CH173879A - Einrichtung zur Fernregelung, Fernübertragung von Messwerten, Steuerkommandos und dergleichen. - Google Patents

Einrichtung zur Fernregelung, Fernübertragung von Messwerten, Steuerkommandos und dergleichen.

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CH173879A
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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      Einrichtung    zur Fernregelung,     Fernübertragung    von     Messwerten,     Steuerkommandos und dergleichen.    Im Kraftwerksbetrieb werden häufig       Messwerte    über grössere Entfernungen über  tragen. Auf Grund dieser     Messwerte    werden  im Kraftwerk     Regelvorgänge    ausgeführt.  Häufig werden die übermittelten Werte  einer     selbsttätigen    Regelanordnung zuge  führt, die auf Grund des übertragenen Wer  tes die Maschine des Kraftwerkes selbst  tätig beeinflusst.

   Die     Übertragung    der Werte  oder Kommandos kann über besondere Lei  tungen, über     Telephonleitungen    oder vor=       ba.ndene        Energieübertragungsleitungen,    ge  gebenenfalls unter Benutzung einer Hoch  frequenzträgerwelle, durchgeführt werden. In  allen diesen Fällen, besonders aber bei der       Übertragung    der Signale über Telephon- und       Energieübertragungsleitungen    mit Hilfe von  Hochfrequenz können Störungen in den Über  tragungskanal gelangen, welche die Emp  fangsgeräte zum Ansprechen bringen.

   Wenn       beispielsweise    die Werte, die zur Regelung    einer Maschine benutzt werden, mit Hilfe'  einer     hochfrequenten    Trägerwelle. zwischen  zwei Orten übertragen     werden,    so können  durch elektrische Entladungen, beispielsweise  beim Öffnen von Trennschaltern     und    der=  gleichen, starke Schwingungen erzeugt wer  den. Obwohl diese Schwingungen nicht mit  der Frequenz der zur     Übertragung    dienen  den     hochfrequenten    Trägerwelle überein  stimmen, können sie     wegen        ihrer    grossen  Intensität das Empfangsgerät zum Anspre  chen bringen.

   Besonders nachteilig ist eine  solche Beeinflussung des Empfangsgerätes,  wenn eine     selbsttätige    Regelanordnung an  geschlossen ist, die dann auf Grund dieser  falschen Meldung Signale zum Verändern  der Last gibt. Derartige Störungen     sind     auch nachteilig, wenn     Messwerte    lediglich an  gezeigt werden, denn dann kann man nicht  ohne weiteres unterscheiden, ob die plötzliche  Änderung des angezeigten Wertes auf eine      Störung oder auf eine tatsächliche     Inde-          rung    der zu übertragenden Grösse zurückzu  führen ist. Auch bei der Übertragung von  Steuerkommandos können durch derartige  Störungen erhebliche Schwierigkeiten herbei  geführt werden.  



  Zur Behebung dieser Nachteile sind ge  mäss der Erfindung Mittel vorgesehen, die  beim Auftreten von Störströmen oder  -Schwingungen das Empfangsgerät während  der Dauer der Störungen unempfindlich  machen. Das     Unempfindlichmachen    kann in  verschiedener Weise geschehen. Der ein  fachste Weg besteht darin, dass während der  Dauer der Störung das Empfangsgerät vom  Übertragungskanal abgeschaltet     wird.    Man  kann aber auch mit Hilfe einer     fallbügel-          a.rtigen    Vorrichtung :den Zeiger oder das das  Regelkommando gebende Organ des Emp  fangsgerätes festhalten lassen.  



  Die Abbildungen zeigen schematisch Aus  führungsbeispiele der Erfindung.     Abb.    1  zeigt eine Einrichtung, bei .der     vier    Werte  mit Hilfe     tonfrequenter    Wechselströme über  eine gemeinsame Leitung     übertragen    werden.  Mit 1, 2, 3 und 4 sind     Tonfrequenzgenera-          toren    bezeichnet,     welehe    über die Steuergeräte  5; 6, 7, 8 mit der     Übertragungsleitung    9 ver  bunden sind.

   Die Steuergeräte 5 bis 8 kön  nen beispielsweise einen     Fernmessgeber    für  das     Impulsfrequenzverfahren    enthalten, die  entsprechend der Grösse des     zu.    übertragenden  Wertes periodisch eine leitende Verbindung       zwischen    dem zugehörigen Generator und  der Übertragungsleitung herstellen. Zur     Mess-          wertsübertragung    können auch andere Ver  fahren, zum Beispiel das     Impulszeitverfah-          ren,    dienen. Am Empfangsort 10 werden die  einzelnen Frequenzen in bekannter Weise  mit Hilfe von Siebmitteln 11, 12, 18, 14 ge  trennt und den einzelnen Empfangsgeräten  zugeleitet.

   Es sei angenommen, dass zwei       der    Empfangsgeräte 15 und 16 als Regler  ausgebildet sind, während -die Empfangs  geräte 17 und 18 lediglich als Anzeigeinstru  ment benutzt werden. Um nun beim Auf  treten von Störwellen die     Empfangsgeräte     unempfindlich zu machen, ist ein fünftes    Empfangsgerät 19 vorgesehen. Dieses Emp  fangsgerät ist unter Zwischenschaltung des  Siebmittels 20 mit der     Leitung    9 verbunden.  Dieses     Siebmittel    ist so bemessen, -dass     es     die zur Übertragung dienenden Frequenzen  nicht     hindurchlässt,    dagegen alle andern Fre  quenzen.

   Das Empfangsgerät 19 wird also  nur durch Störschwingungen, dagegen nicht  durch die     Messwerte    beeinflusst. Sobald das  Empfangsgerät 1-9 erregt wird,     werden    bei  spielsweise mit Hilfe von Kontakten, die an  einem im Empfangsgerät angeordneten Re  lais sitzen, .die Zuleitungen zu den Emp  fangsgeräten 15 bis 18 unterbrochen. Es ist  zweckmässig, das Relais, welches diese Unter  brechung vornimmt, mit einer Abfallver  zögerung auszurüsten, damit es zwischen  zwei rasch aufeinanderfolgenden Störimpul  sen die Verbindung zwischen den Empfangs  geräten und der Leitung 9 nicht wieder her  stellt.

   Wenn die Gefahr besteht, dass die  Frequenz von Störschwingungen mit der  Frequenz der zur     Übertragung    dienenden  Ströme übereinstimmt, kann es sich empfeh  len, das     Siebmittel    20 so zu     bemessen,    dass  für die zur Übertragung von Werten dienen  den Frequenzen die Empfindlichkeit der  Empfangseinrichtung 19 nicht sehr klein,  sondern nur um einen     gewissen    Betrag ge  ringer ist als die der Empfangsgeräte 15  bis 18, so dass     normalerweise    das Gerät 19  nicht .auf die zur Übertragung der Werte  dienenden Frequenzen     anspricht,    dagegen  aber die Empfangsgeräte unempfindlich ge  macht werden,

   sobald die Intensität der an  kommenden Ströme oder Schwingungen über  das normale Mass steigt. Das Unempfindlich  machen kann auch durch     Unterbrechung     derjenigen Stromkreise erfolgen, durch wel  che das Regelgerät auf die zu regelnde Grösse  einwirkt. Man könnte beispielsweise durch  das Gerät 19 (Abbildung 1), die von     deri     Kontakten der Regelanordnungen 15, 16 ge  steuerten Stromkreise unterbrechen.  



       Abb.    2 zeigt den Empfänger einer Ein  richtung für die     Übertragung    von     Messwerten     nach dem     Impulsfrequenzverfahren.    21 ist  ein Empfangsrelais, 22     und    23 gonden-           satoren,    die durch die ankommenden     Fern-          messimpulse    abwechselnd über die Wider  stände 24 und 25 entladen werden. Im  Stromkreis der     Kondensatoren    liegt das       Kreuzspulgerät    26 und der Kontakt 27, so  wie die Batterie 28.

   Der Kontakt 27 wird  von dem Empfangsrelais 19 beim Ankommen  von Störungen geöffnet, so dass beide Spulen       des        Kreuzspulgerätes    26 stromlos werden.  Durch die Anwendung einer Kreuzspule  (Gerät ohne Richtkraft) wird der besondere  Vorteil erreicht, dass nach dem Abschalten  des Gerätes durch die Vorrichtung 19 der       Zeiger    in seiner Lage stehen bleibt, also nicht  in die Nullage zurückkehrt.

   Die Anwendung  von     Kreuzspulgeräten,    bei welchen bei Stö  rungen     beide    Spulen stromlos gemacht wer  den, empfiehlt sich deshalb auch bei andern       Messverfahren.    Das     Kreuzspulgerät    kann  nicht nur zur Anzeige, sondern auch zur  Regelung verwendet werden.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach       Abb.    1 sind vier Übertragungskanäle vorhan  den, welche durch die von den Generatoren 1  bis 4 erzeugten Frequenzen dargestellt wer  den. Es sind deshalb auch vier Empfangs  geräte vorhanden, welchen ein weiteres Emp  fangsgerät zur     Unempfindlichmachung    beim  Auftreten von Störungen zugeordnet ist. All  gemein kann man sagen,     dass    bei der Über  tragung von     n-Werten    n     +    1 Empfangs  geräte verwendet sind, von welchen das eine  Empfangsgerät zur     Unempfindlichmachung     der übrigen Empfänger beim Auftreten von  Störungen dient.  



  Im Ausführungsbeispiel wurde eine An  lage gezeigt, die mit niederfrequenten Strö  men arbeitet. Es ist leicht einzusehen,     da.ss     man auch mit Hochfrequenz arbeiten kann  und dass man insbesondere die von den Wech  selstromerzeugern 1 bis 4     erzeugten    Frequen  zen über eine Trägerwelle nach dem Emp  fangsort     übermitteln    kann. Im letzteren Fall  genügt es, wenn das     Siebmittel    20, welches  vor das zur     Unempfindlichmachung    dienende  Gerät 19 geschaltet ist, für die Trägerwelle       hezw.    die mit der Trägerwelle gleichzeitig  übermittelten Seitenbänder weniger durch-    lässig ist als für     Schwingungen    anderer Fre  quenz.  



  In manchen Fällen wird es genügen,  wenn das Gerät 19 keine     Selektivität    auf  weist, das heisst das Siebmittel 20 kann weg  gelassen werden. In diesem Falle muss man       i:ur    dafür sorgen, dass die     Ansprechgrenze     des Gerätes 19 so hoch liegt, dass es auf  die normalen     Messströme        bezw.    Impulse nicht  anspricht, sondern nur auf die Störungen,  deren Intensität     grösser    ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Fernregelung, Fernüber tragung von Messwerten, Steuerkommandos und dergleichen, insbesondere mit Hilfe von Hochfrequenzschwingungen längs vorhan dener Energieübertragungs- oder Signal leitungen, dadurch gekennzeichnet, dass Mit tel vorgesehen sind, die beim Auftreten von Störströmen oder -schwingungen das Emp fangsgerät während der Dauer der Störungen unempfindlich machen. UNTERANSPRüCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass während der Dauer von Störungen das Empfangsgerät vom Übertragungskanal abgeschaltet wird.
    2. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da3 Kreuzspul- geräte als Empfangsgeräte verwendet sind und dass während der Dauer der Störungen beide Spulen des Kreuzspul- gerätes stromlos gemacht werden. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass während der Dauer der Störungen das. Anzeigeorgan festgehalten wird. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da- ,durch gekennzeichnet, dass beim Vorhan densein von n-Übertragungskanälen n -f- 1 Empfangsgeräte verwendet sind, von welchen das eine für die über .die n- Übertragungskanäle gesandten Zeichen unempfindlich, dagegen für ausserhalb dieser Übertragungskanäle liegende Zei chen empfindlich ist und leim Auftreten von Störungen die andern Empfangsgeräte unempfindlich macht. 5.
    Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein zur Un- empfindlichmachung der übrigen Emp fänger dienendes Empfangsgerät für die über die vorhandenen Übertragungskanäle geleiteten Signale weniger empfindlich ist als die übrigen Empfangsgeräte, so dass ,die Empfangsgeräte auch dann unemp- findlieh gemacht werden, wenn auf einem .der vorhandenen Mdrtragungskanäle Zei chen grösserer Intensität als b wöhzilich ankommen. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch, bei der mehrere Frequenzen. mit Hilfe einer hochfrequenten Trägerwelle übertragen werden, dadurch gekennzeichnet, ,dass ein Empfangsgerät vorgesehen ist, welches auf die zur Übermittlung dienenden Fre quenzen nicht oder schwerer anspricht als die übrigen Empfangsgeräte und das bei seiner Erregung die übrigen Empfänger unwirksam macht.
    SIEMENS & HALSKE AKTIENGESELLSCHAFT. Vertreter: IMER & de WÜRSTEMBERGER ei-devant E. Imer-Schneider, Genf.
CH173879D 1933-06-29 1934-02-26 Einrichtung zur Fernregelung, Fernübertragung von Messwerten, Steuerkommandos und dergleichen. CH173879A (de)

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