Steuerungseinrichtung für Wechselstrom-Aufzugsanlagen. Vorliegende Erfindung betrifft eine Steuerungseinrichtung für Wechselstrom- Aufzugsanlagen, bei der Wechselstromrelais vermieden sind und welche über einen Gleich richter mit Gleichstrom gespeist wird.
Die Steuerungseinrichtung gemäss der Er findung zeichnet sich dadurch aus, dass als Gleichrichter ein Trockengleichrichter vorge sehen ist, welchem ein Transformator vor geschaltet ist, durch welchen die Netzspan nung derart herabtransformiert wird, dass der Gleichstrom eine Spannung von zirka 50 Volt nicht übersteigt.
Dank dieser Ausbildung können keine Unfälle durch zufällige Berührung span nungsführender Teile der Steuerung, zum Beispiel der Kontakte der Türschlösser, ent stehen. Der Gleichrichter wird zweckmässiger weise so bemessen, dass die Steuerspannung zwischen 18 und 48 Volt liegt.
Auch kann die Steuerungseinrichtung so ausgebildet werden, dass sie bei Erdschluss selbsttätig ausser Betrieb gesetzt wird. Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist in der Zeichnung als Schal tungsschema dargestellt.
In diesem ist M der Aufzugsmotor, wel cher durch einen Umschalter mit den Kontak ten U1K und U2K gesteuert sind. Der Motor ist unter Vermittlung des Schaltkastens Seit und des Endschalters ES an das Drehstrom netz angeschlossen. Von der Motorleitung ist ein Einphasen-Transformator Tr abgezweigt, welcher den Gleichrichter Gl speist. Der Minuspol des Gleichrichters ist bei E geerdet. Im Pluspol liegen in Serie der Kontakt Sch K des Schlaffseilschalters, der Halt knüpf HK, die Sehachttürkontakte <I>TK</I> von offener Bauart, der eine der beiden Kontakte BMK des Bremslüftmagnetes <I>BM</I> und der Fussbodenkontakt FBK der Kabine.
An letz teren schliessen sich die ebenfalls in Serie ge schalteten Aussendruckknöpfe<I>Da</I> an und in einer vor dem Fussbodenkontakt FBK ab gezweigten Zweigleitung liegen die in Serie geschalteten Innendruckknöpfe Di. An die Druckknopfgruppen ist der Steuerapparat StA angeschlossen, welchem die Stockwerk relais StR und die Vorsteuerrelais VR zu geordnet sind. VM ist der Verriegelungs magnet und VK der Verriegelungskontakt im Türschloss. In den Minuspol ist der Kabinen schalter KS eingeschaltet, welcher über die Kontakte U1K und U2K am Umschalter an die Stromkreise der Umschaltrelais U1 und U2 angeschlossen ist. S sind die Sicherungen.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist folgende Angenommen, es seien sämtliche Schacht türen geschlossen, wodurch die Türkontakte TK die Verbindung 2-3 herstellen. Dadurch wird die Zuleitung des Stromes zu den Aussendruckknöpfen Da über 1, SchK, HK, TK, BMK1, FBK, 10 hergestellt und gleich zeitig auch zu den Innenknöpfen Di, indem der Strom bei BMK zu 9 abzweigt.
Durch Druck auf einen der Aussendruck knöpfe kann der Aufzug gesteuert werden. Betritt jedoch eine Person die Kabine, so wird durch den beweglichen Fussboden der Fuss bodenschalter FBK betätigt und die Zulei tung 10 zu den Aussendruckknöpfen unter brochen, wodurch der Fahrgast die alleinige Verfügung über die Steuerung erlangt.
Angenommen, der Fahrgast drücke den Innenknopf Di 11, so kommt folgender Stromkreis zustande: Vom Pluspol des Gleichrichters über die Steuersicherung 1, überden Schlaffseilschal terkontakt SchK, den Haltknopf HK in der Kabine, über die Türkontakte TK, den Brems magnetkontakt BMK1, Zuleitung 9, Druck knopf Di 11, Stockwerkrelais 11 zum Ne gativpol des Gleichrichters 50.
Das Stockwerkrelais 11 zieht an und die beiden Kontaktfinger machen Kontakt mit der Stange 5. Hierdurch wird zweierlei be wirkt: a) es schliesst das Stockwerkrelais 11 einen Selbsthaltestromkreis von der Zuleitung 9 über den Bremsmagnetkontakt BMK2, wo durch ein weiteres Drücken des Druckknopfes Di 11 überflüssig wird. b) Das Vorsteuerrelais 32 empfängt Span nung über Steuersicherung 1, Schlaffseilkon takt SchK, Haltknopf HK, Schachttürkon takt TK, Bremslüftmagnetkontakt BMK1, Bremslüftmagnetkontakt BMK2, Kontakt stange 5, Kontaktfinger 21, Kontaktsegment des Steuerapparates StA, Kontaktfinger 32, Umschaltrelaiskontakt U1K, Vorsteuerrelais 32a, zurück nach 50, wodurch das Vorsteuer relais anzieht.
Durch das Anziehen des Vorsteuerrelais wird zweierlei bewirkt: c) der Kontaktfinger 34 legt die Spule des Umschaltrelais U2 an die Kontaktstange 4, die aber vorerst noch spannungslos ist, da der Verriegelungskontakt VK noch offen ist.
d) Der Kontaktfinger 36 legt den Ver riegelungsmagnet VM an Spannung, indem der Strom von 1 über den Kontaktfinger 36, Verriegelungsmagnet VM nach 50 fliesst.
Der Verriegelungsmagnet VM auf der Kabine zieht an und zieht die nicht gezeich nete Gleitbahn von dem nicht gezeichneten Rollenhebel weg, wodurch dieser freigegeben wird und den nicht gezeichneten Verriege lungsbolzen in den Sohlossteil des Türflügels schiebt, im letzten Teil seiner Bewegung den Verriegelungskontakt VK schliessend als Zeichen, dass die Schachttüre sicher verriegelt ist. Dadurch wird die Verbindung zwischen 3 und 4 hergestellt und die Umschaltrelais spule U2 zieht an.
Da das Anziehen des Verriegelungs magnetes VM und die Schliessung des Ver riegelungskontaktes VK immerhin eine ge wisse Zeit beansprucht, ist die Verriegelung der Stockwerkrelais StR 11 über den Kontakt. BKM= des Bremsmagnetes vorgenommen, da mit man nur den Druckknopf Di bezw. <I>Da zu</I> drii:cken braucht; der Fortgang ,der Steuerung geschieht selbsttätig.
Nachdem der Verriegelungskontakt VK geschlossen ist, kommt folgender Stromkreis zustande: Pluspol, Steuersicherung 1, Schlaff- seilkontakt SchK, Haltknopf <I>HK,</I> Türkon takte TK, '3, Verriegelungskontakt VK, Kon taktstange 4, Kontaktfinger 34, Umschalt- relaissp ule U2 zurück nach 50,
im Minuspol. Das Umschaltrelais U2 legt mittelst der Kontakte U2K den Motor an das Netz und sehliesst den Bremsmagneten BM durch die Kontakte U2K an die Spannung (über Plus pol, 1 Bremsmagnetkontakt U2K, Brems magnetspule RM und nach 50, dem Minus pol), wodurch die Kabine in Bewegung ge setzt wird. Der Steuerapparat StA dreht sich in entgegengesetztem Uhrzeigersinn.
Mit dem Anziehen des Umschaltrelais U2 werden ferner folgende Kontakte geschlossen: 4-5 die Zuleitung zur Kontaktstange 5, 1-36 die Zuleitung zur Kontaktstange 36, 34-88 die Zuleitung zum Kabinenschal ter KS, geöffnet.
U2K zur Umschaltrelaisspule U1, damit diese nicht anziehen kann. Mit dem Anziehen des Bremsmagnetes BM werden folgende Kontakte geöffnet: BMK1, so dass die Druckknopfzuleitung 9 unterbrochen wird.
BMK2, so dass die Zuleitung zur Kontakt stange 5 unterbrochen wird.
Der auf der Kabine angebrachte Kabinen schalter ist parallel zum Kontaktfinger 21 ge schaltet und dient zum genauen Abschalten der Steuerung.
Durch das Einschalten des Umschaltrelais wird die gesamte Steuerung durch die Ver riegelungskontakte VK kontrolliert.
Gelangt nun der Aufzug in den Bereich der angesteuerten Haltestelle, so sehaltet der Steuerapparat StA das Vorsteuerrelais VR32 ab, indem das Isolationssegment unter dem Kontaktfinger 21 den Stromkreis 21-32 unterbricht. Der Stromkreis zum Verriege lungsmagneten VM wird jedoch noch über den Umschaltrelaiskontakt U2K 1-36 auf recht erhalten. Die Stromführung des Um schaltrelais U2 erfolgt jetzt von 4 über den Kabinenschalter KS, 38, Umschaltrelais spule Uz. Die Kabine fährt mit der normalen Geschwindigkeit weiter, bis sie sieh auf der Bremsweglänge der Haltestelle nähert. In diesem Moment fährt der Kabinenschalter KS gegen eine Gleitbahn, wodurch der Schal ter KS geöffnet wird.
Das Umschaltrelais<I>U2</I> fällt ab, trennt den Motor vom Netz und öffnet gleichzeitig den Kontakt 1-86, so dass auch der Verriege lungsmagnet VM abfällt; ferner fällt auch die Bremse ein, indem der Bremsmagnetkon takt 1-43 unterbrochen wird. Durch das Abfallen des Verriegelungsmagnetes VM wird die nicht gezeichnete Gleitbahn gegen den nicht gezeichneten Rollenhebel gedrückt, der Verriegelungsbolzen gibt die Schachttüre frei, nachdem er zuvor den Verriegelungskon takt VK geöffnet hat. Die Schachttüre kann nun geöffnet werden. Wenn die Bremse voll ständig geschlossen ist, wird auch wiederum der Bremsmagnetkentakt BMK1 geschlossen, wodurch die Zuleitung zu den Druckknöpfen wieder geschlossen wird.
Der Gleichrichter ist nur für niedrig ge spannten Gleichstrom, zum Beispiel zwischen 18 bis 48 Volt, auf alle Fälle aber so be messen, dass, !die Spannung an den zugäng lichen Teilen wie Türkontakten usw. zirka 50 Volt nicht übersteigt. Daher ist es mög lich, die Türkontakte im Interesse der Sicher heitsschaltung offen zu bauen, da die Be rührung derselben nicht mehr lebensgefä.hr- lioh ist.
Sämtliche Steuerkontakte sind vor den Magnetspulen angeordnet und die eine Seite des Gleichrichters ist geerdet; ebenso die Steuerapparate, das Türschloss und die Tür kontakte. Tritt an irgend einem der Steuer kontakte oder deren Leitung Erds@chluss auf, so kann keine der Magnetspulen anziehen, indem diese durch den Erdschluss überbrückt wetden.