdann verformt und gebrannt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mindestens ein hochfeuerfester Stoff mit mindestens einem geglühten Zeolith aufbereitet, als dann verformt und gebrannt wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mindestens ein hochfeuerfester Stoff mit mindestens einem. geglühten Permutit aufbereitet, alsdann. verformt und gebrannt wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mindestens ein hochfeuerfester Stoff mit einem Pro dukt von der Zusammensetzung eines geglühten Zeolithen, das aus einem Ge misch von Stoffen durch Glühen ge wonnen ist, aufbereitet, alsdann verformt und gebrannt wird. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Korund mit Hilfe eines zeolithischen Sinterungs- mittels, bei dem der Anteil an aus tauschbaren Alkaliogyden durch Erd- alkaliogyde ersetzt ist, gebrannt wird. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeich net, dass Korund mit Hilfe eines zeoli- thischen Sinterungsmittels, bei dem ein Teil der Kieselsäure durch Titanogyd ersetzt ist, gebrannt wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass 80 Gewichts teile mindestens eines hochfeuerfesten Stoffes mit Hilfe von bis zu 20 Ge wichtsteilen des zeolithischen Sinterungs- mittels gebrannt werden. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeich net, dass 80 bis 97 Gewichtsteile Korund mit Hilfe von 20 bis 3 Gewichtsteilen des zeolithischen Sinterungsmittels ge brannt werden. 1.2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 8 und 9, dadurch ge kennzeichnet, dass 80 bis 97 Gewichts teile Korund mit Hilfe von 20 bis 3 Ge wichtsteilen des zeolithischen Sinterungs- mittelst gebrannt werden. PATENTANSPRUCH II: Nach dem Verfahren gemäss Patent anspruch I hergestellter feuerfester Gegen stand. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 13.
    Feuerfester Gegenstand gemäss Patent anspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er ein elektrischer Isolator ist. 14. Feuerfester Gegenstand gemäss Patent anspruch II und Unteranspruch 13, da durch gekennzeichnet, dass er ein Zünd kerzenisolator ist.
CH173648D 1932-11-10 1933-10-13 Verfahren zur Herstellung feuerfester Gegenstände. CH173648A (de)

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