CH174057A - Schussfühlereinrichtung. - Google Patents

Schussfühlereinrichtung.

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CH174057A
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Fegter Heinrich
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Fegter Heinrich
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Description


      Sehussfühlereinr        iehtung.       Die Erfindung bezieht sich auf eine  mechanische     Fühlervorrichtung    für Schuss  spulen an Webstühlen, bei der der Schützen  mit der Spule gegen den verschiebbar an  geordneten     Schussfühler    bewegt und die Be  wegung des     Schussfühlers    auf ein in der  Bahn des     Schusswächterhammers    angeordne  tes Sperrglied übertragen wird.

   Dieses  Sperrglied ist bei mechanischen Webstühlen  an der     Abstellvorrichtung,    bei Webstühlen  mit selbsttätiger     Spulenauswechslung    an der       Auslösevorrichtung    schwingbar so befestigt,  dass bei genügend grosser Bewegung des       Schussfühlers    das Sperrglied aus der Bahn  dieses Anschlages schwingt, während es bei  geringer oder keiner Bewegung des     Schuss-          fühlers    in dieser Bahn verbleibt und das Ab  stellen des Webstuhls     bezw.        das    Auswech  seln der     Schussspule    bewirkt.  



  Die bisher in dieser Weise arbeitenden       Schussfühlereinrichtungen    benutzen für die       Übertragung    der Bewegung .des Schussfüh-         lers    Hebelanordnungen, die verhältnismässig  viele     Teile    besitzen und schwer zu montie  ren sind, da bei     Änderung    der Abmessungen  des Webstuhls auch stets die Abmessungen  dieser Teile sich ändern. Ausserdem besitzen  die bekannten Hebelvorrichtungen infolge  der unumgänglich nötigen Drehpunkte ver  hältnismässig viel toten Gang, was die Fein  fühligkeit der     Schussfühlervorrichtung    be  einträchtigt.

   Weiter können infolge der  grossen Erschütterungen, denen der Web  stuhl ausgesetzt ist, diese Hebelvorrichtun  gen sich in     unbeabsichtigter    Weise verstel  len und zu vorzeitigem oder verspätetem  Wechsel der     Schussspulen    oder zur Abstel  lung des Webstuhls führen. Ferner stösst       eine        Feineinstellung    des     Schussfühlers    bei  Wechsel der Garnnummern auf Schwierig  keiten, da mit einer Einstellung des     Schuss-          fühlers    auch     eine    Einstellung der übrigen  Teile der Hebelvorrichtungen erforderlich  ist.

   Endlich besteht für den Antrieb der be-      kannten     Schussfühlervorrichtung    mit Hebel.       meelianismus    die Gefahr der Verschmutzung  und erhöhter Abnutzung bei ebenfalls erhöh  tem Kraftbedarf für den Antrieb. Auch ist  bei der bekannten Vorrichtung mit Hebel  mechanismus die Gefahr vorhanden, dass, falls  der Schützen nicht weit genug in den  Schützenkasten gelangt, und der Schützen  kasten gegen den Fühler schlägt, ein Bruch  eintritt.  



  Alle diese Nachteile werden durch die  vorliegende Erfindung beseitigt. Sie besteht  darin, die     Bewegung    des Schossfühlers auf  das in der Bahn des     ,Schusswächterhammers     angeordnete Sperrglied entgegen     einer    Feder  kraft durch ein biegsames     Bewegungsüber-          tragungsmittel,    wie z. B. eine elastische Welle  oder einen Bowdenzug oder dergleichen un  mittelbar einwirken zu lassen.  



  Die     unmittelbare    Übertragung der Bewe  gung des Schossfühlers durch das eben er  wähnte biegsame Organ im Verein     mit    einer       zweckmässigerweise    vorgesehenen Vorrich  tung zur     Verstellung    des Schossfühlers er  möglicht, ausser einer schnellen Montage, die  Verwendbarkeit ein und derselben     Schuss-          fühlereinrichtung    für Webstühle verschiede  ner Konstruktion und Herkunft und die  Feineinstellung des Fühlers bei Verwendung  verschiedener Garne ohne Veränderung der  übrigen Teile der Einstellvorrichtung selbst  während des Betriebes.  



  Das auf das Sperrglied einwirkende Ende  des biegsamen     Bewegungsübertragungsorga-          nes    kann in geeignetem     Abstande    von der  Klinke an dem Gestell des Webstuhls, z. B.  am Brustbaum, durch Schellen oder der  gleichen befestigt werden, oder es kann in  noch einfacherer Weise die Lagerung des das  Sperrglied für den     Schusswächterhammer    be  wegenden Endes im oder am Sperrglied  träger selbst erfolgen, wie dies aus der bei  spielsweise dargestellten Ausführungsform  ersichtlich ist.

     In der     Zeichnung    zeigt  \     Fig.    1 einen Schnitt durch den Schoss  fühler und durch den Schützenkasten mit  Schützen,         Fig.    2 das Sperrglied und den     Schuss-          wächterhammer    in Ansicht,       Fig.    2a das Ende eines vom Schossfühler       betätigten    Bowdenzuges,       Fig.        ss.    das Sperrglied und einen Teil der       Abstellvorrichtung    des Webstuhls in Auf  sicht.  



  In     Fig.    1 bezeichnet 1 die in Richtung  der eingezeichneten Pfeile hin- und her  schwingende     Webstuhllade,    auf deren Enden  je ein Schützenkasten 2 zur     Aufnahme    des       Schützens    3 angeordnet ist. Die vordere  Wand 4 des gezeichneten Schützenkastens  besitzt eine Öffnung 5. Ebenso befindet sich  eine Öffnung 6 in der entsprechenden  Schützenwand 7, die sich gegen die Schützen  wand 4 legt. Die Öffnungen 3 und 6 entspre  chen einander und bilden eine einzige Öff  nung, durch die der Schossfühler 8 zu der in  dem Schützen befindlichen     Schussspulenhülse     9 mit dem Garnkörper 10 gelangen kann.  



  Der Schossfühler 8 ist in einer Hülse<B>11</B>  und zwar in einer Bohrung 12 im Boden der  selben und in einer     Bohrung    13 einer Mut  ter 14 gelagert, die in die Bohrung 15 der  Hülse 11     mittelst    Gewinde 16 eingesetzt  ist. Die Bohrung 15 ist durch einen Deckel  17 abgeschlossen. Der Schossfühler 8 besitzt  etwa in der Mitte einen Bund 18, der sich  unter der Wirkung einer Schraubenfeder  19, die zwischen dem Bund 1.8 und der Mut  ter 14 den Schossfühler 8 umgibt, gegen  einen Ansatz 20 legt.  



  Die Hülse 11. ist in einem Stellring 21       verschiebbar    gelagert und kann     mittelst     Stellschraube 22 festgestellt werden. Zur  Einstellung der genauen Entfernung der  Hülse 11 von dem Garnkörper 10     bezw.     der     Spulenhülse    9 ist die Aussenfläche der  Hülse mit einer Gradeinteilung 23 versehen.  Der Stellring 21 ist     seinerseits    mit einer  Verlängerung 24 in einem am Gestell       bezw.    Brustbaum des Webstuhls befestig  ten Lagerauge 25     mittelst    Stellschraube 26  in senkrechter Richtung einstellbar befe  stigt. Man kann so leicht die richtige  Höhenlage des Schossfühlers gegenüber dem  Schützenkasten genau einstellen.

        An dem dem Schützenkasten abgekehr  ten Ende des     Schussfühlers    8 ist an diesem  ein Stahldraht 27 befestigt, der von einer  in dem Deckel 17 eingesetzten Drahtspirale  oder dergleichen 28 geführt     wird.    Das an  dere Ende des Stahldrahtes 27 ist an einem  Bolzen 29     (Fig.    2a) angeschlossen, der zum  Antrieb des Sperrgliedes dient. Die Organe  <B>27,</B> 28     stellen    einen sogenannten Bowdenzug  dar.  



  Die     beschriebene        Schussfühlervorrichtung     ist selbstverständlich nicht auf mechanische  Webstühle beschränkt, sondern kann in  gleicher Weise für Webstühle mit selbst  tätiger     Spulenauswechslung    verwendet wer  den. In     Fig.    2 und 3 ist eine Einrichtung  dargestellt, wie sie z. B. zum Abstellen  mechanischer Webstühle benutzt werden  kann.    Der hin- und     herschwingende        Schuss-          wächterha.mmer    ist hier mit 43 und die Ab  stellvorrichtung des Webstuhls mit 39 be  zeichnet.

   Von der     Abstellvorrichtung    39 ist  nur der vordere Teil dargestellt, in welchem  in einer Bohrung, durch eine Schraube ge  halten, eine Stange 36 befestigt ist, in deren  vorderem Ende die     Schusswächtergabel    38  gelagert ist, die in bekannter Weise beim  Reissen des     Schussfadens    ebenfalls die Ab  stellung des Webstuhls veranlasst.  



  Auf der Stange 36 ist     eine    Nabe 35 ver  schiebbar angeordnet, die durch eine  Schraube 37 in jeder     gewünschten    Lage  festgestellt werden kann. An einem auf  wärts ragenden Ansatz der Nabe 35     ist     durch eine Schraube 34 das als Klinke 33  ausgebildete Sperrglied schwingbar ge  lagert. Die Klinke 33 besitzt eine Nase 41,  die sich in der gezeichneten Stellung auf  den     Schusswächterhammer    43 auflegt und  in die Bahn des Anschlages 45 am Hammer  hineinreicht, und ferner einen Ansatz 47,  gegen den das Ende 29 des Bowdenzuges  27, 28, bei seiner Hin- und     Herbewegung     anstösst und der die Klinke 33 durch Dre  hung um ihren Zapfen 34 in schwingende  Bewegung versetzt.

      Um eine besonders einfache Montage der  Einrichtung zu erhalten, ist das Ende 29  des Bowdenzuges in einer     Bohrung    46 der  Nabe 35 gelagert     und        darin    durch eine  Schraube festgehalten. Diese Art der Be  festigung sichert stets die     richtige    Läge des       Bowdenzugendes    29 zum     Anschlag    47. Wie       die        Fig.    3 zeigt, ist. diese     Bohrung    schräg  geführt, um eine     Knickung    des Bowden  zuges an der     Einführstelle    zu vermeiden.  



  Das Ende des Bowdenzuges kann auch  am Brustbaum 31 z. B. mittelst Schelle be  festigt werden und unter     Fortlassung    des  Anschlages 47 auf die Klinke 33 einwirken.  Diese Art der Befestigung erschwert aber  die Montage.  



  -Um den Ausschlag der     Klinke    33 nach  oben zu begrenzen, ist an dieser ein weiterer  Ansatz 51 vorgesehen, der sich in der höch  sten     Stellung    der Klinke auf einen- entspre  chenden Ansatz 52 der Nabe 35 auflegt.  



  Die     Wirkungsweise    der     Vorrichtung    ist  folgende:  Bei jeder zweiten Bewegung der     Web-          lade    gegen den Wagenrand wird der     Schuss-          fühler    8 durch das Anstossen an die an dem  Schützenkasten befindliche     Schussspule    in  die zu seiner Lagerung dienende Hülse 11  hineingestossen und überträgt diese Bewe  gung mittelst des an ihn angeschlossenen  Bowdenzuges 27 durch     Anstossen    des Endes  29 an den Ansatz 47 auf die in den Bereich  des     Schusswächterhammers        schwingende     Klinke 33,

   wodurch diese einen dem Hub  des     Schussfühlers    entsprechenden Hub aus  führt und hierbei ihre Nase 41 über den An  satz 45 des     Schusswächterhammers    43 liebt.  Beim Rückgang der Lade wird der     Schuss-          fühler    wieder frei und geht selbsttätig in  seine Anfangsstellung zurück. Bei dieser Be  wegung zieht er den Bowdenzug mit, so dass  die Klinke 33 unter ihrem Eigengewicht       wieder    zurückschwingt und sich     mit    ihrer  Nase 41 auf den     Schusswächterhammer    vor  dem Ansatz 45 desselben auflegt.  



  Je mehr der Garnkörper der     Schussspule     abläuft, umso mehr     verringert    sich der Hub  des     Schussfühlers    und damit auch derjenige      des     Bowdenzugendes    29. Bei nahezu abge  laufener     Schussspule        in    dem Augenblick, wo  der     Schussfühler    auf die freie     Spulenhülse     oder nur auf eine     Windungslage    trifft, ist  der Hub des     Schussfühlers    nur sehr gering  oder gleich Null.

   Die Nase 41 der Klinke  33 hebt sieh dann nicht mehr über den An  satz 45 des     Schusswächterhammers    43, son  dern, stösst an diesen an, der     Schusswächter-          hammer    verschiebt den     Schussgabelhalter    36  gegen den Brustbaum hin und der Aus  rückerhebel 39 bewirkt die Abstellung des  Webstuhls.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Mechanische Schussfühlereinrichtung für 'V#rebstühle mit federbelastetem, einstell barem Schussfühler, dadurch gekennzeich net, dass der Fühler mittelst eines an ihm befestigten biegsamen Bewegungsübertra- gungsorganes unmittelbar auf ein Sperr glied des Wächterhammers einwirkt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Mechanische Schussfühlereinrichtung für Webstühle nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schussfühler in einer mit einer an ihrer Aussenfläche vor gesehenen Gradeinteilung (23) zur ge nauen Einstellung der Entfernung des Schussfühlers von der Spulenhülse (9) versehenen Hülse (11) angeordnet ist, Sie ihrerseits in einem am Gestell des Webstuhls befestigten Stellring (21) ver- ^chiebbar gelagert ist.
    <B>2 .</B> Mechanische Sebussfühlereinriclhtung für Webstühle nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Hülse (11) gleichzeitig zur Aufnahme einer den Schussfühler (8) in der Richtung der Schützenkastenwand (4) drückenden Fe der (19) dient. 3. Mechanische SchussfüMereinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das das Sperrglied des Wächter hammers bewegende Ende des Bowden zuges am Träger des Sperrgliedes ge lagert ist.
    4. Mechanische Schussfühlereinrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass das das Sperrglied (33) bewe gende Ende (29) des Bowdenzuges in einer Bohrung der zur Lagerung des Sperrgliedes auf dem Schussgabelhalter (36) dienenden Nabe (35) geführt ist und das Sperrglied einen Ansatz (47) auf weist, an den das Ende (29) des Bowden zuges anstösst. 5.
    Mechanische Schussfühlereinrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass eine zur Führung des Bowden- zugendes (29) dienende Bohrung (46) in der Nabe (35) des Schussgabelhalters (36) schräg geführt ist, um eine gnickung des Bowdenzuges (27) an der Einführstelle zu vermeiden.
CH174057D 1933-01-17 1934-01-16 Schussfühlereinrichtung. CH174057A (de)

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