CH173837A - Elektrohydraulische Hubvorrichtung. - Google Patents

Elektrohydraulische Hubvorrichtung.

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CH173837A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  Elektrohydraulische Hubvorrichtung.    Die elektrohydraulische Hubvorrichtung  nach der Erfindung kann in erster     Linie    als  Ersatz für grössere elektrische     Bremslüft-          magnete    oder     Bremslüftmotoren    dienen. Sie  kann aber auch als Servomotor für Antriebe  verwendet werden, welche ein sanftes und  doch rasches Ansprechen bei schrittweiser  Druckzunahme erfordern. Die von der Hub  vorrichtung primär abgegebene Kraft ist ge  radlinig wirksam. Sie kann jedoch durch  Hebelanordnungen oder Kurvenbahnen se  kundär in beliebige Richtung umgelenkt  werden.  



  Diese Hubvorrichtungen, im nachstehen  den Drücker genannt, arbeiten bekanntlich  prinzipiell     folgendermassen:    Eine von einem  Elektromotor angetriebene Pumpe fördert  unter einem bestimmten Druck eine Flüssig  keit, zum Beispiel 01, unter einen oder meh  rere parallel geschaltete Arbeitskolben und       zwingt    diese zur     Zurücklegung    eines Hubes,  dessen Grösse entweder in der anzutreiben  den Einrichtung selbst, oder durch einen auf    dem Wege des Kolbens vorgesehenen End  anschlag eine Begrenzung findet.

   Die Pumpe       fördert    das Druckmittel solange, bis .der  Raum unter dem Kolben gefüllt     ist.    Ist der  Hub beendet,     bezw.    befindet sich der Kolben  am Endanschlag, so     arbeitet,die    Pumpe wohl  weiter; sie fördert aber nicht mehr, sondern  hält lediglich den Druck und damit die  Flüssigkeitssäule unter dem     Kolben    auf  einer konstanten Höhe.

   Dieses Gleichgewicht  wird in dem Augenblick gestört, in welchem  die Pumpe nicht mehr     angetrieben    wird, das  heisst in dem Augenblick, in dem ihr     An-          triebsmotor    ausgeschaltet wird.     Dann    wird  im umgekehrten Sinne vom angetriebenen       Objekt    auf den     Drücker        eine    Kraft ausgeübt,  und die Arbeitskolben werden durch diese  Kraftumkehr in die Ausgangsstellung zu  rückgeführt.     Um,den    an ihn gestellten Auf  gaben gerecht werden zu können, muss der  Drücker folgende Anforderungen erfüllen.  Er soll rasch ansprechen und rasch nach  geben.

   Er soll sanft ansprechen, aber pro-           gressiv    rasch den maximalen Enddruck er  reichen und dabei nicht sprunghaft arbeiten.  Der Drücker soll die     Rücklaufbewegung     rasch, aber von     einem    bestimmten Augen  blick an gegen das Ende hin doch gedämpft  ausführen, und zwar unter Vermeidung von  harten oder schlagartigen Erscheinungen.  Er soll überdies     neben    allen diesen Eigen  schaften leicht geregelt werden können.

   Eine  einfache Fernsteuerung des Drückers, die  zum     Beispiel    darin     bestehen    kann, dass von  irgendeiner Stelle aus der     Antriebsmotor    der  Pumpe, zum Beispiel ein     Kurzschlussläufer-          motor,    einfach ein- und ausgeschaltet wird,  wobei die     Distanz    praktisch keine Rolle  spielt, ist besonders zweckmässig.  



  Die Erfindung besteht darin, dass die ge  trennten Ein- und     Auslass'-Ringleitungen    für  die Zu-     bezw.    Ableitung der Druckflüssig  keit in die Zylinder oder aus denselben aus  dem     Ölgefäss    oder in dasselbe über einen ein  stellbaren Regelschieber geleitet sind,     wel-          ehe    die     Ansprechzeiten    der     .Vorrichtung    im  Hub- und Senksinne von aussen einzustellen  gestattet.  



       Fig.    1 der     Zeichnung    zeigt schematisch  einen Längsschnitt durch ein Ausführungs  beispiel einer elektrohydraulischen Hubvor  richtung nach der Erfindung.  



  Auf der zum Beispiel aus     Gusseisen    be  stehenden     Grundplatte        g    ist -der     Kurzschluss-          ankermotor    m angeflanscht, der     mit    der im  Ölkübel<I>To</I> untergebrachten Zentrifugal  pumpe p direkt gekuppelt ist. Der Ölkübel  selbst ist mit der     Grundplatte    verschraubt.

    Um den Motor m     herum    sind drei, je um  120   gegeneinander     versetzte    Zylinder     zi,          m,        z3,    zum     Beispiel    aus nahtlos gezogenem  Rohr auf der     Grundplatte    g angeordnet.

         Diese    drei Zylinder, in denen sich je ein Ar  beitskolben     yi,   <I>y2,</I>     y3    befindet, stehen in  Verbindung mit zwei in die Grundplatte g       eingegossenen        Ringleitungen        ri,   <I>r2.</I> Die Ein  lassringleitung     ri    führt zum Druckstutzen d  der     'Ölpumpe    p.

   Die     Auslassringleitung    r2  dagegen führt von den Zylindern in .das Öl  bad des     Ölkübels        To.    Den beiden Ringleitun-    gen     ri,    r2 ist vor ihrer Einmündung in die       Druckzylinder        zi,    z2,     -a,    wie     Fig.    1 zeigt,  ein Regelschieber o vorgeschaltet, in dessen  durch die     Abschluss\verschraubungen        q,        n     beidseitig geschlossenem Gehäuse h sich der  zylindrische Schieber s bewegt, welcher in  .der     Ruhestellung,        Fig.    1,

   durch die Feder f  an den in das     Schiebergehäuse    h eingesetzten       Sprengring    x gedrückt wird. Die Spannung  der Feder f ist mittelst der     Abschlussmutter          q    regelbar. Die am Sprengring x anliegende  Stirnseite<I>i</I> des Schiebers<I>s</I> besitzt einen grö  sseren Durchmesser als der übrige zylin  drische Teil desselben. Jeder Zylinder     zi,        z2,          zs    hat in der Grundplatte g neben einem  ventillosen Einlauf e aus der     Ringleitung        ri     einen Auslauf     a,    der den Zylinder über ein  Ventil v mit der Ringleitung r2 verbindet.

    In der Ruhestellung hat, wie     Fig.    1 zeigt,  der Arbeitskolben das Ventil v gegen den  Druck der Feder     fi    und der drei Federn f2  zugedrückt, so dass die     Auslass'öffnung        a    ge  schlossen ist. Das '0'1, das sich noch unter  dem Arbeitskolben im Zylinder befindet,  muss seinen Weg zum     Auslass        a    über den ein  stellbaren Umlauf     u    nehmen. Diese Einrich  tung gestattet, die rückläufige Bewegung  des Kolbens in seiner Endphase beliebig  sanft zu halten     bezw.    zu verzögern. Zur Re  gelung des     Olumlaufes        u    dient die Schraube  b.

   Bei     Beginn    des Hubes wird nun aber das  Ventil v durch den Kolben freigegeben und  gibt schon bei einem geringen Hub den Aus  lass a frei, so dass das durch den Einlass e in  den Zylinder eintretende Öl durch den Aus  lass' a     sofort    wieder austreten     würde.    Dies  wird nun durch den Kolbenschieber o ge  mäss'     Fig.    1 und 2     wie    folgt     verhindert.    Nach  dem Einschalten des     Kurzschlussankermotors     <I>m</I>     fängt    die Pumpe<I>p</I> an 01 in den Schieber  zylinder h zu treiben, der zunächst noch in  der Ruhestellung,     Fig.    1, steht.

   Das ein  tretende ,01 drückt nun den     Schieberkolben    s  bis an seinen Endanschlag     j,    wodurch die  Feder f entsprechend gespannt     wird.    Die drei  Arbeitskolben sind durch ein gemeinsames  Joch     l    derart miteinander     verbunden,    dass  kleine Hubdifferenzen in bezug auf den zen-           tralen        Kraftabgabepunkt   <I>t</I> im     Joche   <I>l</I> selbst  tätig ausgeglichen werden, ohne schädliche  Kraftkomponenten auf die Arbeitskolben  auszuüben.  



  Ist der Hub beendet, so arbeitet die  Pumpe ohne Förderleistung     weiter    und hält  den     Druck    unter den Arbeitskolben auf  einem konstanten Wert.  



  Zur Einleitung der rückläufigen Bewe  gung genügt es, den Motor auszuschalten.  Der Druck in der Ringleitung nimmt sofort  ab, und es entsteht ein Wechsel in der Fliess  richtung des Öls, welches nunmehr unter  dem     Einfluss    des auf das Joch l der Arbeits  kolben     yi,        y2,        y3    ausgeübten äussern Druckes  steht.

   Sobald die dadurch hervorgerufene       Abfliessbewegung    des Öls beendet ist, hört  auch der Öldruck auf die Stirnseite i des       Schieberkolbens    s auf, so dass sich die Feder  f entspannt und dabei den     Schieberkolben    s  gegen den     Sprengring    x bewegt, wobei die       Einlassöffnung    zur Ringleitung     ri    geschlos  sen und die     Auslassöffnung    zur Ringleitung       r2    geöffnet wird. Diese Bewegung wird  durch das abfliessende Öl unterstützt, wel  ches den     Schieberkolben    s gegen den     Spreng-          ring    .x schieben hilft.

   Dabei entleeren sieh  die Zylinder     zi,        z2,        z3    sofort und das     Ö'1    fällt  frei in den     Ölkübel    k zurück.  



  Die gezeichnete elektrohydraulische     Rub-          vorrichtung    kann in den Fällen schwenkbar  aufgestellt werden, in denen die von ihr pri  mär erzeugte Kraft sekundär in eine bogen  förmige Bewegung     übergeleitet        werden    soll,  wie dies beispielsweise bei der Verwendung  der     Hubvorrichtung    als Bremslüfter der Fall  ist. Zu diesem Zwecke wird durch eine Öse  am     Ölkübel   <B>k</B>ein     Balzen        gesteckt,    um den  der Drücker     schwingen    kann.

   Die Vorrich  tung kann aber auch so     befestigt        werden,     dass am Ölkübel Pratzen zwecks stabiler Be  festigung auf einem beliebigen Träger oder  Rost angebracht sind.  



  In den weitaus meisten Fällen ist es  wünschenswerter, die Ansprechzeit des Ar  beitshubes zu verkleinern als zu vergrössern.  Das Minimum dieser Ansprechzeit ist durch  die Anlaufzeit des Motors m und durch die         Pumpenleistung    gegeben. Die gezeichnete  Hubvorrichtung bietet die Möglichkeit, die  Ansprechzeit des aktiven Hubes gegebenen  falls zu     vergrössern.    Das Mittel hierzu be  steht in der Regelung der     Spannung    der Fe  -der f des Regelschiebers o durch Verstellen  der     Abschlussmutter    q.  



       Fig.    3 zeigt ebenfalls schematisch eine  weitere Ausführungsform des Drückers ge  mäss     Fig.    1, bei der die Pumpe dauernd  durchlaufen kann, wodurch eine besonders  rasche     Zurücklegung    des aktiven Hubes er  zielt wird,     weil    das     jeweilige    Anlaufen der  Pumpe in Wegfall kommt.

   Zu diesem     Zweck     ist in die     Anschlussleitung   <I>d</I> der Pumpe<I>p</I>  zum     Schieber    o ein zum Beispiel     magnetisch     gesteuerter     Dreiweghahn    c     eingebaut,    der in  der gezeichneten     Ruhestellung    des Drückers  die     Umleitung    des von der Pumpe geförder  ten Öls über die Leitung     wi    in den     Ölkübel     k gestattet.

   Wird nun der     Dreiweghahn,     zum Beispiel durch     Fernsteuerung    auf     Hub     umgestellt, so     wird    die     Ölumleitung        wi    ab  geschlossen, das Öl     wird    in die     Ringleitung          ri    gedrückt und er Drücker arbeitet genau  in gleicher Weise     wie    derjenige gemäss     Fig.     1. Zur     Einleitung    des rückläufigen Hubes  wird der     Dreiweghahn    c     wieder    auf die Um  leitung     wi    umgestellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrohydraulische Hubvorrichtung, be stehend aus einer mit einem Kurzschluss- anker-Antriebsmotor direkt gekuppelten, in einem Ölgefäss untergebrachten Zentrifugal pumpe, welche eine Druckflüssigkeit unter die Arbeitskolben eines oder mehrerer pa rallel geschalteter, auf der Abschlussplatte des Ölgefässes aufgebauter Zylinder fördert, dadurch gekennzeichnet, dass die getrennten Ein- und Auslassringleitungen (r1, r2)
    für die Zu- bezw. Ableitung der Druckflüssig keit in die Zylinder (zi, z2, z3) oder aus den selben aus dem Ölgefäss oder in dasselbe über einen einstellbaren Regelschieber gelei tet sind, welcher die Ansprechzeiten der Vorrichtung im Hub- und Senksinne von aussen einzustellen gestattet. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Hubvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Schieber kolben des Regelschiebers in der Arbeits stellung unter dem Druck einer vor gespannten Feder steht, deren Vorspan-. nung entsprechend der gewünschten An sprechzeit durch Verstellen der Abschluss- mutter des Schiebergehäuses regelbar ist. ?.
    Hubvorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schie- berkolben in der Arbeitsstellung die Aus lassringleitung schliesst, bevor die Stirn seite des Kolbens die Einlassringleitung freigibt.
    3. I3ubvorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass .die Stirnseite des.Schieberkolbens einen grösseren Durch messer besitzt als der übrige zylindrische Teil des Kolbens, so dass bei der Umkehr der Fliessrichtung des Öls, wenn die sich entspannende Feder die Stirnseite des Schieberkolbens gegen den Sprengring drückt und dabei die Öffnung :
    der D4inlass- ringleitung abschliesst und die Öffnung der Auslassringleitung öffnet, das aus den Zy lindern abfliessende Öl ,den Schieberkolben in -die Ruhestellung schieben hilft. 4.
    Hubvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in die Auslass- leitung jedes Druckzylinders ein Drossel ventil eingebaut ist, das in der Ruhestel- lungdes Arbeitskolbens, zugedrüakt wird, während es sich in seiner Arbeitsstellung unter Federdruck öffnet.
    5. Hubvorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch .gekennzeichnet, dass, das Ventil durch einen einstellbaren Umlauf umgan gen ist, wodurch ,die rückläufige Bewe gung des Kolbens beliebig verzögert wer den kann. G. Hubvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, :dass in .die An schlussleitung der Pumpe zum Schieber ein Dreiweghahn eingebaut ist,.durch den bei dauernd laufender Pumpe der Kreislauf des Ols gesteuert wird.
CH173837D 1933-07-28 1934-01-06 Elektrohydraulische Hubvorrichtung. CH173837A (de)

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