Verfahren zur Einführung von flüssigem Brennstoff in Feuerstätten, bei welchen im Feuerraum Atmosphärendruck oder ein von demselben nur wenig verschiedener Druck herrscht und Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens. Bei Feuerungen für flüssigen Brennstoff, bei denen im Feuerraum Atmosphärendruck oder ein von demselben nur wenig verschie dener Druck herrscht, hat man bisher .den Brennstoff kontinuierlich durch dazu geeig nete Düsen eingeführt.
Die Zerstäubung des Brennstoffes und seine Mischung mit der erforderlichen Ver brennungsluft geschieht im allgemeinen da durch, @dass dem Brennstoff eine gewisse Ge schwindigkeit oder eine rotierende Bewegung mittelst eines sogenannten Zentrifugalzer- stäubers oder mittelst Druckluft, Dampf oder in sonstiger Weise erteilt wird, wodurch der Brennstoff vor der Verbrennung mit der Luft gut gemischt wird.
Bei einer solchen kontinuierlichen Brenn- stoffzuführung hat es sich indessen als schwierig erwiesen, eine befriedigende Ver brennung von geringen Brennstoffmengen pro Zeiteinheit zu erreichen. Geringere Men gen als zum Beispiel zirka 5 kg 01 pro Stunde können nicht mit Sicherheit in einer zuverlässigen und regelmässigen Weise ver brannt werden, obwohl bei kleineren Heiz anlagen, zum Beispiel Zentralheizungen für Villengebäude und kleinere Wohnhäuser, bisweilen bloss eine Verbrennung von zum Beispiel 1 bis 2 kg i01 pro Stunde erforder lich ist.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Einführung von flüssigem Brennstoff in Feuerstätten, bei welchen im Feuerraum Atmosphärendruck oder ein von demselben nur wenig verschiedener Druck herrscht und eine Einrichtung zur Durch führung dieses Verfahrens und bezweckt, eine befriedigende Verbrennung auch von sehr geringen Brennstoffmengen pro Zeit einheit zu ermöglichen. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass der Brennstoff in feinverteiltem Zustand in den Verbren nungsraum derart eingeführt wird, dass die Menge des eingeführten Brennstoffes unauf- hörlich schwankt. Das Verfahren kann dabei gegebenenfalls so durchgeführt werden, dass die eingespritzte Brennstoffmenge bis Null schwankt.
Handelt es sich um Verbrennung von grösseren Brennstoffmengen, so hat es sich herausgestellt, dass dieses Verfahren auch gewisse Vorteile besitzt, wenn man bei inter- mittierender oder pulsierender Brennstoffein führung einen kleineren Verbrennungsraum wie sonst üblich verwendet, ohne dass dadurch die Feuerungsökonomie verschlechtert wird. Ausser dem Vorteil einer vollständigen Ver brennung wird auch der ökonomisch wich tige Vorteil erreicht, dass der Brennstoffver brauch mit grosser Genauigkeit je nach dem Bedarf durch Regulierung der Brennstoff zuführung abgepasst werden kann, zum Bei spiel durch Veränderung des Pumpenhubes, wenn eine Pumpe für die Einführung be nutzt wird.
Es ist aber nicht notwendig, dass die Brennstoffeinführung mittelst Kolbenpum pen stattfindet. Der Brennstoff kann zum Beispiel unter konstantem Druck mittelst Zentrifugalpumpe oder aus einem Brennstoff behälter unter Druck eingeführt werden.
Dabei muss aber die Brennstoffeinführungs- leitung mit einer Abschliessvorrichtitng ver sehen sein, die zum Beispiel automatisch in gewünschten Zeitabständen geöffnet oder ge schlossen bezw. gedrosselt wird, so dass eine intermittierende oder pulsierende Brennstoff einspritzung stattfindet.
Zur Einspritzung des Brennstoffes kann eine Brennstoffdüse verwendet werden, die so ausgeführt sein soll, dass sie dem Brenn stoff eine weitgehende Feinverstellung beim Einspritzen in den Feuerungsraum erteilt. Um die Feinverteilung mehr oder weniger kräftig zu machen, kann die Düse regulier bar sein, zum Beispiel mittelst einer in der selben verschraubbar angeordneten Spindel, welche als ein Zerstreuungskörper ausgebil det oder mit einem solchen verbunden ist.
Die erforderliche Verbrennungsluft kann mit Hilfe einer Luftpumpe unter geringem Überdruck zugeführt werden, doch kann die erforderliche Luftmenge in den Feuerraum lediglich auch mittelst natürlichen Zuges ein geführt werden. Die mit der intermittieren- den oder pulsierenden Brennstoffzuführung verbundenen Vorteile machen sich bei einer solchen Zuführung der Verbrennungsluft auch geltend.
Die Einrichtung zur Durchführung des beanspruchten Verfahrens kann natürlich an einer Feuerungsanlage mit bekannten auto matischen Vorrichtungen zur Zündung un & Löschung vorgesehen sein, welche unter Kon trolle eines oder mehrerer Thermostaten stehen, die von dem Druck oder der Tempe ratur des Kessels oder der Temperatur im Feuerraum usw. betätigt werden, und selbst verständlich kann das beanspruchte Verfah ren an einer solchen Feuerungsanlage durch geführt werden.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Einrichtung zur Ausführung des beanspruchten Verfahrens veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 das selbe von der Seite gesehen, teilweise im Schnitt, und Fig. 2 dasselbe von hinten ge sehen.
Die Einrichtung besitzt eine Luftpumpe 1. einen elektrischen Motor 2 und eine Brenn stoffpumpe 3, welche Teile zu einem ge meinsamen Aggregat zusammengebaut sind, das von dem Stativ 4 getragen wird.
5 ist die von einem Brennstoffbehälter kommende Saugleitung der Brennstoffpumpe, 6 ist die Druckleitung, deren vorderes Ende eine Düse 7 trägt, die in einen von der Luft pumpe 1 in den Feuerungsraum .8 führenden Ablaufkanal 9 einmündet. .Sowohl die Pumpe 3, als auch die Luftpumpe 1 werden von dem elektrischen Motor 2 getrieben.
Zwecks Regulierung der von der als Kolbenpumpe ausgebildeten Brennstoffpumpe intermittie- rend oder pulsierend eingespritzten Brenn- stoffmenge wird die Kolbenstange 16 des Pumpenkolbens von dem Motor unter Ver mittlung eines Exzenters 10 und eines Armes 11 betätigt. Der Arm 11 ist zwischen dem Exzenter und der Kolbenstange angeordnet. Sein eines Ende ist an einem verschiebbar angeordneten Teil 14 drehbar gelagert, so dass der Arm 11 in seiner Längsrichtung ver schiebbar angeordnet ist.
Das Ganze kann derart ausgebildet sein, dass der Arm 11 von Hand oder unter Vermittlung eines Ther mostates eingestellt wird. Der Exzenter ist in bezug auf den Pumpenkolben und den Drehpunkt des Armes 11 so angeordnet, dass der Arm auf den Pumpenkolben als einfacher Hebelarm wirkt, wobei jedoch die wirksame Armlänge und damit die Länge des Pumpen kolbenhubes vermehrt oder vermindert wird, durch Verschiebung des Armes nach oben bezw. nach unten. Der Arm ist auf dem Zapfen 19 drehbar gelagert, welcher in dem in der Führung 13 verschiebbaren Teil 14 befestigt ist. Das obere Ende des Teils 14 kann zum Beispiel mit einem Kessel thermostat unter Vermittlung einer Kette 15 oder dergleichen verbunden sein. Die Brenn stoffpumpe selbst kann im übrigen in jeder geeigneten Weise ausgeführt sein.
Bei der dargestellten Brennstoffpumpe wird der Saughub mittelst einer auf den Kolben wir kenden Feder durchgeführt.
Bei Regulierung der Brennstoffzuführung soll auch eine Regulierung der Verbrennungs luft stattfinden. Zu diesem Zweck ist bei der auf der Zeichnung veranschaulichten Ein richtung die Einsaugeöffnung der Luft pumpe mittelst einer drehbaren Deckelklappe 18 von an sich bekannter Art gedeckt. Steht der Arm 11 unter der Kontrolle eines Ther mostaten, ist es zweckmässig, das Ganze der art auszubilden, dass auch die Einstellung der Deckelklappe 18 durch diesen oder einen andern Thermostaten unter Vermittlung eines Übertragungssystems 19 bewirkt wird.
Wie durchgeführte Versuche gezeigt haben, darf der Höchstdruck des Brennstoffes in der Druckleitung nicht unter 2 Atm. sin ken. Doch ist vorzuziehen, dass der Höchst druck zwischen 4 und 10 Atm. liegt.