Verfahren und Vorrichtung zur direkten Herstellung von Blechen, Bändern, Profilstäben, Brammen und Knüppeln aus flüssigem Mietall. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur direkten Herstel lung von Blechen, Bändern, Profilstäben, Brammen und Knüppeln aus flüssigem lle- ta.ll mittelst liegend angeordneter, gekühlter Walzen.
Gemäss der Erfindung wird der Erstar- rungsgrad des flüssigen Aletalles zwischen den Walzen derart geregelt, dass sich ober halb des Walzenspaltes an der Oberfläche der mit dem flüssigen Metall in Berührung kommenden Walzen eine erstarrende Schale bildet, deren Dicke im Drehsinne der Wal zen zunimmt.
Der Erstarrungsgrad kann so geregelt werden, dass im Walzenspalt bezw. kurz vor dem Walzenspalt jede der beiden Schalen stärker ist als die halbe Breite des Spaltes. Dann wird das Produkt im @Valzenspalt ge- presst und verdichtet, und die beiden Scha len vereinigen sich innig miteinander und verschweissen sich.
Will man mit der Um laufgeschwindigkeit der Walzen nicht unter ein gewisses lllass heruntergehen, so kann man den Weg von der Berührungsstelle zwi schen Walzenoberfläche und flüssigem 1VTe- tall bis zum Walzenspalt und damit die Grösse der Berührungsfläche und so die Zeitdauer der Berührung vergrössern.
Dieses erreicht man zum Beispiel in einfacher Weise durch entsprechende Wahl des -NValzendurchmes- sers. Wenn die beiden Schalen nicht so dick sind, dass sie den Walzenspalt genügend aus füllen, sei es wegen zu hoher Temperatur des zugeführten flüssigen 2letalles, oder weil die Umlaufgeschwindigkeit der Walzen zu gross ist, bezw. die Zeitdauer der Berüh rung zwischen Walzenoberfläche und flüssi gem Aletall zu gering ist, oder wenn die Kühlung der Walzen nicht genügend ist, kann eine Verbindung nicht eintreten.
An derseits kann, wenn die Temperatur des zu geführten Metalles zu gering ist, oder wenn - beispielsweise bei einer zu geringen Um fangsgeschwindigkeit der Walzen - die Zeitdauer der Berührung zwischen Walzen oberfläche und dem flüssigen lIetall zu gross oder die Kühlung zu stark ist, eine zu weit gehende Erstarrung des Metalles oberhalb des Spaltes eintreten, so dass es gewisser massen nach oben zurückgedrängt wird.
Die auf der Walzenoberfläche gebildete Schale läuft dann. nicht mit der gleichen Geschwin digkeit dem Walzenspalt zu und durch die sen hindurch, wie die Oberfläche der Walze selbst, und es bilden sich auf derjenigen Flä che der Schale, die auf den Walzen aufliegt, Falten und andere Unregelmässigkeiten.
Damit die im -Metallbad liegende Ober fläche der sich bildenden Schale möglichst glatt und gleichförmig bleibt, so dass die Flächen, die im Walzenspalt zusammen schweissen sollen, verhältnismässig glatt sind und sich einwandfrei miteinander verbinden, ist es zweckmässig, dass beim Eingiessen von flüssigem Metall in das Bad die Bildung von Strudeln vermieden wird, die eine un regelmässiger Bildung der Schalen zur Folge haben.
Man kann zu diesem Zwecke das flüssige Metall in einem ruhigen Strom etwa in der Mitte des über den Walzenspalt an gestauten Bades und möglichst dicht über seiner Oberfläche zuführen, so dass das in das Bad eintretende flüssige Metall nicht mit den sich bildenden Schalen in Beriihrung kommen kann. Man kann auch das 'Metall durch einen Trichter in das Bad eingiessen, der in das Metallbad eintaucht, so dass der Metallstrom unterhalb der Oberfläche des Bades in dieses eintritt. Zwischen dem Trich ter und jeder der Walzenoberflächen muss selbstverständlich ein genügend breiter Spalt bleiben, um die Bildung der Schalen in der erforderlichen Dicke zu ermöglichen.
Die Kühlung der Walzen braucht nicht über die ganze Länge der Walzen gleich förmig zu erfolgen. So können zum Beispiel die mittleren Teile der Walzen stärker als die Randteile gekiihlt werden, weil die Rand teile der Walzen ja an sich durch die kühle Aussenluft schon gekühlt werden. Ähnliches gilt auch für den Erstarrungs- grad des 14letalles, der so geregelt. werden kann, dass die Temperatur der an sich einer schnelleren Abkühlung ausgesetzten Quer- schnittsteile, z. B. der Ränder des zu bilden den Streifens, grösser ist als die Temperatur der mittleren Teile.
Man kann ferner auch die Zuführung des flüssigen Metalles an der. Rändern der Walzen stärker bemessen als in der Mitte oder auch den Querschnitt an den Rändern grösser wählen. Ferner kann bei Metallen oder Legierungen, die Umwand lungspunkte haben, das heisst die bei ver schiedenen Temperaturen ein verschiedenes Gefüge annehmen, der Erstarrungsgrad so geregelt werden, dass die Temperatur der Oberfläche des an der engsten Stelle des Walzenspaltes eintretenden Metalles teil weise oder ganz unterhalb einer LTm@@and- lungstemperatur, z.
B. Härtungstemperatur, liegt. Man kann dann die Kühlung nur so weit führen, dass die Härtung nur an den beiden Oberflächen des gebildeten Streifens erfolgt, in der Mitte aber eine relativ weiche Mittelschicht bleibt, wobei auch wieder der Erstarrungsgrad so geregelt werden kann. dass die der heissen Mittelschicht innewoh nende Wärme hinreicht, um nach Austrag des Gutes aus dem Walzenspalt die kälteren Oberflächenschichten auf Anlasstemperatur zu erwärmen. Wenn man Gut erzeugen will, das auf beiden der Pressung ausgesetz ten Seiten verschiedene Härtegrade hat, so kann man die beiden Walzen mit verschie dener Intensität kühlen.
In den Zeichnungen sind eine Reihe von Ausführungsformen von Einrichtungen, die zur Ausführung des Verfahrens geeignet sind, beispielsweise dargestellt.
Fig. 1 und 2 zeigen in einem Querschnitt durch zwei Walzen schematisch die Bildung der zu einem Körper vereinigten Schalen, und zwar gemäss Fig. 1 ohne, gemäss Fig. \? mit Verwendung eines Trichters zum Ein giessen des Metalles, Fig. 3 eine Seitenansicht einer Vorrich tung zur Ausführung des Verfahrens, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 3, Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 4,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie 6-6 der Fig. 3 in grösserem Massstabe, und zwar in einer Ausführungsform entsprechend dem Schema nach Fig. 2, Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie 7-7 der Fig. 6, Fig. 8 einen Schnitt nach der Linie 8-8 der Fig. 6, Fig. 9 ein anderes Detail zum Teil im Schnitt; Fig. <B>10</B> zeigt eine Kühleinrichtung für die Walzen, Fig. 11 eine Steuerung für die Walzen;
Fig. 12 zeigt in einer Einzelheit eine an dere Bauart des Walzenantriebes, Fig. 13 Walzen zum Walzen von Win keleisen, Fig. 14 solche zum Walzen von U-Eisen, Fig. 15 solche zum Walzen von Doppel- T-Eisen;
Fig. 16 zeigt eine Kühleinrichtung zu dem Zwecke, die Walzen an verschiedenen Stellen verschieden zu kühlen, Fig. 17 eine Anzeigevorrichtung zur Be stimmung der für die Walzen notwendigen Zugkraft, Fig. 18 schematisch einen Motor zur selbsttätigen Änderung der Walzengeschwin digkeit entsprechend der erforderlichen Zug kraft, Fig. 19 ein Schema zur Erreichung des selben Resultates; Fig. 20 zeigt eine Vorrichtung mit Mit teln zur Weiterbehandlung des geformten Gutes.
Bei dem in Fig. 1 schematisch veran schaulichten Verfahren ist angenommen, dass die Walzenumlaufgeschwindigkeit bezw. die Grösse der vom flüssigen Metall berührten Walzenoberfläche und der Grad der Wal zenkühlung so eingestellt sind, dass auf den Walzen 2, 3 Schalen 23 gebildet sind, die vom Berührungspunkt x des Flüssigkeits bades 14 mit der Oberfläche der Walzen 2. 3 durch Erstarrung allmählich an Stärke zunehmen bis zu dem Punkte y der Vereini gung beider Schalen, der je nachdem, ob nur eine Formgebung oder eine Pressung des Gutes erfolgen soll, mehr oder weniger dicht über dem Walzenspalt liegt.
Das flüssige Metall wird durch den Zulauf 13 in ruhigem Strom etwa in der Mitte über dem Walzen spalt aufgegeben und bildet in dem Raum 12 das Flüssigkeitsbad 14.
In Fig. 2 ist in das flüssige Bad 14 ein Trichter 13' eingeführt, dessen unterer Aus lauf 13" im Bad selbst liegt, ziemlich dicht über dem Punkt y, wo die Schalen 23 sich vereinigen. Zwischen den Seitenwänden des Trichters 13' und den Walzen 2, 3 muss ge nügend Platz sein, damit die Schalen 23 sich bilden können. Das bei 13" austretende Metall steigt zwischen den Trichterwänden 13' und den Walzen 2, 3 hoch und erstarrt an den Walzenoberflächen.
Die Höhe des Spiegels des Bades 14 kann durch einen Überlauf geregelt werden und damit auch gleichzeitig die Länge des Berührungsbogens zwischen flüssigem Metall und Walzenober- fläehen.
In Fig. 20 ist eine Vorrichtung zum For men und zur weiteren Behandlung des Me tallstabes dargestellt.
Die Vorrichtung besitzt zwei liegend an geordnete Walzen 2 und 3. Die Walzen 2, werden zum Beispiel durch Wasser gekühlt, das durch Offnungen in Querleitungen 4 gegen die Walzenumflächen geleitet wird. Diese Leitungen 4 erhalten das Wasser durch Leitungen 5 mit Ventilen 6. Die Walzen können auch hohl sein und von innen ge kühlt werden, wobei man an den der Be rührungsfläche des flüssigen Metalles gegen überliegenden Innenwandungen die Walzen stärker kühlen kann. Die Walzen werden durch Motor 7 angetrieben mittelst einer Kraftübertragung, die durch die punktierten Linien 8 angedeutet ist.
Ein Wechselgetriebe zur Änderung der Geschwindigkeit der Walzen 2, 3 kann an gewendet werden. Es kann zum Beispiel ein Motor mit veränderlicher Geschwindigkeit gewählt werden oder in die Übertragung 8 ein Wechselgetriebe 9 eingeschaltet werden. Die Enden der Walze 2 werden durch Flan schen 10 begrenzt, um oberhalb des Walzen spaltes 11 einen Raum 12 zur Bildung eines Bades 14 des geschmolzenen Metalles zu schaffen, das aus einem Behälter 13 zu geführt wird. An Stelle der mit den Wal zen 2 verbundenen Flanschen 10 kann man auch seitlich feststehende Abdeckwände an ordnen.
Da die Walzen 2, 3 eine Temperatur un terhalb der Schmelztemperatur des zugeführ ten Metalles haben, erstarrt das Metall an ihrer Oberfläche von x bis y (Fig. 1, 2) in Schalenform. Diese Schalen werden mittelst der Walzen 2, 3 in den Spalt 11 eingeführt und treten je nach dem Profil der Walzen als entsprechend geformter, fortlaufender Körper aus, beispielsweise als Band S.
Das Band S kann natürlich in beliebiger Weise weiter verwendet bezw. weiter bear beitet werden, wie dieses in Fig. 20 veran schaulicht ist. Der Streifen wird nach Ver lassen des Walzenspaltes durch eine Kam mer 15 geführt, in welcher eine reduzierende Atmosphäre aufrechterhalten wird, um die Bildung von Oxyd auf den Oberflächen des Streifens zu verhindern; dann wird der Streifen durch ein Walzwerk 16 geleitet, um die Dicke zu vermindern und den Streifen auf Profil zu walzen, seine Eigenschaften zu verändern oder zu irgend einem andern Zweck. Durch das Walzwerk 16 wird jede Spur von Oberflächenrissen, die in dem Streifen beim Verlassen der Walzen 2, 3 entstanden sein könnten, beseitigt.
Aus dem Walzwerk 16 wird der Streifen in einem Ofen 17 einer Warmbehandlung unterwor fen, dann durch ein Beizgefäss 18 geführt, das Säure oder eine andere Lösung enthält, um etwaiges Oxyd von den Oberflächen des Streifens zu entfernen, weiter durch ein Waschgefäss 19, um die im Behälter 18 auf genommene Säure vom Streifen abzuspülen. Hierauf läuft der Streifen durch Glättwal zen 20, um etwaige Unregelmässigkeiten zu ebnen, worauf er durch eine Schere 21 in Längen geschnitten und einer Presse 22 zu geführt wird, um hier in die gewünschte Form gebracht zu werden.
Die Arbeitsvorgänge können auch andere sein, bezv-. auch in anderer Reihenfolge als dargestellt aufeinanderfolgen. Die Eigen schaften des Streifens S hängen im wesent lichen von dem Grade der Erstarrung an den Walzen 2 und 3 und der Breite des Spaltes 11 ab.
Die Regelung des Erstarrungsgrades kann durch Regelung der Umlaufgeschwin digkeit der Walzen oder durch Regelung der Grösse des Berührungsbogens des Metalles mit den Walzen erfolgen. Die Geschwindig- keit der Walzen 2, 3 kann durch Regelung der Geschwindigkeit des Motors 7 oder des Wechselgetriebes 9 geändert werden (Fig. 20). Die Grösse der Berührungsbogen x, y (Fig. 1) des Metalles mit den Walzen 2, 3 kann geändert werden durch Änderung der Tiefe des Bades 14.
Anderseits kann die Temperatur der Walzen geregelt werden, indem ihre Kühlung geändert wird, z. B. durch Einstellen der Ventile 6, welche die Menge der durch die Leitungen 4 zugeführ ten Flüssigkeiten regeln, oder durch Ände rung der Temperatur der Kühlflüssigkeit selbst, wie zum Beispiel durch Mischen von Dampf und Wasser in wechselndem Ver hältnis.
Es hat sich ergeben, dass für eine ge gebene Walzenanordnung und für ein ge gebenes Metall, sowie eine gegebene Breite des Walzenspaltes die für den Antrieb der Walzen erforderliche Kraft mit der Zu nahme des Erstarrungsgrades des Metalles wächst, so dass die zum Antrieb der Walzen erforderliche Kraft ein Massstab für den Er starrungsgrad des Metalles bilden kann, und dass bei einer konstanten Antriebskraft der Walzen die Erstarrung des Metalles in kon stantem Grade erfolgt.
Bei der in den Fig. 3 bis 11 dargestellten Vorrichtung ruht in den Ständern 26 ein Lagerpaar 27 (Fig. 4), das eine Welle 28 trägt, auf welcher eine Walze 29 (Fig. 6) gelagert ist. In den Ständern 26 ist ferner ein Lager paar 30 angeordnet, welches eine Welle 31 für eine Walze 32 (Fig. 6) trägt; das Lager paar 30 ist in den Ständern ?6 verschiebbar gelagert, so dass es gegen das Lagerpaar 27 eingestellt werden kann und dadurch eine Einstellung der Welle 31 samt der Walze 32 gegenüber der Welle 28 samt Walze 29 er folgen kann, um den Abstand zwischen den Walzen 29 und 32 und die Breite des Spal tes 33 zu bestimmen.
Die Verschiebung jedes Lagers 30 wird zum Beispiel durch eine Spindel 34 nebst Mutter 35 (Fig. 7), die in dem Ständer 26 gelagert ist., bewirkt; jede Spindel 34 trägt an ihrem innern Ende einen Drehring 36, der die Schraube mit ihrem Lager 30 verbin det, und an dem äussersten Ende einen Zeiger 37 (Fig. 3) für ein Zifferblatt auf dem Ständer 26, uin stets die Stellung des ent sprechenden Lagers 30 anzuzeigen.
Zwischen jedem Lager 27 und dem zu gehörigen Lager 30 befindet sich eine Schraubenfeder 39 (Fig. 7), die die Lager 27 und 30 nebst Wellen 28, 31 und Walzen 29, 32 in Abstand voneinander hält vor der Ein- führung des Metalles zwischen die Walzen 29, 3?.
Die Welle 28 wird von dem Elektro inotor 40 (Fig. 3) durch ein am Gestell 41 gelagertes Zahnrad 42 angetrieben, das finit einem Zahnrad 43 auf der Welle 28 kämmt; die Welle 31 wird von der Welle 28 mittelst der Zahnräder 44 und 45 (Fig. 7), die auf den Wellen 28 bezw. 31 gelagert sind, an getrieben. Die verlängerten Zähne der Ri- der 44, 45 bleiben in Eingriff für alle Ab stände der Walzen 29 und 32.
Die Walze 32 ist mit Flanschen 46 Fig. 7) versehen, die an der Walze durch Bolzen 47 befestigt sind und mit den Wal zen ?9 und 32 den Raum 48 (Fig. 6) für das Metallbad 49 bildet.
Die Dicke jeder Walze sollte nicht gerin ger sein als das Doppelte der Höchstdicke des zu walzenden Streifens beträgt. Die Flanschen 46 können aus einem weicheren MVerlzstoff gemacht werden als die Walze 29. Um eine gleichmässige Stärke des Strei fens zu sichern, ist es zweckmässig, beide Walzen ?9 und 32, oder eine, konkav zu gestalten (Fig. <B>7).</B>
Bei dieser Vorrichtung wird das ge schmolzene Metall dem Raum 48 aus einer erhitzten Giesspfanne oder Ofen 50 zuge führt (Fig. 4). Der Ofen hat Wandungen 51 aus feuerfestem Material, in dem untern Teil liegt ein Kern 5 2 (Fig. 5) auch aus feuerfestem Material, dessen Form sich den Wandungen des Ofens anpasst und einen etwa, U-förmigen Zwischenraum 53 mit dan Wandungen bildet, der oben mit dem Innen raum 54 des Ofens 50 in Verbindung steht.
In der Mitte des feuerfesten Kernes 52 liegt die Spule 55 des Kernes 56 eines Transfor mators, dessen primäre Wicklung (nicht dargestellt) an eine Wechselstromquelle an geschlossen ist:, und dessen sekundärer Teil aus dem Mietall innerhalb des Durchlasses 53 besteht, so dass der Stromfluss in dem primären Teil des Transformators einen Strom in dem Metall innerhalb des Durch lasses 5 3 induziert, um dieses Mietall und durch Weiterleitung den Inhalt des Ofens 50 zu erhitzen.
Der Ofen 50 (Fig. 6) ist mittelst eines Ohrenpaares 57 drehbar an dem Walzen ständer 26 angehängt und wird durch Zap fen 58 von entsprechenden Ohren 59 an der Kopfplatte 60 des Ständers 26 getragen. Das Metall fliesst aus dem Ofen 50 durch eine Rinne 61 (Fig. 3 und 6), die zwischen den Ohren 57 liegt. Das Mietall gelangt dann in eine Rinne 62 (Fig. 6 und 8), von wo es durch einen Verteiler 63 zu dem Sammel- raum 49 gelangt.
Der Ofen wird mittelst eines hydrauli schen Kolbens 64 (Fig. 4) gekippt, dessen Zylinder 65 um Zapfen 66 drehbar in den Augen 67 des Sockels 68 am Ständer 26 ge lagert ist. Die Kolbenstange 69 ist um Zap fen 70 an dem Auge 71 des Ofengestelles drehbar.
Der Verteiler 63 (Fig. 6), in welchen das geschmolzene Metall aus der Rinne 62 fliesst, ist in dem Zwischenraum 48 zwischen den Walzen 29 und 32, und zwar zwischen den Flanschen 46 der Walze 32 angeordnet. Sein Boden 72 (Fig. 8) liegt unter dem Spiegel des Metallbades 49. Das Metall fliesst durch Öffnungen 73, 74, die in dem Boden 72 des Verteilers 63 zwischen den Walzen 29 und 32 angeordnet sind.
Der Verteiler 63 wirkt als Absetzraum, in dem sich die Schlacke von dem geschmol zenen Metall abscheidet. Es wird so verhin dert, dass die Schlacke in den Sammelraum 49 und schliesslich in den von den Walzen bearbeiteten Streifen eintritt.
Die Einführung von Metall in den Sam melraum 49 unter der Oberfläche des Metall bades bewirkt auch, dass das Metall ruhig und ohne Stösse eintritt, und diese Wirkung wird dadurch erhöht, dass der Verteiler 6 3 und das in ihm enthaltene Metall die in dem durch die Rinne 62 herabfliessenden Metall enthaltene kinetische Energie dämpfen, so dass es in den Sammelraum 49 lediglich durch die Wirkung der Schwerkraft eintritt und daher ruhig und ohne besondere Kraft oder Schnelligkeit in den Raum gelangt und dort eine gleichmässige Erstarrung des 1Te- talles störende Wirbelungen verhütet.
Die Anordnung der Öffnungen 73 und 74 in der Mitte zwischen den Walzen 29 und 32 lässt das Metall in den Sammelraum 49 an einem Punkt eintreten, wo der Sammelraum die grösste Tiefe hat, so dass das eintretende Me tall mit den erstarrten Metallschalen nicht in Berührung kommt.
Um die Bildung von Schlacke in dem Metallbad zu verhindern, wird die Ober fläche des Bades in eine reduzierende Atmo sphäre eingehüllt. Dies kann in der Weise geschehen, dass zum Beispiel durch Öffnun gen der Leitungen 75, welche auf beiden Seiten des Verteilers 63 angeordnet und an eine beliebige Quelle reduzierender Gase an geschlossen sind, Gase auf die Oberfläche des Bades (Fig. 6) gelangen.
Es kann erwünscht sein, das Metall dem Sammelraum 49 bei einer Temperatur zuzu führen, welche um etwa 2524' C den Schmelz punkt des Metalles überschreitet, damit etwa eingeschlossene Gase Gelegenheit zum U,nt- weichen haben, bevor das Metall erstarrt. Dieses wird dadurch erreicht, dass das Metall der Rinne 62 bei einer entsprechend höheren Temperatur zugefiihrt wird.
Um dieses zu unterstützen, kann die Rinne 62 oder der Verteiler 63 oder beide durch Erhitzer 76 und 77 (Fig. 6) vorgewärmt werden, die über der Rinne 62 bezw. dem Verteiler 63 angeordnet und an eine Gasleitung ange schlossen sind und ihre Flamme auf die Rinne 62 und den Verteiler 63 leiten.
Um den Eintritt des Metalles in dem Sammelraum 49 zwischen die Walzen 29 und die Flanschen 46 der Walze 32 zu ver hindern, ist es erwünscht, dass die Zwischen räume zwischen der Walze 29 und den Flan schen 46 auf ein Mindestmass verringert werden. Dieses ist wichtig, wenn das Me tall bei einer Temperatur eingeführt wird, die über dem Schmelzpunkt liegt, weil das Metall bei erhöhter Temperatur zu leicht flüssig wird und schnell eindringt.
Durch Verstellung beider -#Valzen-#vellen oder nur der Welle 31 kann die gewünschte Einstellung der Walze 29 zu den Flanschen 46 erzielt Urerden.
Jede der Walzen 29 und 32 wird gegen Drehung auf ihren Wellen 28 bezw. 31 mit- telst eines Keils 78 (Fig. 7, 9) gesichert, der in den Keilnuten 79 und 80 der Welle 28 bezw. 31 und der Walze 29 bezw. 32 liegt.
Wenn die eine oder die andere Walze auf ihre Welle gesetzt wird, wird der Keil 78 in die Keilnut 79 gelegt, und die Walze, wel che mit ihrer Keilnut 80 und dem Keil 78 ausgerichtet ist, längs der Welle verschoben, bis ein ringförmiger Bund 81 der Walze 29 bezw. 32 an einen ringförmigen Bund 82 der Welle 28 bezw. 31 stösst, wodurch die Walze 29 bezw. 32 gegen weitere axiale Bewegung gesichert wird. In dieser Lage liegt der Keil 78 vollständig in den Keilnuten 79 und 80 und sichert die Walze gegen Drehung auf ihrer Welle.
Darauf werden die Segmente eines Ringes 83 in eine Ringnut 84 der \Welle 28 bezw. 31. gesetzt, ragen aber radial heraus, um einen Bund 85 der Welle 28 bezw. 31 zu überragen, so dass die Walze 29 bezw. 32 gegen Rückwärtsbewegung längs der Welle gesichert ist und auch gegen axiale Relativbewegung der Welle.
Eine Spannung 86 wird dann eingesetzt, der die Segmente des Segmentringes 83 um gibt. um diese gegen Verstellung zu sichern.
Die Welle 28 wird gegen Axialverschie- bung durch Muffen 87 (Fig. 7) gehalten, welche zwischen den Bunden 88 der Welle 28 und den Lagerringen 89 des Gehäuses 26 gelegt sind.
Um die Längseinstellung der \'Delle 31 in dem Ständer 26 zu bewirken und die Welle 31 in ihrer eingestellten Lage zu hal ten, sind Stossringe 90 (Fig. 7) angeordnet, welche durch Zapfen 91 gegen Drehung ge sichert sind. Diese treten in den Ständer 26 und legen sich gegen Stossringe 92 neben die Flanschen 46 der Walze 32. Die Stoss ringe 90 werden längs der Achse der Welle 31 bewegt, um die Welle 31 und die Walze 32 axial einzustellen und in eingestellter Lage durch Ringe 93 gehalten, welche auf die Stossringe 90 geschraubt sind und an den Seiten des Gehäuses 26 anliegen.
Während des Arbeitsganges sitzt die Walze 29 fest auf der Welle 28 und die Welle 28 ist gegen Längsbewegung gegen über den Ständern 26 gesichert. Die Walze 32 sitzt fest auf der Welle 31. Die Einstel lung der Flanschen 46 gegen die Walze 29 wird durch Drehung der Ringe 93 bewirkt, um einen der Stossringe 90 vorzuschieben und den andern Stossring 90 zurückzuziehen, bis Welle 37, Walze 32 und Flansch 46 in die gewünschte Lage bewegt sind, wobei die Walze 29 genau zwischen den Flanschen 46 zentriert ist und Welle 31, Walze 32 und Flansch 46 in dieser Lage gehalten werden. Hierbei sind die Flanschen 46 auf der Walze 29 zentriert.
Um ferner den Eintritt von Metall zwi schen der Walze 29 und den Flanschen 46 zu verhindern, wird 01 oder dergleichen den Enden der Walze 29 zugeführt oder ein Luftstrom verwendet, der aus den Zwischen- räumen zwischen der Walze 29 und den Flanschen 46 bläst.
Bei der dargestellten Vorrichtung üben die Flanschen 46 eine zusätzliche Kühlung an den Kanten des Streifens aus, die an den Kanten des Streifens die Neigung ziir Er starrung erhöht, im Vergleich zu der Er starrung des Metalles in der glitte des Strei fens.
Hierdurch würde nicht nur ein Man gel an Gleichförmigkeit in dem Streifen ent stehen, sondern. es würden neben den Flan schen 46 Massen von erstarrtem Metall ge bildet, welche sich bis zu einer beträcht lichen Grösse anhäufen; bevor sie zwischen die Walzen 29 und 32 gelangen, und wenn sie dann zwischen den Walzen 29 und 32 hindurchgehen, würden sie einen Druck auf die Walzen ausüben, der Beschädigungen herbeiführen könnte. L:
m diese Anhäufung von erstarrtem Metall neben den Flanschen 46 zu verhindern, ist es erwünscht, einen zusätzlichen Zug an den Enden der Walzen zu bewirken. Dieses kann durch Aufrauhen der Kanten der Walzen 29 und 32 gesche hen, was aber ein entsprechendes Aufrauhen auf der Oberfläche des Streifens zur Folge haben und in manchen Fällen nachteilig sein würde. Deshalb ist es besser, den zusätz lichen Zug dadurch zu erzeugen, dass die innern Flächen der Flanschen 46 rauher ge macht werden, wie bei 94 (Fig. 6) angedeu tet ist.
Zu dem gleichen Zweck ist es unter ge wissen Umständen wünschenswert, die innern Flächen der Flanschen 46 mit einem Stoff zu bedecken, der das Anhaften des Metalles an diesen innern Flächen der Flanschen 46 verhindert. Gemäss Fig. 9 wird deshalb un unterbrochen ein solcher Stoff den innern Flächen der Flanschen 46 zugeführt, und zwar mittelst eines in einem Halter 95 be festigten Graphitblockes 96, der durch Fe der 97 zwischen der Fläche 98 der Bohrung 99 des Halters 95 und der Grundfläche 100 des Blockes 96 angeordnet ist.
Die zunehmende Kühlung an den Flä chen der Walzen kann auch dadurch aus geglichen werden, dass die Endöffnungen 7-1 des Verteilers 63 grösser gestaltet werden als die Zwischenöffnungen 73, so dass eine grö ssere Menge des geschmolzenen Metalles in den Sammelraum 49 an seinen Enden neben den Flanschen 46 eingeführt wird, und der Sammelraum an den Enden eine zusätzliche Erhitzung erfährt, so dass eine zusätzliche Kühlung an den Flanschen 46 erforderlich ist.
Dieser Ausgleich kann dadurch bewirkt werden, dass eine oder beide Walzen 29 und. 32, wie bei 101 (Fig. 7) auf der Walze 29 angedeutet, unterschnitten wird, wodurch der Streifen an seinen Kanten eine grössere Dicke erhält und die vermehrte Kühlung an den Flanschen 46 absorbiert wird.
Jede dieser Massnahmen kann den ge wünschten Erfolg herbeiführen, zweckmässig wird aber der Ausgleich durch vereinte An wendung derselben bewirkt, wie dargestellt.
Schliesslich werden gerade unter dem Walzenspalt 33 Schaber 102 (Fig. 6) vor gesehen, welche an den Walzen 29 und 32 anliegen und den Streifen von den Talzen lösen, an welchen er anzuhaften sucht.
Um die Walzen 29 und 32 zu kühlen, sind zwei Reihen von gebogenen Röhren<B>103</B> (Fig. 6 und 7) vorgesehen, welche die Wal zen 29, 32 von unten bis zur Rückseite ring förmig umgeben und durch deren Öffnungen Kühl-,vasser gegen die 'Walzen gespritzt wird. Den Röhren wird das Kühlwasser durch Anschlüsse 104 aus den Hauptleitun gen 105 zugeführt. Um das Kühlwasser abzuführen, sind die gekühlten Teile der Walzen von Gehäusen 107 umgeben, in denen das Kühlwasser gesammelt wird und aus welchen es durch Leitungen 108 ab geleitet wird. Die Gehäuse 107 ruhen mit ihren untern Enden auf Querstangen 109, die von den Lagern 27 und 30 getragen werden.
Das Gehäuse 107 für die Walze 29 ist zu dem Verteiler 63 so angeordnet, dass die Rinne 62 abgenommen werden kann.
Unter gewissen Umständen kann es vor kommen, dass Dampf aus dem Kühlwasser an den Flächen-der Walzen festhängt und eine Hülle bildet, welche die Walzen gegen die Kühlwasserstrahlen isoliert, also die Kühlwirkung der folgenden Strahlen ver mindert. Um dieses zu verhindern, sind zwi schen den Strahlenreihen Wischer 110 (Fig. 6) angeordnet, welche an den Gehäusen<B>107</B> befestigt sind und die Walzen zwischen den ersten beiden Strahlenreihen abwischen.
Zu demselben Zweck kann man die Wal zen unter einer Temperatur von etwa 203 C halten.
Die Zuführung des Kühlwassers -wird von Hand durch ein Handventil 111 (Fig. 10) geregelt, welches in einer Hauptleitung 106, von welcher die Nebenleitungen 105 abzweigen, angeordnet ist. Dieses Handven til 111 dient aber am besten nur als A.b- schlussventil, um das Kühlwasser vollstän dig abzuschliessen, wenn das Walzwerk nicht im Betrieb ist. Während des Betriebes wird die Zuführung des Kühlwassers zu den Walzen 29 und 32 durch Ventile 112 ge steuert, welche in der Nebenleitung 105 an geordnet und selbsttätig entsprechend der Temperatur der Walzen 29 und 32 gesteuert werden.
Jedes Ventil 112 hat in seinem Steg einen Ventilsitz<B>113</B> für einen Ventilteller 114; der Steg aber hat auch eine Öffnung 115, die als Nebendurchlass wirkt, um eine Mindestmenge von Kühlflüssigkeit ununter brochen durchfliessen zu lassen, so dass das Anheben des Ventiltellers 114 nicht den Fluss des Kühlwassers einleitet, sondern nur die Kühlwassermenge vermehrt.
Die Mindestmenge des Kühlwassers, die durch die Nebenöffnung 115 fliessen kann, wird etwas geringer gemacht als die zur Kühlung der Walze erforderliche Menge, und das zusätzliche Kühlwasser, welches für die eigentliche Kühlung der Walze notwen dig ist, wird dann durch zeitweises Öffnen des Ventils 114 geliefert.
Um diese Steuerung selbsttätig zu ma chen, ist jedem Ventil 112 ein Thermoele- ment 116 zugeordnet, welches in Berührung mit der entsprechenden Walze an einem Punkte über der Walzenfläche liegt, wo das Kühlwasser auf die @Valze bespritzt wird. also immer auf die niedrigste Temperatur in der Walze anspricht.
Die elektrischen Leitungen 117 und 118, welche von dem Thermoelement 116 führen. .sind an die beiden Enden der Spule<B>119</B> eines Relais 120 angeschlossen, das bei ge nügender Erregung der Spule 119 den Re laisschalter 121 schliesst und den Strom durch ein Solenoid 122 herstellt, dessen An ker 123 an den Ventilteller 11.4 angeschlos sen ist, um das Ventil 112 zu öffnen, wenn das Solenoid 122 erregt wird, und das Ven til 1.12 so lange offen zu halten, als der Strom in der Spule<B>119</B> des Relais 1.20 so gross ist, dass der Relaisschalter 121 geschlos sen gehalten wird.
Wenn die Temperatur der Walze unter die vorher bestimmte Grösse fällt, schliesst sich das Ventil 1.l2, sperrt das zusätzliche Kühlwasser ah lind bleibt ge schlossen, his die Temperatur der Walze die vorher bestimmte Höhe überschreitet, worauf das Ventil<B>112</B> sich wieder öffnet und zu sätzliches Kühlwasser zuführt, um die Tem peratur der Walze herabzusetzen.
Der Eiihlwasserregler ist zwar nur in Verbindung mit der Walze 32 gezeigt. Selbstverständlich wird er auch für die Walze 29 gebraucht, und der für die Walze 2:) verwendete Regler muss genau so aus gebildet -erden wie der für die Walze 32 verwendete.
In Fig. 11 ist mehr oder weniger sche matisch eine Anordnung für die Steuerung der Einrichtung dargestellt.
Der Antrieb der Walzen 29 und 32 er folgt durch einen Motor mit konstanter Ge schwindigkeit, wie den Nebenschlussmotor 12-1., so dass der von dem Motor gebrauchte Strom im wesentlichen der Zugkraft ent spricht, welche zum Antrieb der Walzen notwendig ist. Ein Amper-emesser l25 ist in den Stromkreis des Notors 124 eingeschaltet. der unmittelbar den von ihm verlangten Strom anzeigt. Er zeigt somit auch die Zug kraft an, welche zum Antrieb der Walzen erforderlich ist, also auch den Grad der er langten Erstarrung.
Der Kolben 64 zum Kippen der Giess pfanne wird vermittelst eines Dreiweg hahnes 126, der an die Leitung 127 an geschlossen ist, gesteuert; diese Leitung führt zu dem Zylinder 65 des Kolbens 64 und über den Hahn entweder an die Leitung 128, die zu der hydraulischen Druckquelle führt, oder an die Ableitung<B>129.</B>
Der Arbeiter stellt das Steuerventil 126 entsprechend den Anzeigen des Amperemes- sers 125 ein, hebt die Giesspfanne schneller, wenn der von dem Motor 124 gebrauchte Strom abnimmt, um die Tiefe des Sammel- raumes und den Erstarrungsgrad zu erhöhen und hebt die Giesspfanne 50 langsamer oder unterbricht das Heben, wenn der Ampere messer 125 die Zunahme des Stromes zu dem Motor 124 anzeigt, so dass der Spiegel in den Sammelraum 49 gesenkt wird und der Er starrungsgrad abnimmt.
Diese Anordnung mit ihrer Handsteue rung für den Kippofen 50 ist besonders vor teilhaft bei Vorrichtungen zur Herstellung einer ununterbrochenen Bahn, die mehr Me tall erfordert als in dem Ofen 50 bei einer einzigen Beschickung erhalten werden kann.
Der fortgesetzte Betrieb der Walzen erfor dert ein ss%iederbeschieken des Ofens 50, also eine schnelle Bewegung des Ofens 50, um 1h11 1n die Stellung zurückzuziehen, wo er eine neue Charge empfängt, und in die Lage zurückzukehren, wo das Eingiessen des Metalles in die Rinne 62 wieder auf genommen wird, bevor der Spiegel des Sam- melraumes 49 unter eine Mindesthöhe ge sunken ist.
Für Metalle, wie Zink, Messing und Stahl beträgt die von den Walzen gebrauchte Kraft etwa eine Pferdestärke pro 0,3 m Streifen Breite, bei einer Umlaufgeschwin digkeit der Walzen von 0,3 in/Minute.
Die in Fig. 12 gezeigten Walzen<B>130</B> be sitzen einen Kern 131, der von einem Man tel<B>132</B> umgeben ist; sein innerer Durchmes ser ist bedeutend grösser als der Aussendurch messer des Kernes. Der Mantel wird von einer Rolle 133 unterstützt, die in den Stän dern gelagert ist. Der Mantel 132 und der Kern 131 stehen an dem Spalt 33 in Ein griff. Um den Mantel 132 von dem Kern 131 anzutreiben, sind der Kern 131 und der Mantel 1-32 mit äussern und innern Zähnen 134, 135 versehen, die an der Berührungs stelle des Mantels und des Kernes, an dem Spalt 33, in Eingriff stehen; die Zähne 134, 135 können auch fortgelassen werden.
Der Mantel kann sowohl aussen, als auch innen gekühlt werden, z. B. durch Wasser, das aus den Düsen 136 und 137 gespritzt wird. Die Düsen 136 sind aussen am Mantel 132 gelagert. Die Düsen 137 treten in den Zwischenraum zwischen Mantel 132 und Kern 131 an einem Punkt, der gegenüber dem Eingriff von Kern und Mantel liegt. Der Zufluss der Kühlflüssigkeit zu den Dü sen<B>136</B> und<B>137</B> wird von Hand durch Ven tile 138 in den Speiseleitungen 139 geregelt, oder er kann selbsttätig gesteuert werden, wie oben beschrieben.
Da der Hantel an dem Kern an der Be arbeitungsstelle dicht anliegt, kann er ver hältnismässig dünn sein, um das Kühlen zu erleichtern. Die verhältnismässig billigen Mäntel können ersetzt werden.
In Fig. 13 bis 15 sind Walzen dargestellt, die dazu bestimmt sind, um Streifen' ver schiedener Querschnitte auszuwalzen.
Gemäss Fig. 13 hat die Walze 140 ein etwa. V-förmiges Profil 141 mit Flanschen 142, die zugehörige Walzei 143 ein etwa V-förmiges, ausspringendes Profil 144, so dass ein V-förmiges Kaliber 145 an dem Spalt der Walzen gebildet -wird.
Gemäss Fig. 14 hat die Walze 146 einen verhältnismässig flachen Mittelteil 147 und an den Kanten gerade innerhalb der Flan schen 149 tiefe Aussparungen 148, und die zugeordnete Walze 150 hat eine ebene Um fläche 151 von einer Breite gleich dem Ab stand zwischen den Flanschen 149, so dass in dem Spalt ein etwa U-förmiges Kaliber 152 entsteht.
Gemäss Fig. 15 hat die Walze 153 einen verhältnismässig ebenen Mittelteil 154 mit verhältnismässig tiefen Aussparungen 155 auf jeder Seite gerade innerhalb der Flan- scheu 156, die zugeordnete Walze 157 hat auch einen verhältnismässig ebenen Mittel teil 158, umgeben von tiefen Aussparungen 159, so dass die Walzen an dem Spalt ein etwa I-förmiges Kaliber 160 bilden.
Der Streifen kann natürlich auch mit an dern Querschnitten hergestellt werden, indem man die arbeitenden Umflächen der M Talzen verändert.
In Fig. 1.6 ist eine Einrichtung dar gestellt, mittelst der die Walzen in verschie denem Grade an verschiedenen Stellen längs ihrer Länge gekühlt werden können, was unter gewissen Umständen und bei gewissen Walzenarten wünschenswert ist, z. B. um die Walzen gegen übermässiges Verziehen oder Werfen zu schützen, oder um die zusätzliche Kühlwirkung der Flanschen auszugleichen, indem man das Kühlen an den Walzen neben den Flanschen vermindert oder unter lässt. Die Einrichtung besteht aus einem Hauptrohr 161, das parallel der Walze 16\3 verläuft, Wasser aus der Leitung<B>163</B> mit Handventil 164 empfängt, oder auch unter selbsttätiger Steuerung, wie vorher- beschrie ben.
Das Kühlwasser wird gegen die Walze 162 durch mehrere Zweigleitungen 165 ge führt, die längs der Hauptleitung 161 an geordnet sind und durch Nebenventil 166 geregelt werden, wobei die Menge des Kühl wassers in den verschiedenen Zweigleitungen 165 geregelt werden kann. Die Handregelung kann durch die selbsttätige Einrichtung mit Amperemesser ersetzt werden, welche die Zugkraft und den Erstarrungsgrad anzeigt. Zu diesem Zweck kann der Zugkraftanzeiger 167 (Fig. 20) oder der Zugkraftanzeiger gemäss Fig. 17 verwendet werden.
Bei die sem ist der Walzenmotor 168 auf einem Sockel 169 gelagert, der an dem einen Ende 170 drehbar befestigt ist, mit dem andern auf einer Schneidkante 17<B>2</B> ruht, die an dem kurzen Arm 173 eines Hebels 174 sitzt. Der Drehpunkt des Hebels liegt bei 175. Sein langer Arm 176 ist durch einen Lenker 177 mit dem kurzen Arm 178 eines Hebels 179 mit dem Drehpunkt 180 verbunden, dessen langer Arm auf eine hin- und hergehende Stange 182 mit Verzahnung 183 zum Ein griff in ein Zahnrad 184 auf der Welle 185 wirkt, deren Zeiger 186 sich über der Skala <B>187</B> einer Scheibe 188 bewegt.
Die Vorrichtung kann durch einen Dif- ferentialverbundmotor 189 mit Serienfeld angetrieben werden, wie in Fig. 18 schema tisch veranschaulicht ist. Ein Anker 190 steht unter dem Einfluss eines Feldes, das sich aus der vereinten Wirkung einer Neben- schlussspule 191 und einer Serienspule 192 ergibt, deren Windungen ein Feld entgegen gesetzt der Richtung des von der Neben schlussspule 191 erzeugten herstellen. Durch die Zunahme des Stromes des Motors 189, die eine Folge des Wachsens der von den Walzen erforderlichen Zugkraft entspre chend dem übermässigen Erstarrungsgrad ist, nimmt das resultierende Feld selbsttätig ab.
Die Geschwindigkeit des Motors 189 und der Walzen nimmt zu. Bei Abnahme der Zugkraft für die Walzen als Folge der Abnahme des Erstarrungsgrades nimmt der Strom in dem Motor 189 und das Feld der Serienspule 192 ab, so dass das resultierende Feld zunehmen kann und sich die Geschwin digkeit des Motors 189 herabsetzt, wodurch der Erstarr ungsgrad wieder steigt.
Eine andere selbsttätige Regelungsvor richtung ist in Fig. 19 dargestellt.
Der Hauptmotor 193 der Vorrichtung ist ein Dreiphaseninduktionsmotor mit Käfig, der durch Leitungen 194, 195, 196 an den Anlasser 197 angeschlossen ist. Dieser wird von den Leitungen 198, 199, 200 gespeist. Zur Steuerung ist ein Induktionsmotor 201 mit Dreiphasenwicklung vorgesehen, der durch Leitungen 202, 203, 204 an einen Um schalter 205 angeschlossen ist. Dieser ist sei nerseits an die Leitungen 198, 199, 200 mit- telst der Leitungen 206, 207, 208 angeschlos sen und schaltet in seiner obern Stellung den Steuermotor 201 zum Betriebe in der einen Richtung, in seiner untern Stellung den Steuermotor 201 zum Betriebe in ent gegengesetzter Richtung ein, wie aus dem Stromschema ersichtlich ist.
Auf der Welle des Steuermotors 201 sit zen drei Schleifringe 209, 210, 211, die an die Rotorwicklung angeschlossen und für Bürsten bestimmt sind. Diese sind an dic Leitungen 212, 213, 214 angeschlossen, die zu den Widerständen 215, 216, 217 führen. Diese sind an ihren entgegengesetzten Enden durch einen T-Leiter 218 verbunden, so dass der Steuermotor 201 gewöhnlich mit den Widerständen 215, 216, 217 arbeitet, welche in den Ankerstromkreis eingeschaltet sind.
Von den Leitungen 212, 213, 214, welche die Schleifringe<B>J09, 210,</B> 211 an die Wider stände 215,<B>216,</B> 217 anschliessen, gehen Lei tungen 219, 220, 221 aus zu einem gewöhn lich offenen Schalter 222, der die Leitungen 219. 220, 221 verbinden kann, um die Wi derstände 215, 216, 217 kurz zu schliessen und diese Widerstände aus dem Ankerstrom kreis des Motors 201 zu entfernen. Auf diese Weise wird der Anker des Motors 201 kurz geschlossen und entsprechend die Geschwin digkeit des Motors 201 gesteigert, wenn der Schalter 222 geschlossen ist.
Der Steuerungsschalter 205 wird mittelst eines Vorwärtssolenoids 223 in die Vorwärts stellung bewegt, in die Rückwärtsstellung durch ein Rückwärtssolenoid 224. Der Ge schwindigkeitsschalter 222 wird in. die Schliessstellung durch ein Solenoid 225 be wegt, während der Schalter 205 auch einen Hilfsschalter 226 einschliesst.
Der Kontakt arm 227 dieses Hilfsschalters 226 berührt einen Vorwärtskontakt 228, wenn der Steuer schalter 205 in der Vorwärtsstellung ist, und einen Rückwärtskontakt 229, wenn der Steuerschalter 205 in der Rückwärtsstel- lung ist.
In dem Leiter 196 zwischen dem An lasser 197 zu dem Walzenmotor 193 befin det sich eine Reihe von Relais 230, 231, 232, 233, 234, 235, welche auf den Stromfluss in dem Leiter 196 ansprechen und mit pro gressiv zunehmenden Werten in der genann ten Reihenfolge in Betrieb kommen. Die Relais 230, 231, 233 sind Überlastungsrelais, und zwar öffnet sich jedes bei dem Durch gang eines Stromes, der den für dieses Re- lais vorher bestimmten Wert überschreitet; die Relais 232, 234, 235 sind ebenfalls Über lastungsrelais, aber jedes von diesen schliesst sich beim Durchgang eines Stromes von grö sserem Wert als wie für jenes Relais vorhi,r bestimmt.
Wenn der Motoranlasser 197 in der Offenstellung ist, sind die Relais 230, 231 geschlossen, das Relais 232 ist offen, das Relais 233 geschlossen, und die Relais 234 und 235 sind offen. Dieser Zustand dauert, Gis der Strom in der Leitung 196 einen Wert erreicht, der den vorher bestimmten über schreitet, bei welchem das Relais 230 ar beitet.
Wenn der Motoranlasser 197 geschlossen ist, fliesst Strom nicht nur zu dem Walz werksmotor 193, sondern auch von dem Hauptleiter 196 durch Leitungen 236 und 237, Schalter des Relais 230, Leitungen 238, 239, Spule 225 des Geschwindigkeitsschal ters 222, und Leitungen 240, 241, 242, zu rück zu der Hauptleitung 195. Hierdurch wird die Spule 225 erregt und der Geschv#-in- digkeitsschalter 222 geschlossen, die Wider stände 215, 216, 217 in dem Ankerstrom kreis des Steuermotors 201 werden kurz ge schlossen und der Steuermotor 201 wird zur Arbeit mit der Höchstgeschwindigkeit an geschlossen.
Gleichzeitig fliesst bei geschlos senem Relais 231 Strom von der Hauptlei tung 196 durch Leitungen 243, 244, Vor wärtsspule 223 des Steuerschalters 205, Lei tungen 245, 246, Schalter des Relais 231, Leitungen 247, 248, Leitung 242, zurück zur Hauptleitung 195, um die Vorwärtsspule 223 des Steuerschalters 205 zu erregen. die sen in die Vorwärtslage zu bewegen und den Steuermotor 201 für den Vorwärtsgang an zuschliessen. Da der Geschwindigkeitsschal ter 222 geschlossen ist, wird der Motor 201 mit der Höchstgeschwindigkeit angetrieben. Der Steuerschalter 205 hat sich in die obere oder Vorwärtslage bewegt, der Arm 227 des Hilfsschalters 226 berührt den Vorwärtskon takt 228, und dieser schliesst einen zweiten Stromkreis durch die Vorwärtsspule 223 des Steuerschalters 205.
Dieser Stromkreis ver- läuft von der Hauptleitung 196 durch Lei tungen 243, 244, Spule 223 des Steuerschal ters 205, Leitung 245, Leitung 249, Schal ter des Relais 233, Leitung 250, Hilfsschal terkontakt 228 und Hilfschaltarm 227, Lei tung 251, Leitung 242, zurück zur Haupt leitung 195.
Da der Strom in der Leitung 196 wächst, öffnet sich das Relais 230. Es wird der Stromkreis durch Spule 25225 des Steuerschal ters 222 geöffnet, die Widerstände 215, 216, 217 werden in den Ankerstromkreis des Steuermotors 201 eingeschaltet und die Ge schwindigkeit des Steuermotors 201 wird verringert. Wenn der Strom in dem Leiter 196 weiter wächst, öffnet sich das Relais 231, um den Stromkreis durch die Vorwärts spule 223 des Steuerschalters 205 mittelst des Schalters des Relais 231 zu unterbre chen. Dieses ist aber ohne Wirkung, weil der Stromkreis durch Spule 223 auch durch den Schalter des Relais 233 vervollständigt ist.
Wenn der Strom in der Hauptleitung 196 weiter wächst, schliesst das Relais 232 seinen Schalter, aber dieses ist auch unwirk sam, weil die Leitung 252 des Relais 232 in Reihe mit dem Hilfsschalter 226 des Steuer schalters 205 liegt und der Arm 227 des Hilfsschalters 2?6 in der Vorwärtsstellung ist, in Berührung mit dem Vorwärtskontakt 228 und nicht in umgekehrter Stellung in Berührung mit dem Rückwärtskontakt 229, an welchen der Schalter des Relais 232 an geschlossen ist.
Wenn der Strom jedoch in der Haupt leitung weiter wächst, erreicht er den Wert, der für das Relais 233 vorher bestimmt ist,, dieses öffnet sich, unterbricht den letzten Stromkreis durch die Vorwärtsspule 223 des Steuerschalters 205, um diesen in die neu trale Lage zurückkehren zu lassen, unter Wirkung eines Übergewichtes (nicht darge stellt). Es ist jedoch zu bemerken, dass die ses noch nicht den Steuerarm 227 des Steuer schalters 226 in Kontakt mit dem Rück wärtskontakt 229 bringt, so dass der Um stand, dass der Schalter des Relais 232 ge schlossen ist, noch ohne Folgen bleibt. Wenn jedoch der Strom in der Haupt leitung 1.96 weiter wächst, arbeitet das Re lais 234 und schliesst seinen Schalter.
Es wird nun ein Stromkreis hergestellt von der Hauptleitung 196 durch Leitung 243, Lei- iung ?52, Riickwärtsspule \?24 des Steuer schalters 205, Leitungen 254, 255, Schalter des Relais 234, Leitung 256 und Leitungen 241, 248, 242, zurück zu der Leitung 195.
Hierdurch wird die Rückwärtsspule 224 des Steuerschalters 205 erregt, der Steuerscha.l- ter 205 in die Rückwärtslage bewegt und der Steuermotor zum Betrieb in der Rück- wärtsrichtung angeschlossen.
Wenn der Steuerschalter 205 so in die Rückwärtsstel- lung bewegt wird, berührt der Arm 227 des Hilfsschalters 226 den Rückwärtskontakt 229, und dieser stellt einen zweiten Strom kreis her durch Rückwärtsspule 224 des Steuerschalters \305.
Dieser Stromkreis ver läuft von der Hauptleitung 196 durch Lei tungen 243, 253, Rückwärtsspule 224 des Steuerschalters 205, Leitung 254, Leitung ?)7, Schalter des Relais 232, Leitung 252, Kontakt 229, Hilfsschalterarm 227 und Lei tungen 251, 24?, zurück zur Hauptleitung 195.
Wenn der Strom in dem Hauptleiter 196 -eiter wächst Lind den für das Relais 235 vorher bestimmten Wert erreicht, wird der Schalter des Relais 235 geschlossen. Es wird eiti Stromkreis geschlossen, der verläuft von Hauptleitung 196, durch Leitung<B>236,</B> Lei tung 258, Schalter des Relais 235, Leitung 359, Leitung 239, Spule 225 des Geschwin digkeitsschalters \?'? 2 und Leitungen 240, ?41, 248, 242 zurück zur Hauptleitung 195.
Es wird dann die Spule 225 des Geschwin digkeitsschalters 222 erregt, letzterer ge schlossen, die Widerstände 215, 216, 217 in dem Ankerstromkreis des Steuermotors 201 werden kurz geschlossen und der Steuer tnot.or 201 eingerückt, so da.ss er wieder mit voller Geschwindigkeit arbeitet, aber dieses 11a1 in umgekehrter Richtung.
Wenn jedoch der Strom in dem Haupt leiter 196 abnimmt anstatt zunimmt, so sinkt er zuerst unter den vorher bestimmten Wert für das Relais 234. Dieses Relais öffnet sich, öffnet den Stromkreis durch die Rückwärts spule 224 des Steuerschalters 205 mittelst des Schalters des Relais 234. Dies ist aber unwesentlich, weil ein weiterer Stromkreis geschlossen wird durch Rückwärtsspule 224 des Steuerschalters 205 mittelst des Schal ters des Relais 232.
Da der Strom in der Hauptleitung 196 weiter abnimmt, schliesst sich der Schalter des Relais 233, aber dieses ist auch unwesentlich, weil der Schalter des Relais 233 in Reihe mit dem Vorwärtskon takt 228 des Hilfsschalters 226 und der Arm 227 des Hilfsschalters 226 vielmehr in Be rührung mit dem Rückwärtskontakt 229 ist als mit dem Vorwärtskontakt 228.
Wenn jedoch der Strom weiter abnimmt, tritt das Relais 232 in Wirkung und öffnet seinen Schalter. Hierdurch wird der zweite Stromkreis durch die Rückwärtsspule 224 des Steuerschalters 205 unterbrochen, und dieser kehrt in seine neutrale Stellung zu- riick, um den Steuermotor 201 auszuschalten.
Hierauf wiederholt die Zunahme des Stromes in der Hauptleitung 196 die vorher beschriebenen Vorgänge, während die wei tere Stromabnahme in der Hauptleitung 196 wieder den Schalter des Relais 231 schliesst, auch der Stromkreis durch die Vorwärts spule 223 des Steuerschalters 205 wird ge schlossen und der Steuermotor 201 in der Vorwärtsrichtung angetrieben, bis der Strom in dem Hauptleiter 196 den vorher bestimm ten Wert zum Betriebe des Relais 233 über schreitet, entweder mit oder ohne Betrieb des Relais 230, um den Steuermotor 201 mit vol ler Geschwindigkeit anzutreiben, je nachdem der Strom in der Hauptleitung<B>196</B> unter den vorher bestimmten Wert zum Betriebe des Relais 230 sinkt oder nicht.
Wenn der Strom zu dem Walzenmotor 193 unter den für das Relais 231 vorher be stimmten Wert sinkt, arbeitet der Steuer motor 201 in der Vorwärtsrichtung, bis zu der Zeit, wo der Strom zu dem Walzwerks motor 193 den für das zweite folgende Re lais 233 vorher bestimmten Wert überschrei tet und dann ruht, bis der Strom zu dem Walzenmotor 193 entweder wieder unter den für (las Relais 231 vorher bestimmten Wert sinkt, in welchem Falle der Kreislauf wie derholt wird, oder über den für das Relais 234 vorher bestimmten Wert steigt, in wel chem Falle der Steuermotor 201 in um gekehrter Richtung angetrieben wird. bis der Wert des Stromes zu dem Walzenmotor unter den für das Zwischenrelais 232 vorher bestimmten Wert sinkt.
Hierauf ruht wieder der Steuermotor, bis der Strom zu dem Wal zenmotor 193 wieder über den für das Re lais 234 vorher bestimmten Wert steigt. In diesem Falle wird der Steuermotor wieder in umgekehrter Richtung angetrieben, oder sinkt wieder unter den für das Relais 237 vorher bestimmten Wert, in welchem Falle der Steuermotor 201 wieder in der Vorwärts richtung angetrieben wird.
Bei übermässigem Abweichen von den normalen Bedingungen werden die Relais 230 und 235 eingerückt, um die Widerstände in dem Ankerstromkreis des Steuermotors 201 kurz zu schliessen, die Geschwindigkeit des Steuermotors<B>201</B> zu erhöhen und die Rückkehr zum Normalzustand zu beschleu nigen.
Es ist hervorgehoben worden, dass die Zugkraft, die zum Antrieb des Walzwerke s erforderlich ist, von dem Erstarrungsgrad abhängig ist, im Verhältnis zu dem Abstand der Walzen, und dass natürlich der von dem Walzenmotor 193 geforderte Strom von der Zugkraft abhängt, die für die Wal zen notwendig ist.
Deshalb ist der Strom in der Hauptleitung 196, der auf die Re lais 230, 231, 232, 233, 234 und 235 bei einem gegebenen Metall und bei einem ge gebenen Abstand der Walzen und dem gemäss bei einem gegebenen Kaliber ein wirkt, abhängig von dem Erstarrungsgrad des Metalles, und dieser- kann selbsttätig konstant erhalten werden bloss durch entspre chenden Anschluss des Steuermotors 201 au eine oder mehrere Einrichtungen, welche einen oder mehrere der oben erwähnten F ak.- toren regeln, die den Erstarrungsgrad be stimmen.
Es kann zum Beispiel der Steuermotor 201 durch entsprechende tbersetzung an den Ofen 50 angeschlossen werden, um das Aus fliessen des 3letalles aus dem Ofen 50 in die Rinne 62 zu regeln, oder der Steuermotor 2O1 kann an die Ventile. 112 angeschlossen werden, um den Zufluss des Kühlwassers zu den Walzen zu regeln.
Die in der Zeichnung dargestellte Ein richtung ist für den Fall beschrieben wor den, dass die Schalen 23 zusammen beträcht lich dicker sind als der Spalt der Walzen, so dass ein gewalztes Band entsteht; die Ein richtung kann aber auch benutzt werden. wenn die Schalen nur wenig dicker sind als die Breite des Spaltes, wo dann der Streifen einfach geformt wird.
Wenn jedoch die Walzen so betrieben werden, dass ein gewalzter Streifen entsteht, so ist er weit überlegen dem chemisch gleich wertigen Streifen, bei welchem kein Walzen erfolgt.
Das beschriebene Verfahren hat eine me chanische Deformation zur Folge, welche auf die Körnchen im Augenblick der Erstar rung einwirkt. Wenn die Erstarrung den Zwischenraum zwischen den beiden Walzen überbrückt (wie bei t/ in Fig. 2 gezeigt) und jeder Teil des JeTetalles plötzlich der mecha nischen Deformierung unterworfen wird. fällt der Anfang der Deformierung nicht nur mit dem ersten Eintreten der Fähigkeit, me chanische Beanspruchungen aufzunehmen, zusammen; sondern wirkt in diesem Falle auf einen Körper, der einen steilen Tempera turabfall von der Mitte nach jeder äussern Fläche hat.
Die heisseren, schwächeren mitt leren Teile, welche am wenigstens der me chanischen Deformierung durch späteres Walzen zugänglich sind, sowohl heiss als kalt, erleiden den grösseren Teil der mecha nischen Deformation während des ganzen Walzvorganges.
Ob die vorstehende Theorie richtig ist oder nicht, es bleibt die Tatsache, dass ein Werkstoff, der wie beschrieben hergestellt worden ist, eine Dehnbarkeit und Homogeni tät hat, welche dem gleichwertigen Metall überlegen ist, das entweder heiss oder kalt gewalzt ist, und dieses in einem Grade, der eine bedeutende Erweiterung des Anwen- dungsgebietes gestattet. Zum Beispiel kann Messing, das nach dem vorliegenden Ver fahren hergestellt wird, Ziehoperationen unter -orfen werden, die viel schwerer sind, als es bisher möglich war und nach dein 'Liehen eine weit grössere Freiheit von Rissen und eine weit bessere Oberflächenbeschaf fenheit zeigen.
Bei. der Behandlung von Legierungen. die durch Wärmebehandlung gehärtet und getempert werden können, ist es möglich, .die äussern Flächen unter einem oder mehreren der Transformationspunkte des Materials abzukühlen.